Project: Almanac - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 106 min

Project: Almanac Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Für die Highschool-Freunde David und Quinn scheint ein großer Traum in Erfüllung zu gehen: Sie schaffen es, den Prototypen einer Zeitmaschine von Davids Vater in Gang zu bringen und gestalten sich mit ein paar Zeitreisen nun die Welt, wie sie ihnen gefällt. Die ehemaligen Außenseiter und ihre Clique sind auf einmal die Stars jeder Party und genießen ihr neues Teenie-Leben in vollen Zügen, bevor es aufs College gehen soll: Festivals, bestandene Schultests und sogar ein Lottogewinn machen ihr Leben zu einem echten Abenteuer! Doch als David aus Liebe zur süßen Jessie, in die er schon lange heimlich verliebt ist, einen Alleingang unternimmt, gerät das zerbrechliche Gefüge aus Vergangenheit und Zukunft gehörig ins Wanken. Der anfängliche große Traum von Freiheit und zweiten Chancen verwandelt sich in eine spannende und verrückte Reise der Clique durch die Zeit mit unabsehbaren Folgen, und das vielleicht für die gesamte Menschheit...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch DD 5.1
Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
Spanisch DD 5.1
Französisch DD 5.1
Italienisch DD 5.1
Japanisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Norwegisch, Holländisch, Finnisch, Spanisch, Schwedisch, Dänisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Alternativer Anfang, Entfernte Szenen, Alternative Enden

DVD und Blu-ray | Project: Almanac

Blu-ray
Project: Almanac Project: Almanac
Blu-ray Start:
25.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 106 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Project: Almanac Project: Almanac
DVD Start:
25.06.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 102 min.

Blu-ray Kritik - Project: Almanac

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Das Found Footage Genre hat über die Jahre ein paar gelungene Filme hervorgebracht, etwa „The Blair Witch Project“, „Rec“, “Cloverfield“, „Paranormal Activity“, „Chronicle“ oder auch den Cop-Thriller „End of Watch“. All diese Filme haben für sich gemein, dass sie die Nutzung von Amateur-Aufnahmen größtenteils sinnvoll erklären können, ohne entscheidend vom eigentlichen Film abzulenken. „Project Almanac“ gehört leider nicht dazu. Die Michael Bay Produktion von Regiedebütant Dean Israelite ist nicht wie so oft im Horrorgenre angesiedelt, sondern ein High School Film, der die uralte Frage aufwirft: „Was würdest du machen, wenn du eine Zeitmaschine findest?“ Dieser Frage geht der Film auch recht unterhaltsam nach, wird jedoch ungemein durch das völlig deplatzierte Found Footage Format heruntergezogen. Der Film liefert absolut keine Rechtfertigung für die Tatsache, dass ständig alles aufgezeichnet wird. Hinzu kommt, dass das Bild- und Tonmaterial so hochwertig und gut gefilmt ist, dass man ständig durch die dadurch entstehenden Logiklöcher aus dem Film herausgebracht wird. Der Film profitiert allerdings von einer angenehmen jungen Besetzung, die untereinander eine gute Chemie aufbaut. In Sachen Zeitreisefilm präsentiert „Project Almanac“ allerdings nichts wirklich Originelles, das über gängige Konventionen hinausgeht, er ist aber dennoch recht unterhaltsam und bietet einige spaßige Momente. Wenn dann nur nicht dieser unsägliche Stil wäre.

Technik-Nerd David (Jonny Weston) wünscht sich nichts mehr, als ein Stipendium am MIT zu erlangen. Gemeinsam mit seinen besten Freunden Quinn (Sam Lerner) und Adam (Allen Evangelista) arbeitet er dafür an ambitionierten Technik-Projekten und Erfindungen und erhält schließlich die Aufnahme an der renommierten Universität, hat jedoch nicht genug Geld für die Finanzierung des Studiums. Als David und seine Schwester Christina (Virginia Gardner) die alten Sachen ihres verstorbenen Vaters (Gary Weeks) durchwühlen, stoßen sie auf einen Camcorder, der Aufzeichnungen von Davids siebtem Geburtstag enthält. Auf dieser machen die Beiden eine unglaubliche Entdeckung: David erkennt sich in einem kurzen Moment in einer Reflektion wieder – in seiner heutigen, 17-jährigen Form. Wenig später stoßen die Geschwister auf einen Bauplan, den Davids Vater für das US Militär angefertigt hat. Hinter den Aufzeichnungen verbirgt sich nichts anderes als die Konzeption einer Zeitmaschine. David und seine Freunde beginnen das unvollendete Projekt in die Tat umzusetzen…

Es ist natürlich wenig überraschend, dass es den Freunden gelingt, die Zeitmaschine tatsächlich zu bauen. Alles, was nun folgt, ist im Großen und Ganzen für Leute, die schon ein paar Zeitreise-Filme gesehen haben, vorhersehbar. Die Kids haben zunächst Spaß mit den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten (aufgrund einer nicht ausreichenden Energiequelle kann nur kurze Zeit in die Vergangenheit gereist werden), Quinn besteht seine Chemie-Prüfung, Christina rächt sich an fiesen Mitschülerinnen, die sie gehänselt haben und die Gruppe gewinnt schließlich in der Lotterie und genießen das Leben. Doch natürlich verkomplizieren sich die Dinge, da auch Davids Schwarm Jessie (Sofia Black-D’Elia) von der Zeitmaschine mitkriegt und romantische Gefühle hinzu kommen. Durch scheinbar nur marginale Eingriffe in die Vergangenheit entstehen schließlich weitgreifende Auswirkungen in die Gegenwart und die Freunde müssen versuchen, die entstandenen Probleme wieder ins Lot zu kriegen.

„Project Almanac“ profitiert wie erwähnt von der Besetzung, Jonny Weston („Die Bestimmung – Insurgent“) hat durchaus Charisma und die Freundschaft der Kids wird grundsätzlich glaubwürdig, ungezwungen und bodenständig dargestellt. Zudem ist der Film bemüht, die Zeitreise-Möglichkeiten nicht zu übertrieben darzustellen, hier bleibt alles auf einem recht unspektakulären und persönlichen Level. So ist die Schlüsselsequenz des Films ein spaßiger Tag auf dem Lollapalooza Festival, bei dem die Freunde endlich mal so richtig (mit auf ebay in der Gegenwart ersteigerten VIP-Pässen) feiern. Klingt unspektakulär? Ist es eigentlich auch. Man kann durchaus kritisieren, dass die Freunde zu wenig mit den Möglichkeiten einer Zeitmaschine anstellen, doch der Kern des Films ist letztlich Davids Beziehung zu Jessie. Die beiden Schauspieler harmonieren gut miteinander und es ist wohl ihnen zu verdanken, dass „Project Almanac“ noch einigermaßen packend ist. Auch die sparsam eingesetzten Effekte sind glaubwürdig umgesetzt. Es gibt durchaus einige unterhaltsame und lustige Momente, letztlich ist das alles aber zu abgegriffen und vorhersehbar.

Israelites Film wäre an sich durchaus eine ganz nette Ablenkung, wäre da nicht der völlig sinnlose und unbegründete Einsatz des Found Footage Materials. Selbst in den unmöglichsten Situationen wird alles aufgezeichnet, meistens von Christina, manchmal von David. Noch unglaubwürdiger wird alles, da die Aufzeichnungen technisch nahezu perfekt sind, der Ton ist in allen Situationen hervorragend, ebenso wie die tadellose Bildqualität und oft sehr professionell wirkende Kameraarbeit. Die benutzte Kamera muss so gut sein, dass ihr Verkaufspreis David wohl locker sein ganzes Studium finanzieren sollte. Es macht einfach absolut keinen Sinn und lenkt fast permanent vom Wesentlichen ab. Das ist regelrecht ärgerlich und macht den Film fast im Alleingang kaputt. So wirkt „Project Almanac“ leider wie ein Film, der zu wenig aus einer guten Prämisse herausholt.

Bild/Ton
Technisch ist die Blu-ray hervorragend umgesetzt. Eigentlich eben zu gut: Wenn der Film einer gewissen Logik folgen würde, wäre die technische Qualität natürlich nicht ansatzweise auf Hollywood-Hochglanzniveau. Nüchtern betrachtet bietet „Project Almanac“ also eine sehr gute Bildqualität. Das Bild verfügt über sehr gute Schärfewerte und Details, die Farben sind aufpoliert und haben einen guten Dynamikumfang, kommen aber dennoch weitestgehend natürlich daher. Eine hervorragende Darstellung.

In Sachen Ton kommen die echten Stärken der Blu-ray zum Vorschein. Hier wird eine enorm dynamische Tonspur geliefert, die fast permanent und sehr effektvoll die Surround-Kanäle befeuert. Hinzu kommt ein immer wieder eingesetzter intensiver Subwoofer-Einsatz bei den zahlreichen Zeitreise-Sequenzen, aber auch den recht vielzähligen Musikmomenten. Dialoge kommen in perfekter Klarheit zum Vorschein. Somit eine super technische Präsentation.

Extras
Hier fällt die Blu-ray wieder stark ab. Leider wird keinerlei Hinter den Kulissen-Material geboten, sondern nur entfernte Szenen (acht Stück, 09:11 Min.), alternative Enden (2 Stück, 04:46 Min.) und ein alternativer Anfang (03:29 Min.). Enttäuschend. Wendecover ist aber vorhanden.


Fazit:
„Project Almanac“ ist ein netter, recht unterhaltsamer Zeitreise-Film mit gut harmonierender Besetzung, der durch sinnlose Found Footage Umsetzung und dadurch resultierende massive Logiklöcher fast komplett entgleist. Zudem hätte man mehr aus der Prämisse herausholen müssen. Dennoch eine nette Ablenkung auf herausragender Blu-ray.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Paramount Home Entertainment