Poltergeist - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min

Poltergeist Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

In der Neuverfilmung des stilbildenden Kultfilms aus dem Jahre 1982 stößt eine Familie in ihrem idyllischen Vorstadtheim auf unerklärliche Erscheinungen, die sie das Fürchten lehren. „The Grudge“-Produzent Sam Raimi und Regisseur Gil Kenan katapultieren den Horrorklassiker POLTERGEIST in die Gegenwart und erzählen eine Geschichte, die niemanden kalt lassen wird.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Englisch)
DTS 5.1 (Deutsch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Alternatives Filmende
Bildergalerie
Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Poltergeist

Blu-ray
Poltergeist Poltergeist
Blu-ray Start:
22.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
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22.10.2015
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Blu-ray Kritik - Poltergeist

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Der legendäre Filmproduzent Sam Raimi ('Spider-Man', 'Evil Dead') und der Regisseur Gil Kenan ('Monster House') schaffen mit Poltergeist eine moderne Adaption der klassischen Geschichte über eine Familie, deren Haus in der beschaulichen Vorstadt von dunklen Mächten heimgesucht wird. Als die Attacken der furchterregenden Erscheinungen eskalieren und die jüngste Tochter verschwindet, muss Familie Bowen zusammenhalten, um die kleine Madison zu retten, bevor sie für immer verschwindet…

Kritik:
Die Reboot- und Remake-Welle ist nicht aufzuhalten und ist nun bei einem weiteren Hollywood-Klassiker angelangt. Diesmal hat es 'Poltergeist' erwischt, welcher inhaltlich auf dem gleichnamigen Film von Tobe Hooper ('The Texas Chain Saw Massacre') aus dem Jahr 1982 basiert. Dieser war seinerzeit überaus erfolgreich, weshalb zwei Fortsetzungen produziert wurden, für deren Regie sich Brian Gibson beziehungsweise Gary Sherman verantwortlich zeichnen. Wie schon bereits der erste Teil, erzählten auch 'Poltergeist II – Die andere Seite (1986)' und 'Poltergeist III – Die dunkle Seite des Bösen (1988)' die Geschichte von Familie Freeling, deren Familienglück von einem bösen Geist gestört wird. Was alle drei Teile gemeinsam haben, ist vor allem Kinderdarstellerin Heather O’Rourke, die in der 'Poltergeist'-Trilogie die Rolle der Carol Anne Freeling verkörperte. Leider verstarb die erst zwölfjährige, sehr talentierte Schauspielerin viel zu früh an den Komplikationen einer Notoperation, weshalb es noch während der Post-Produktionsphase zu Problemen kam, da man mit dem Originalende des Films nicht zufrieden war. Daraus resultierte, dass O’Rourke durch ein Double ersetzt wurde, mit dem ein neues Filmende produziert wurde. Letztlich half aber auch das nicht, den schlechten dritten Teil über das Mittelmaß hinaus zu heben, der inhaltlich deutlich hinter seinen zwei Vorgängern zurückliegt und auch seinerzeit nichts wirklich Neues bot. Nun, knapp 27 Jahre nach dem letzten Teil hat man sich bei 20th Century Fox an ein Remake gewagt, das zwar nicht an die Klasse des inzwischen 33 Jahre alten Originals heranreicht, an den Kinokassen aber dennoch rund das dreifache der ursprünglichen Produktionskosten wieder einspielen konnte.

Inhaltlich orientiert sich das 'Poltergeist'-Remake sehr am Original, mit der Ausnahme das hier die betroffene Familie nicht Freeling, sondern Bowen heißt. Diese bezieht nach finanziellen Schwierigkeiten ein endlich bezahlbares Haus in einem idyllischen Städtchen, in dem nun alles endlich wieder bergauf gehen soll. Die älteste Tochter Kendra (Saxon Sharbino), sowie Sohnemann Griffin (Kyle Catlett) und die kleine Madison (Kennedi Clements) sind davon zwar nicht allzu begeistert, aber deren Eltern Eric (Sam Rockwell) und Amy (Rosemarie DeWitt) versuchen das Beste aus der prekären Familiensituation zu machen. Zu Beginn läuft auch alles sehr gut, doch schon bald wird die 5-köpfige Familie von unheimlichen Mächten heimgesucht, deren erstes Opfer die jüngste Tochter Maddy ist. Diese scheint in einer Art Parallelwelt gefangen zu sein, weshalb sich die Bowens verzweifelt an Carrigan Burke (Jared Harris) wenden, der ein Spezialist für paranormale Ereignisse ist. Mit vereinten Kräften wird nun alles daran gesetzt, die kleine Maddy dem mächtigen Poltergeist wieder zu entreißen, zuvor muss aber noch ein gut gehütetes Geheimnis gelüftet werden, welches unter dem Haus verborgen zu sein scheint.

Die 2015-Adaption des 'Poltergeist' von Regisseur Gil Kenan, dem für die Produktion ein Budget von 35 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt wurde, geizt nicht mit guten Effekten und motivierten Darstellern, macht aber einen ganz großen Fehler: Der Film nutzt die Gunst der Stunde nicht, das Original mit kreativen Ideen neu zu erfinden, sondern verwendet zu viele bekannte Elemente des 1982-Ablegers, ohne wirklich etwas Sehenswertes zu bieten, das nach Sichtung in Erinnerung bleibt. Mit Ausnahme des Clowns in Griffins Kinderzimmer, der wahrlich für einige richtig gute Gänsehaut-Momente sorgt. Insgesamt betrachtet ist das zwar schade, war aber auch irgendwie bereits abzusehen, denn das Original kann sich aus heutiger Sicht immer noch sehen lassen und ist – mit Ausnahme der etwas antiquiert wirkenden Technik – sogar besser als das Remake. Das ist zum größten Teil darauf zurückzuführen, weil das Haus im Ur-'Poltergeist' einfach gruseliger rüberkommt und auch die Darstellung der Familie sowie deren Zusammenhalt besser dargestellt wird. Sam Rockwell und Rosemarie DeWitt, die im Remake als Bowen-Elternpaar zu sehen sind, liefern zwar eine glaubwürdige Performance, die Darstellung deren drei Kinder reicht jedoch zu keiner Zeit an die von Heather O’Rourke (Carol Anne) heran. Und auch die Leistung des Parapsychologen Carrigan Burke (Jared Harris) lässt etwas zu wünschen übrig und reicht zu keiner Zeit an die Klasse des alten Mediums Tangina Barrons heran, welche in der Original-Trilogie sehr überzeugend von Zelda Rubinstein verkörpert wurde. Schlecht ist das 'Poltergeist'-Remake deswegen zwar noch lange nicht, unterm Strich stellt sich aber die Frage, ob man eine Neuverfilmung wirklich gebraucht hat und wenn ja, warum diese dann derart hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.

Aus technischer Sicht betrachtet gibt es an der Umsetzung des Stoffes hingegen kaum etwas auszusetzen. Die 2015er-Variante des 'Poltergeist' bietet viele tolle Special Effects, die nicht nur überzeugend umgesetzt wurden, sondern auf Blu-ray auch noch hervorragend aussehen. Zwar wirken einige Effekte in ihrer Darstellung minimal weicher, als der Rest des im Seitenverhältnis von 2,40:1 (16:9) vorliegenden Transfers, insgesamt bietet der Film aber eine sehr gute Bildschärfe. Die Farbgestaltung ist ebenfalls ausgewogen und gleichermaßen natürlich ausgefallen, ebenso auch das Kontrastverhältnis. Lediglich der Schwarzwert hätte gerne noch einen Tick satter ausfallen dürfen. Deutlich mehr zu kritisieren gibt’s bei der deutschen Tonspur, die leider nur in DTS 5.1-Sound vorliegt, während hingegen der englische Originalton mit zeitgemäßem DTS-HD Master Audio 7.1 aufwartet. Der deutsche DTS-Track bietet zwar eine räumliche Abmischung und wartet auch mit tollen Effekten, einem kräftigen Basseinsatz sowie einem meist ausgewogenen Balancing auf, differenzierter und noch kräftiger klingt aber dennoch der Originalton, welchem man eindeutig den Vorzug geben sollte.

Das enthaltene Bonusmaterial fällt für eine neue Produktion leider enttäuschend aus und bietet nur wenige Extras. Diese teilen sich auf in:
▪ Alternatives Ende (ca. 2 min.)
▪ Original-Kinotrailer (ca. 4 min.)
▪ Bildergalerie

Immerhin liegt das wenige Bonusmaterial in hochauflösender Qualität vor und auch ein Wendecover ohne störendes FSK-Logo ist enthalten. Nicht viel, aber immerhin etwas!


Fazit:
Das 'Poltergeist'-Remake von Regisseur Gil Kenan zieht im direkten Vergleich mit dem Original aus dem Jahr 1982 klar den Kürzeren und bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Daran ändern kann auch der hier enthaltene Extended Cut nichts, der knapp sechs Minuten mehr Spielzeit bietet und lediglich den Charakteren etwas mehr Tiefe verleiht. Unterm Strich, ein ganz passabler Film, den man aber nicht unbedingt gesehen haben muss. Wer sich wirklich gruseln möchte, der sollte hier definitiv besser zum Original greifen!

by Roland Nicolai
Bilder © 20th Century Fox