Pyewacket - Tödlicher Fluch - Blu-ray

Blu-ray Start: 13.07.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min

Pyewacket - Tödlicher Fluch Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach dem Tod ihres Vaters wird die Teenagerin Leah von ihrer völlig überforderten Mutter gezwungen umzuziehen. Das neue Haus liegt mitten im Wald, weit weg von Leahs Schule und ihren Freunden. Dort findet sie ein Buch der schwarzen Magie. Getrieben von Trauer und Wut, beschwört sie in einem okkulten Ritual den Geist einer dunklen Macht namens PYEWACKET, der ihre Mutter töten soll. Kaum ist der Todesfluch ausgesprochen, bereut es Leah und versucht verzweifelt ihn umzukehren. Sie muss jedoch erkennen, dass sie etwas in den Wäldern geweckt hat, das sich nicht mehr aufhalten lässt und Mutter wie Tochter gleichermaßen zu zerstören droht…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Pierrot Le Fou
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Behind the Scenes inkl. Interviews mit dem Regisseur und den Hauptdarstellern, Trailer

DVD und Blu-ray | Pyewacket - Tödlicher Fluch

Blu-ray
Pyewacket - Tödlicher Fluch Pyewacket - Tödlicher Fluch
Blu-ray Start:
13.07.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur Blu-ray Kritik
Pyewacket - Tödlicher Fluch (uncut) (Mediabook) Pyewacket - Tödlicher Fluch (uncut) (Mediabook)
Blu-ray Start:
13.07.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.
DVD
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Blu-ray Kritik - Pyewacket - Tödlicher Fluch

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Mit einem kleinen und eher unbekannten Ensemble an Darstellern bringt Regisseur Adam McDonald einen unauffälligen, dafür umso besseren Vertreter des subtilen Horrors ins Heimkino und gibt wieder einen Grund mehr zur Hoffnung auf bessere Zeiten für Gruselfreunde.

Leah (Nicole Munoz. "Pathfinder") ist ein aufmüpfiges und starrköpfiges Mädchen in einer Gothicphase, das mit dem Tod ihres Vater ihre einzige Bezugs- und Vertrauensperson verloren hat. Seitdem zieht sie sich immer mehr ins Okkulte zurück und verbringt viel Zeit mit ihren Freunden Janice (Chloe Rose), Aaron (Eric Osborne) und Rob (Romeo Carere), die dieselben Interessen teilen. Sehr zum Leidwesen ihrer Mutter (Laurie Holden, "The Walking Dead"), die überhaupt nicht mehr an ihre Tochter heranzukommen scheint. Als sie den Schmerz über den Verlust ihres Mannes nicht mehr ertragen kann, beschließt sie in ein Haus inmitten von Wäldern und Einöden zu ziehen und ihre Tochter von der Schule zu nehmen. Somit nimmt sie ihr auch noch den Rest der "Familie", die ihr noch geblieben ist, ohne darüber nachzudenken, dass sie damit den Zorn ihrer Tochter auf sich zieht. Erbost über die Selbstsucht ihrer Mutter beschließt Leah ihr Wissen über die dunklen Mächte zu nutzen um einen Dämon mit dem Namen "Pyewacket" zu rufen, der ihre Mutter töten soll. Unmittelbar nachdem sie das Ritual beendet hat bereut sie es bitterlich und wünscht sich nichts sehnlicher als das Passierte ungeschehen machen zu können. Doch hat man eine finstere Macht erst ein Mal gerufen ist es schwer sie wieder los zu werden. Mysteriöse Vorgänge suchen das neu bezogene Haus auf einmal heim und zunehmend verstärkt sich das Gefühl, als sei Pyewacket nicht allein hinter Leahs Mutter her.

Laurie Holden in Pyewacket
Laurie Holden in Pyewacket © Pierrot Le Fou
Mit wenig Effektspielerei und gänzlich ohne überladene Gewalt oder Jumpscares kommt der Überraschungshit "Pyewacket" daher und sorgt allein durch starke Atmosphäre, bizarre Bilder und beunruhigende Sounduntermalung für Spannung auf höchstem Niveau. Diese verstärkt sich zunehmend und die knappen 88 Minuten vergehen wie im Flug. Zwar ist die Geschichte keine neue oder besonders originelle, dafür verzichtet man weitgehend auf überflüssige Längen und hat den Cast überschaubar klein gehalten. Getragen wird der Film von den beiden Protagonistinnen der Leah, deren zunehmende Paranoia immens an die Nieren geht und ihrer Mutter, die alles versucht um irgendwie an ihre Tochter heranzukommen und eigentlich das ahnungslose Opfer verkörpert. Starke Leistungen der aus "The Walking Dead" bekannten Laurie Holden und dem Nachwuchstalent Nicole Munoz, die ihre Rollen authentisch und gleichzeitig undurchsichtig spielen und so den Zuschauer bei Laune zu halten wissen. Hier und da wären ein paar Details zu verschiedenen Punkten noch ganz hilfreich gewesen um die Story abzurunden und offene Fragen zu klären, aber besonders das Finale entschädigt dies zumindest ein wenig. Um welche Storydefizite es sich handelt möchte ich in meiner spoilerfreien Kritik nicht weiter erläutern, aber jeder der ihn sich ansieht wird wissen was ich meine. Einen letzten Bonus bietet auf jeden Fall das schockierende Finale.

Nicole Muñoz in Pyewacket
Nicole Muñoz in Pyewacket © Pierrot Le Fou
Das Bild im 1080p (2,35:1) bietet in einzelnen Filmabschnitten interessante Abwechslung. Einerseits dunkle, triste Farben in gestochen scharfen Aufnahmen, an anderen Stellen wiederum körnige Szenen, die aber gut die Stimmung unterstreichen und keineswegs störend wirken. Auch die Kameraführung ist mäßig, fast schon quälend langsam und stimmig situationsbezogen.

Der Ton liegt in zwei Tonspuren vor, zum Einen dem englischen O-Ton zum anderen in deutscher Sprache. Der Sound in DTS-HD MA 5.1 kommt über die Anlage sehr gut zur Geltung und auch die Geräuschkulisse wurde atmosphärisch betonend gewählt. Verstörende Geräusche kommen genau so gut zur Geltung wie gesprochenes Wort und bleibt somit beanstandungslos.

Extras sind in Form von einem kurzen Interview mit Cast und Crew, diverser Trailer und einem nicht weniger kurzen "Behind the Scenes" vorhanden.


Fazit:
Pyewacket hat mir unter verschiedenen Aspekten unheimlich gut gefallen: Wie es der recht unbekannte Regisseur mit augenscheinlich wenig Mitteln geschafft hat eine derartige Atmosphäre zu erzeugen, dabei kaum Blut, wenig Gewalt und keine Jumpscares benutzt hat und trotzdem puren Terror auf die Leinwand projiziert. All das verzeiht die etwas zu kurz gekommene Hintergrundgeschichte der Familie und offene Fragen aber vollends und liegt vielleicht auch im Ermessen des Zuschauers, wie er oder sie sich die Hintergründe vorstellt.

by Christoph Berger
Bilder © Alive / Pierrot Le Fou