Society - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min

Society Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ist Bill Whitney nur das Opfer seiner Paranoia, oder ist es wahr, was man in Beverly Hills erzählt? Gerüchte über bizarre Orgien seiner Eltern und Inzest mit seiner hübschen Schwester Jenny auf dekadenten Luxuspartys machen die Runde. Als ihm sein Freund David, der kurz darauf unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, Tonbandaufnahmen von den nächtlichen Eskapaden seiner Eltern vorspielt, beginnt Bill nach dem Geheimnis hinter dem Geheimnis zu suchen. Schon bald muss er feststellen, dass die Gerüchte grausame Wirklichkeit sind...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (PCM-Stereo)
Englisch (PCM-Stereo)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Audiokommentar von Brian Yuzna
- Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Society

Blu-ray
Society Society
Blu-ray Start:
27.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Society Society
DVD Start:
27.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Society

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Brian Yuzna, bekannt als Regisseur von Genrefilmen wie „Return Of The Living Dead III“ oder den trashigen Fortsetzungen des Kultfilmes „Re-Animator“, hat mit seiner schrägen Gesellschaftssatire „Society“ eine unglaublich stumpfsinnige, wie auch ungemein absurde Horrorkomödie gedreht, deren Ideenreichtum auch heute noch zu begeistern weiß. Obwohl „Society“ über weite Strecken etwas langatmig wirkt, sollten Genrefans dem bis vor kurzem indizierten Film also ruhig eine Chance geben.

Der einer reichen Familie angehörige Bill Whitney (Billy Warlock) wird von grauenhaften Visionen geplagt, die sein gesamtes Leben bestimmen. Selbst vor seinem Psychiater hat er Angst! Obgleich er der oberen Gesellschaftsschicht angehört, bevorzugt er doch einfache, zumeist sportliche Vergnügungen und trifft sich mit Leuten, die keineswegs über so viel Geld verfügen wie seine reichen Eltern. Der herrschende Klassengegensatz findet also auch im Mikrokosmos seiner Familie statt, was zu einer latent existierenden, immer gefährlicher werdenden Konfliktsituation führt, die Bill von seinen Eltern immer weiter zu trennen scheint. Als Bill eine verstörende Tonbandaufnahme von seinem Freund Milo (Evan Richards) bekommt, auf der seine Eltern zu hören sind, soll endlich Licht ins Dunkle gebracht werden. Doch als Bill schließlich eine der mysteriösen Partys der Oberschicht besucht, bricht endgültig das Grauen über ihn herein...

Der Film ist aufgrund seiner pubertären Dialoge und einem reichlich infantilen Charme teilweise durchaus anstrengend, kann aber mit seinen radikal abstrusen Gore-Effekten doch immer wieder zum Weiterschauen animieren. Dem Anspruch, eine Gesellschaftssatire zu sein, wird der Film jedoch leider kaum gerecht und bietet lediglich eine reichlich plakative „High Society Kritik“, die nicht über banales Phrasendreschen hinaus zu kommen vermag und stellenweise sogar ziemlich nervt. Doch auch hier hilft die große Portion anarchischen Stumpfsinns über die enttäuschende Metaebene hinweg und macht „Society“ dann trotzdem noch zu einem durchaus lustigen Filmvergnügen.
Die Geschichte entwickelt sich ziemlich langsam und erst im letzten Filmdrittel entfaltet die trashige Satire ihr volles Unterhaltungspotential. Es lohnt sich also, die ungemein stupiden ersten Filmminuten auszuhalten, da man tatsächlich mit einer ganzen Menge spaßiger Ideen belohnt wird, die einem auch nach dem Schauen des Filmes noch lange im Gedächtnis bleiben dürften. Es gibt beispielsweise ein „echtes“ Arschgesicht zu bewundern oder auch eine groteske „Umstülpung“ zu sehen. Bescheuerter Stumpfsinn eben, der jedoch zweifelsohne gut unterhält und dem Film eine surreale Note verleiht. Die Make-up Effekte müssen hier sehr lobend hervorgehoben werden, da Joji Tani alle absurden Ideen in unglaublich intensiver und glaubhafter Form umzusetzen weiß und dabei nie den visuellen Humor vergisst. Der Dualismus zwischen Arm und Reich wird jedoch auch in diesen optisch sehr beeindruckenden Szenen nur sehr oberflächlich behandelt, was etwas schade ist.

Was die dargebotenen Schauspielkünste betrifft, dürfte wohl jedem klar sein, dass hier keine preisverdächtigen Glanzleistungen zu erwarten sind. Und vor allem Billy Warlock in der Rolle des Bill lässt jeglichen Anflug von Seriosität schon alleine aufgrund seiner schrecklichen Frisur vermissen, was jedoch relativ gut zu seinem naiven Charakter passt. In Sachen Mienenspiel erinnert seine Performance zu mancher Filmminute fast ein bisschen an die grandios schlechte Darstellung eines Bruce Campbell in Sam Raimis „Tanz der Teufel – Trilogie“, weshalb sein Spiel wohl nur aus einer ironischen Position heraus entsprechend gewürdigt werden kann.

Optisch macht die Blu-ray einen relativ guten Eindruck, wohingegen die Tonqualität höchstens als durchschnittlich bezeichnet werden kann. Die deutsche Sprachfassung gehört sicherlich auch nicht zu den Sternstunden der Synchronisationstechnik, passt aber immerhin zum teilweise trashigen Charme des Filmes und fällt nach einiger Zeit auch nicht mehr negativ auf. Als Extra gibt es leider nur den Trailer.

Fazit:
Wer auf abgefahrene (und durchaus politische) Komödien mit einem Schuss Gore steht, ist mit Brian Yuznas „Society“ bestens bedient. Der Film fährt eine solche Menge an absurden Ideen auf, dass das Schauen zu einer ungemein lustigen Angelegenheit werden kann. Diejenigen, die eine intelligente Satire über Schichtenunterschiede und den Habitus der High Society erwarten, dürften aufgrund der plakativen Botschaft jedoch etwas enttäuscht werden.

by Jonas Hoppe
Bilder © Alive / Capelight Pictures