Schuld nach Ferdinand von Schirach - Blu-ray

Blu-ray Start: 08.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 270 min

Schuld nach Ferdinand von Schirach Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

In den sechs ausgewählten Geschichten läuft auf einem "Volksfest" alles aus dem Ruder, die "DNA" überführt ein Pärchen, das vor vielen Jahren einen Fehler begangen hat, eine Gruppe junger Internatsschüler interessiert sich gefährlich intensiv für "Die Illuminaten", "Der Andere" wird von seinem Nebenbuhler beinahe totgeschlagen, "Schnee" färbt sich rot, und ein "Ausgleich" für das lange andauernde Martyrium einer jungen Mutter wird vor Gericht gefunden.

Die sechsteilige Serie entstand nach dem gleichnamigen, Aufsehen erregenden Bestseller des Strafverteidigers und Schriftstellers Ferdinand von Schirach. Es sind besondere Fälle, angelehnt an tatsächliche Begebenheiten. Sie fesseln, weil sie von den gängigen Kriminalfällen abweichen und aus einer neuen, modernen Perspektive erzählt werden.

DVD 1: 1. Der Andere / 2. Schnee / 3. Ausgleich
DVD 2: 4. Die Illuminaten / 5. DNA / 6. Volksfest

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Studio Hamburg
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Interviews mit Moritz Bleibtreu, Ferdinand von Schirach und Oliver Berben

DVD und Blu-ray | Schuld nach Ferdinand von Schirach

Blu-ray
Schuld nach Ferdinand von Schirach Schuld nach Ferdinand von Schirach
Blu-ray Start:
08.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 270 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Schuld nach Ferdinand von Schirach Schuld nach Ferdinand von Schirach
DVD Start:
08.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 270 min.

Blu-ray Kritik - Schuld nach Ferdinand von Schirach

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Ferdinand von Schirach (*1964) ist ein deutscher Strafverteidiger und Schriftsteller, der mit seinem Debütroman „Verbrechen“ (2009) sofort sehr erfolgreich durchstarten konnte. Die darin enthaltene Kurzgeschichtensammlung, beruht lose auf Fällen, die er als Anwalt erlebt hat. Bereits dieses Buch wurde von dem ZDF als Mini-Serie unter dem Titel „Verbrechen nach Ferdinand von Schirach“ (2013) verfilmt. Der Nachfolgeroman „Schuld“ (2010), der sich des gleichen Stils bedient, bekommt jetzt ebenfalls vom ZDF eine Verfilmung in Form einer sechsteiligen Serie: „Schuld nach Ferdinand von Schirach“ (Deutschland, 2014).

Der Strafverteidiger Friedrich Kronberg (Moritz Bleibtreu) ist in den Folgen in sechs verschiedene Fälle involviert: Die Episode „Der Andere“ erzählt von einer gescheiterten Menage a trois. In „Die Illuminaten“ wird ein Junge Opfer eines Geheimbundes. „Ausgleich“ berichtet von einer geschundenen Ehefrau, die sich zu Wehr setzt. In der Episode „Schnee“ deckt ein alter Mann einen Drogendealer. In „DNA“ holt ein früheres Verbrechen ein glückliches Ehepaar wieder ein und beim „Volksfest“ wird eine junge Frau brutal misshandelt.

Aus dem Roman „Schuld“, welcher 15 Kurzgeschichten beinhaltet, wurden diese sechs ausgewählt und von den Drehbuchschreibern Jobst Oetzmann, André Georgi, Nina Grosse und Jan Ehlert in ein Skript umgewandelt, teilweise umgeschrieben und Erweiterungen hinzugefügt (speziell was die Person Kronenbergs betrifft). Dabei halten sich einige Episoden eng an die Erzählstruktur des Buches. Diese ist besonders raffiniert, da man anfänglich selten erahnen kann, wem Leid passieren wird, wessen Schuld es sein wird und wie die Geschichte ausgehen wird. Diese Überraschungsmomente wurden leider in einigen Episoden durch Umgestaltung herausgenommen, so dass man oft am Anfang schon sieht, wer das Verbrechen begangen hat, was dann in Rückblenden genauer geschildert wird. Dadurch geht leider einiges des Charmes der Originalgeschichten verloren. Es ist fraglich, ob dies getan wurde, um es den Sehgewohnheiten eines Standard-ZDF-Zuschauers anzupassen oder ob sie damit eine größere Spannung erzeugen wollten, da es der üblichen „Who done it“ (und Warum)-Struktur angepasst wurde. Leider hat es die gegenteilige Wirkung und so wird wie in den Episoden „Der Andere“ und „Die Illuminaten“ der Geschichte den Wind aus den Segeln genommen. Ansonsten ist die Inszenierung der einzelnen Episoden, die von den Regisseuren Hannu Salonen und Maris Pfeiffer geführt wurden, unauffällig und leichtverdaulich. Der Betrachter bekommt einen unaufgeregten Einblick in die Geschichten und könnte höchstens durch die Brutalität mancher Fälle schockiert werden. Die Rezeption der einzelnen Folgen hängt auch sehr stark von den schauspielerischen Leistungen der einzelnen Darsteller ab. Personen wie Hans-Michael Rehberg als alter Mann in „Schnee“ und Anna Maria Mühe als geschundene Ehefrau in „Ausgleich“ können mit ihrem Spiel den Figuren Lebendigkeit geben. Andere Darsteller überzeugen dagegen weniger. Moritz Bleibtreu als Figur Kronenberg stellt die Konstante und Identifikationsfikur der Serie dar. Doch leider ist sein Spiel nicht wie gewohnt gut, sondern es ist an manchen Stellen einfach zu hölzern und er legt zu wenig Authentizität in seine Rolle. Die einzelnen Folgen wurden formal alle ähnlich gestaltet mit expliziten Bildern, langen Dialogszenen, genretypischer Musik, unauffälliger Ausstattung und Drehorten. Das einzige große Manko in der Bildgestaltung ist ein stilistisches Mittel, welches auf bestimmte Gegenstände hinweisen möchte und einfach nur anstrengend und überzogen ist. Auch die Streckung mancher Geschichten auf 45 Minuten ist nicht immer gut gelungen und dadurch langatmig. Im Gesamten kann die sechsteilige Serie gute Unterhaltung liefern, auch wenn sie manchmal leider in ihrer Art von dem Roman abweicht und an manchen Stellen mehr Sorgfalt vertragen hätte.

Die Bild- und Tonqualität der DVD sind erwartungsgemäß gut. Die 2-Disc Edition verfügt als Extras über ein Musikvideo von Jennifer Rostock, Trailer und einen 23-minütigem Interviewzusammenschnitt mit Oliver Berben, Moritz Bleibtreu und Ferdinand von Schirach. Letzterer ist dabei äußerst informativ und beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Serie genauer.


Fazit:
Die sechsteilige Krimiserie „Schuld nach Ferdinand von Schirach“ hält sich inhaltlich stark an die Kurzgeschichten des Schriftstellers von Schirach, dabei wurde leider öfters die Erzählstruktur verändert, um sie einer gewöhnlichen Thrillererzählung anzupassen. Dieser ZDF-Charme, die in manchen Episoden schlechten Darsteller und die teils befremdliche Ausgestaltung der Bilder mindern den Genuss der Serie, welche aber trotzdem gut zu unterhalten weiß.

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by Doreen Matthei
Bilder © Alive / Studio Hamburg