Rosemary's Baby - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 135 min

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Inhalt

Rosemary (Mia Farrow) und Guy Woodhouse (John Cassavetes) sind frisch verheiratet. Doch Rosemary ahnt nicht, dass ihrem Eheglück schon bald ein entsetzliches Ende bevorsteht. Ihr Ehemann, ein ambitionierter, aber erfolgloser Schauspieler, ist dabei, sie in einen Abgrund des Schreckens jenseits aller Vorstellungskraft zu stürzen. Um endlich Erfolg zu haben, schließt Guy einen Pakt mit dem Teufel und ist bereit, seine Seele und auch seine Frau aufs Spiel zu setzen. Während Rosemarys Schwangerschaft wird ihr Ehemann immer seltsamer, die Nachbarn (Sidney Blackmer und Oscar®-Preisträgerin* Ruth Gordon) werden immer besitzergreifender und ihr alltägliches Leben wird zum surrealen Albtraum. Langsam begreift sie, dass der Samen des Bösen in ihr heranreift ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Untertitel:
Finnisch, Rumänisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Holländisch, Isländisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Polnisch, Englisch, Norwegisch, Deutsch, Schwedisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Rosemary's Baby

Blu-ray
Rosemary's Baby Rosemary's Baby
Blu-ray Start:
07.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 135 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Rosemary's Baby Rosemary's Baby
DVD Start:
01.11.2004
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.

Blu-ray Kritik - Rosemary's Baby

Blu-ray Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 9/10


Wer einmal das textlose Wiegenlied am Anfang und Ende von „Rosemary’s Baby“ gehört hat, bekommt Mia Farrows Lalala-Singsang so schnell nicht wieder aus dem Kopf. Ein Ohrwurm der teuflischen Art, das lässt sich früh erahnen. Somit bietet Krzysztof Komedas Lullaby gleich zu Beginn, wenn die Kamera einen Panorama-Schwenk über die Häuserzeilen von New York unternimmt, den perfekten, unheilschwangeren Tonfall für eine der besten Horrorgeburten der Filmgeschichte, die den jungen Regisseur Roman Polanski („Der Pianist“, „Der Gott des Gemetzels“) bereits auf dem Höhepunkt seines Schaffens zeigt. Das zeitlose Gänsehaut-Meisterwerk aus dem Jahr 1968 ist nun (ohne Extras) auf Blu-ray erschienen.

Die Gründe für die Genialität von „Rosemary’s Baby“ sind vielfältig. Bei der Adaption des Romans von Ira Levin liegt der seltene Glücksfall vor, das nahezu alles stimmt und kongenial ineinander übergreift. Polanski, der zuvor schon mit dem abgründigen „Ekel“ (1965) für internationales Aufsehen gesorgt hatte, schürt hier eine sich sukzessive steigernde Atmosphäre des Schreckens, gepaart mit einem langsam um sich greifenden Gefühl der Ohnmacht und Paranoia, die dramaturgisch virtuos ihresgleichen sucht und dabei ohne exzessiven Splatter oder spritzende Blutfontänen auskommt. Der Teufel steckt hier wahrlich im Detail.

Zusammen mit dem kinderlosen Ehepaar Rosemary und Guy Woodhouse (Mia Farrow und John Cassavetes) bezieht der Zuschauer eine Wohnung im Bramford Building (gedreht im Dakota Building, vor dem 1980 John Lennon erschossen wurde). Gerüchte über frühere Bewohner mit obskuren Hobbys (Diätexperimente mit Kinderfleisch, Teufelsanbeter) können die Hausfrau und den (noch) erfolglosen aber schnieken Werbespot-Schauspieler nicht abhalten. Das Gerümpel der verstorbenen Vormieterin wird entsorgt, das Appartement freundlich aufgehübscht. Selbst der rätselhafte Suizid einer jungen Hausmitbewohnerin vermiest den Woodhouses nicht das neue Heim, erweist sich doch das skurrile Nachbars-Pärchen Minnie und Roman Castevet (Ruth Gordon und Sidney Blackmer) als sehr fürsorglich – allerdings auch als sehr neugierig, mit Hang zu stinkenden Kräutern (Stichwort Tanniswurzel) und eigenartig mundender Mousse au Chocolat. Jedenfalls erlebt Rosemary nach dem Genuss dieser Süßspeise eine Höllennacht mit Visionen einer Vergewaltigung durch Satan höchst persönlich. Kurz darauf ist sie schwanger...

Abgesehen von Szenen am Selbstmord-Schauplatz der Nachbarin und der denkwürdigen Traumsequenz kommt das Unheil in Roman Polanskis Wegweiser subtil daher. Minutiös steigert sich das Unbehagen; es sind die kleinen Momente und Details, die nachwirken und verstören: Rosemary mit Kurzhaarfrisur; Rosemary, wie sie plötzlich anfängt rohes Fleisch zu essen und immer mehr abmagert; ein Rollen-Konkurrent von Guy, der plötzlich erblindet; Dr. Sapirstein (Ralph Bellamy), der Rosemary trotz großer Schmerzen keine Pillen verschreiben will, sondern auf das Öko-Gebräu der Castevets vertraut; ein guter Freund, der vor einer Verabredung ins Koma fällt. Rosemary fühlt sich immer unwohler, weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann und wen sie da eigentlich geheiratet hat. Ein Buch über Hexen, das Vermächtnis des verstorbenen Hutch (Maurice Evans), deutet Mögliches an, von Hexen, schwarzen Messen und Ritualen mit Babyblut ist da zu lesen.

So wandelt sich „Rosemary’s Baby“ im zweiten Teil zu einem veritablen Okkult-Paranoia-Schocker mit einer tragischen Heldin, die zunehmend den Halt in ihrem Leben verliert. Dass dieses Szenario der Andeutungen, Ahnungen und verdeckten Blicke aufs unheilvolle Ganze so mustergültig funktioniert, ist ohne Frage einer brillanten Mia Farrow zu verdanken. Denn trotz des Nebendarstellerinnen-Oscars für Ruth Gordon als schrullig-durchtriebene Minnie Castevet wird hier jede Performance von Farrow als verängstigte Rosemary Woodhouse überstrahlt. Schon als damals 23-Jährige hat die spätere Woody-Allen-Muse („Hannah und ihre Schwestern“) hier die Rolle ihres Lebens gefunden und spielt sich körperlich und im Kontext der Handlung fast wortwörtlich die Seele aus dem Leib. Da bleibt nicht nur „Ehemann“ John Cassavetes (inszenierte später unter anderem seine Frau Gena Rowlands als „Eine Frau unter Einfluss“) zwangsläufig die zweite Geige. Unvergessen auch das Finale, das Rosemary mit gezücktem Messer an der Wiege ihres vermeintlich toten Kindes zeigt. „Es hat die Augen seines Vaters“ ist da zu hören. Zu sehen ist es nicht. Das Unbehagen bleibt. Nur Rosemary, die sieht am Ende irgendwie doch glücklich aus… Lalalala…

Ton und Bild der Bluy-ray sind angesichts des Alters des Films in Ordnung. Nur die dunkleren Passagen wirken hin und wieder etwas schwammig.

„Rosemary’s Baby“ gehört sicher zu den besten Filmen ever. In Zeiten plakativer Folterpornos wie „Saw“ oder „Hostel“ ist der bedächtige, aber umso wirkungsvollere Spannungsaufbau geradezu eine Wohltat und auch 45 Jahre nach seiner Entstehung noch eine (Wieder)-Entdeckung wert.

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by Florian Ferber
Bilder © Paramount Home Entertainment