Proud Mary - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.09.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min

Proud Mary Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die skrupellose Auftragsmörderin Mary (Taraji P. Henson) arbeitet für eine der berüchtigtsten Mafia-Familien in der Stadt, die Benny (Danny Glover) mit harter Hand anführt. Als sie einen unter Schutz stehenden Gangster erschießt, um einen Jungen zu retten, steht sie plötzlich mehreren Banden und Gangstern gegenüber, angefangen bei der russischen Mafia bis zu ihrem ehemaligen Lover. Mary muss mit ihrem scharfen Verstand und ausgiebigem Waffenarsenal alles Nötige unternehmen, um in diesem energiegeladenen und explosiven Action-Thriller ihre Gegner zur Strecke zu bringen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch., Japanisch, Portugiesisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Japanisch, Lettisch, Litauisch, Norwegisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Türkisch, Ukrainisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Marys Welt
Der Anfang vom Ende
Wenn Blicke töten

DVD und Blu-ray | Proud Mary

Blu-ray
Proud Mary Proud Mary
Blu-ray Start:
06.09.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Proud Mary Proud Mary
DVD Start:
06.09.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - Proud Mary

Blu-ray Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 3/10


Dem Filmgenre der Auftragskiller-Thriller lässt sich nicht wirklich nachsagen, ein substanzloses zu sein. Genrebeiträge wie LEÓN – DER PROFI, PULP FICTION oder COLLATERAL werden seit Jahren von Filmbegeisterten rund um den Globus geschätzt und geliebt. Umso schwieriger scheint es, als neue und kleine Produktion in diesem überlaufenen, aber fest eingenommenen Genre erfolgreich Fuß zu fassen. PROUD MARY ließ sich davon aber nicht abschrecken.
PROUD MARY möchte die Heimkino-Landschaften bundesweit ab dem 06.09.2018 beglücken, geht 89 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben.

Taraji P. Henson in Proud Mary
Taraji P. Henson in Proud Mary © Screen Gems, Inc. All Rights Reserved.
Der Streifen möchte zügig ins Laufen kommen und beginnt daher sofort mit dem ersten Job der Auftragsmörderin Mary (Taraji P. Henson; DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON), der zügig den Plot des Films auslöst. Mary tötet den Vater von Danny (Jahi Di'Allo Winston; FEED THE BEAST) und lässt diesen nach einem von ihm unbemerkten Blick als Waise zurück. Kurz später springt der Film in seiner Handlung um ein Jahr nach vorn. Mary und Danny treffen sodann aufeinander, während Danny natürlich noch unwissend darüber ist, was ihm die Auftragsmörderin für eine einflussreiche und kriminelle Familie in Boston angetan hat. Viel zu rasch entwickelt sich zwischen ihnen eine emotionale Verbindung, die nicht annährend Anstalten macht, einer Hinführung oder Zeichnung zu entspringen, und daher für den Zuschauer nicht nachzuvollziehen ist. Infolgedessen wirkt die Szene des ersten bewussten Kontakts überaus konstruiert und unrealistisch, was auch weiterhin nicht nachlässt. Trotzdem fährt die Story anschließend damit fort, dass in Mary Gefühle des Mitleids aufkommen und sie Danny daher unter ihre Fittiche nimmt, was im Umkehrschluss logischerweise ein Katz-Maus-Spiel auslöst, mit dem sich dieses Machwerk dann bis zu den Credits beschäftigt. Im Verlauf des Films muss man neben der eben erwähnten Szene leider an zahlreichen anderen Stellen erneut feststellen, dass der Streifen zu oberflächlich und belanglos umgesetzt wurde. Fortsetzung dessen findet man äußerst massiv in Cast, Schauspiel und Charakterisierung.

Neal McDonough in Proud Mary
Neal McDonough in Proud Mary © Screen Gems, Inc. All Rights Reserved.
Heson, die zuletzt in HIDDEN FIGURES ein durchaus ambitioniertes Schauspiel präsentierte, versagt in PROUD MARY auf ganzer Linie. Zeichnung und Schauspiel lassen eher auf eine Dramarolle tippen als auf die einer abgeklärten Auftragsmörderin. Mary wird emotional so gutmütig und lieb gezeichnet, sodass eine andere und komplett gegensätzliche Seite als Killerin undenkbar ist. Sie wirkt wie eine durchschnittliche liebende Mutter, ist entgegen dessen im nächsten Moment aber impulsiv und schreit Danny an (vgl. Dialogszene im Apartment). Während ihr Charakter an sehr rar gesäten Stellen noch durch seinen beschriebenen ungewöhnlichen Kontrast ein Mindestmaß an Interesse wecken kann, erübrigt sich dieses, sobald der Film in immer banalere Muster abdriftet, bevor ihr Charakter dann nur noch durch Blasse zu identifizieren ist. Dass dadurch seitens des Zuschauers eine Identifikation mit den beiden Hauptpersonen schmerzlich vermisst wird, muss nicht extra erwähnt werden. Insgesamt ist Winston völlig fehlbesetzt. Das Schauspiel des übrigen Casts bewegt sich zumindest auf einem deutlich höheren Niveau als ihres.

Die Story, der spürbar dynamische Elemente fehlen, wird regelmäßig durch das gesprochene Wort versucht zu intensivieren, was aufgrund der Akzidenz und fehlenden tieferen Lyrik der gewählten Sätze dilettantisch wirkt und ein Effekt dadurch ausbleibt. Die Filmmusik ist einer der Punkte, die in PROUD MARY eher gelungen als misslungen sind. Im Stile typischer 70er-Tracks wechselt sich der Film regelmäßig ab und sorgt dadurch wenigstens akustisch für Vergnügen. Getrübt wird die feine Auswahl jedoch durch ein nicht immer punktgenaues Timing und den stimmungsvorschreibenden Grundcharakter im Zuge der erwähnten Dünne der Story.

Taraji P. Henson in Proud Mary
Taraji P. Henson in Proud Mary © Screen Gems, Inc. All Rights Reserved.
Kleine Pluspunkte hätte der Streifen ebenfalls sammeln können, wenn er seine interessante digitale, zweidimensional-geometrische und unifarbene Bildkomposition behalten hätte, die er zu Beginn andeutete. An dieser Stelle ist der Zuschauer noch sehr gespannt darauf, was kommen möge. Vermutungen wurden kurzzeitig dichter, dass sich PROUD MARY an bekannten Werken wertig bedient und möglicherweise sogar einen tarantinoschen Stil umsetzt. Ernüchterung über all diese gutmütigen Aspekte setzt aber schneller ein als Mary und Danny im Film ein Herz und eine Seele werden – und das möge etwas heißen. Diese setzt sich fort, wenn das Machwerk dann hin und wieder schießwütige Szene einbaut, die sehr unrund, starr und actionfrei wirken.

PROUD MARY offenbart sodann aber auch schnell wieder eine seiner vielen Schwächen, denn in seinem Schnitt fällt deutlich die natürliche rücksichtslose Brutalität seiner Natur auf, was grundlegend ein Indiz für mangelnde Technik ist. Frequenz, Hektik und Kontinuität sind dabei seine Probleme, die dem ungeübten Publikum als unangenehmes Storytelling auffallen dürften, dem aber auch das schon von Grund auf zu schnell voranschreitende Wesen der Story zugrunde liegt.

Die deutsche Synchronisation ist insgesamt gelungen. Für den Film standen teils durchaus namhafte Sprecher vor dem Mikrofon, die ihre Arbeit routiniert erledigten. Lediglich die Sprecher der beiden Hauptrollen wirken zuweilen ein wenig unflüssig.

Taraji P. Henson und Danny Glover in Proud Mary
Taraji P. Henson und Danny Glover in Proud Mary © Screen Gems, Inc. All Rights Reserved.
Bild
Das Bild zeigt sich - wie üblich auf einer Blu-Ray - durch 1.920p x 1.080p. Diese wirken jedoch teilweise wie 720p, da das Bild an einigen Stellen auf niedrigere Auflösungen einbricht. Dies tut es leider auch in Einstellungen, die nicht von einer hohen Pixelbewegung geprägt sind, was die Kameratechnik des Films grundlegend in Frage stellt. Nebenbei sind Farben, Kontrastverhältnis und Colorierung aber auf einem akzeptablen bis guten Niveau.

Ton
Der deutsche Ton liegt in einem DTS-HD MA 5.1 vor. Dieser ist technisch spürbar ausgewogener als das Bild. Dynamische Effekte sind sounddesigntechnisch zwar wie oben bereits angebracht sehr dürftig gestaltet, technisch jedoch hinreichend ausgestattet. Ferner ist er ausreichend gut balanciert und lässt sein Tonformat dadurch wertiger klingen.
Extras
Auf der Blu-Ray finden sich an Extras drei Featurettes namens „Marys Welt“, „Der Anfang vom Ende“ und „Wenn Blicke töten“. Bedauerlicherweise sind diese wenig unterhaltsam und bieten kaum Schauwerte. Fairerweise sei aber zu erwähnen, dass der Film für wertige Extras eine ungeeignete Plattform ist, da schon sein Hauptfilm wenig Unterhaltung bietet.


Fazit:
PROUD MARY ist ein eloquent überdrüssiger Genremix, der zu keinem Zeitpunkt Sympathie wecken oder ernsthafte Schauwerte bieten kann.

by Denis L. Klemm
Bilder © Sony Pictures Entertainment