Regression - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min

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Inhalt

Eine Kleinstadt in Minnesota im Jahr 1990: Detective Bruce Kenner (Ethan Hawke) ermittelt im Fall der jungen Angela Gray (Emma Watson), die ihren Vater John (David Dencik) des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Als sich dieser unerwartet und ohne sich überhaupt an die Tat erinnern zu können, schuldig bekennt, wird der renommierte Psychologe Kenneth Raines (David Thewlis) hinzugezogen, um Johns verdrängte Erinnerungen mit Hilfe einer Regressionstherapie wieder hervorzuholen. Dabei tritt allmählich ein Geheimnis von ungeahntem Ausmaß zutage. Angela scheint nicht nur das Opfer ihres eigenen Vaters, sondern auch einer satanischen Sekte geworden zu sein. Kenners Ermittlungen in diese Richtung bringen den Polizisten bald um den Verstand. Er wird von Wahnvorstellungen und Alpträumen heimgesucht. Wer treibt hier sein böses Spiel?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Tobis
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurettes, Making of, B-Roll, Interviews u.v.m.

DVD und Blu-ray | Regression

Blu-ray
Regression Regression
Blu-ray Start:
26.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

zur Blu-ray Kritik
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26.02.2016
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Blu-ray Kritik - Regression

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Manche Seelentür bliebe besser verschlossen. Denn was dahinter im Unterbewussten schlummert, bringt den menschlichen Geist mitunter um den Verstand, wird der Hypnose-Schlüssel angesetzt. Wie sehr die Schnittstelle zwischen Wahn und Wirklichkeit zur persönlichen Zerreißprobe entarten kann, erlebte einst ein von Schauer-Visionen geplagter Kevin Bacon („Sleepers“) und vernahm „Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt“. 16 Jahre später schickt sich der spanisch-chilenische Suspense-Meister Alejandro Amenábar („Öffne die Augen“) an, die Abgründe hinter dem Pendel zu erkunden. Regression SzenenbildDer 43-Jährige präsentiert mit seinem Okkult-Thriller „Regression“ einen zwischen Sekten-Horror, Verfolgungs-Paranoia und Familien-Drama oszillierenden Kleinstadt-Albtraum in bestechender Schauder-Atmosphäre.

Multitalent Amenábar, für „The Others“ (2001) vom (gehobenen) Genre-Publikum verehrt und für „Das Meer in mir“ (2004) mit dem Auslands-Oscar geadelt, kehrt mit „Regression“ (in diesem Sinne ist der Titel durchaus doppeldeutig zu lesen) nach dem etwas überambitionierten Epos „Agora – Die Säulen des Himmels“ (2009) zu seinen sinistren Anfängen zurück. In seinem dritten englischsprachigen Film gelingen ihm wahrlich grandios-suggestive Grusel-Tableaus ohne billige oder aufgesetzte Effekthascherei moderner Folterknechte der Marke Eli Roth. Amenábar schürt vielmehr ein sich stetig steigerndes, subtiles Unbehagen, das nicht selten an Romans Polanskis Jahrhundertwerk „Rosemary's Baby“ (1968) erinnert, und zeigt sich vor allem an den psychologischen Aspekten seiner von wahren Massenhysterie-Ereignissen aus den 1980er Jahren inspirierten, aber selbst verfassten Studie innerer Dämonen interessiert.

„Boyhood“-Star Ethan Hawke (zuletzt in „Sinister“ oder „The Purge“ schon auf dunklen Pfaden unterwegs) mimt den Polizisten Bruce Kenner, der sich 1990 mit seinen Kollegen in Hoyer, Minnesota, mit einem mysteriösen Fall konfrontiert sieht. Die scheue Angela Gray (Hermine Granger ist erwachsen geworden: Emma Watson) beschuldigt ihren gottesfürchtigen Vater John (David Dencik, „Verblendung“) des sexuellen Missbrauchs. Obwohl der sich an nichts erinnern kann, gesteht er die Tat – „weil seine Tochter niemals lügt“. Regression SzenenbildMittels Regressions-Therapie – meint eigentlich den Prozess des „Zurück-Gehens“ des Probanden in ein früheres Lebensalter, dient hier aber zur Entwirrung der jüngsten Vergangenheit – soll Seelen-Klempner Dr. Raines (David Thewlis, „Legend“, Gefährten“) die Leerstellen in Johns Gedächtnis ausfüllen – mit fatalen Folgen. Denn offensichtlich haben es die Ermittler mit einem satanischen Zirkel zu tun. Und je tiefer sie in Psychen graben, desto mehr gerät Kenners Leben aus den Fugen. Sind seine Angstzustände berechtigt? Hat er es wirklich mit dem Teufel zu tun? Oder ist alles reiner Aberglaube?

„Regression“ ist ein Musterbeispiel gekonnten Spannungsaufbaus und ein meisterhaftes Spiel mit der Ungewissheit des Zuschauers. Nahezu jede Figur scheint verdächtig, Sicherheit ist ein Trugschluss. Bilder, Musik, Stimmung bilden einen famosen Dreiklang und illustrieren einmal mehr, dass es für großen Nervenkitzel keine Gore-Ausschweife und vordergründige Schockmomente braucht. Dazu setzt Regisseur Amenábar auf einen ausdrucksstarken Nebenrollen-Cast, dessen Gesichter vom (harten) Leben erzählen – wie etwa Dale Dickey („Breaking Bad“) als Angelas alkoholkranke Oma Rose oder Lothaire Bluteau („Die Tudors“) als Reverend Beaumont, der Angela Unterschlupf gewährt und das Böse in seiner Gemeinde kommen sieht.

„Regression“, eine perfekte spanisch-kanadische Film-Kollaboration? Nicht ganz. Denn so gut Alejandro Amenábar hier auf der Klaviatur des Schreckens spielt, wird man am Ende das Gefühl nicht los: Da wäre an mancher Stelle noch mehr drin gewesen – zumal die Geschichte bei näherer Betrachtung die eine oder andere Logik-Untiefe aufweist. Der finale Twist, durch eine kurze Szene vorher unnötigerweise bereits angedeutet, kommt zudem nicht vollkommen überraschend. Auch erweist sich die (laut Blu-ray-Extras) bewusste Entscheidung, die Figur Bruce Kenner als eine Art Enigma, als Charakter ohne große Hintergrund-Story, ermitteln zu lassen, als nicht unproblematisch. Regression SzenenbildSo effektvoll sein sukzessives Abdriften in den Wahnsinn inszeniert ist, so sehr fehlt dem Publikum die Bindung zu ihm, was das Mitfiebern bei der Wahrheitssuche und die Identifikation etwas erschwert.

Während das High-Definition-Bild und der Ton der Blu-ray – mit Kameramann Daniel Aranyó und Komponist Roque Banos sind zwei Virtuosen ihres Fachs am Werk – über jeden Zweifel erhaben sind und die Düster-Atmo perfekt transportieren, erweisen sich die Extras als Ärgernis. Auf den ersten Blick suggerieren Featurettes, Interviews, Making-ofs, Bildergalerie, B-Roll, Spots, Teaser und Trailer eine überbordende Vielfalt. Doch schaut man sich alles (Gesamtlänge über 1,5 h!) an (immerhin in Deutsch und Englisch getrennt), sind die Wiederholungen einzelner Wortbeiträge der Beteiligten kaum mit zwei Händen abzuzählen.


Fazit:
Angst essen Seele auf: Wenn das Grusel-Mahl so wohl schmeckt wie hier, kann man gerne zuschlagen. „Regression“, ein atmosphärisch dichter Crime-Thriller mit subtilen Horror-Elementen und kleineren Schönheitsmakeln.

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by Florian Ferber
Bilder © WVG Medien / Tobis