Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.02.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 300 min

Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Vor 10 Jahren setzte PLANET ERDE einen neuen Maßstab im Naturfilm. Das ultimative Porträt unserer Erde veränderte unsere Sichtweise auf die Welt, in der wir leben. Als erste Natur-Dokumentationsreihe in High Definition zog sie ein weltweites Publikum in ihren Bann und zeigte Facetten unseres Planeten, die man zuvor noch nie gesehen hatte.

Zehn Jahre später ermöglicht der Fortschritt in der Filmtechnik, die Natur aus völlig neuartigen Blickwinkeln zu erleben. Über die reine Beobachtung hinaus taucht der Zuschauer in die spektakulärsten Landschaften und Lebensräume ein und begibt sich auf Augenhöhe mit den dort angesiedelten Tieren. Von den höchsten Bergen zu den entlegensten Inseln, von den üppigsten Dschungelgebieten zu den unwirtlichsten Wüsten, ob faszinierende Naturspektakel oder innige Begegnungen in der Tierwelt.

PLANET ERDE II nimmt uns näher mit ran als jemals zuvor, fängt überraschende Verhaltensweisen und außergewöhnliche Orte ein, die vor zehn Jahren unerreichbar gewesen wären. Zusätzlich widmet sich die Serie einem neuen Lebensraum: Zum ersten Mal legt eine richtungsweisende Naturdokumentation ihr Augenmerk auf die Großstadt und die verblüffenden Überlebensstrategien von Tieren im Großstadtdschungel.

Neueste Techniken zur Kamera-Stabilisierung ermöglichen den Spuren der Tiere als unmittelbare Begleiter zu folgen. Drohnen schaffen neue Perspektiven aus der Luft. Und mit neuesten Schwachlichtkameras gelingt es, in der dunkelsten Nacht und im undurchdringlichsten Urwald zu filmen.

In faszinierendem 4K-Ultra-HD-Format gefilmt, spannend erzählt und von Oscargewinner Hans Zimmers kongenialem Soundtrack untermalt, verspricht PLANET ERDE II, wie auch schon sein Vorgänger, ein atemberaubender neuer Meilenstein der Naturdokumentation zu werden.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / polyband Medien
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
50 Minuten Making-of, ausführliches Begleit-Booklet

DVD und Blu-ray | Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten

Blu-ray
Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten
Blu-ray Start:
06.02.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 300 min.

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Blu-ray Kritik - Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 9/10


Drei Jahre Produktionszeit. 117 Reisen in 40 Länder. 2089 Drehtage. Einige Tierverhaltensweisen, die noch nie gefilmt wurden. 12 Millionen Zuschauer sahen die erste Episode in Großbritannien – die viertmeistgesehene Sendung des Jahres 2016. Diese Daten und Fakten belegen den hohen Aufwand, den BBC Earth für die neue Serie „Planet Erde 2 – Eine Erde, viele Welten“ betrieb. Diesen erkennt man auch an der Aufmachung der Blu-ray-Fassung. Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten SzenenbildDer schön anzusehende Schuber, die passende Bildauswahl auf dem Cover, der Rückseite und den Innenseiten, dazu ein informatives Booklet – schon deshalb lohnt sich der Kauf. Natürlich könnte man dagegen argumentieren, dass die Serie die letzten sechs Sonntage auf ZDF HD bei „Terra X“ lief und in der Mediathek noch bis zum 12. Februar abrufbar ist. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied. Die ZDF-Fassungen sind jeweils knapp sieben Minuten kürzer als die BBC-Schnittfassung, die nur in der Heimkinoversion enthalten ist. Deshalb ist der ganz oben auf dem Schuber stehende, nebensächlich wirkende Satz „Die komplette ungekürzte Serie“ von entscheidender Bedeutung. Wie schon in der Mediathek besitzt auch die Blu-ray-Version ein umfangreiches Bonusmaterial. Die handelsübliche Trailershow wird von „Extended“ Making-ofs –eines zu jeder Folge – abgerundet. Diese sind jeweils doppelt so lange wie die Blicke hinter die Kulissen in der Mediathek und haben eine Gesamtlänge von 55 Minuten, liefern einen guten Eindruck von der Arbeit der Filmemacher und werden von amüsantem britischem Humor unterstrichen.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob „Planet Erde II“ der großen Erwartungshaltung gerecht werden kann und als Nachfolger der legendären Reihe, die für das gesamte Genre neue Standards setzte, an dessen Qualität herankommt. Der Beginn ist vielversprechend: „Extreme Lebenswelten. Einzigartige Bewohner. Sie trotzen den Naturgewalten im nie enden wollenden Strom der Evolution. Seit Jahrmilliarden verändert sich das Gesicht des Planeten. Aus Ödnis erwächst das Wunder des Lebens. Immer wieder und fast überall. Nicht nur in Regenwäldern tummeln sich ungezählte Arten. Selbst eisige Höhen haben sie erobert. Tückische Gewässer und tödliche Wüsten. Eine Welt im Verborgenen. Die Welt der erfindungsreichen, schillernden, zähen und intelligenten Anpassungskünstler im täglichen Überlebenskampf.“

Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten Szenenbild Mit diesen Worten, unterlegt von erstklassig aufgenommenen Bildern, beginnt die erste Episode „Inseln“, die zugleich die beste Folge der gesamten Serie ist. Die Kernszene dieser Episode ist zweifellos der harte Überlebenskampf zwischen Meerechsen und Nattern. Als BBC Earth dieses erstmals gefilmte Phänomen als Video in den Sozialen Medien teilte, wurde es tausende Male weitergeleitet, mehrere Millionen Mal angeschaut und entwickelte sich schnell zum viralen Hit. Warum? Weil die Inszenierung so packend und intensiv ist, dass man wie gebannt vor dem Bildschirm sitzt. Dazu kommen meisterlich eingesetzte Kameraeinstellungen aus der Totalen und in Slow Motion, dann wieder kluge Umschnitte auf die Realgeschwindigkeit. Musikalisch untermalt werden diese dynamischen Jagdszenen von keinem geringeren als der deutschen Hollywoodlegende Hans Zimmer (Der König der Löwen, Inception, Fluch der Karibik). Der „Oscar“-Preisträger erweist sich als perfekte Besetzung und liefert einen grandiosen, epischen, erhabenen und eingängigen Score ab, mit dem er die jeweilige Wirkung der Bilder gezielt verstärkt. Und das nicht nur in dieser einen Sequenz, sondern über die kompletten sechs Episoden mit einer Gesamtlänge von knapp 300 Minuten.

Auch die gelungene deutsche Synchronisation trägt zur atmosphärischen Dichte der Serie bei. Der deutsche Sprecher Christian Schult, der sich von seinem Vater Rolf (lange Zeit Stammstimme von Robert Redford, Patrick Stewart, Anthony Hopkins und Donald Sutherland)stimmlich nur um Nuancen unterscheidet, liefert erstklassige Arbeit ab, betont gekonnt und drückt sich sprachlich gewählt und blumig aus. Einige Ausreißer in den boulevardesken oder vermenschlichenden Sprachbereich sind zu verzeihen, weil davon abgesehen der Großteil der Dialoge auf den Punkt genau ist, die richtige Mischung aus wissensvermittelnden Fakten und augenzwinkernden Pointen gefunden wird und auch die Sprache so gewählt ist, dass man automatisch aufmerksam zuhört.

Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten Szenenbild Doch zurück zu den Jungen der Leguanart und den Nattern. Die Babys schlüpfen wie Schildkröten aus Eiern, die im Sand vergraben sind. Sie müssen sich mühsam nach oben wühlen. Dort angekommen, warten hunderte Nattern auf die gerade erst geschlüpften, unerfahrenen Meerechsen und starten ihre Jagd aus allen Richtungen. Die Babys sind zwar schneller, doch auch die Nattern legen ein hohes Tempo an den Tag, verbiegen ihre Körper geschickt und lauern auch in den unübersichtlichen Felsnischen auf ihre Beute. Wegen der hohen Anzahl der Jäger schaffen es nur wenige Meerechsen, sich zu ihren erwachsenen Verwandten durchzuschlagen.
Es gibt in den folgenden Episoden noch unzählige weitere, überwältigende, begeisternde und faszinierende Aufnahmen von ausgehungerten Wüstenlöwen, die eine Giraffe jagen und attackieren, von einem eine Milliarde Tiere zählenden Heuschreckenschwarm biblischen Ausmaßes, von der Jagd eines Rotfuchses auf Steinbockkitze an einem steinigen und steilen Abhang und von wilden Tüpfelhyänen in der äthiopischen Stadt Harar, die sich von Menschen mit der Hand füttern lassen.
Die Komposition und die Ästhetik der Kameraführung machen „Planet Erde II“ in dieser Kategorie noch eine Klasse besser als den Vorgänger. Ob fantastische Panorama-Aufnahmen aus der Vogelperspektive, die dem Zuschauer einen Überblick über die vielfältige Natur verschaffen, Aufnahmen von Tieren aus nächster Nähe mit wunderschönen Landschaften wie gewaltigen, schneeverhangenen Bergmassiven im Hintergrund oder spektakuläre Aufnahmen der verschiedenen Naturgewalten – die Vielfältigkeit der Einstellungen ist herausragend.

Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten Szenenbild Es gibt allerdings einen zweiteiligen Kritikpunkt, der eine höhere Wertung verhindert. Zum einen werden viele Tiere gezeigt, die man schon unzählige Male in anderen Naturdokumentationen gesehen hat – ohne, dass man etwas Neues über sie erfährt, sodass diese Teilgeschichten vor allem für Einsteiger interessant sind. Es fällt auch auf, dass die einzelnen Storyelemente sehr knapp bemessen sind. Deshalb sind viele der bekannten Tiere, die hier gefilmt wurden, in anderen Dokumentationen schon deutlich detaillierter gezeigt worden. Gerade letzteres ist die größte Schwäche der Serie und der zweite Teil des Kritikpunktes: viele Sachen kommen (viel) zu kurz und werden nur angerissen, ehe der ambitionierte Schnitt zur nächsten Geschichte am anderen Ende der Welt überspringt und man an einigen Stellen mit einem Fragezeichen über dem Kopf auf der Couch sitzt und sich fragt, warum man sich nicht auf weniger Geschichten konzentriert hat, statt gezwungen wirkend so viele wie möglich in die 50 Minuten kurzen Episoden zu pressen. Das stört mit zunehmendem Verlauf immer mehr, speziell in den Episoden vier und fünf gibt es fast nur altbekannte Tiergeschichten. Fans von Naturdokumentationen werden zudem leicht enttäuscht sein, dass beispielsweise die Jagd eines Jaguars auf einen Kaiman – bereits in „Wildes Brasilien“ und „Die Jagd“ ausführlich zu sehen – mehrere Minuten gezeigt wird. Das ist besonders schade, weil es immer wieder Schnittbilder von seltenen Tieren gibt, die belegen, dass man dem Zuschauer auch andere, viel unbekanntere Arten hätte näherbringen können – wenn man das gewollt hätte. Es ist bedauerlich, dass viele Entscheidungen nur aus Popularitätsgründen getroffen wurden. So muss man festhalten, dass „Planet Erde II“ keineswegs einen ähnlich großen, revolutionären Wert für das Genre haben wird, wie noch der Vorgänger.
Eine weitere Auffälligkeit ist eine fehlende Tiefsee-Folge. Dabei ist gerade dieser Teil unserer Erde am wenigsten erforscht. Hier wäre die Wahrscheinlichkeit am größten gewesen, noch nie dagewesene Verhaltensweisen zu filmen und neue Tierarten zu entdecken. Diese Schwachpunkte fallen zwar ins Gewicht, bremsen den Fluss der Episoden aber nicht aus. Denn langweilig wird es aufgrund der oben erwähnten Stärken zu keiner Zeit. Im Gegenteil. Die Liebe der Filmemacher für ihr Projekt ist offensichtlich. Das sieht man schon innerhalb der einzelnen Folgen und auch im Bonusmaterial wird das ersichtlich. Hier wird aufgezeigt, unter welchen Extremsituationen gedreht wurde, wie viele Probleme es mit dem Wetter gab und wie lebensgefährlich einige Situationen waren. Planet Erde II: Eine Erde - viele Welten SzenenbildEtwa auf der abgelegenen Zavodovski-Insel, wo 1,5 Millionen Zügelpinguine ihre Kolonie auf einem aktiven Vulkan haben, die Stürme nicht mehr nachließen und die Crew zum Rückzug über ein Rettungsboot gezwungen wurde, das durch meterhohe Wellen und scharfe Felsklippen hindurchmanövrieren musste. Von den Klippen aus musste nicht nur das Team, sondern auch die hochwertige technische Ausrüstung ins Boot geseilt werden – was mehrere bange Stunden dauerte.

Die Bildqualität ist bis auf wenige Szenen, in denen es unübersehbar kriselt, klasse. Gestochen scharfe, kristallklare Aufnahmen sorgen für Begeisterung. Kein Wunder, wurde doch unter Verwendung der neuesten Filmtechnik komplett in 4K-UHD/HDR gefilmt – das erste Mal, dass eine BBC-Earth-Dokumentation gänzlich in diesem innovativen Format aufgenommen wurde. Auch der hervorragend abgemischte Ton im DTS-Master-HD-5.1-Format begeistert mit seinem klaren Klang und dem großen Detailreichtum. Hier haben die Macher geklotzt und nicht gekleckert – also anders, als man es schon bei vielen anderen Naturdokumentationen erlebt hat.


Fazit:
Erstklassige Naturdokumentation, die sich allerdings nicht entscheidend von den vielen anderen großartigen Genrevertretern abheben kann, weil sie zu wenige Neuerungen vorzuweisen hat. BBC Earth hat die Messlatte mittlerweile so hochgelegt und die Zuschauer derartig verwöhnt, dass „Planet Erde II“ insgesamt nicht so spektakulär erscheint, wie man es sich insgeheim erhofft hatte. Dennoch ist auch diese Serie herausragend. Sie bietet traumhaft schöne Aufnahmen auf höchstem technischen Niveau, wunderschöne Landschaften, einen erhabenen Score von Hans Zimmer, eine sehr gute deutsche Synchronisation und vermittelt viel interessantes Wissen über unseren Planeten. Die erweiterte Blu-ray-Fassung ist ein weiterer Kaufgrund. Stark!

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by Stefan Bröhl
Bilder ©
David Willis & polyband
Photograph by Tom Hugh - Jones Copyright BBC NHU 2016 & polyband
Photograph by Chadden Hunter Copyright BBC NHU 2106 & polyband
BBC 2016 & polyband
Into Nature Pictures & polyband




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