Running Man - 4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook (uncut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min

Running Man - 4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook (uncut) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die USA im Jahr 2017: Nach dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu einem Polizeistaat verkommen. Die Lebensmittel sind knapp und das totalitäre Regime zensiert Kunst, Musik und Kommunikation. Mit der populären Gameshow „The Running Man“ soll die Bevölkerung bei Laune gehalten und ihr Wunsch nach Freiheit unterdrückt werden. In der sadistischen Sendung werden verurteilte Kriminelle von professionellen Menschenjägern durch eine tödliche Arena gehetzt. Wem die Flucht aus dem Jagdgebiet gelingt, dem winken Freiheit und Luxus. Auch der unschuldig verurteilte Polizist Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) wird zur Teilnahme an der grausamen Show gezwungen, die bisher noch kein Kandidat überlebt hat.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
PCM 2.0 Deutsch und Englisch
DTS-HD Master Audio 5.1 Deutsch
DTS-HD Master Audio 7.1 Englisch
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Blu-ray: Audiokommentar von Regisseur Paul M. Glaser und Produzent Tim Zinnemann // Audiokommentar von Executive Producer Rob Cohen // „Lockdown on Main Street“: über die Bürgerrechte seit dem 11. September 2001 // „The Game Theory“: über die Dystopie in „Running Man“ zur Gegenwart des Reality-TVs // Kinotrailer DVD: Audiokommentar von Regisseur Paul M. Glaser und Produzent Tim Zinnemann // Audiokommentar vom Executive Producer Rob Cohen
Bonus-Blu-ray: „The Art of the Blockbuster“: ein Interview mit Renato Casaro // „Running On Empty“: ein Interview mit Robert Grasmere über die visuellen Effekte bei „Running Man" // „Back to Bachman“: ein Interview mit Steven E. de Souza // „Muscular Memories": ein Interview mit Susan Jeffords über den Actionfilm-Boom der Achtzigerjahre // „The Sound of The Running Man“: im Gespräch mit Harold Faltermeyer
Soundtrack-CD mit dem Score von Harold Faltermeyer
48-seitiges Booklet

DVD und Blu-ray | Running Man - 4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook (uncut)

Blu-ray
Running Man - limited 2-Disc VHS-Edition (uncut) Running Man - limited 2-Disc VHS-Edition (uncut)
Blu-ray Start:
14.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.
Running Man - 2-Disc SteelBook (uncut) Running Man - 2-Disc SteelBook (uncut)
Blu-ray Start:
14.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.
Running Man - 4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook (uncut) Running Man - 4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook (uncut)
Blu-ray Start:
14.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Running Man (2 Disc) (uncut) Running Man (2 Disc) (uncut)
DVD Start:
14.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - Running Man - 4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook (uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Kaum ein US-Star dürfte Vorbild und Idol für so viele Menschen rund um den Globus sein wie Arnold Schwarzenegger. Schauspieler, Unternehmer, ehemaliger Bodybuilder und US-Politiker. Sein Leben liest sich wie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung des „Amerikanischen Traums“. Seinen Durchbruch erlangte er 1982 mit der Hauptrolle in CONAN DER BARBAR, bevor er zwei Jahre später als Hauptfigur des TERMINATOR-Franchises endgültig in die höchste Riege aufstieg. Erneute zirka zwei Jahre später folgte RUNNING MAN (THE RUNNING MAN).
RUNNING MAN erschien 1987 erstmalig in den Kinos, geht 101 Minuten und ist ab 12 Jahren freigeben. Das deutsche Heimkino erfreut sich ab dem 14.12.2018 über drei Neuauflagen: Eine limitierte Steelbook-Edition, eine limitierte Retro-Edition im VHS-Design und eine limitierte Collector’s Edition mit Mediabook und insgesamt vier Discs. Diese fand für Euch schon den weg in unseren Player.

Arnold Schwarzenegger und Richard Dawson in Running Man
Arnold Schwarzenegger und Richard Dawson in Running Man © capelight pictures
Die ersten zehn Minuten in RUNNING MAN wirken wie eine rasante Schnellzug-Fahrt. Im Eiltempo hakt man grundlegende, inhaltlich wichtige Informationen zum Hintergrund des Plots ab: Der Polizist Ben Richards (Arnold Schwarzenegger; TERMINATOR) wird beschuldigt, unbewaffnete Zivilisten aus einem Helikopter heraus getötet zu haben, was ihm allerdings nur angehängt wird. Er landet darauf hin in einem Arbeitslager, aus dem er aber in Blitzes Geschwindigkeit mit den zwei Aufständischen Wiliam Laughlin (Yaphet Kotto; ALIEN – DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT) und Harold Weiss (Marvin J. McIntyre; NUMMER 5 LEBT!) flüchtet. Er wird jedoch schnell gefasst und in die extrem erfolgreiche Spielshow „Running Man“ verfrachtet, um dort um Leben und Tod zu spielen. Paul Michael Glaser (WAS DAS HERZ BEGEHRT) froh über das Abhaken dieser „Konventionen“, spielt sich die weitere Handlung nun weitestgehend in dieser Unterhaltungsshow ab, dessen unsympathischer Chef Damon Kilian (Richard Dawson, der vor dem Film selbst Spielshows im Fernsehen moderierte; DER LÄNGSTE TAG) alles für ein paar mehr Dezimalstellen Einschaltquote tut. Parallel eröffnet man einen weiteren Handlungsstrang mit Amber Mendez (Maria Conchita Alonso; PREDATOR 2) als schließlich vom Trug überzeugte Verbündete. Die Gegenstellung dieses Handlungszweigs ist geglückt und stimmt sich über den größten Teil der Handlung gut mit dem Fokus der Handlung ab. Ferner weisen beide ein ähnlich beschleunigtes Pacing vor, was das Storytelling weicher werden lässt.

Arnold Schwarzenegger und Richard Dawson in Running Man
Arnold Schwarzenegger und Richard Dawson in Running Man © capelight pictures
Teil der Show sind verschiedene Jäger, die Richards und seine Begleiter um jeden Preis tot sehen wollen. Um kreative Diversität hat man sich hier Gedanken gemacht und so bringt das Drehbuch von Stephen King Jäger wie Subzero (Charles Kalani; LAST ACTION HERO) als tödlichen Eishockey-Spieler oder Dynamo (Erland van Lidth; The Wanderers - Terror in der Bronx) als strombeherrschender Rächer ein. Doch bereits nach wenigen dieser Personen offenbart RUNNING MAN seine atmosphärische Schwäche. Zu keinem Zeitpunkt kommt ernsthaft bedrohliche Stimmung auf und weder kribbelnde Brisanz noch ein wahrer Verfolgungs- oder Jagdcharakter prägen die Erzählung. Der Score ist in Hinblick darauf wenig hilfreich, da er immer wieder elektronische Klänge anstimmt und diese zusammen mit der leicht verrückten und überdrehten Präsentation der Show durch Kilian zu wenig Sachlichkeit schenken. Ebenso wenig leistet das Szenenbild Abhilfe, das oft dunkel bleibt und mit viel Nebel arbeitet.

Arnold Schwarzenegger und Yaphet Kotto in Running Man
Arnold Schwarzenegger und Yaphet Kotto in Running Man © capelight pictures
RUNNING MAN konnte allerdings gut altern und erntet in diesem Blickpunkt keine Abzüge. Die auch heute – obwohl sich der Film ein dystopisches Weltbild des Jahres 2017 (bis 2019) als Rahmen setzt – noch irritationslos annehmbare Handlungsidee, die sich gleichermaßen neue Produktionen wie BATTLE ROYALE, THE CONDEMNED zur Aufgabe machten, richtet außerdem ein Mikroskop auf die Gesellschaft. Übermittelt wird dieser Ansatz am stärksten und naheliegendsten durch das Live-Publikum im Studio und einige Nebendarsteller. Tosender Applaus bei jedem Wort Kilians, stürmender Andrang bei Wettabgaben über mögliche Ausgänge der Show sowie der weltweite Beliebtheitsgrad und die damit einhergehende Akzeptanz des Konzepts zeichnen eine Gesellschaft, die ihre Menschlichkeit und ihre Rationalität durch stumpfe Unterhaltungssucht zu verlieren scheint. Selbstverständlich wird dabei durchgehend apathisch konsumiert und nie hinterfragt, da der Selbstzweck erfüllt wird, allerdings wird die teils zu einfache und fast schon dröge Story durch okkasionelle angenehme Wendungen aufgewertet und verläuft schließlich noch in eine absehbare, aber angebrachte Richtung.

Maria Conchita Alonso in Running Man
Maria Conchita Alonso in Running Man © capelight pictures
Actiontechnisch findet sich in RUNNING MAN die übliche Routine der 80er Jahre. Schwingt „Oneline-Arnie“ die Fäuste, so ist dies im Genreschnitt angesiedelt, und ebenso die überschaubaren Effekte sind ansehnlich, aber sorgen mit Ausnahme jenem in der Todeszone zu Beginn nicht für überschwängliche Begeisterung. Immer wohltuend zurückhaltend bleiben Ton und gesprochenes Wort, das keine überzogene Dramatik zu vermitteln versucht und die deutsche Synchronisation gute Arbeit leisten lässt.

Bild
Das Bild umfasst 1920x1080p in einem Ansichtsverhältnis von 1.78:1. Die wenigen leicht körnigen Stellen nach der Hälfte des Films sind aufgrund der sonst gelungenen technischen Umsetzung verzeihlich. Da man jedoch fast immer in nahen Einstellungen verweilt, wird dem Bild nicht allzu viel abverlangt. Die Colorierung kann sich ebenfalls sehen lassen, lediglich die Belichtung ist besonders in offenen Gebieten vermehrt ungeschickt und unverhältnismäßig gesetzt, sodass dies teils ganze Szenen in Mitleidenschaft zieht.

Ton
Die deutsche Tonspur liegt in einem DTS-HD MA 5.1 und PCM 2.0 vor. Der englische Ton ist qualitativ leider höher angesiedelt und beschallt in einem DTS-HD MA 7.1. Hin und wieder übersteuert der Ton leicht, geht es an mehrspurige oder abstraktere Muster. Der räumliche und dynamische Klang bleibt außerhalb dessen allerdings tragbar und übertragt sich gut.

Professor Toru Tanaka als Subzero in Running Man
Professor Toru Tanaka als Subzero in Running Man © capelight pictures
Extras
Die 4-Disc-Limited Collector’s Edition (Blu-Ray, DVD, Extras-Blu-Ray und Soundtrack-CD) hält im Extras-Segment aus insgesamt zehn zusätzlichen Inhalten sieben Interviews oder Audiokommentare bereit. Etwas übergewichtet, betrachtet man, dass nur die Interviews „Muscular Memories“ mit Autorin Susan Jeffords über den Actionboom der 80er und „The Art Of The Blockbuster“ mit Illustrator Renato Casaro wirklich interessant sind. Die übrigen Essays lassen sich über Themen wie Bürgerrechte und die im Film dargestellte Dystopie aus.
Die Umverpackung der Sammleredition wirkt hingegen überdurchschnittlich hochwertig und das präzise und wertig gedruckte Mediabook überzeugt haptisch wie inhaltlich durch tolle Gestaltung, informative Texte, Concept Arts und Storyboards.


Fazit:
RUNNING MAN hält eine interessante Handlungsidee bereit, die mit seinen weiteren filmischen und erzählerischen Komponenten im späteren Verlauf diametral entgegengesetzt läuft und dadurch nicht über den Standard hinausblicken kann.

by Denis L. Klemm
Bilder © Alive / capelight pictures