Return to Sender - Blu-ray

Blu-ray Start: 08.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min

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Inhalt

Miranda ist Krankenschwester mit Ehrgeiz. Sie will sich zur OP-Schwester qualifizieren und ein größeres Haus kaufen. Privatleben hat sie nicht viel, deshalb arrangiert eine Kollegin ein Blind Date für sie. Doch der Mann, der vermeintlich viel zu früh vor ihrer Tür auftaucht und den sie unbedacht ins Haus lässt, will kein romantisches Dinner. Er vergewaltigt sie brutal. Der Täter wird schnell gefasst und verurteilt. Zum völligen Unverständnis ihres besorgten Vaters beginnt Miranda, ihrem Vergewaltiger zu schreiben, besucht ihn sogar regelmäßig. Ein therapeutisches Mittel, um sich dem traumatischen Ereignis zu stellen und sich davon zu befreien? Ganz langsam schleicht sich Miranda in das Vertrauen des Täters ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Return to Sender

Blu-ray
Return to Sender Return to Sender
Blu-ray Start:
08.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Return to Sender Return to Sender
DVD Start:
08.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Return to Sender

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Nach ihrer überragenden und Oscar-nominierten Leistung in David Finchers Bestsellerverfilmung „Gone Girl“ hätte es die Britin Rosamund Pike wohl mit kaum einem Film geschafft, aus den großen Fußstapfen von „Amazing Amy“ heraustreten zu können. Doch dass der Rolle ihres Lebens ein so schwacher Film wie „Return to Sender“ folgen würde, hätte wohl niemand geglaubt. Während Pike den durchaus herausfordernden Part eines Vergewaltigungsopfers effektiv meistert und einige sehr gute Momente hat, unterstützt sie der schwach inszenierte und oft chaotische Drama-Thriller zu keiner Zeit ausreichend. Von Beginn an wirkt Fouad Mikatis zweiter Film wie fürs Fernsehen produziert, sowohl in seiner recht flachen visuellen Ästhetik als auch seiner Holzhammer-Dramaturgie. Nach einem immerhin noch wegen Pike einigermaßen soliden ersten Akt verflacht der Film deutlich zum zweiten Drittel und plättschert vor sich hin, bis er schließlich in einem vorhersehbaren, absurden und völlig übertriebenem Finale mündet, das fast schon wütend macht. David Fincher würde wahrscheinlich bei Sichtung dieses Films die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.

Pike spielt die Krankenschwester Miranda Wells, die kurz vor dem beruflichen Aufstieg zur OP-Schwester steht. Einer ihrer Kolleginnen hat ein Blind Date für die allein stehende Frau organisiert, doch es kommt zu einem verhängnisvollen Missverständnis: Als Miranda ihr Date erwartet, steht verfrüht ein anderer Mann auf ihrer Veranda, den sie fälschlicherweise für ihre Verabredung Kevin hält. Sie bittet den Mann hinein, doch als sie ihn bittet später wiederzukommen, dass sie sich fertig machen kann, sperrt er die Tür zu und attackiert Miranda. Er vergewaltigt die sich vehement wehrende Frau und lässt sie schlimm zugerichtet zurück. Der Täter ist schnell als William Finn (Shiloh Fernandez) identifiziert und wird zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach dem Vorfall ist Miranda nicht mehr sie selbst. Sie leidet erwartungsgemäß unter posttraumatischem Stress, wodurch sich unter anderem ein akutes Zittern in ihrer Hand entwickelt, dass ein Arbeiten als OP-Assistentin unmöglich macht. Anstatt sich von der Außenwelt abzuschotten, beginnt sie ihrem Peiniger Briefe zu schreiben, die allesamt ungelesen zurück geschickt werden. Eines Tages erhält sie doch Antwort von William und beginnt ihn im Gefängnis zu besuchen. Es beginnt eine unorthodoxe Opfer-Täter-Beziehung, bei der der reuevolle William zunehmend Vertrauen zu Miranda aufbaut.

Leider wirkt der 96-minütige Film zu keiner Zeit ausgegoren, die Charaktere bleiben sträflich unterentwickelt und der letztlich vorhersehbare und abstruse Plot wirkt arg konstruiert. Rosamund Pike gibt ihr Bestes in ihrer Rolle, besonders in den Momenten, in denen sie ihren posttraumatischen Stress zu bewältigen hat, wirkt sie glaubhaft und man kauft ihren großen Schmerz ab. Obwohl ihr psychologisches Leiden arg vereinfacht dargestellt wird, füllt sie ihren Part zumindest für den Großteil der Laufzeit mit Glaubwürdigkeit aus, hier und da flackert sogar die Brillanz ihrer feingetunten „Gone Girl“ Performance wieder auf. Bedauerlicherweise sieht das Drehbuch von Patricia Beauchamp und Joe Gossett zum Nachteil von Pike und dem Zuschauer vollkommen unmotivierte Charakterentwicklungen vor, die massiv irritieren und Miranda letztlich wie zwei unterschiedliche Figuren wirken lässt. Das Finale des Films wirkt regelrecht wie aus einem anderen Film gerissen und Pike neigt hier sogar zu leichtem Overacting. Leider wirkt ihre unterkühlte Miranda zudem in vielerlei Hinsicht wie eine Kopie ihrer Amazing Amy Figur, auch durch ihre hier völlig unglaubwürdige Zweigesichtigkeit.

Überhaupt scheint Schauspielerführung nicht zu den Stärken von Mikati zu gehören, denn der Rest der Schauspielerriege weiß kaum zu überzeugen. Ihre Kolleginnen (darunter Camryn Manheim und Rumer Willis) sind im Prinzip nur schablonenhafte Charaktere, Nick Nolte als Mirandas Vater murmelt sich wie in den letzten Jahren durch seine Rolle und hat nur wenig zu tun. Während Nolte immerhin eine noch eine einigermaßen solide Figur macht, kann man Shiloh Fernandez („Evil Dead“, „Wie ein weißer Vogel im Schneesturm“) hingegen seine Rolle kaum abkaufen. Er wirkt den Großteil seiner Darstellung bemüht und unglaubwürdig, seine Figur ist aber auch enorm undeutlich gezeichnet, schwankt zwischen düster dreinblickenden Psychopath und sensiblem Missverstandenem.

Vom ersten Bild an wirkt „Return to Sender“ zudem wie ein TV-Film. Subtilität, Überraschungen oder psychologische Tiefe sucht man vergebens, dafür liefert der Film eine Reihe von lachhafter Klischees, darunter sogar eine ganz ernst gemeinte Szene, in der Miranda einem erstickenden Restaurantbesucher einen Luftröhrenschnitt verpassen muss, alles untermalt von dramatischer Musik. Das wirkt in seiner völligen Ernsthaftigkeit schon fast unfreiwillig komisch und spiegelt die schmerzhafte Offensichtlichkeit des Films symbolisch wieder. Dramaturgisch gesehen ist „Return to Sender“ simplifiziert gezeichnet, der Plot wirkt daher oft mehr wie eine Aneinanderreihung von einzelnen Momenten als eine Einheit. Alles in allem ist der Film so ein uninspirierter und frustrierender Fehlschlag, den man gerne wieder direkt vergessen würde.

Bild
Technisch weiß die Blu-ray absolut zu überzeugen. Das Bild ist knackig gezeichnet, weist einen hohen Kontrastumfang und Detailreichtum vor. Auch in Sachen Schärfe ist das Bild exzellent, ebenso bezüglich Klarheit und Helligkeit. Bildfehler wie Rauschen sind nicht mal ansatzweise zu erkennen.
Ton
Auch die Tonspur ist überraschend gut gelungen. Hier wird ein sehr knackiger und präsenter Sound geboten, der den Raum weitflächig mit großem Dynamikumfang erfüllt, Auch der Subwoofer wird stellenweise aktiv und wuchtig eingesetzt.
Extras
Weit enttäuschender wie die technische Umsetzung fällt jedoch die sehr magere Sonderausstattung aus. Hier gibt es lediglich ein sogenanntes „Making Of“ (08:02 Min.), das natürlich das übliche EPK-Material darstellt. Dazu gibt es jeweils den deutschen und englischen Trailer (jew. 02:16 Min.) und drei weitere Trailer.


Fazit:
„Return to Sender“ gehört zu den schwächsten Filmen des Jahres. Der unglaubwürdige und schmerzhaft vorhersehbare Drama-Thriller mit „Gone Girl“ Rosamund Pike leidet an TV-Film-Holzhammer-Dramaturgie, Spannungsarmut und Eindimensionalität.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment