Replicas - Blu-ray

Blu-ray Start: 09.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min

Replicas Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der Neurowissenschaftler Will Foster befindet sich kurz vor dem Durchbruch, einem Computer menschliches Bewusstsein einpflanzen zu können. Da sterben sowohl seine geliebte Frau als auch die drei Kinder bei einem tragischen Verkehrsunfall. Völlig verzweifelt zwingt Will seinen Labor-Kollegen Ed, ihm dabei zu helfen, Replikate seiner Liebsten herzustellen. Die Risiken sind unabsehbar und schnell kommt die Aufsichtsbehörde der Regierung auf die Spur von Wills verbotenen und höchst umstrittenen Machenschaften …

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making-of
Entfallene Szenen
B-Roll
Deutscher Trailer
Original Trailer

DVD und Blu-ray | Replicas

Blu-ray
Replicas Replicas
Blu-ray Start:
09.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Replicas Replicas
DVD Start:
09.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

Blu-ray Kritik - Replicas

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 4/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Will Foster (Keanu Reeves) arbeitet in einer Organisation, welche versucht das menschliche Bewusstsein nach dem Tod des Körpers in ein androiden Roboter zu transferieren, doch bislang scheiterte jeder Versuch. Als aber bei einem Autounfall Wills Frau Mona (Alice Eve) und ihre drei Kinder sterben, versucht er trotzdem alle wieder zurückzuholen. Dabei will er die Körper synthetisch herstellen lassen, kann er aber nur drei Familienmitglieder zurückholen. Er muss sich entscheiden, doch die getroffene Entscheidung hat tiefwiegende Folgen, da er bei den synthetischen Klonen die Erinnerungen ändern muss, damit es zu keinen unliebsamen Fragen kommt.

Keanu Reeves in Replicas
Keanu Reeves in Replicas © Concorde Home Entertainment
In „Replicas“ gerät der Neurowissenschaftler Will in verschiedene Bedrängnisse, wegen seiner unmoralischen Entscheidung. Der Film gibt dem Zuschauer aber einen gewissen moralischen Spielraum, damit jeder für sich selbst urteilen kann. Die diversen Gegenspieler zu dieser Aktion stellen viele Facetten der heutigen Gesellschaft da, sodass es auf mehreren Ebenen Konfliktpotenzial gibt. Das Transferien des Bewusstseins beziehungsweise das generelle Klonen von Menschen wird durch die technischen Fortschritte in unserer Welt zum Greifen nah. Der Film spielt dabei nur in naher Zukunft, um diese Technologie noch in den Kinderschuhen stecken zu lassen. Sie ist eben noch nicht genau ausgereift und bietet noch sehr hohe Gefahren. Die größte wissenschaftliche Gefahr ist der „unnötige“ Verbrauch von Geld, denn der Wiederherstellungsprozess und die Manipulation von dem Gedächtnis verlangen ihren Preis. Wills Kollege Ed Whittle (Thomas Middleditch) widersetzt sich zwar den Anweisungen ihres gemeinsamen Chefs, um die Familienmitglieder zurückzuholen, allerdings sieht ihr Chef Jones (John Oritz) die Replikanten als Firmeneigentum an und will sie für das Prestige der Firma nutzen. Ab der Jagd von Jones wird der Film leider zu einem Heist-Movie, da jegliche moralische Probleme auf einmal vergessen werden und ein stärkerer Fokus auf rasante Verfolgungsjagden und gewaltsame Auseinandersetzungen gelegt wird. Um diese Aktion herum wird die Wichtigkeit eines gewissen Schlüssels für die Bearbeitung von Neuronen gelegt, welcher vorher überhaupt keine Bedeutung hatte und jetzt auf einmal von größter Notwendigkeit ist. Das sorgt nicht nur für Verwirrung beim Zuschauer, sondern zeigt auch die Schwächen des Drehbuchs und seine nur halbaufgegriffenen interessanten Thematiken.

Keanu Reeves und Alice Eve in Replicas
Keanu Reeves und Alice Eve in Replicas © Concorde Home Entertainment
Nach dem Anfang des Films scheint es so, als würde Keanu Reeves mal in einem sehr tiefgründigen Film ohne Aktion mitspielen, doch leider ändert sich das gegen Mitte des Films komplett. Er kehrt zu seinem typischen „John Wick“-Style zurück und versprüht nur wenig Tiefe. Seine Frau Mona, gespielt von Alice Eve, welche man aus „Star Trek: Into Darkness“ (2013) kennt, ist in ihrer Rolle als Mutter leider nicht gut ausgearbeitet und ihr fehlt es deutlich an Tiefe. Wenn man ihre Figur besser geschrieben hätte und sie mutigere Schritte gegangen wäre, dann wäre eine interessante Beziehung zwischen den Eheleuten Foster entstanden. Zu den weiteren Rollen gehören Thomas Middleditch („The Wolf of Wall Street“/„Kong Skull Island“), der leider nur für dumme Witze dient und auch sonst bietet er keine relevante Bedeutung für die Story. Aber auch dem Antagonisten fehlt es deutlich an Innovation, obwohl John Oritz („Silver Linings“/„Bumblebee“) einen ganz faszinierende Art der Schauspielerei besitzt. Inszeniert wurde der ganze Film von Jeffrey Nachmanoff, welchen man als Regisseur von „Traitor“ (2008) kennt und dort hat er eigentlich bewiesen, dass er moralisch knifflige Filme mit einer ganz besonderen Thematik interessant erzählen kann.

Will Foster (Keanu Reeves) in Replicas
Will Foster (Keanu Reeves) in Replicas © Concorde Home Entertainment
Bild:
Die Blu-ray hat große Probleme mit den vielen dunklen Stellen, sodass das Bild oftmals stark rauscht. Ein weiteres großes Manko ist das CGI, welches stellenweise furchtbar künstlich aussieht. Der Kameramann Checco Varese hat zwar eigentlich in „Pacific Rim“ (2013) bewiesen, dass er eine gute Verbindung zwischen künstlichen Objekten und echten Menschen kreieren kann, allerdings gelingt es ihm in diesem Film leider nicht.

Ton:
Der Ton ist ein wirkliches Highlight des Films. Die deutsche und englische Tonspur besitzen beide eine sehr gut abgemischte DTS-HD 5.1 Master Audio-Fassung und es kommt zu keinerlei Überlappungen oder sonstigem. Es ist ein gutes Sound- Setup zu empfehlen, da der Ton stellenweise neue Ebenen für den Film öffnet.

Extras:
Die Extras bieten ein paar sehr interessante entfallene Szenen, welche den Film auf jeden Fall bereichert hätte, sowie ein Making-Of und eine B-Roll.


Fazit:
„Replicas“ zeigt viele interessante moralische Problematiken, welche sich alle um das Transferien des Bewusstseins in einen anderen Körper drehen. Leider ist der Film bei vielen Entscheidungen zu inkonsequent und durch ein paar sehr schlecht geschriebene Charaktere, wirkt der Film stellenweise sehr platt. Insgesamt aber dennoch sehenswert.

by René Fischell
Bilder © Concorde Home Entertainment