Spring Breakers - Blu-ray

Blu-ray Start: 30.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Von Kindesbeinen an sind Brit (ASHLEY BENSON), Candy (VANESSA HUDGENS), Cotty (RACHEL KORINE) und Faith (SELENA GOMEZ) beste Freundinnen. Jetzt stehen die Spring Breaks vor der Tür und die Girls wollen, wie so viele Mädchen in ihrem Alter, nach Florida und dort richtig Gas geben. Das nötige Kleingeld, um den Trip zu finanzieren, beschaffen sie sich kurz entschlossen durch einen Überfall – und überschreiten damit eine gefährliche Grenze, von der es kein Zurück gibt. Euphorisch stürzen sich die Girls ins Abenteuer, taumeln von einem Exzess zum nächsten, bis sie auf einer Drogenparty festgenommen werden und im Knast landen. Rettung naht in Gestalt des unberechenbar-charismatischen Drogendealers Alien (JAMES FRANCO), der die Mädchen aus dem Gefängnis holt. Durch seinen exzessiven Lebensstil beeindruckt er die Vier und schnell stellt sich eine gefährliche Verbundenheit zwischen Alien und den „Spring Breakers“ ein. Gemeinsam erleben sie den wildesten Trip ihres Lebens – voller Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Die Mädchen
- Hinter den Kulissen
- Harmony Korine am Set
- Was steckt hinter SPRING BREAKERS?
- Himmlische Klänge – Die Musik von SPRING BREAKERS
- „Dirtona Beach“ – Wie es beim echten Spring Break abgeht
- Die Riviera der Rednecks
- Das Intro
- Britney Spears – Everytime
- “Drop your pants!”
- Sidney und Thurman – Die ATL Twins
- Kinotrailer
- US-Promo

DVD und Blu-ray | Spring Breakers

Blu-ray
Spring Breakers Spring Breakers
Blu-ray Start:
30.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Spring Breakers Spring Breakers
DVD Start:
30.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

Blu-ray Kritik - Spring Breakers

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 9/10


Harmony Korine, bekannt für seine Drehbücher zu den Larry Clark Filmen „Kids“, „Ken Park“ und abgedrehte filmische Experimente wie „Trash Humpers“, inszeniert mit „Spring Breakers“ einen ungemein überraschenden Film, der sich auf sehr intelligente Art und Weise mit einer pervertierten hedonistischen Jugendkultur auseinandersetzt und dabei eine höchst verstörende Wirkung hinterlässt.

Das Leben des Teenagerquartetts Candy (Vanessa Hudgens), Faith (Selena Gomez), Brit (Ashley Benson) und Cotty (Rachel Korine) scheint keinerlei Sinn zu ergeben. Von Langweile und Orientierungslosigkeit geplagt, finden sie lediglich im jährlich stattfindenden Spring Break etwas Trost, der sie ihre sonstigen Sorgen vergessen lässt. Der Spring Break kostet jedoch eine ordentliche Stange Geld, was die Jugendlichen dazu animiert ein Fast Food Restaurant zu überfallen, um so an der Partyveranstaltung partizipieren zu können. Als sie es schließlich endlich geschafft haben, die Dauerparty zu erreichen, wird ihnen der Spaß schon sehr bald durch einen Gefängnisbesuch verdorben, zu dem sie aufgrund ihrer Teilnahme an einer Drogenparty gezwungen werden. Doch die Rettung naht in Gestalt des rappenden Gangster Alien (James Franco), der die Mädchen freikauft und anschließend in seine Dienste stellt. Mit jedem Tag werden die Mädchen krimineller und schrecken auch bald vor physischer Gewalt nicht mehr zurück…

Diejenigen, die einen niveaulosen Partyfilm à la „Project X“ erwarten, werden vermutlich gelangweilt oder bestenfalls verstört das Fernsehgerät ausschalten. Denn bei „Spring Breakers“ handelt es sich ganz im Gegenteil um eine bitterböse Satire, die ihre Kritik wunderbar subtil hinter tausend Brüsten, Alkohol und Dubstep-Sounds zu verstecken weiß. Ironischerweise handelt es sich bei den potentiellen Zuschauern gerade um jene Bevölkerungsgruppe, die in „Spring Breakers“ mit jeder Menge bitterer Ironie porträtiert wird. Harmony Korine entfesselt auf der Leinwand einen solch extremen Hedonismus, dass man nicht selten angeekelt weg schauen möchte und sich nicht selten fragt, was um Himmels willen, den „Spring Break“ bei den Jugendlichen denn so beliebt macht. Die Aufnahmen des Partygeschehens gehören zu den verstörendsten und zugleich beeindruckendsten Szenen des Films. Es ist beinahe so, als würde man in den Drogenrausch der Spring Breaker mit hineingezogen und zur Partizipation gezwungen. Das ist gleichsam erschreckend wie genial – denn so entfaltet die Kritik des Films eine psychisch erfahrbare Dimension, die so manch exzessivem Party- und Alkoholfan sauer aufstoßen dürfte. Spring Breakers kommuniziert in gewisser Weise direkt mit den Adressaten seiner pessimistischen Kritik, was das Filmerlebnis für Freunde einer intelligenten Metaebene zusätzlich aufwertet und alle anderen nachhaltig verwirren, ja verstören dürfte. Denn obgleich Korine den seelenlosen Partyterror aufs schärfste verurteilt, zelebriert er ihn auf den ersten Blick in aller Ausgiebigkeit auf der Leinwand: Wippende Silikonbrüste und vom Alkohol entstellte, ausdruckslose Gesichter werden mit einem solch aufdringlich oberflächlichen Soundtrack kombiniert, dass es einem Eiskalt den Rücken herunter läuft. In der Welt von „Spring Breakers“ – die keineswegs so ironisch überhöht von unserer eigenen abweicht, wie wir zunächst glauben wollen – herrscht die Diktatur des Stumpfsinns, man könnte von einem regelrechten Partyfaschismus sprechen. Harmony Korine ist mit „Spring Breakers“ also einer der radikalsten Beiträge zur Analyse und Darstellung der Jugendkultur des 21. Jahrhunderts gelungen, der die Zuschauer noch lange beschäftigen dürfte – die Reaktion des Zuschauers wird entweder Unverständnis oder eine pessimistischer Zustimmung sein. Kalt lassen wird dieser Film jedenfalls niemanden.

Die Blu-ray ist in technischer Hinsicht über alle Zweifel erhaben und präsentiert den hedonistischen Rausch in einer wunderbaren Schärfe. Allerdings wünscht man sich während des Schauens manchmal sogar, man müsse weniger vom Spring Break mitbekommen, so beunruhigend ist der Film stellenweise. Der Ton ist ebenfalls sehr gelungen und lässt die Dubstep-Sounds in ordentlicher Qualität aus den Boxen dröhnen. Lediglich die Extras hätten ruhig etwas üppiger ausfallen dürfen, auch wenn immer noch mehr geboten wird, als bei den meisten anderen Neuveröffentlichungen.

Fazit:
„Spring Breakers“ verstört! Die knallige Satire übt ihre Kritik an unserer scheinbar sinnentleerten Zeit auf eine so subtile Weise aus, dass sie vielen Zuschauern wohlmöglich gänzlich verborgen bleiben dürfte. Doch auch diese werden sich nach dem Film zu einer Selbstreflexion gezwungen sehen, denn eins macht der ausgiebige Hedonismus (den eine ganze Generation betreibt) nicht: Glücklich.
Freunde von intelligenter und konsequenter (Anti-) Unterhaltung sollten „Spring Breakers“ daher unbedingt gesehen haben.


by Jonas Hoppe
Bilder © Universum Film