Psycho (Uncut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 08.10.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min

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Inhalt

Marion Crane ist eine kleine Büroangestellte, der sich die Chance ihres Lebens bietet: Sie unterschlägt 400.000 Dollar und flieht. In einem mysteriösen Motel trifft sie auf Norman Bates, und ihr Leben wird zu einem Albtraum . Das Original mit Anthony Perkins. In Hitchcocks Meisterwerk des Makabren spielt er den exzentrischen Norman Bates, dessen finsteres altes Haus und das daran angeschlossene Motel nicht unbedingt der Ort sind, an dem man einen gemütlichen Abend verbringen möchte ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch: DTS Digital Surround 2.0 Mono
Englisch: DTS:X
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Der Sound von Psycho
• Das Making-of von Psycho
• Im Schatten des Meisters: Hitchcocks Erben
• Hitchcock/ Truffaut: Interview-Ausschnitte
• Nachrichtenausschnitte: Psycho erscheint
• Die Duschszene: Mit und ohne Musik
• Die Duschszene: Storyboards von Saul Bass
• Die Psycho-Archive
• Aushangbilder
• Fotos hinter den Kulissen
• Produktions-Aufnahmen
• Original-Kinotrailer
• Neuveröffentlichungstrailer
• Film-Kommentar mit Stephen Rebello (Autor von Alfred Hitchcock and the Making-of Psycho)

Video on demand - Psycho

DVD und Blu-ray | Psycho (Uncut)

Blu-ray
Psycho Psycho
Blu-ray Start:
16.09.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.
Psycho (Limited Quersteelbook) Psycho (Limited Quersteelbook)
Blu-ray Start:
04.11.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.
Psycho (Uncut) Psycho (Uncut)
Blu-ray Start:
08.10.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Psycho (Uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 9/10


Dieses Jahr wird eines der größten Meisterwerke der Filmgeschichte 60 Jahre alt. Alfred Hitchcocks („Vertigo“, „die Vögel“) spannender Klassiker „Psycho“ erscheint zur Feier des Jubiläums das erste Mal, abseits der „Psycho“-Legacy-Collection, als Uncut-Version auf Blu-ray. Die neuen Szenen des Klassikers fallen jedoch nur auf, wenn man das Original gut kennt. Norman betrachtet Marion etwas länger beim Ausziehen oder die blutigen Hände werden nachdem Mord gezeigt. Die neuen Szenen kreieren keinen neuen Film. Dennoch ist es schön zu wissen, dass man nun ein weiteres Meisterwerk unzensiert betrachten kann.

Anthony Perkins als Norman Bates in Psycho
Anthony Perkins als Norman Bates in Psycho © Universal Pictures
Marion (Janet Leigh) wird von ihrem Chef beauftragt, 40 000 Dollar zur Bank zu bringen. Marion beschließt aber mit dem Geld ein neues Leben anzufangen. Sie flieht vor ihrem altem Leben, als der Regen sie dazu zwingt, die Nacht in einem abgelegenen Motel zu verbringen. In Bates Motel trifft sie den Leiter des Hotels, den jungen Norman Bates (Anthony Perkins), welcher mit seiner Mutter zusammen den Betrieb beschäftigt. Norman und Marion kommen sich näher, doch das gefällt seiner Mutter gar nicht.

Die Zensur-Geschichte des gewagten Filmes ist fast schon einen eigenen Film wert. Schon in der ersten Szene wurde ein Dialog zensiert, der für damalige Verhältnisse zu sexuell erschien. Im Remake des Klassikers aus dem Jahr 1998 kann man diesen Dialog zwischen Marion und ihrem Liebhaber Sam hören. Die Duschszene gehört aber zu den größeren Problemen, vor denen Alfred Hitchcock stand. Von 1934 bis 1967 gab es den Hays-Code. Dieser war eine Zusammenstellung von Richtlinien zur Herstellung von Filmen. Das Ziel war es, dass vor allem die Darstellung von Kriminalität, Sexuellem und Politik reguliert und überwacht werden sollte. Die Zensurbehörde wies die Duschszene mehrmals zurück. Einmal sollen sie behauptet haben, dass man eine Brustwarze erkennen würde. Hitchcock sendete die Szene unverändert zurück, dieses Mal wurde nichts beanstandet. Selbst eine offene Toilette, welche wichtig für den Film ist und das Wort Transvestit wären fast zensiert worden. Im Endeffekt konnte der Film letztendlich veröffentlicht werden, was sich für alle Parteien gelohnt hat. „Psycho“ wurde zum Publikumserfolg.

Psycho: Marion (Janet Leigh) mit dem gestohlenen Geld
Psycho: Marion (Janet Leigh) mit dem gestohlenen Geld © Universal Pictures
Alfred Hitchcock schafft es in „Psycho“ seine Suspense zu perfektionieren. Die Duschszene kommt überraschungsartig und es entsteht ein Schock, welcher noch nicht zur Suspense gehört. Die Spannung, die aber durch das Ereignis kreiert wird, gehört dann zur Suspense, da dem Zuschauer von nun an klar ist, was es mit diesem Ort auf sich hat. Dadurch werden die Szenen mit Arbogast erst so spannend, bis sich dann Hitchcock mit seinem legendären End-Twist selber übertrifft. Nicht nur die Inszenierung und das Drehbuch sind aber meisterhaft, sondern vor allem auch die Musik. Komponiert hat diese Bernard Herrmann, welcher zu den größten Filmkomponisten aller Zeiten gehört. Für zahlreiche Meisterwerke der Filmgeschichte hat er die Musik komponiert, so unter anderem für „Citizen Kane“, „Taxi Driver“ und „Vertigo“. Sein bekanntestes Stück ist aber natürlich jenes aus dem Horror-Thriller Hitchcocks. Wie der Film schleicht sich die Musik nah an sein Opfer heran, um es plötzlich laut und schockierend zu überraschen. Auch der Cast kann von vorne bis hinten überzeugen. Janet Leigh („The Fog“) spielt ihre Rolle perfekt, dennoch wird sie in den Schatten gestellt von dem charmanten Anthony Perkins („der Prozess“, „Mord im Orient-Express“). Seine Figur des Norman Bates wird nicht umsonst alle Jahre wieder in die Top 3 der besten Filmantagonisten gewählt. Seine schüchterne und zugleich boshafte Performance kreiert einen Schurken, der insbesondere mit sich selbst und seiner Mutter zu kämpfen hat. In gewisser Weise ist nämlich auch er ein Opfer, das Opfer seiner selbst.

Janet Leigh in Psycho
Janet Leigh in Psycho © Universal Pictures
Bild:
Das Bild ist selbstverständlich nicht auf dem aktuellen Niveau. Man kann etwas Bildrauschen erkennen, aber wenn man bedenkt, dass der Film 1960 erschienen ist, dann sieht das Bild wirklich gut aus. Vor allem die Szenen bei Nacht haben eine sehr dunkle Atmosphäre, die Stimmung aufbaut.

Ton:
Bei dem Ton der Blu-ray ist es ähnlich, wie auch beim Bild. Wenn man das Alter des Filmes bedenkt, dann ist die aktuelle Version wirklich gelungen. Allen voran die Filmmusik Herrmanns klingt sehr gut. Jedoch ist es zu empfehlen, den Film in der englischen Originalfassung zu sehen.

Extras:
Die Extras können sich sehen lassen. Es ist ein sehr ausführliches Making-Of von „Psycho“ enthalten, welches jedem Fan gefallen sollte. Insgesamt erfährt man aber auch viel über die Person Hitchcock. Für das Bonusmaterial „Hitchcocks Erben“ wurden auch Regisseure wie Guillermo del Toro interviewt. Da sowohl die Uncut-Version, als auch der Kino-Cut auf der Blu-ray enthalten sind, wird jeder Fan des Klassikers zufrieden gestimmt sein.


Fazit:
„Psycho“ ist ein fulminanter Horror-Thriller und das Meisterstück Hitchcocks. Es gibt nur wenige Filme, die perfekt sind, aber „Psycho“ ist einer von ihnen. Jeder Aspekt des Filmes ist meisterhaft. Nicht umsonst sind die Figuren, die Musik, der End-Twist, die Darsteller und vor allem die Inszenierung Kult. Es ist ein Film, der jedes Mal funktioniert, Gänsehaut erzeugt und sogar teilweise noch durch seinen Realismus verängstigt. Vor allem, wenn Norman Bates die Worte „A boys best friend is his mother“ spricht.


by Lukas Weinandy
Bilder © Universal Pictures