Pulp Fiction - Steelbook Collection - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 154 min

Pulp Fiction - Steelbook Collection Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

24 Stunden in Los Angeles. Der ganz normale Gangsteralltag. Die Auftragskiller Vincent Vega und Jules Winnfield müssen eine ungewollte Leiche beseitigen, das Pärchen Pumpkin und Honey Bunny rauben ein Restaurant aus und Boxer Butch muss nach einem geplatzten Deal schnell die Stadt verlassen. In drei geschickt miteinander verwobenen Episoden wird die Geschichte von einem Dutzend Kriminellen erzählt, deren Wege sich wie zufällig kreuzen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews mit Quentin Tarantino und den Darstellern; Dokumentationen; Geschnittene Szenen; Hinter den Kulissen; Featurette zum Produktionsdesign; Kritik von Siskel & Ebert „At The Movies“; Szenen vom Cannes Film Festival; Trailer

DVD und Blu-ray | Pulp Fiction - Steelbook Collection

Blu-ray
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Blu-ray Kritik - Pulp Fiction - Steelbook Collection

Blu-ray Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 10/10


Vor 18 Jahren spaltete der Film eines eher unbekannten Regisseurs die öffentliche Meinung und schlug ein wie eine Bombe. Von den einen, so der Jury der Goldenen Palme von Cannes, gejubelt und vergöttert, von den anderen als der namengebende Schund und blutige Gewaltorgie verschrien. Bis heute halten sich die heißen Diskussionen um Tarantinos Filme, zuletzt Inglourious Basterds und demnächst Django Unchained, hartnäckig. Was den Regisseur 1994 berühmt machen sollte war nichts anderes an das legendäre "Pulp Fiction".

Jetzt erscheint eine Neuauflage als Steelbock Blu-ray. Grund genug, sich noch einmal mit dem Film, der Diskussion und der Frage, ob eine Neuauflage überhaupt nötig ist, auseinanderzusetzen.

Was Pulp Fiction zum absoluten Kultfilm macht sind weder die Gewalt noch irgendwelche Actionszenen. Im Gegenteil: In den Achtzigern und Neunzigern kam vermehrt das Action- und Spektakelkino auf. Namen wie Arnold Schwarzenegger stehen symptomatisch für die Zeit großer Muskeln und platter Geschichten, die stets Nahrung für das Auge aber nie für das Gehirn lieferten. In der Hochphase dieser Filme wagte Quentin Tarantino das umgekehrte Modell. Schon in seinem ersten Film "Reservoir Dogs" von 1992 legte der Regisseur den Fokus auf die Charaktere und setzte auf Dialoge als Antriebmittel der Geschichte. Sowohl Reservoir Dogs als auch Pulp Fiction sind platt ausgedrückt Laberfilme. Bei anderen Autoren und Regisseurin würde eine derartige Masche schnell in Langeweile münden.

Tarantino dagegen versteht sich auf das Schreiben fesselnder Gespräche. Die Besonderheit in seinen Filmen, so auch bei Inglourious Basterds, ist der fließend und subtil dargestellte Banalität des Bösen. Die Killer, Kriminellen und Kriegsverbrecher in seinen Filmen haben ein ganz normales Leben neben der Boshaftigkeit ihrer Aktivitäten. Das beste Beispiel ist auch das berühmteste: Vincent und Jules die sich in Pulp Fiction vor der Ausführung eines Auftragsmordes nicht etwa über Details ihrer Waffen und der Opfer ergötzen, sondern über Burger und Fußmassagen diskutieren. Das für den Zuschauer eigentlich außergewöhnliche ist für sie Alltag und gar nicht der Rede wert. Sie fahren wie jeder andere Erwerbstätige auch zu ihrer Arbeit und bequatschen die Nichtigkeiten des Lebens. Authentischer Smalltalk, der zu einer heftigen Diskussion führt, die den beiden wichtiger ist als der eigentliche Job. Kaum ein Regisseur vermag es, solch glaubhafte Dialoge zu verfassen und zu inszenieren.

Durch die Dialoge und durchgehend überzeugenden Schauspieler gewinnt jede Figur zudem einen wieder erkennbaren Charakter, der anders als in so vielen Filmen keinem einfachen Abziehbild des Klischeegangsters entspricht. Gewalt kommt in allen Tarantinofilmen vor, wirkt aber nie zum Selbstzweck gesetzt. Wenn geschossen wird, dann schonungslos und intensiv, Gewalt bleibt nie ohne Folgen. Auch bei Pulp Fiction ist die Gewalt spärlich, aber intensiv gesät.

Pulp Fiction machte nicht nur Tarantino bekannt, sondern verlieh zahlreichen seiner Darsteller einen deutlichen Aufschub. Samuel L. Jackson wurde durch ihn bekannt und zum absoluten Kultschauspieler; John Travoltas Karriere befand sich im Niedergang und erlangte durch die Zusammenarbeit mit Tarantino bis heute neuen Aufschub. Auch Bruce Willis stärkte seinen Namen durch eine intensive Darstellung des Boxers Butch in der Branche. Einige weitere Darsteller wie Uma Thurman tauchten später weiterhin in Tarantinofilmen auf.

Wie auch immer man selbst zu Pulp Fiction als Film stehen mag, es bleibt stets die Tatsache, dass er Karrieren und die gesamte zweite Hälfte der Neunziger beeinflusste. Sein Platz in den Annalen der Filmgeschichte ist daher absolut berechtigt - bleibt die Frage, ob sich der Kauf der neuen Blu-ray lohnt.

Die Bildqualität überzeugt mit ihrer Schärfe - funktioniert aber auch auf den früheren DVD-Versionen. Wichtiger bei Pulp Fiction ist die Wirkung des Tons durch den bestimmenden Soundtrack. Doch auch hier lohnt trotz guter Qualität nicht der Kauf der teureren Blu-ray. Das Design der Steelbox ist Geschmackssache und kann sowohl Kaufgrund als auch ein Argument gegen die Anschaffung sein.
Bei den Extras wurde nicht gespart. Hier kann sich der Zuschauer über mehrstündiges Material freuen, das mit zahlreichen Features jede Menge Hintergrundinformationen vermittelt. Darunter befinden sich auch zwei Filme von 2011, die dementsprechend aktuell sind. Dies sind einmal eine Diskussionsrunde von Filmrezensenten und zum anderen mehrere Darsteller aus dem Film, die anekdotenreich auf ihre persönlichen Erlebnisse mit Tarantino und Pulp Fiction eingehen.
Weiterhin finden sich mehrere ältere Extras wie Talkshows oder die Dankesrede Tarantinos bei der Preisverleihung der Goldenen Palme von Cannes, bei der deutlich wird, wie sehr Pulp Fiction die Gemüter erhitzte.
Was einzig wirklich fehlt ist eine kommentierte Version des Films. Tarantino selbst als Kommentator wäre äußerst spannend, die auf der Blu-ray einschaltbare Untertitelspur mit interessanten Hintergrundinformationen stellt nur ein Trostpflaster dar.

Fazit: Wer Pulp Fiction noch nicht sein Eigen nennt, sollte sich die Neuauflage unbedingt näher ansehen. Wer bereits eine frühere Version besitzt und einzig am Film interessiert ist, braucht keinen Umstieg. Tarantinofans könnten an den Extras und dem Sammlerwert der Edition interessiert sein.

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by Bastian Gabrielli
Bilder © Studiocanal Home Entertainment