[REC] - Evolution - Blu-ray

Blu-ray Start: 19.12.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 337 min

[REC] - Evolution Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 0,00 € jetzt kaufen
Amazon Logo 36,99 € jetzt kaufen888750286192
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Alle vier Teile der Horrorreihe in einer Box.

[REC]
Fernsehmoderatorin Ángela und ihr Kameramann Pablo wollen eigentlich nur eine Nacht lang den Alltag der Männer einer Feuerwache dokumentieren. So denken sie sich nichts weiter, als sie zu einem Routine-Einsatz in ein Mietshaus gerufen werden, wo sie der Polizei die Tür zu einer Wohnung öffnen sollen. Doch dann werden sie dort von einer blutverschmierten Frau angegriffen, ein Polizist wird schwer verletzt. Flucht ist nicht mehr möglich, denn mittlerweile hat die Polizei das Gebäude unter Quarantäne gestellt. Alle sind gefangen in dem Haus. Dann bricht die Hölle los...

[REC]2
Ein schwer bewaffnetes Einsatzkommando unter der Führung des unheimlichen Dr. Owen in das Wohnhaus ein. Ihr Auftrag ist, eine Blutprobe des ominösen Mädchens Niña Medeiros zu nehmen, um ein Gegenmittel gegen den "Zombie-Virus" herzustellen. Die ersten Infizierten lassen auch nicht lange auf sich warten und der mysteriöse Doktor scheint seine eigenen Ziele zu verfolgen. Schon bald wimmelt es überall von Zombies und das tödliche Grauen bricht erneut los!

[REC]3 - Genesis
Clara und Koldo feiern den schönsten Tag ihres Lebens: ihre Hochzeit! Die ausgelassene Stimmung kippt aber schnell, als einer der Gäste Zeichen einer seltsamen Krankheit aufweist und beginnt Blut zu spucken. Als sich andere Besucher rasend schnell anstecken und auf die anderen losgehen, wird das Ganze zum hysterischen Schlachtfest, in dem sich die Hochzeitsgesellschaft in einem Kampf um Leben und Tod wiederfindet.

[REC]4 – Apocalypse
Reporterin Ángela kann sich an nichts erinnern. Nicht, wie sie im Rahmen ihrer Reportage von der Feuerwehr in ein Wohnhaus geführt wurde, um zu zeigen, wie eine normale Nacht der Feuerwehr aussieht und auch nicht, wie das Wohnhaus von den mutierten Bewohnern überrannt wird. Mit Hilfe der Armee schafft sie es grade noch aus dem Haus und wird von den Soldaten in eine provisorische Quarantäne-Einrichtung auf einer Ölbohrinsel gebracht. Was weder Ángela und die Soldaten wissen: Ángela trägt den Ur-Virus in sich und ist immun dagegen…

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Spanisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: diverse
Bonusmaterial:
[REC]2: Making of, Behind the Scenes, [REC]2 on Tour, Pressekonferenz, Originalteaser und -trailer, [REC]3: Making of, Teaser & Trailer, [REC]4: Making of, Trailer, [REC]: Making of, Originaltrailer, TV-Spots, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | [REC] - Evolution

Blu-ray
[REC] - Evolution [REC] - Evolution
Blu-ray Start:
19.12.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 337 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
[REC] - Evolution [REC] - Evolution
DVD Start:
19.12.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 324 min.

Blu-ray Kritik - [REC] - Evolution

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Mit einem kleinen spanischen Horrorstreifen begann 2007 eine neue Ära des Found-Footage-Films: „[Rec]“ war geboren. Mit einem Budget von gerade einmal 1,5 Millionen Dollar drehten die beiden Regisseure Jaume Balagueró („Sleep Tight“) und Paco Plaza („Quarantäne“) einen Handkamerafilm ganz im Stile von „Blair Witch Project“ und „Paranormal Activity“.
Mittlerweile bringt es das Franchise auf vier Filme und soll damit beendet sein. Zum Abschluss des Reihe veröffentlichte Universum am 19. Dezember eine schmucke Box, die alle vier Filme wahlweise auf Blu-ray oder DVD enthält.

In „[Rec]“ begleitet die Fernsehreporterin Ángela Vidal einen Abend lang ein Feuerwehrteam. Schon der erste Einsatz führt die Truppe in ein Mehrfamilienhaus, in dem es scheinbar einen Zwischenfall gab. Schnell muss das Fernseh- und Feuerwehrgespann feststellen, dass sie es hier nicht mit einem normalen Einsatz zu tun haben. Die Bewohner des Hauses scheinen sich gegenseitig beißen zu wollen und verspüren einen gefährlichen Blutdurst. An Flucht ist nicht mehr zu denken, denn in der Zwischenzeit wurde das Gebäude von der Armee umstellt. Mittendrin ist Ángela, die die Situation mit ihren Kameramännern hautnah auf Video bändigt…

Der erste „[Rec]“-Teil war 2007 ein voller Erfolg. Mit einer simplen Story, einem clever gewählten, beengten Setting und passablen Darstellern sorgt der Horrorstreifen durchweg für Gänsehautstimmung. Dank seiner kurzen Laufzeit und der beklemmenden Atmosphäre packt das Werk bis zum Finale. Es verwundert daher wenig, dass nur ein Jahr später ein amerikanisches Remake – „Quarantäne“ – folgte, das eine fast identische Story verfilmt. Auch werden in „[Rec]“ die Handkameras noch einigermaßen akzeptabel verwendet, denn die Szenen werden ab und zu durch Schnitte unterbrochen, sodass beim Zuschauer keine Langeweile aufkommt. Das recht offen gehaltene Ende diente schon damals als Anstoß für viele Diskussionen, die mit „[Rec]²“ 2009 weiter angefacht wurden.

Die Story des zweiten Teils schließt direkt an den Grundstein des Franchises an und spielt teilweise parallel zu den Geschehnissen in „[Rec]“. Denn im mittlerweile umstellten Wohnhaus hält sich zur Zeit des Krankheitsausbruches nicht nur ein professionelles Kamerateam auf, sondern auch eine Gruppe Jugendlicher, die das Geschehen mit ihrer Handykamera filmen. Bald schon sind sie mitten im Terror und müssen um ihr Überleben bangen.

Für die Fortsetzung der Reihe verpflichtete man erneut das spanische Regieduo Balagueró und Plaza, die bereits den ersten Teil verwirklichten. In einem ähnlichen Stil und erneut im Found-Footage-Look präsentierten sie zwei Jahre nach „[Rec]“ dessen Fortsetzung, die erneut am gleichen Set spielt. Dabei driftet das Sequel ein wenig zu sehr in die religiöse Ecke ab und verliert sich in abstrusen Verschwörungstheorien, die von blutrünstigen Kämpfen im Appartementblock regelmäßig unterbrochen werden. Der jugendliche Cast ist dabei etwas schwächer als seine Vorgänger, doch dafür bleibt die Reihe ihrer Linie treu und kann erneut mit derber Gewalt aufwarten, die von der FSK dieses Mal jedoch ab 16 Jahren statt ab 18 Jahren freigegeben wurde.

Noch einmal drei Jahre später, im Jahr 2012, wurde das Franchise dann um einen dritten Teil erweitert, der den Namen „[Rec]³: Genesis“ trägt. Hier nimmt man erstmals Abstand vom alten Setting und folgt einer Hochzeitsgruppe auf dem spanischen Land, die auch bald mit dem Krankheitserreger aus den beiden Vorgängern Bekanntschaft macht. Panik bricht aus und es heißt: Rette sich wer kann.

Mit Teil drei begaben sich die Macher auf äußerst dünnes Eis. Erstmals übernimmt Paco Plaza alleine die Regie und führt den Zuschauer in ein völlig neues, überraschend helles und freundliches Setting. Die Hochzeitsgesellschaft dient dabei auch nur zu Beginn als Kameraträger, denn nach einer rund 20-minütigen Einführungsphase wechselt der Film urplötzlich vom Found-Footage-Look in den Stil einer normalen Filmproduktion. So gelingen Plaza zwar deutlich bessere und qualitativ hochwertigere Einstellungen, doch sorgt dies für einen klaren Umbruch. Dieser wird nur noch von der Tatsache überboten, dass drei Viertel des Films im hellen spielen und keinerlei Spielraum für Spannung und Schrecken lassen. Da kann auch das durchaus blutige letzte Filmviertel nicht mehr viel retten.

Nachdem Teil drei also den bis dato tiefsten Punkt der Reihe markierte, wollte man sich 2014 nochmal mit etwas Besserem von der Bühne verabschieden: „[Rec] 4: Apocalypse“. Der letzte Part des Franchises begibt sich dabei auf die Spuren des zweiten Teils, an welchen der Film nahtlos anschließt und die dritte Verfilmung dabei größtenteils ignoriert wird. Es heißt „back to the roots“, denn der Zuschauer verfolgt einmal wieder Fernsehreporterin Ángela Vidal, die aus dem Appartementblock gerettet wird und zusammen mit einer Handvoll Überlebender auf ein Schiff gebracht wird. Dieses dient als Quarantänezone und soll dafür sorgen, dass sich die Krankheit auf dem Festland nicht weiter ausbreitet. Doch es kommt, wie es kommen muss und so bricht an Bord nicht nur die Krankheit erneut aus, sondern mit ihr auch die altbekannte Panik.

Teil vier zeigt sich in gewohnter „[Rec]“-Manier: Zwar wurde nun vollends Abstand vom Found-Footage-Look genommen, doch dafür begibt man sich wieder auf einen beengten Raum, der durch eine düstere und beklemmende Atmosphäre punkten kann. Verantwortlich dafür ist Balagueró, der für den finalen Part wieder die Regie übernahm. Zwar gelingt „[Rec] 4: Apocalypse“ nicht mehr viel Neues, doch kann sich das Franchise noch mit einem würdigen Finale von den Zuschauern verabschieden, das viele unglücklich gewählten Inszenierungen des dritten Teils wieder vergessen macht. Besonders lobenswert ist dabei die Verlagerung der Geschichte auf ein Schiff, sowie die Idee, den Virus nochmals näher kennenzulernen. Leider muss man sich am Ende jedoch damit abfinden, dass nicht alle Fragen beantwortet werden und es weiterhin viel Platz für Spekulationen geben wird.

In puncto Bild können die vier Blu-rays mit einem durchwachsenen bis sehr scharfen Bild aufwarten, dass sich von Film zu Film immer weiter bessert. Dies liegt jedoch vordergründig daran, dass gegen Ende immer weniger Found-Footage-Material Verwendung findet. Während die ersten beiden Filme im Format 1,85:1 vorliegen, präsentieren sich die beiden schließenden Parts im Format 2,35:1. Tontechnisch bieten alle vier Blu-rays deutschen und spanischen DTS-HD Master Audio 5.1-Ton, mit Ausnahme des ersten Teils gibt es dazu wahlweise deutsche Untertitel.
Die Extras hingegen fallen leider recht rar aus. „[Rec]“ wartet mit einem Making of auf, während „[Rec]²“ zusätzlich zu einem Making of noch einen Blick hinter die Kulissen genehmigt und die Presse- und PR-Arbeit des Films beleuchtet. Teil drei und vier beschränken sich wieder je auf ein Making of, das im Schnitt 20 bis 30 Minuten dauert. Wesentlich ansprechender als die Extras wirkt hingegen die Aufmachung der Verpackung: Hier bekommt der Verbraucher einen stabilen Schuber mit Digipack präsentiert, in dem sich die vier Blu-rays (alle mit den Einzelveröffentlichungen identisch) befinden. Dazu gibt es jeweils noch ein passendes Bild, das in einem einheitlichen Design eingebettet wurde.

Fazit: „[Rec]“ gehört für jeden Horror-Fan mit Sicherheit zur Grundausstattung – hier hat man die Chance, gleich alle vier Teile in einer schönen Aufmachung zu erwerben. Zwar nimmt die Qualität mit jedem Teil – mit Ausnahme des finalen vierten Parts – immer weiter ab, doch bleibt die Quadrologie trotzdem sehenswert!

Einzelwertung:
[Rec]: 8
[Rec]²: 6
[Rec]³: Genesis: 3
[Rec] 4: Apocalypse: 6

by Yannik Riedl
Bilder © Universum Film