Reality - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.11.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min

Reality Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 7,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 6,96 € jetzt kaufen4042564162943
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Reality, ein neunjähriges Mädchen, findet eine mysteriöse VHS-Kassette im Bauch eines Wildschweins. Während ihre Eltern deren Existenz abstreiten, entwickelt sie eine regelrechte Obsession den Inhalt zu sehen. Dennis, der neurotische TV-Moderator einer lokalen Kochsendung, leidet an einer imaginären Hautkrankheit. Getrieben vom Unverständnis seiner Mitmenschen verliert er sich zunehmend in einen Verfolgungswahn. Jason, der Kameramann der Kochsendung, träumt von der Verfilmung seines Horrorfilm-Projekts. Voraussetzung ist allerdings, dass er innerhalb von 48 Stunden den perfekten Angstschrei findet. Schnell verliert sich der angehende Filmemacher jedoch bei der Suche und vermischt zusehend seine Träume mit der Realität.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Neue Pierrot Le Fou
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer - Interviews

DVD und Blu-ray | Reality

Blu-ray
Reality Reality
Blu-ray Start:
20.11.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur Blu-ray Kritik
Reality - Limited Mediabook Edition Reality - Limited Mediabook Edition
Blu-ray Start:
20.11.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.
DVD
Reality Reality
DVD Start:
20.11.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Reality

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Reality. So heißt das neue, kreative und gleichzeitig surreale Schaffenswerk des französischen Filmregisseurs Quentin Dupieux (Steak, Rubber, Cops), der dem einen oder anderen Musikbegeisterten unter dem Pseudonym „Mr. Oizo“ ein Begriff sein sollte. Herr Dupieux präsentiert uns hiermit seinen sechsten cineastischen Streich und überschüttet sein Publikum erneut mit seinem bekannten Einfallsreichtum.

In Reality (orig. Réalité) folgt der Regisseur wieder strikt seinem altbekannten bizarren Muster und treibt es dieses Mal sogar auf die Spitze der Komplexität, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Der Übergang von Realität zu Fiktion verläuft schrittweise und wird großartig von der dargestellten Absurdität in Szene gesetzt. Wenn plötzlich in einer der mehreren miteinander verwobenen Geschichten, ein Protagonist seinem eigenen Abbild gegenüber steht - oder ein Mädchen sich auf einer alten Kassette, eine in der Gegenwart stattfindende Videoaufnahme anschaut, während Sie eigentlich zeitgleich selbst Teil dieses Filmes darstellt - dann ist diese Situation an Skurrilität kaum noch zu überbieten. Und das ist nur ein kleiner Teil des abgedrehten Szenarios, welches hier dargeboten wird. Da gibt es beispielsweise noch den engagierten Regisseur Jason (Alain Chabat), der von seinem launischen Producer namens Bob Marshall (Jonathan Lambert) dazu genötigt wird, den perfekten Schmerzensschrei aufzunehmen, um damit in einer imaginären Preiskategorie einen Oscar zu gewinnen. Nicht genug? Na wie wäre es dann mit Henri (Eric Wareheim), einem introvertierten Lehrer, der seine Zuneigung zum Transvestitismus entdeckt, indem er mit Frauenklamotten bekleidet, in einem Armeejeep durch die Gegend fährt und Rentner besucht? Wem das allerdings immer noch nicht reicht, darf sich auch gerne über die eingebildeten dermatologischen Probleme des Fernsehkochs Dennis (Jon Heder) Gedanken machen. Solche bizarren Ideen werden hier haufenweise präsentiert, doch bleibt wohl jeglicher Zusammenhang, nur Interpretationssache des Zuschauers. Trotzdem herrscht während des ganzen Filmes eine konstante Spannung, welche den Zuschauer auf das große Finale hinfiebern lässt. Untermalt wird das ganze Spektakel zusätzlich von einem einzigen elektronischem Lied, das mehrmals im Film vorkommt und die grotesken Momente begleitet, in denen es zu einem Wechsel der Realitätsebenen kommt. Dieses Stück wurde ebenfalls von Herrn Oizo persönlich produziert und trägt stimmungsvoll zur Atmosphäre des Filmes bei. Der Film glänzt förmlich als Paradebeispiel des durchdachten Wahnsinns und ermutigt zur Suche nach dem Sinn des Ganzen. So gering der rote Faden dieses 95-minütigen Spektakels auch sein mag – weiß Reality trotzdem in den künstlerischen Aspekten die er anstrebt, zu überzeugen.

Die Bildqualität ist scharf, klar und litt nicht unter Bildrauschen oder schnelleren Kameraschwenks. Der Ton ist solide, allerdings wirkt die deutsche Synchronisation etwas befremdlich. Als Extras bietet diese Blu-Ray mehrere Trailer, sowie ein 15-minütiges Video mit Interviews der Schauspieler, die ihre Ansichten über den Regisseur, seine Filmografie, sowie seinen Stil zum Besten geben.


Fazit:
Man kann definitiv behaupten, dass Herr Dupieux seine ganz eigene Art des Filmemachens auslebt und diese in Szene zu setzen weiß. Er jongliert mit verschiedenen surrealen Ebenen, die ineinander verschmelzen und den Zuschauer mit einem fragenden Gesichtsausdruck zurücklassen. Ein jeder Moment in welchem man denkt, dieses ganze Spektakel wenigstens ansatzweise durchschaut zu haben, wird augenblicklich durch die Einführung eines neuen skurrilen Handlungsstrangs vernichtet. Stetig dreht sich das eigene Gedankenkarussell und man ist durchgehend versucht, das Gesehene zu verarbeiten und zusammenzusetzen. Genau dies macht den Reiz der Filme von Dupieux aus. Wer bereits in den Genuss seiner anderen Werke kommen konnte und Spaß an diesem einzigartigen Humor hatte – wird auch sicherlich mit „Reality“ nichts falsch machen. Für alle anderen, die sich mal ein bisschen den Kopf verdrehen lassen wollen, eignet sich dieser Film ebenfalls perfekt.

by Florian Siemon
Bilder © Alive / Neue Pierrot Le Fou