Sickle - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min

Sickle Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Travis und seine Band überfallen einen von der russischen Mafia betriebenen Stripklub und richten dabei ein Blutbad an. Auf ihrer Flucht zur mexikanischen Grenze kommt die Gang nach Redstone, einem abgelegenen und inzestverseuchten Dorf im amerikanischen Hinterland. Dort wartet schon Sheriff Slade Sickle auf die Ganoven. Mit seiner ganz eigenen grausamen und sadistischen Art der Rechtsprechung geht er gegen Travis und seine Leute vor. Es beginnt eine lange Nacht des Sterbens!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Mad Dimension
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Interview mit Kane Hodder (englisch)

DVD und Blu-ray | Sickle

Blu-ray
Sickle Sickle
Blu-ray Start:
18.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Sickle Sickle
DVD Start:
18.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min.

Blu-ray Kritik - Sickle

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 5/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


Mit „Planet Terror“ und „Death Proof“ lieferten vor ein paar Jahren die beiden Ausnahmeregisseure Robert Rodriguez und Quentin Tarantino ihren Beitrag zum Grindhouse-Genre, welches schon fast von der Bildfläche verschwand. Nun erscheint mit „Sickle“ (OT: „Exit to Hell“) ein kleiner Low-Budget-Streifen, der sich eben jenem Genre widmet und repräsentiert dabei die vierte Regiearbeit von Robert Conway („Redemption: A Mile from Hell“).

Zusammen mit seinen Freunden Jenna (Tiffany Shepis, „Cyrus“), Randy (Owen Conway, „Sympathy for Delicious“) und Tasha (Taryn Maxximillian Dafoe) überfällt Travis (Dustin Leighton, „Take me home tonight“) den Stripklub einer russischen Mafiabande. Mit ihrer Beute im Schlepptau verirren sich die vier auf ihrer Flucht in das kleine Örtchen Redstone, welches scheinbar mitten im Nirgendwo liegt. Doch das Dorf hütet ein brutales Geheimnis: Sheriff Sickle sorgt hier persönlich für Gerechtigkeit. Das bedeutet im Klartext: Hier gibt es nur ein Gericht und das ist der Sheriff. Während sich Mafiaboss Yakov (Jason Spisak, „Alles muss raus“) auf die Suche nach den Dieben begibt, steht diesen Sheriff Sickle gegenüber, der plant, einen nach dem anderen zur Strecke zu bringen – denn aus Redstone gibt es kein entkommen!

Man muss kein Genie zu sein, um zu erkennen, dass das Budget von „Sickle“ in etwa dem Wert eines gebrauchten Kleinwagens entspricht. Äußerst minimalistisch wird hier mitten in der amerikanischen Wüste in einem heruntergekommenen Dorf gedreht. Schauspieltechnisch bewegt sich der Grindhouse-Film auf unterstem Niveau, besonders im Falle der vier Protagonisten. Zudem besitzt „Sickle“ keine Sympathiefigur, weshalb einem als Zuschauer das Ableben der Figuren ziemlich egal ist.

Recht amüsant sind die Effekte, welche fast allesamt auf Computeranimationen verzichten und sich guter alter Handwerkskunst bedienen. Dafür sieht man allerdings nie den kompletten Körper der betroffenen Person, sondern lediglich die aufgeschlitzte Stelle. Dies wirkt einerseits recht billig, andererseits sorgen die Effekte dafür auch für den einen oder anderen Lacher. Der eigentliche „Held“ des Films ist Sheriff Sickle, der viel zu wenig Screen-Time bekommt. In einem halsbrecherischen Schlussakt entwickelt er sich zum Publikumsliebling und bringt ein wenig Humor mit ins Spiel.
Jedoch sollte man darauf eingestellt sein, dass die Story äußerst dünn ist und teilweise grobe Logiklöcher aufweist. Zudem sind viele Szenen amateurhaft gedreht, wie beispielsweise die Verfolgungsjagd: Hier wurde einfach die Abspielgeschwindigkeit der Szenen erhöht, um ein wenig Tempo ins Spiel zu bringen. Doch leider geschieht dies mehr als offensichtlich! Als kleinen Gag hat Regisseur Conway noch seinen eigenen Film „Necro Wars“ in den Streifen mit eingebaut.

Das Bild der Blu-ray ist sehr körnig und an vielen Stellen unscharf, wobei sich hier die Frage stellt, inwieweit dies absichtlich geschieht. Zudem arbeitet Conway verstärkt mit diversen Filtern und Bildbearbeitungen, sodass eigentlich ständig Artefakte auf dem Bildschirm aufflimmern. Nach einer Zeit beginnt dieser unruhige Stil allerdings stark zu stören, zumal vieles wie ein billiger Tarantino-Abklatsch wirkt.
Der deutschen Synchronisation fehlt es an Authentizität, weshalb man auf den etwas leise abgemischten englischen HD-DTS-Sound zurückgreifen sollte.
Als Bonusmaterial gibt es den Trailer zum Film sowie ein vier-minütiges Interview mit Sheriff Sickle Darsteller Kane Hodder („Hatchet“).

Fazit: Das Cover trägt die Aufschrift: „Cover zensiert!“. Besser wären die Macher dran gewesen, den kompletten Film zu zensieren, doch so bekommt man eine krude Mischung aus Gewalt, Humor und Absurditäten zu Gesicht, die zwar nicht wirklich einen Blick wert ist, doch einem feucht fröhlichen Filmeabend sicher die Krönung verpasst.

by Yannik Riedl
Bilder © Alive / Mad Dimension