Robin Hood - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.05.2019
Digital VoD: 09.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min

Robin Hood Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der junge Robin Hood (Taron Egerton) kehrt vom Schlachtfeld der Kreuzzüge zurück, zuhause erwartet ihn eine zerstrittene, von Korruption und Intrigen gezeichnete Gesellschaft. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig. Robin Hood beschließt, gemeinsam mit seinem Verbündeten Little John (Jamie Foxx), die Missstände nicht länger hinzunehmen und gegen die vorherrschende Ungerechtigkeit zu kämpfen. Sie legen sich mit den höchsten Instanzen an und haben schon bald den skrupellosen Sheriff von Nottingham (Ben Mendelsohn) zum Feind.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (7.1 DTS-HD MA)
Englisch (Dolby Atmos)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurette "Robin Hood Reloaded", Geschnittene Szenen, Wendecover

DVD und Blu-ray | Robin Hood

Blu-ray
Robin Hood Robin Hood
Blu-ray Start:
23.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min.

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DVD
Robin Hood Robin Hood
DVD Start:
23.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 111 min.

Blu-ray Kritik - Robin Hood

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Seit dem Douglas Fairbanks 1922 als erster Robin Hood die Leinwand betrat, folgten an die zwanzig Robin Hood Verfilmungen. Ob mit Errol Flynn oder Sean Connery, als Zeichentrick von Disney oder komödiantisch von Mel Brooks mit Cary Elwes als „Held in Strumpfhose“ in Szene gesetzt - Robin Hood hatte schon viele Gesichter. Am bekanntesten dürften dabei „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner von 1991 sein, sowie zuletzt die 2010er Fassung mit Russell Crowe.
Dieses Mal versucht sich „Kingsman“-Star Taron Egerton als der Rächer mit Pfeil und Bogen und bekommt mit Jamie Foxx einen namenhaften Mitstreiter.

Wir haben uns, passend zum digitalen Start am 9. Mai 2019, den Film vorab angeschaut.

Taron Egerton in Robin Hood
Taron Egerton in Robin Hood © Studiocanal Home Entertainment
Von niemanden geringeren als Leonardo DiCaprio produziert, ist Otto Bathurst Film tonal ähnlich aufgezogen wie „Sherlock Holmes“ oder „King Arthur“ von Guy Ritchie - wenn auch stilistisch nicht ganz so markant.
So wird erneut einem klassischen Werk durch schwungvolle und moderne Akzente neues Leben eingehaucht. Besonders auffällig ist dies schon zu Beginn, wenn die Kreuzzüge Kriegsfilmen wie „Operation 12 Strong“ oder „The Hurt Locker“ ähneln und man die Gewehre lediglich durch Pfeil und Bogen ersetzt hat. Dennoch prasseln diese nicht weniger wuchtig durch das Kriegsgebiet, wenn mit Armbrüsten samt Schnellfeuerfunktion alles durchlöchert wird, was dieser Kraft nicht gewachsen ist – was so ziemlich alles darstellt. Dazu noch, dass Katapulte ähnlich eingesetzt werden, wie ein Luftangriff auf einen markierten Bereich, der durch einen Signalpfeil eingegrenzt wird.

Jamie Foxx and Taron Egerton in Robin Hood
Jamie Foxx and Taron Egerton in Robin Hood © Studiocanal Home Entertainment
Hierbei sei klar gesagt: Mit diesem Film werden Historienfilmfans vermutlich mangels Authentizität weniger anfangen können. Das ist aber indessen sehr schade, denn wenn man sich auf diesen frischen Ansatz einlässt, bekommt man einen, wenn vielleicht auch etwas banalen, aber fließend erzählten Actionfilmspaß, in den auch hin und wieder gesellschaftskritische Elemente eingebettet wurden.

Ein Großteil des Volkes von Nottingham lebt in Slum ähnlichen Minenstädten, während die Obrigkeiten sämtliche Gelder aus den Menschen herauspressen, um angeblich die Kreuzzüge zu finanzieren. Da diese Klassenkämpfe und Intrigen häufig zu oberflächlich angekratzt und nicht so richtig zu Ende gesponnen werden bzw. manche Handlungen der Figuren nicht nachvollziehbar sind, ist der Schwachpunkt des Films nicht schwer auszumachen. Zwar generiert die durchgängige Handlung keinerlei Längen, doch fehlt inhaltlich irgendwie der letzte Funke, der „Robin Hood“ besonders glänzen lässt. Dafür sorgt wiederum die zuvor erwähnte fesche Inszenierung, dass sich „Robin Hood“ von allen Vorgängern dennoch absetzen kann.
Neben den Kampfsequenzen fällt dies insbesondere beim Kostümdesign auf, das freilich wenig authentische, aber in sich stimmige Aufmachungen zeigt, die zum Inszenierungsstil passen. Besonders hervorstechend ist hier das in schwarz gehaltene „Hood“-Outfit mit Kapuze, welches sehr an einen Ninja erinnert. Dies ist insbesondere passend, da Robin erst lernen muss ein agiler Kämpfer und Dieb zu werden und von John (Jamie Foxx) in Mister Miyagi Manier durch hartes Training gepusht wird.

Eve Hewson and Taron Egerton in Robin Hood
Eve Hewson and Taron Egerton in Robin Hood © Studiocanal Home Entertainment
Der erlernte Kampfstil ist einerseits für mich enttäuschend gewesen, da ich immer die besondere Ästhetik des Bogenschießens an Robin Hood Filmen mochte, wenn es praktisch um den einen perfekten Schuss ins Ziel geht. Diese verkommt hier leider in ein wildes Geballere, wo es nicht darum geht besonders gezielt zu schießen, sondern möglichst schnell und wuchtig den Feind aus den Latschen zu hämmern. Andererseits ist diese Darstellungsweise absolut passend zum Gesamtwerk und jeder Rückstoß, den ein geschossener Pfeil verursacht, ist absolut spürbar und dynamisch.

Diese Dynamik kommt auch dank des Casts gut zu Tage, bei dem Foxx und besonders Egerton gewohnt souverän und sympathisch rüberkommen und mit flotten Sprüchen immer wieder ein Schmunzeln bewirken. Dazu kommen noch Allroundtalent Tim Minchin („Californication“) als im Vergleich zu seinen Vorgängern weniger gut genährter und mit langem Haar beseelter Bruder Tuck und Hollywoods gefühlt liebster Blockbuster-Bösewicht Ben Mendelsohn („Rogue One: A Star Wars Story“, „Ready Player One“) als heimtückischer Sheriff von Nottingham.
Namentlich bleibt hier noch „Fifty Shades of Grey“-Star Jamie Dornan erwähnt, der allerdings in seiner Rolle als Will Tillman kaum in Erscheinung treten kann und dadurch recht blass bleibt.

Jamie Dornan in Robin Hood
Jamie Dornan in Robin Hood © Studiocanal Home Entertainment
Bild (Vorlage iTunes):
Das Bild ist weitestgehend scharf, wirkt allerdings manchmal etwas überleuchtet.

Ton (Vorlage iTunes):
Die Wucht von jedem Pfeil kommt energiegeladen durch die Boxen.

Extras (Vorlage iTunes):
Es gibt drei Extras zum Film: Zum einen „Robin Hood Reloaded“, was das Making-Of darstellt und über eine Stunde geht, sowie „Geschnittene Szenen“ (ca. 8 Min.) und „Outtakes“ (ca. 4 Minuten).


Fazit:
Das klassische Werk „Robin Hood“ bekam einen schwungvollen und modisch-frischen Ansatz und ist ein, wenn vielleicht auch etwas banaler, aber kurzweiliger sowie visuell von seinen Vorgängern besonders losgelöster Actionfilmspaß.

by Christian Willach
Bilder © Studiocanal Home Entertainment