Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst - Blu-ray

Blu-ray Start: 17.05.2019
Digital VoD: 17.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min

Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Bird Fitcher (Kathryn Prescott) arbeitet neben der Highschool in einem Antiquitätenladen. Als sie von einem Kollegen eine alte Sofortbildkamera geschenkt bekommt, ist die Freude groß, denn es handelt sich um ein echtes Sammlerstück. Doch schnell muss Bird erkennen, dass ihre Schnappschüsse tödliche Folgen haben, denn wer von ihr abgelichtet wird, findet schon bald ein grauenvolles Ende. Nachdem sie auf einer Party mehrere Mitschüler fotografiert hat, beginnt für alle ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Geheimnis der Kamera zu lüften und dem Tod zu entkommen …

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst

Blu-ray
Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst
Blu-ray Start:
17.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst
DVD Start:
17.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 84 min.

Blu-ray Kritik - Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Lange mussten Fans des schon 2015 entstandenen, gleichnamigen Kurzfilms auf die fertige Spielfilmfassung zum Horror-Schocker Polaroid warten, der ursprünglich schon im August 2016 in die Kinos kommen sollte. Nachdem er erst auf Dezember und dann auf Thanksgiving 2017 verschoben wurde und dann vorerst aufgrund des Weinstein-Skandals komplett auf Eis gelegt wurde, peilte man eine Veröffentlichung über Netflix an, was dann aber auch nichts wurde. Zu guter Letzt erscheint der Streifen nun am 17.05.2019 direkt auf Blu-Ray und DVD. Verantwortlich für dieses Regiedebüt zeigt sich Lars Klevberg, der uns des Weiteren im Juni mit Child's Play das Chucky-Reboot auf die deutschen Kinoleinwände bringen wird.

Avery (Katie Stevens) gerät in die Fänge des Bösen.
Avery (Katie Stevens) gerät in die Fänge des Bösen. © capelight pictures
Die schüchterne Bird Fitcher (Kathryn Prescott) hat es nicht so mit Menschen und sozialen Interaktionen. Lieber verbringt sie die freie Zeit nach der Schule mit sich und ihren Hobbys: Der Fotographie und ihrer Arbeit in einem Antiquitätengeschäft. Als ihr Kollege Tyler (Davi Santos) ihr eine alte Sofortbild Polaroid Kamera vom Flohmarkt mitbringt, kann sie ihr Glück kaum fassen, denn es handelt sich um ein seltenes Sammlerstück in tadellosem Zustand. Am selben Abend wird Bird von einigen Kommilitonen zu einer Party eingeladen, bei der sie Gelegenheit hat, ihre neue Errungenschaft auszuprobieren. Sie schießt ein Gruppenfoto mit verheerenden Folgen. Was sie nicht weiß: Auf der Kamera lastet ein Fluch, der bewirkt, dass jeder, der mit dieser Kamera fotografiert wird, einen grausamen Tod stirbt. Fieberhaft versucht die Gruppe dem Geheimnis der mörderischen Kamera auf den Grund zu gehen, bevor alle ihrem Fluch erliegen.

Joanne (Madelaine Petsch) und ihre beste Freundin Linda (Erika Prevost) durchstöbern neugierig eine längst vergessene Fotokiste.
Joanne (Madelaine Petsch) und ihre beste Freundin Linda (Erika Prevost) durchstöbern neugierig eine längst vergessene Fotokiste. © capelight pictures
Gleich zu Beginn findet sich der Zuschauer in einer Rückblende wieder, die als Einleitung eine gewisse Grundstimmung erzeugen will: Ein Gewitter, ein altes, gruseliges Haus und zwei kichernde Teenager, die mit einer Sofortbildkamera herum hantieren. Eines der beiden Mädchen lässt sich schließlich fotografieren, bevor sich ihre Freundin verabschiedet und nach Hause geht. Das andere bleibt mutterseelenallein zurück und ängstigt sich fast zu Tode. Zuckende Blitze, knarrende Bodendielen und ein beklemmendes Gefühl, dass mit der soeben benutzten Kamera etwas nicht stimmt. Was dann folgt erinnert stark an die Eröffnungsszene des 2004er Gruselschockers "The Grudge", wirkt aber eher wie ein Tribut anstatt eines Plagiats. Anschließend wird, nach einem Zeitsprung, die eigentliche Protagonistin Bird Fitcher vorgestellt. Kathryin Prescotts Darstellung der sensiblen und emotional distanzierten Einzelgängerin Bird macht sie auf Anhieb sympathisch und es fällt nicht schwer ihre Geschichte aufmerksam weiter verfolgen zu wollen, nachdem sie ohne Umschweife, aber plausibel erklärend, an die verfluchte Polaroidkamera gelangt. Die folgende Entwicklung einer Gruppendynamik aus den verschiedenen Charakteren, nach dem verbindenden Foto, gelingt meines Erachtens nach sehr gut, da nicht die typischen Klischees ausgereizt wurden und zudem jegliches Füllmaterial (aktuelle Gesprächsthemen, der Selfie-Wahn, Abgrenzung und Vorurteile) aus dem Leben gegriffen sind.

Bird (Kathryn Prescott) fühlt sich auf der Halloween-Party unwohl.
Bird (Kathryn Prescott) fühlt sich auf der Halloween-Party unwohl. © capelight pictures
Entgegen vieler Genrevertretern verliert Polaroid nicht an Stimmung, sobald das mordende CGI Phantom sich zeigt, da die Verantwortlichen ein Auge für Ästhetik dadurch bewiesen, dass sie nach dem Prinzip weniger ist manchmal mehr arbeiteten: Der Verzerrte Schatten, mehr Umriss als Gestalt mit schwarzen, leeren Augen passt sich gut der durch dezente Musikuntermalung und dunkle Farben erzeugten Atmosphäre an. Da hört es dann aber auch leider auf mit den Lobeshymnen, da dieses recht gelungene Mordswesen bedauerlicherweise kaum in Aktion zu sehen ist. Die Morde sind, bis auf wenige Ausnahmen, wenig originell und ein bisschen zu zahm für die eigentlich sehr grausame Rahmenhandlung, die nach hinten raus durchaus Potential für mehr geboten hätte. Anzurechnen ist dem Streifen allerdings noch, dass die Struktur des Storytellings gradlinig und konsequent gehalten wird und zudem noch mit einem unerwarteten Twist zu einem befriedigenden Ende kommt.

Sheriff Pembroke (Mitch Pileggi) zielt entschlossen auf den Angreifer.
Sheriff Pembroke (Mitch Pileggi) zielt entschlossen auf den Angreifer. © capelight pictures
Das Bild ist in lupenreinem 1080p (16:9) und macht einen Großteil der erzeugten Stimmung aus. Überwiegend ist das Setting in dunklen Farbtönen gehalten, die trotzdem nicht an Detailreichtum sparen, da die Lichtquellen perfekt positioniert wurden. Von Körnung oder anderen schmutzigen Elementen fehlt jede Spur.

Der Ton ist in zwei Audiospuren (deutsch, englisch) im DTS-HD 5.1 gegeben und bietet neben passend gewählten Sounduntermalungen stimmungsvolle Hintergrundmelodien. Einziger Kritikpunkt ist die Wahl, Jump-Scares mit Hilfe von Tonunterschieden herbeiführen zu wollen. Das funktioniert hier leider so gar nicht.

Extras bekommen wir außer einer Trailershow leider keine.


Fazit:
Leider ist "Polaroid" zwar nicht das, was er hätte sein können, aber dadurch, dass er gar nicht versucht mehr zu sein als was er ist, kommt kein schlechter Film dabei heraus. Im Gegenteil: Die Geschichte hält konstant ein Spannungsniveau, die Darsteller machen durch die Bank weg ihre Sache gut und auch die unheimliche, bedrohliche Grundstimmung sind deutliche Stärken, die verheerender Weise beim Zuschauer Erwartungen wecken, die dann aber nicht in vollem Umfang erfüllt werden. Mir persönlich hat der Film gut gefallen, aber ich hatte nach dem Abspann das Gefühl als hat irgendetwas gefehlt. Wer auf derartige Vertreter des Genres wie "Wish Upon", "Annabelle" oder "The Midnight Man" steht, sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren, aber hartgesottene Horrorfans werden sehr wahrscheinlich nicht ganz auf ihre Kosten kommen.

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by Christoph Berger
Bilder © Alive / capelight pictures




Polaroid - Du weißt nicht, was Du auslöst - Trailer