St. Vincent - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.05.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 103 min

St. Vincent Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Maggie (Melissa McCarthy), eine alleinerziehende Mutter, zieht mit ihrem 12-jährigen Sohn Oliver (Jaeden Lieberher) in ein neues Haus nach Brooklyn. Weil sie gezwungen ist, Überstunden zu machen, muss sie Oliver in die Obhut ihres Nachbarn Vincent (Bill Murray) geben, ein griesgrämiger Rentner mit Hang zu Alkohol und Glücksspiel. Zwischen ihm und dem Jungen entwickelt sich bald eine ganz besondere Freundschaft. Die schwangere Stripperin Daka (Naomi Watts) im Schlepptau, nimmt Vincent seinen Schützling mit auf alle Stationen seiner täglichen Routine: die Rennbahn, den Stripclub und die Kneipe nebenan. Während Vincent Oliver dabei hilft, ein Mann zu werden, beginnt Oliver in Vincent etwas zu sehen, was kein anderer sehen kann: einen missverstandenen Mann mit einem großen Herzen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband Medien
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Exklusiv auf Blu-ray: UMFANGREICHERE BONUS-AUSSTATTUNG. Über 105 Minuten.

DVD und Blu-ray | St. Vincent

Blu-ray
St. Vincent St. Vincent
Blu-ray Start:
29.05.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
St. Vincent St. Vincent
DVD Start:
29.05.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - St. Vincent

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 4/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Der Film von Theodore Melfi ist sein Debüt als Regisseur. Das Drehbuch verfasste der New Yorker bereits im Jahr 2011. Kurze Zeit darauf landete sein Werk weit oben auf der Hollywood Black List. Diese Liste steht für vielversprechende, aber noch nicht produzierte Drehbücher, um die sich die Studios reißen. Die Dreharbeiten begannen in der ersten Juliwoche 2013 in Melfis Heimat im Stadtteil Brooklyn und auf der Pferderennbahn Belmont Park in Elmont. Seine umjubelte Weltpremiere feierte der Film am 5. September 2014 beim Toronto International Film Festival. So waren wichtige Nominierungen nur folgerichtig. Bei den „Golden Globes“ 2015 war „St.Vincent“ in den Kategorien „Beste Komödie“ und „Bester Hauptdarsteller – Komödie oder Musical - Bill Murray“ nominiert. Auch beim Publikum kam er gut an und spielte mit gut 55 Millionen US-Dollar ein Vielfaches des 13 Millionen Dollar Budgets wieder ein.

Vincent MacKenna (Bill Murray) sitzt heruntergekommen in einer Bar und erzählt seinen Freunden einen schlechten Witz. Selbst Barkeeper Roger (Ray Iannicelli) reicht es und so verkauft er Vin für diesen Abend keinen weiteren Alkohol mehr. Vin hat Sex mit der schwangeren Stripperin Daka (Naomi Watts), ist unter anderem bei Zucko (Terrence Howard) hochverschuldet und Glücksspiel-süchtig. Er fährt betrunken heim, rammt seinen Gartenzaun und Briefkasten um, schneidet sich in der Küche und stößt mit dem Kopf gegen einen Schrank. So erwacht Vin erst, als zwei Umzugshelfer mit ihrem Lastwagen seinen Baum treffen, ein Ast auf sein geliebtes Cabriolet fällt und die zwei sich auf Spanisch beschimpfen. Die neue Nachbarin Maggie (Melissa McCarthy) versucht den aufkeimenden Streit zu schlichten, als der mürrische Vin ihnen mit einer Klage droht. Dies gelingt der Radiologin, die mit ihrem Sohn Oliver (Jaeden Lieberher) ein neues Leben beginnt und viel arbeiten muss. Als Oliver in der Schule seiner Sachen beraubt wird und nicht in das Haus kann, findet er bei Vin Unterschlupf. Dieser sieht seine Chance und bekommt Geld fürs Babysitten. Doch auch zwischenmenschlich nähern sich Oliver, der den schwierigen Menschen Vin so nimmt, wie er ist und dieser an.

Die Storyline ist sehr gut umgesetzt, da hier eine zutiefst menschliche, bewegende Geschichte erzählt wird. Der Zuschauer erlebt die komplette Bandbreite an Gefühlen. Dies ist umso bemerkenswerter, da der Charakter Vincent zu Beginn unsympathisch ist und sich dieses Bild erst mühsam wandelt, ehe die Figur einem ans Herzen wächst. Doch das Drehbuch ist exzellent, da vielschichtig, dialog- und charakterstark, weil es den Figuren viel Raum zur Entfaltung gewährt und diese somit nachvollziehbar gestaltet. Außerdem ist das Identifikationspotenzial hoch und der Humor frech, weshalb der Zuschauer kurzweilig und gut unterhalten wird. Dazu kommen die herausragenden Leistungen der klug ausgesuchten Schauspieler. Allen voran Bill Murray (Ghostbusters, …und täglich grüßt das Murmeltier, Lost in Translation), der eine seiner besten Karriereleistungen abruft und viel dazu beiträgt, dass seine Figur einen gewissen Charme besitzt und sich glaubhaft weiterentwickelt. Zudem gelingt dem Altstar die Gratwanderung, seinen Charakter trotz aller Schwächen einnehmend darzustellen, was in dieser Form nur wenigen Schauspielern gelungen wäre. Des Weiteren kann Melissa McCarthy (Brautalarm, Taffe Mädels, Mike & Molly) als gestresste Mutter mit einer vielschichtigen und überzeugenden Performance nach einigen schwachen Filmen wieder positiv auffallen. Außerdem zeigt Jaeden Lieberher in seiner ersten großen Rollen eine beeindruckende Leistung, die ihm bereits zum Durchbruch verholfen haben sollte. In Zukunft werden wir viel vom Shootingstar hören. Für humoristisch wertvolle Szenen sorgt Naomi Watts (King Kong, Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit), Die Bestimmung – Insurgent) als russische Stripperin mit starkem Akzent und falsch gebauten Sätzen, aber auch viel Stärke, da ihr Charakter tiefgründiger ist, als es zunächst den Anschein hat. In kleineren Nebenrollen sorgen die bekannten Schauspieler Chris O'Dowd (Radio Rock Revolution, Brautalarm, Gullivers Reisen) und Terrence Howard (Hustle & Flow, L.A. Crash, Prisoners) für ein schauspielerisch rundum gelungenen Film.

Auch die Nebenkategorien besitzen gehobene Klasse. Die ruhige Kameraführung sorgt für stimmige Bilder, die passende Landschaftsauswahl und die erstklassige, superb untermalende Musik sind positive Aspekte des Filmes. Auch die Ausstattung, die Kostüme sowie die kernige und professionelle deutsche Synchronisation bleiben positiv in Erinnerung.

Die Blu-ray Umsetzung ist hingegen zwiespältig. Vor allem das Bild kann Fans moderner Technik nicht überzeugen. Viel zu oft kriselt oder flackert es, zudem sind auch einige Szenen unscharf oder verwaschen, sodass festzuhalten bleibt, dass der Film in dieser Kategorie viel Luft nach oben gehabt hätte. Der Ton ist hingegen sehr gut im DTS HD Master 5.1 – Sound abgemischt, kommt daher klar, deutlich und detailreich daher und lässt keine Wünsche offen. Die Extras sind mit 105 Minuten zwei Minuten länger als der Film an sich. Dem interessierten Zuschauer wird viel geboten. Making-of, Deleted Scenes, Interviews, B-Roll, Trailershow, die unterhaltsame und witzige Pressekonferenz nach der Premiere des Filmes und eine Featurette über Bill Murray. Wer also mehr über „St.Vincent“ erfahren möchte, wird sich an dem Bonusmaterial erfreuen. Denn der Einblick in die Art von Murray ist sehr interessant.


Fazit:
Sehr gute, vielschichtige Komödie mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen, stimmiger Musik, humoristisch wertvollen Szenen und viel Herz.

by Stefan Bröhl
Bilder © WVG Medien / Polyband Medien