Star Wars: Die letzten Jedi - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 152 min

Star Wars: Die letzten Jedi Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Star Wars: The Last Jedi, Buch und Regie von Rian Johnson, setzt die Handlung von Star Wars: Das Erwachen der Macht rund um die Familie Skywalker fort und wird von Kathleen Kennedy und Ram Bergman produziert. Als ausführende Produzenten zeichnen J.J. Abrams, Jason McGatlin und Tom Karnowski verantwortlich.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch: Dolby Digital plus 7.1
Englisch: DTS-HD HR 7.1
Polnisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Polnisch und Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Der Regisseur und der Jedi – Schauen Sie hinter die Kulissen mit Autor und Regisseur Rian Johnson, der Sie mit auf eine persönliche Reise durch die Entstehung des Films nimmt. Erleben Sie in 90 Minuten, wie es ist, ein weltweites Franchise und kulturelles Phänomen zu inszenieren.
- Gleichgewicht der Macht – Erkunden Sie die Mythologie der Macht und erfahren Sie, warum Rian Johnson sich entschieden hat, deren Rolle im Film so einzigartig zu interpretieren.
- Szenenanalyse:
o Den Funken entzünden: Eine Schlacht im Weltraum – Werfen Sie einen genauen Blick auf die epische Weltraumschlacht, angefangen bei den Sounds, die die Action unterstreichen, über die visuellen Effekte bis hin zu den Charakteren, die alles zum Leben erwecken.
o Der oberste Anführer Snoke – Motion Capture trifft auf Star Wars: Die Filmemacher nehmen uns mit auf eine Reise durch den detailreichen Entstehungs-Prozess des bösartigen Super-Schurken im Film.
o Showdown auf Crait – Finden Sie heraus, wie die erstaunliche Welt aus der finalen Schlachtszene des Films entstanden ist: Das Feature zeigt das Wechselspiel zwischen realen Drehorten und visuellen Effekten, die Neugestaltung der Walker, die Entstehung der Kristall-Füchse und vieles mehr.
- Andy Serkis Live! – Autor und Regisseur Rian Johnson zeigt zwei exklusive Film-Szenen mit Andy Serkis‘ fesselnder und noch unbearbeiteter Performance am Set, vor seiner digitalen Verwandlung zu Snoke.
- Zusätzliche Szenen – Mit einer Einführung und einem optionalen Kommentar von Autor und Regisseur Rian Johnson.
- Audiokommentar – Sehen Sie den Film mit einem detaillierten Audio-Kommentar von Autor und Regisseur Rian Johnson.

DVD und Blu-ray | Star Wars: Die letzten Jedi

Blu-ray
Star Wars: Die letzten Jedi Star Wars: Die letzten Jedi
Blu-ray Start:
26.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 152 min.

zur Blu-ray Kritik
Star Wars: Die letzten Jedi (3D Steelbook) Star Wars: Die letzten Jedi (3D Steelbook)
Blu-ray Start:
26.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 152 min.
Star Wars: Die letzten Jedi (4K Ultra HD) Star Wars: Die letzten Jedi (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
26.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 152 min.
DVD
Star Wars: Die letzten Jedi Star Wars: Die letzten Jedi
DVD Start:
26.04.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 146 min.

Blu-ray Kritik - Star Wars: Die letzten Jedi

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 5/10


Alle Jahre wieder: Star Wars ist wieder da. Oder auch nicht. Wie man das auch sehen mag, steht mittlerweile die 8 hinter der Sci-Fi-Saga und die Reihe wird wahrscheinlich keinen Halt machen, bis diese Zahl letztendlich auf der Seite liegt. Unter Feder und Regie von Looper-Regisseur Rian Johnson kommt der bisher längste Film des Franchise nun auch in die Heimkinos.

Star Wars: Die letzten Jedi - Rey (Daisy Ridley)
Star Wars: Die letzten Jedi - Rey (Daisy Ridley) © 2017 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.
Als Teil der „großen Re-Imagination“ der Reihe knüpft „The Last Jedi“ nahtlos an Teil VII an und führt die Story fort um die First Order und der dümmsten Rebellion des Universums. Auf der Flucht vor den Schiffen des im Wiederaufstand befindlichen Empires, liegt die große Hoffnung der Rebellen nun auf Rey, die auf der verlassenen Insel aus „Herz aus Glas“ versucht, den mittlerweile verdrossenen Luke Skywalker dazu zu bewegen, sie zur „vollwertigen“ Jedi auszubilden und endlich die Macht in ihr richtig verstehen und nutzen zu können. Lässt sich der alte Meister nur schwer beschwichtigen, muss Rey sich selbst auf der Insel mit ihrer eigenen Versuchung auseinandersetzen, während die verbliebenen Rebellen um Finn, Poe und Leia auf ihren eigenen Side-Adventures ihren sicheren Tod verhindern wollen.

In Sachen der Story treffen wir hier auf alte Bekannte: innere Konflikte zwischen Gut und Böse, der Widerstand im Kampf gegen die unterdrückende Obermacht und ulkige Nebencharaktere sind die Trademarks, die die Reihe jetzt seit nunmehr 40 Jahren als ihre Kernelemente präsentiert. Wirkte Teil VII schon für viele für eine laue Aufwärmung der Standards, ist bei Episode VIII spätestens der Punkt erreicht, bei dem man sagen muss: es ist zu viel - und dadurch ironischerweise viel zu wenig.

Star Wars: Die letzten Jedi – Luke Skywalker (Mark Hamill)
Star Wars: Die letzten Jedi – Luke Skywalker (Mark Hamill) © 2017 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.
Der Trailer ließ leider schon verheißen, was sich über die massiven 152 Minuten bewahrheitet hat: Der Film strotzt nur vor Ideenlosigkeit. Alles, was an Konflikten oder Spannung vorzuweisen wäre, entpuppt sich als pure Masche. War die Versuchung von Luke in Episode VI noch halbwegs interessant, ist alles was in „The Last Jedi“ passiert nur noch vorhersehbar. Wird Rey sich der dunklen Seite hingeben? Natürlich nicht. Die Diskussion ist so schnell abgehandelt, dass wahrscheinlich schon den Schreibern klar wurde, wie zwecklos sie ist. Von Neu-Erfindung ist hier nichts zu spüren, es bleibt die Maschinerie der „großen Momente“. Denn nichts kann in Star Wars VIII in simpler Manier passieren. Bei all dem angekündigten Kämpfen mit der Innerlichkeit und der Dualität der Macht, müssen doch immer die Helden obsiegen. Damit sind nicht nur die Rebellen gemeint, sondern dezidiert die „Helden“. Denn in Star Wars gibt es keine Graustufen mehr. Es gibt die Guten, die Bösen - und den Rest. Wer desertiert, ist Feigling und Verräter, wer sich opfert, ist ein Held. Diese Rollen können dabei wahllos hin- und hergeschoben werden, bis schließlich alle Hauptfiguren, die halbwegs „die gute Seite“ in sich tragen, geläutert wurden. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Kylo Ren, der einzig interessante Charakter der aktuellen Reihe, auch noch seine Epiphanie erhält und auf die Seite der Guten wechselt. Dabei bleibt diese Masche nicht nur verloren in der Vorhersehbarkeit, sondern macht auch das gesamte Gerede über Kampf, „die große Sache“ und Ehre völlig zunichte, da sie die Randfiguren, die treuen Soldaten, die keine Zweifel kennen und weiter fleißig kämpfen, zu Bauernopfern degradiert, nur damit einer der Namen im Film seinen bzw. ihren Moment haben kann. Für diesen Zweck werden sogar manchmal eigens Figuren eingeführt, wie zum Beispiel Vizeadmiral Holdo (gespielt von Laura Dern!), die im vielleicht zweckfreisten Strang der Hauptstory alle Stationen der Ehre durchlaufen darf: vom proklamierten Feigling zur großen Läuterung durch das Opfer.

Star Wars: Die letzten Jedi – Leia (Carrie Fisher)
Star Wars: Die letzten Jedi – Leia (Carrie Fisher) © 2017 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.
Und an Zweckfreiheit darf es nicht fehlen. Der Film ist gespickt mit pausenlosem Klamauk, CGI-Tierchen, die einen nicht vergessen lassen, dass der Name „Disney“ jetzt ganz oben ansteht, ganzen Nebensträngen, die überhaupt nichts zur Handlung beitragen und endloser Wiederholung der selben Diskussionen einer Rebellion, die sich scheinbar immer für die schlechtesten Pläne entscheidet. Und natürlich - die Doomsday-Maschine, die am Ende die vernichtende Bedrohung darstellt. Zumindest ist es kein neuer Todesstern. In all diesen Spielereien verliert der Film völlig sein Tempo und macht immer wieder neue Resorts auf, sodass der letzte Akt wie ein gänzlich anderer Film wirkt.

Star Wars: Die letzten Jedi – Chewbacca (Joonas Suotamo) und ein Porg
Star Wars: Die letzten Jedi – Chewbacca (Joonas Suotamo) und ein Porg ©2017 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.
Und dabei hätte man alle Möglichkeiten der Welt, einen spitzenmäßigen Blockbuster zu drehen. An Budget und Talent fehlt es nicht - weder vor, noch hinter der Kamera. Denn der Film sieht toll aus, manche Szenen sogar fantastisch. Zum Beispiel das Beste Thronsaal-Set seit Tinto Brass‘ „Caligula“. Aber stilistisch ist alles nur safe. Mögen viele dieser Kritikpunkte auch auf das Original von 1977 zutreffen, so muss man dem jungen George Lucas doch ein zu Gute halten: „Star Wars“ war ein Risiko. Man hat sich etwas getraut. „The Last Jedi“ traut sich überhaupt nichts. Außer Überlänge. Einer der wenigen Lichtblicke ist Adam Driver. Mit dem getriebenen und impulsiven Kylo Ren natürlich in dankbarer Rolle, gibt der Mann aber alles und man kann spüren, wie intensiv die Szenen mit ihm sind, sodass tatsächlich sowas wie Gefühle vermittelt werden.

Und man kann eigentlich nur traurig berichten vom mitunter größten Blockbuster unserer Zeit: er ist langweilig. Und zwar enorm. Und er lässt wenig hoffen auf Episode IX, X und wie viele es noch sein mögen. Die Zeit von Star Wars ist vorbei. Wann die Kinokassen nachziehen, ist die letzte Frage, die noch im Raum steht. Aber wahrscheinlich wird es noch eine ganze Weile dauern, bis das geschieht.

Star Wars: Die letzten Jedi – Finn (John Boyega) und Rose Tico (Kelly Marie Tran)
Star Wars: Die letzten Jedi – Finn (John Boyega) und Rose Tico (Kelly Marie Tran) ©2017 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.
Bild:
Hier macht sich das Budget doch bezahlt. Die Blu-Ray sieht top aus. Wenn nicht gerade stark auffällt, dass einige der älteren Darsteller doch etwas verjüngt wurden, kommt das Werk der abertausenden Digital Artists voll zur Geltung. Wäre der Film stilistisch nicht so fade, wäre hier richtig was zu holen. Trotzdem mehr als in Ordnung.

Ton:
Wer ein 7.1 System hat, kann sich freuen, denn er darf den Kino-Sound in Deutsch und Englisch genießen (plus jeweils UT-Spur). John Williams klassische Holst-Adaption und die manchmal doch sehr interessante Sound-Kulisse wirkt auf der technischen Seite absolut überzeugend. Emotional wird dabei nicht viel gerettet, aber guter Sound ist guter Sound. Interessanterweise sind auch noch eine polnische Stereo-Fassung inklusive Untertitelspur dabei. Wieso, weiß der Wind, aber sie ist da und verkehrt ist das nicht.

Extras:
Auf der Hauptdisc befindet sich noch ein Audiokommentar mit Regisseur Rian Johnson, die zweite Disc ist vollgepackt mit Featurettes und Analysen sowie 14 ungesehener Szenen, die tatsächlich doch auf dem Schneidetisch liegengeblieben sind. Für den Fan sicherlich noch ein kleines Schmankerl, das die Ausgabe nochmal aufwertet.


Fazit:
Die Cash-Cow muht weiter. Star Wars läuft mit voller Geschwindigkeit in die Einöde seiner Zeitgenossen. 152 Minuten die sich anfühlen wie eine Woche bei den Schwiegereltern. Schade drum.

by Janosch Steinel
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment