Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master) - Blu-ray

Blu-ray Start: 08.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min

Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Amerika in nicht allzu ferner Zukunft: Nach dem Amoklauf eines Haus-Roboters stoßen Sergeant Ramsay und seine Kollegin Karen auf den zwielichtigen Dr. Luther. Dieser verkauft Killer-Chips und ist im Besitz von Tod bringenden Spinnenrobotern...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD Master Audio 2.0 Surround (Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Liner Notes, Kinotrailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master)

Blu-ray
Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master) Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master)
Blu-ray Start:
08.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master) Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master)
DVD Start:
08.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Runaway - Spinnen des Todes (HD-Master)

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Bestseller-Autor, Drehbuch-Koryphäe, Gelegenheits-Regisseur: Der 2008 mit 66 Jahren viel zu früh verstorbene Michael Crichton war eine Art Universal-Genie. Viele seiner Vorlagen wurden zu Kassenknüllern. Man denke nur an „Jurassic Park“ oder „Emergency Room“. Aber auch Romane wie „Andromeda“, „Congo“, „Sphere“, „Rising Sun“, „Enthüllung“ und „Welt in Angst“ stammen aus seiner Feder und wurden zum Teil mehr recht als schlecht verfilmt. Zwischen 1972 und 1989 nahm Crichton, nach dem übrigens eine in China neu entdeckte Dinosaurierart namens Crichtonsaurus benannt wurde, hin und wieder selbst auf dem Regiestuhl Platz – und offenbarte auch dort Talent. Neben „Westworld“ (1973) mit Yul Brynner und „Der große Eisenbahnraub“ (1979) mit Sean Connery sei an dieser Stelle explizit der Organhandel-Thriller „Coma“ (1978) zur (Wieder)-Entdeckung empfohlen – ein Paradebeispiel meisterhafter Spannung ohne Blut-Exzesse.

Fast eine Randnotiz im vielseitigen und umtriebigen Schaffen des zu Lebzeiten 2,06 Meter großen Hünen ist sein Science-Fiction-Thriller „Runaway – Spinnen des Todes“ aus dem Jahr 1984 ein, der nun als DVD vorliegt. Sicher zählt er nicht unbedingt zu Crichtons Glanzstücken, obgleich er einmal mehr ein Kernthema des Autors – die Gefahren moderner Technologien – aufgreift und in einen halbwegs spannenden Plot bettet. Dabei gelangen dem Regisseur/Drehbuchschreiber (hier in Personalunion) immerhin kleine Besetzungs-Coups. Denn Schnauzbart-Legende Tom „Magnum“ Selleck ist in „Runaway“ in einer seiner überschaubaren Kino-Hauptrollen zu sehen. Ihm zur Seite steht Cynthia Rhodes, die keine nennenswerte Filmografie aufweist und sonst nur in Tanzstreifen („Staying Alive“, „Dirty Dancing“) auftrat. Den nachhaltigsten Eindruck hinterlässt aber ohnehin „Kiss“-Frontmann Gene Simmons als dämonischer Bösewicht in seiner wohl bedeutendsten Schauspiel-Rolle – und das ganz ohne Schminke. In Nebenparts treten des Weiteren Kirstie Alley („Mörderischer Vorsprung“) und G.W. Bailey (der Obertrottel aus den „Police-Academy“-Filmen) als Polizei-Chef auf.

„Runaway – Spinnen des Todes“ entwirft die Zukunftsvision einer amerikanischen Gesellschaft, in der Roboter feste Bestandteile des täglichen Lebens sind – sei es als Agrar-Modell zur Ungeziefer-Vernichtung, als Bürohilfe, Hausfrau und/oder Nanny. Falls mit einer dieser hoch technisierten Blechbüchsen mal die Schaltkreise durchgehen, ist Sgt. Jack R. Ramsay (Tom Selleck) zur Stelle. Der leidet zwar unter Höhenangst, aber dank einiger Programmierkurse in der Abendschule versteht er sich besser als alle anderen Polizisten auf durchdrehende Maschinen. Doch just in dem Moment, als er seine neue, unerfahrene Kollegin Karen Thompson (Cynthia Rhodes) zugeteilt bekommt, erreichen die Robo-Aussetzer eine neue Qualität – mit tödlichen Folgen. Aus freundlichen Haushaltshelfern werden plötzlich killende Mitbewohner. Jack und Karen gehen der Sache auf den Grund und durchkreuzen alsbald die sinistren Pläne des Dr. Charles Luther (Gene Simmons), der offensichtlich mit manipulierten Chips kriminelle Geschäfte macht – und sich dabei auf kleine, mörderische Krabbeltiere verlassen kann, die den deutschen Subtitel rechtfertigen.

Klar, die Tricks aus dem Jahr 1984 sind heute nicht mehr State of the Art, der dramaturgische Kniff mit dem neuen Partner ist alles andere als originell und die Figurenzeichnung hätte mehr Tiefgang vertragen. Trotzdem hält Michael Crichton den Zuschauer bei Laune und die Science-Fiction-Elemente in einem durchaus realistischen und denkbaren Rahmen. Ramsays Einsatz in einem Haus, in dem ein Roboter mit Pistole lauert; die Projektile von Luthers futuristischer Wumme, die um die Ecke fliegen können; die „Arbeitsweise“ der giftigen Spinnen; oder der Showdown, beim dem sich Ramsay den eigenen Ängsten stellen muss: All diese Aktionen verfolgt man als Zuschauer gerne und Langeweile kommt kaum auf. Auch wenn dem einen oder anderen die Action nach heutigen Maßstäben sicher etwas zu lahm daherkommen dürfte.

Lahm sind im Übrigen auch die Extras. Trailer und Bildergalerie hauen keinen vom Hocker. Unverständlich, warum der Veröffentlichung von „Runaway“ keine weiteren Zugaben spendiert wurden. Immerhin zeigt die Qualität des Trailers, dass im Vergleich dazu bei der DVD-Umsetzung ordentlich an der Optik gefeilt wurde, wenngleich 31 Jahre natürlich nicht spurlos an Bild und Ton vorbeigehen.


Fazit:
Cop-Thriller mit SF-Anleihen: „Runaway – Spinnen des Todes“ ist solides, technikkritisches Action-Entertainment im 80er-Jahre-Flair. Ohne allzu großen Figuren-Tiefgang, aber mit fiesem Schurken. Wegrennen nicht nötig.

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by Florian Ferber
Bilder © Koch Media