Spinning Man - Im Dunkel deiner Seele - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.02.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min

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Inhalt

Philosophieprofessor Evan Birch (Guy Pearce) führt ein Bilderbuch-Leben als treusorgender Ehemann und Vater. Eines Tages jedoch verschwindet eine seiner Studentinnen spurlos und wird schließlich tot aufgefunden. Der pragmatische Ermittler Malloy (Pierce Brosnan) beginnt in Birchs Umfeld zu ermitteln. Birch ist zunächst fassungslos angesichts dieser ungeheuerlichen Vorwürfe und auch seine Frau (Minnie Driver) vermutet lediglich ein Missverständnis. Doch die Beweislage verschärft sich zusehends und Birchs Erinnerungslücken machen ihn nur verdächtiger…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Spinning Man - Im Dunkel deiner Seele

Blu-ray
Spinning Man - Im Dunkel deiner Seele Spinning Man - Im Dunkel deiner Seele
Blu-ray Start:
28.02.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Spinning Man - Im Dunkel deiner Seele Spinning Man - Im Dunkel deiner Seele
DVD Start:
28.02.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - Spinning Man - Im Dunkel deiner Seele

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Mit Spinning Man bringt uns Before we Die Regisseur Simon Kaijser einen hochkarätig besetzten, ausgeklügelten Thriller, in dem sich Pierce Brosnan (The Foreigner) und Guy Pearce ein spannendes Katz- und Mausspiel auf der Suche nach der Wahrheit in einem Vermisstenfall liefern.

Der Philosophieprofessor Evan Birch (Guy Pearce) lebt glücklich verheiratet und als stolzer Vater einer kleinen Tochter ein beschauliches Leben in einem harmonischen, amerikanischen Vorort. Er ist in der kleinen Gemeinschaft allgemein angesehen und verkörpert so ziemlich alles, was einen liebenden Ehemann und Vater auszeichnet. Als jedoch eines Tages ein junges Mädchen verschwindet, gerät er nach und nach in das Fadenkreuz des gleichermaßen hartnäckigen, wie akkuraten Ermittlers Detective Malloy (Pierce Brosnan), dem schon kleinste Anhaltspunkte genügen, um eine Spur zu wittern. Eben jene liefert Even ihm in Form seiner immer wieder schwammig klingenden Erklärungen unter punktuellem Gedächtnisverlust zu leiden, und sich auch sonst alles andere als kooperativ verhält. Als dann noch Geheimnisse aus der Vergangenheit zu Tage treten und auf eine prekäre Situation die nächste folgt, zieht sich die Schlinge um Evans Hals immer weiter zu und selbst seine Frau Ellen (Minnie Driver) zweifelt allmählig an der Authentizität ihres Mannes. Ist Evan ein berechnender, dreister Lügner oder täuscht sich Detective Malloy und er ist wirklich so zerstreut wie er vorgibt zu sein?

Pierce Brosnan in Spinning Man
Pierce Brosnan in Spinning Man © KSM GmbH
Handwerklich gesehen haben wir es mit einem rein auf Charakterstudie ausgelegten Psychothriller zu tun, der trotz minimalistischer Bühnenbilder, unauffälligen Kulissen und dem völligen Verzicht auf Action oder wilden Verfolgungsjagden von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Pierce Brosnan, der immer noch eine Spur des vergangenen Bond-Charmes inne zu haben scheint, wird mit zunehmendem Alter stetig besser und gleicht in Sachen Charisma schon beinahe einem Sir Sean Connery. Genau dieses Charisma und die Fähigkeit seine Rollen von Kopf bis Fuß anzunehmen und zu leben ermöglichen ihm eine unheimlich starke Wandlungsfähigkeit. Im vorliegenden Film nimmt er die Gestalt eines Gentleman-Detectives an, der zwar auf der einen Seite seinen Standpunkt von Vornherein klar macht, mit allen Mitteln und Wegen das Verschwinden einer Studentin aufzuklären, dabei aber keineswegs seine Menschlichkeit an der Türschwelle seines Verdächtigen abgibt, um dem Objekt der Begierde penetrant zu Leibe zu rücken. Diese Menschlichkeit bewirkt ein hohes Maß an Authentizität und weicht somit vom Stereotyp eines kaltschnäuzigen, vom Leben gezeichneten Ermittlers deutlich ab. Der eigentliche Star und Protagonist ist allerdings Guy Pearce, der sich besonders durch seine Rollen in The Count of Monte Cristo (2002), Brimstone und Memento der A-Garde Hollywoods als würdig erwiesen hat.

Szene aus Spinning Man
Szene aus Spinning Man © KSM GmbH
Wie vielseitig er sein kann beweist Spinning Man einmal mehr, in dem er von Anfang an als Hauptverdächtiger in einem Vermisstenfall vorgestellt wird, der einerseits durch seine kühle und passiv aggressive Abwehrhaltung andererseits durch seine Kenntnisse der Philosophie und seiner damit einhergehenden Wortgewandtheit und von ganz allein verdächtig macht. Pearce schafft es allein durch seine Mimik, Gestik und sein ganzes Auftreten für den Zuschauer bis zur letzten Minute ein Rätsel zu bleiben. Immer wieder schwankt man hin und her in der Ungewissheit, ob man hier einen Schuldigen oder einen zu Unrecht verdächtigten Mann vor sich hat. Die authentisch bodenständige Leistung beider Topdarsteller auf der Suche nach der Wahrheit hält konsequent die Spannung aufrecht, auch wenn sich zwischenzeitlich Längen einschleichen, die in der Summe etwas kürzer hätten ausfallen können. An einem gewissen Punkt schleicht sich auch das Gefühl ein, dass die Geschichte nicht vom Fleck kommt und sich im Kreis dreht. Teilweise werden die Übergänge zwischen den Szenen unnötig gezogen und zum Teil sieht man einige Szenen mehrfach, was ich persönlich als störend wahrgenommen habe. Das muss aber jeder für sich selbst herausfinden, inwieweit er oder sie das genau so sieht.

Guy Pearce in Spinning Man
Guy Pearce in Spinning Man © KSM GmbH
Bild: Das Bild ist im 1080p 16:9 Format und kann mit satten Farben und sauberen Konturen punkten, auch wenn das bei der Art Film nicht groß von Belang ist. Zwar gibt es die ein oder andere schöne Naturaufnahme, beispielweise die Kleine Hütte an einem idyllisch gelegenen Waldstück, jedoch kommt diese Bildpracht so selten zum Einsatz, dass ein Bild in HD nicht zwangsläufig nötig ist. Somit reicht es auch aus auf die normale DVD zurückzugreifen.

Ton: Der Ton ist in zwei Audiospuren (deutsch, englisch) DTS-HD 5.1 gegeben und rundet das ohnehin schon angenehme Gesamtpaket galant ab. Die gediegene Sounduntermalung unterstützt und fördert eine dichte Atmosphäre ohne diese mit überladenen Effekten ständig zu ruinieren. Die Dialogszenen sind in einem ausgewogenen Gleichgewicht in Relation zum Gesamtbild und auch die deutsche Synchronisation ist einwandfrei.

Extras: Die Extras sind leider etwas spärlich geraten und haben leider außer einer Bildergalerie und dem Trailer nichts zu bieten. Sehr schade.


Fazit:
Spinning Man ist ein ruhiger, gemächlich erzählter und gut strukturierter Thriller, der, entgegen seiner Konkurrenten, nicht auf bluttriefende Momente, künstlich erzeugte Spannung oder überzeichnete Charaktere trumpfen möchte, sondern authentisch und realitätsnahe eine Geschichte erzählet, die auch nach dem Abspann zum Nachdenken anregt. Der ruhige Grundton und die stetig wachsende Ungewissheit, wohin die Reise letztendlich gehen mag, machen Spinning Man zu einem originellen und deutlich besseren Vertreter, als das Genre in den letzten Jahren zu bieten hatte, und das gänzlich unverschnörkelt und aus dem alltäglichen Leben gegriffen. Über die zwischenzeitlichen Längen kann man deswegen ruhigen Gewissens hinwegsehen.

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by Christoph Berger
Bilder © KSM GmbH