Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.02.2020
Digital VoD: 23.01.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 86 min

Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Doch als plötzlich ein ebenso lustiges wie bezauberndes Außerirdischen-Mädchen mit erstaunlichen Kräften in der Nähe der Farm bruchlandet, erkennt Shaun sofort die einmalige Chance: mit Hilfe der Außerirdischen kann er jede Menge neue Späße und Abenteuer anstellen! Gleichzeitig ist es aber auch der Beginn einer Mission, die Außerirdische wieder sicher nach Hause zu bringen...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
DIY Featurettes: "Wie zeichnet man Shaun?", "Wie zeichnet man Lu-La?", "Lu-La Schleim", "Weihnachtsdeko", "Ostereier bemalen", Making of, 25 Jahre Shaun das Schaf, „Handy Aus" & "Popcorn" Clips, 3 Kinotrailer, Wendecover

Video on demand - Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm

DVD und Blu-ray | Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm

Blu-ray
Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm
Blu-ray Start:
06.02.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 86 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm
DVD Start:
06.02.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 82 min.

Blu-ray Kritik - Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Seit Jahrzehnten gelten die britischen Aardman Animation Studios als absoluter Qualitätsgarant. Das sympathische Stop Motion-Knetfigurenstudio aus Bristol hat sich neben zahlreichen preisgekrönten Kurzfilmen besonders mit ihren legendären Figuren Wallace & Gromit weltweit einen Namen gemacht, für deren ersten Spielfilm „Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ sogar ein Oscar heraussprang. Nun wagen die britischen Animationskünstler zum ersten Mal eine Fortsetzung: Was wäre da naheliegender, als ihre zweite große Marke „Shaun das Schaf“ fortzuführen, wo der 2015 erschienene Film einer ihrer größten Erfolge war? Wer die bisherigen Aardman-Filme mag, wird auch „UFO-Alarm“ ins Herz schließen, denn auch ihr neuestes Werk beinhaltet sämtliche Markenzeichen: Trockener, typisch britisch verschrobener Humor, visueller Einfallsreichtum, Warmherzigkeit und wahnsinnig viel Liebe zum Detail. Auch wenn „Shaun 2“, der im Original amüstanterweise den Zusatztitel „Farmageddon“ trägt, nicht ganz an den ersten Teil heranreicht und vielleicht erzählerisch zu durchschaubar bleibt, macht der Film dennoch großen Spaß.

Szenenbild
Szene aus Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm © Studiocanal Home Entertainment
In dem verschlafenen Örtchen Mossingham herrscht großer Aufruhr, denn Bauer John hat mit seinem Hund eines Nachts ein UFO gesichtet. Es dauert nicht lange, bis eine „Men in Black“-ähnliche Organisation in der Kleinstadt auftaucht, um der Sache nachzugehen. Tatsächlich hat sich der junge schiffbrüchige Außerirdische mit Hasenohren Lu-La zur Mossy Bottom Farm aufgemacht, wo er auf Shaun trifft. Nach anfänglicher Skepsis bei dem Schaf angesichts dieser fremden Kreatur, richtet das ungleiche Duo Chaos auf der Farm an. So entstehen bei einer wilden Spritztour mit Farmer Bitzers Mähdrescher versehentlich Kornkreise. Bitzer hat eine geniale Idee: Überzeugt, dass sich wirklich ein Alien in der Gegend rumtreibt, will er einen „Farmageddon“ benannten Vergnügungspark auf der Farm errichten, mit dessen Einnahmen er den Super-Mähdrescher Wheatchopper 5000 kaufen will. Währenddessen machen sich Shaun und Lu-La auf die Suche nach ihrem Raumschiff, denn der kleine Außerirdische wurde von seinen Eltern getrennt und will zurück in seine Heimat. Doch zugleich macht die geheime Regierungsbehörd Jagd auf die Beiden, während sie Mossy Bottom ziemlich auf den Kopf stellen…

Wie auch schon die vorigen „Shaun das Schaf“-Werke ist auch „UFO-Alarm“ mehr oder weniger ein Stummfilm, bei dem die Figuren neben kurzen Lauten nur Kauderwelsch von sich geben. Hier steht ganz klar visueller Humor im Mittelpunkt, der tadellos von den Regie-Neulingen Will Becher und Richard Phelan inszeniert wird. So entpuppt sich der Film als überaus rasantes und kurzweiliges Spektakel, das zudem gewohnt liebenswert, charmant und auch leicht hintersinnig ist. Der Humor ist natürlich jederzeit kindgerecht, jedoch können auch Erwachsene über die wunderbar cleveren und klamaukigen Gags lachen. Und die Lacher sind durchaus immer wieder groß, etwa wenn ein Bulle ganz sprichwörtlich in einen Porzellanladen gebeamt wird, eine durch einen Supermarkt fliegende Tiefkühlpizza einer alten Dame die Turmfrisur durchsäbelt oder auch ein selten gelungener Furzwitz bis in die afrikanische Steppe Wirkung zeigt.

Szene aus Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm
Szene aus Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm © Studiocanal Home Entertainment
Zudem nutzen die Aardman-Macher natürlich auch die Sci-Fi-Grundlage aus und bauen jede Menge herrlich augenzwinkernde Anspielungen auf Klassiker des Genres ein: Da ertönen nicht nur einmal die durch „2001“ legendär gemachten Stücke „Also sprach Zarathustra“ und später auch noch der Donauwalzer bei Szenen im Weltraum, während in einem urkomischen visuellen Gag ein Toast im Gegenlicht aus einem Toaster emporsteigt und den Monolith aus Kubricks Meilenstein imitiert. Musikalische Anspielungen an „Akte X“ oder die ikonische Tonfolge aus Spielbergs „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“ sorgen wie auch die sonnenbrillentragende Beauftragte der Geheimorganisation für Wiedererkennungseffekte. Das mag alles recht offensichtlich erscheinen, dennoch erfreuen diese charmant eingestreuten Winks den Filmfan, während Kinder hier natürlich außen vor bleiben.

Wie von Aardman gewohnt, ist „Shaun das Schaf – UFO-Alarm“ einfach arg liebenswert. Die deutlich an „E.T.“ angelehnte Story ist dann wohl auch die größte Schwäche eines gelungenen Films, denn zumindest in seinen groben Plot Points erweist er sich als sehr vorhersehbar. Dennoch werden sich Kinder hieran sicher nicht stören, während die Macher letztlich nicht nur albernen Slapstick in größtem visuellem Detailreichtum verfolgen. Sie präsentieren auch eine ganz rührende und am Ende offen sentimentale Geschichte, die die süße Freundschaft zwischen Shaun und Lu-La zum Fokus hat. Hier darf auch noch das Charakterdesign des kleinen Aliens erwähnt werden, der einfach wunderbar zum-knuddeln-liebenswert daherkommt. Das mag am Ende alles nicht weltbewegend sein, aber wie von Aardman gewohnt, hat man hier einfach eine gute und unbeschwerte Zeit, wobei gerade der reizende Charme der schrulligen Briten mit Glück erfüllt.

Szene aus Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm
Szene aus Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm © Studiocanal Home Entertainment
Bild
Wie kaum anders zu erwarten, begeistert die Stop-Motion-Produktion auf Blu-ray mit tadellosen technischen Schauwerten. So präsentiert sich hier ein enorm knackiges, scharfes und detailreiches Bild, an dem man sich kaum satt sehen kann. Dafür sorgen auch die satten und knalligen Farben, die wunderbar von den hervorragenden Kontrasten und Schwarzwerten akzentuiert werden. Bildfehler bleiben da dankbarerweise aus.

Ton
So stark wie das Bild präsentiert sich auch die akustische Umsetzung, die hier auf einer einzigen, sehr lebhaften Dolby Atmos-Spur vorliegt. Da keine echte Sprache gesprochen wird, erübrigt sich eine Synchronfassung. Über die gesamte Laufzeit werden hier sämtliche Kanäle aktiv miteinbezogen, während die Klangdynamik sehr hoch ist. Auch der Subwoofer kommt immer wieder überraschend deutlich zur Geltung, während der Klang an sich glasklar und ausgewogen daherkommt.

Extras
Das Bonusmaterial erweist sich zwar als ebenso liebenswert und kurzweilig wie der Film, fällt aber knapp aus und kratzt nur an der Oberfläche. Neben diversen kurzen Nachmach-Videos für Kinder liegen hier nur ein knappes Making of und ein ebenso kurzes Featurette zum 25-jährigen Shaun-Jubiläum bei.
• Wie zeichnet man Shaun? (02:41 Min.)
• Wie zeichnet man Lu-La? (02:36 Min.)
• Lu-La Schleim (01:28 Min.)
• Weihnachtsdeko (02:14 Min.)
• Ostereier bemalen (01:49 Min.)
• Making of (03:14 Min.)
• 25 Jahre Shaun das Schaf (03:56 Min.)
• Super natürliche Wolle (01:00 Min.)
• „Handy aus“ (00:25 Min.) - und „Popcorn“ (00:22 Min.)-Clips
• 3 Kinotrailer


Fazit:
„Shaun das Schaf – UFO-Alarm“ mag zwar nicht die originellen Höhen der bisherigen Aardman-Filme erreichen, dennoch präsentiert sich auch mit dieser Fortsetzung ein Stop-Motion-Feuerwerk, das bis zum Rand mit cleveren visuellen Gags vollgepackt ist. Zudem ist der Film mit seiner süßen und leicht sentimentalen Geschichte auch einfach verdammt liebenswert. Das mag zwar vorhersehbar sein, dennoch macht auch dieser Film einfach großen Spaß, wodurch man sich seinem Charme kaum entziehen kann.


by Florian Hoffmann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment




Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm - Trailer