Reindeer Games (Director's Cut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 01.11.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 124 min

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Inhalt

Kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis kommt Nick Cassidy bei einem blutigen Häftlingskrawall ums Leben. Sein Zellenkumpan Rudy (Ben Affleck) nutzt die Gelegenheit und mogelt sich als "Nick" in die Freiheit. Wenn Rudy jedoch geahnt hätte, in welche Schwierigkeiten er danach geraten würde, hätte er dies sein lassen und sich auch nie auf eine Affaire mit Nicks Briefbekanntschaft Ashley (Charlize Theron) eingelassen. Denn Ashleys Bruder Gabriel (Gary Sinise) taucht überraschend auf und zwingt "Nick", bei einem Raubüberfall auf ein Spielcasino mitzumachen. Rudy sitzt mit einem Mal gehörig in der Klemme und muss wohl oder übel das Spiel weiterspielen, um nicht kaltblütig erschossen zu werden. Die einzige, auf deren Hilfe Rudy noch zählen kann, ist Ashley. Als sie den Tresor leer räumen, entpuppt sich die unschuldige Ashley jedoch als knallharte Furie...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Regisseur John Frankenheimer; Interviews mit Ben Affleck, Charlize Theron, Gary Sinise und John Frankenheimer; Set Pass; Trailer; Wendecover

DVD und Blu-ray | Reindeer Games (Director's Cut)

Blu-ray
Reindeer Games (Director's Cut) Reindeer Games (Director's Cut)
Blu-ray Start:
01.11.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 124 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Reindeer Games (Director's Cut) Reindeer Games (Director's Cut)
DVD Start:
15.01.2002
FSK: 18 - Laufzeit: 119 min.
Reindeer Games Reindeer Games
DVD Start:
15.01.2002
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

Blu-ray Kritik - Reindeer Games (Director's Cut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Rudy Duncan (Ben Affleck) steht kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis, als sein bester Freund und Zellengenosse Nick bei einer Häftlingsrevolte erstochen wird. Als Rudy entlassen wird und sich Hals über Kopf in Nicks süße Brieffreundin Ashley (Charlize Theron) verguckt, beschließt er, sich vor Ashley als Nick auszugeben. Der Trick scheint zu klappen, da Ashley nicht weiß wie Nick aussieht, sondern ihn nur aus seinen vielen Briefen kennt. ‚Nick’ und Ashley verbringen ein paar heiße Stunden miteinander und alles scheint perfekt, bis plötzlich Ashleys Bruder Gabriel (Gary Sinise) auftaucht. Dieser will ‚Nick’ dazu bringen, bei einem Überfall auf ein Indianer-Casino mitzumachen, da er aus dessen Briefen an Ashley weiß, dass er in eben jenem Casino mal als Wachmann gearbeitet hat. Spätestens jetzt wird Rudy klar, dass sein Plan vielleicht die folgenschwerste Idee seines Lebens war.

„Reindeer Games“ aus dem Jahr 2000 war einer der letzten Filme des bereits verstorbenen Regisseurs John Frankenheimer, der durch sich durch Filme wie „Ronin“ und „French Connection 2“ einen beachtlichen Ruf im Action-Genre erarbeitete.

Dieser Film ist in allererster Linie ein kurzweiliger Action-Thriller, der ganz im Stile der 90er Jahre gedreht wurde. Auf Computer-Animationen wurde verzichtet, stattdessen sehen wir altbewährte Action-Kost: Explosionen, wilde Schusswechsel und ein Einzelkämpfer a la Bruce Willis in „Stirb Langsam“. Diesbezüglich wurde viel Aufwand betrieben, so dass der Film mit gut choreographierten Action-Sequenzen aufwarten kann. Im Vergleich zur gekürzten Fassung (FSK-16), liegt der Directors Cut in der ungeschnittenen Fassung vor. Neben reichlich Action bietet der Film hier und da eine Prise Humor, wodurch die gesamte Handlung etwas aufgelockert wird. Fans einer fast vergangenen Actionfilm-Kultur kommen hier also voll auf ihre Kosten.

Der Film ist schnell und gradlinig erzählt, so dass Längen innerhalb seiner zweistündigen Laufzeit gar nicht aufkommen können. Die Handlung wird stetig vorangetrieben und der Zuschauer wird immer abwechselnd mit Action, Spannung und etwas Humor bei der Stange gehalten.

Schwächen im Drehbuch und eine unrealistische Handlung: was schon so manchen Action-Filmen zum Verhängnis geworden ist, tritt leider auch bei diesem Film mit zunehmendem Verlauf immer deutlicher zu Tage. Die Story kann man zwar nicht als banal und platt abtun, jedoch wird sie, je länger der Film dauert, zunehmend unglaubwürdiger und trivialer. Das ganze gipfelt dann in einem Ende, das sich von jeglicher Glaubwürdigkeit verabschiedet hat und dem Zuschauer nur ein verständnisloses Kopfschütteln abringen kann.

Ob man dem Film diesen Umstand tatsächlich zum Vorwurf machen kann muss letztendlich jeder für sich selber entscheiden, denn kaum ein Actionfilm hat sich anspruchsvolle und nachhaltige Handlungsinhalte auf die Fahnen geschrieben. Die meisten Actionfilme wollen vor allem Unterhaltung bietet, indem sie vor den Augen des Zuschauers ein Feuerwerk an aufregenden, gewalttätigen und hochwertigen Actionszenen abbrennen, die man weder interpretieren oder analysieren muss, sondern einfach nur konsumieren soll. „Reindeer Games“ ist da keine Ausnahme und liefert genau das, was man von den meisten Actionfilmen erwartet: belanglose und kurzweilige Unterhaltung und dies macht dieser Film sehr ordentlich.

Die Rolle sind durchweg mit guten Schauspielern besetzt, wobei Ben Affleck durch seinen ausdruckslosen 08/15-Charakter sein Talent nie wirklich gut in Szene setzen kann. Charlize Theron und besonders Gary Sinise können hier mehr zeigen, da ihre Rollen Ecken, Kanten und kontroverse Ansätze bieten.

Die Blu-ray hat gute Bild- und Tonqualität und kann mit einem Audiokommentar des Regisseurs, Interviews mit den Darstellern, Trailern und einem Blick hinter die Kulissen aufwarten.

Fazit: Solides Actionkino mit bekannten Zutaten ohne nachhaltige Wirkung. Nicht mehr…aber auch nicht weniger.


by Till Huber
Bilder © Studiocanal Home Entertainment