Pferde stehlen - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.03.2020
Digital VoD: 27.03.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 123 min

Pferde stehlen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Schönheit Norwegens kann manchmal schmerzen. Dabei sucht Trond nur die Einsamkeit, als er in das kleine Dorf im Wald zieht. In dieser Idylle erkennt er in seinem Nachbarn einen alten Bekannten aus Jugendtagen wieder. Plötzlich sind da all diese Erinnerungen an jenen Nachkriegssommer, als Trond 15 Jahre alt war und mit seinem Vater mehrere Wochen beim Holzfällen im Wald verbrachte. Ein Sommer, in dem er mit einem Freund Pferde stahl und die Liebe entdeckte. Der Sommer, in dem auch ein Kind starb, der Freund verschwand und Geheimnisse seines Vaters ans Licht kamen. Und der Sommer, in dem er seinen Vater das letzte Mal sehen sollte. "Erinnerungen, die das Bewusstsein fluten und den Schmerz bringen – doch als wie stark dieser empfunden wird, entscheidet man selbst."

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / MFA+cinema
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Norwegisch, Schwedisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Trailershow

Video on demand - Pferde stehlen

DVD und Blu-ray | Pferde stehlen

Blu-ray
Pferde stehlen Pferde stehlen
Blu-ray Start:
27.03.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 123 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Pferde stehlen Pferde stehlen
DVD Start:
27.03.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 118 min.

Blu-ray Kritik - Pferde stehlen

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


In seinem ruhig und sensibel inszenierten Drama „Pferde stehlen“ wagt Regisseur Hans Petter Moland die direkte Kehrtwende zu seinem kompetent inszenierten, aber letztlich völlig überflüssigen US-Remake zu seinem Erfolgsfilm „Einer nach dem anderen“. Die Adaption von Per Pettersons 2006 erschienenem Roman erzählt von dem einsamen Trond (Stellan Skarsgård), der sich nach einer persönlichen Tragödie in eine Waldhütte zurückgezogen hat und dort durch ein unerwartetes Wiedersehen mit seiner Vergangenheit konfrontiert sieht. Mittels zahlreicher Rückblenden in Tronds Jugend in den 1940er und 50er Jahren beleuchtet der Film verschiedene Schicksalsschläge in seinem persönlichen Umfeld und baut damit einen Bezug zur Gegenwart im Jahr 1999 auf.

Tobias Santelmann und Jon Ranes in Pferde Stehlen
Tobias Santelmann und Jon Ranes in Pferde Stehlen © MFA+cinema
„Pferde stehlen“ ist ein überaus naturgebundener Film, der mithilfe seines üppigen Settings, aber auch durch die ruhige und teils elliptische Erzählweise eine nahezu meditative und introspektive Stimmung aufbaut. Das ist auch durch die häufig verwendete Erzählstimme von Trond bedingt, dessen in der Filmgegenwart niedergeschlagenes, emotional unterdrücktes und passives Erscheinungsbild einen leider nur wenig interessanten Protagonisten hergibt.

Der Film setzt seinen Fokus auf den Sommer des Jahres 1948, als der 15-jährige Trond (Jon Ranes) seine Ferien mit seinem Vater (Tobias Santelmann) in einer einsamen Hütte verbringt. In dieser Idylle offenbaren sich immer wieder unterschwellige Spannungen zwischen den beiden, jedoch sind es vor allem Vorkommnisse in der Nachbarsfamilie um seinen Freund Jon (Sjur Vatne Brean), dessen Vater (Pål Sverre Hagen) und Mutter (Danica Curcic), die sich als besonders prägend erweisen.

Tobias Santelmann, Danica Curcic und Jon Ranes in Pferde Stehlen
Tobias Santelmann, Danica Curcic und Jon Ranes in Pferde Stehlen © MFA+cinema
„Pferde stehlend“ kommt durchaus bedeutungsschwer daher und weiß in seiner ersten Hälfte noch durch seine gewissermaßen geheimnisvolle Art subtil Aufmerksamkeit zu generieren. Doch nach und nach wird deutlich, dass sich nicht allzu viel narratives Fleisch hinter den Geheimnissen und Schicksalsschlägen von Tronds Jugend verbirgt, wodurch der Film in seiner zweiten Hälfte nur noch bedingt mitreißen kann. Zu distanziert, kalt, deprimierend und schließlich langatmig ist dieser ambitionierte, aber merkwürdig wenig pointierte Film, der den Zuschauer zudem ohne echte Katharsis entlässt.

Angesichts einer gewissen dramaturgischen Zahnlosigkeit helfen da auch die von Thomas Hardmeier und Rasmus Videbæk hübsch und evokativ eingefangenen Naturbilder, die oft auch mit dem gelungenen Sounddesign vermischte Musik von Kaspar Kaae und die gewohnt ansprechende Präsenz von Stellan Skarsgård nur wenig. „Pferde stehlen“ ist zweifelsohne ein stimmungsvoller Film, der über seine filmischen Mittel auch gelungen das Gefühl eines dauernden Erinnerungsflusses mit kleinen, aber bedeutungsvollen Gesten und Momenten vermittelt. Das ist letztlich aber leider doch zu wenig, um wirklich für bleibenden Eindruck zu sorgen.

Stellan Skarsgård in Pferde Stehlen
Stellan Skarsgård in Pferde Stehlen © MFA+cinema
Bild
Das Bild der Blu-ray überzeugt vor allem durch die schönen Naturaufnahmen, die durch eine natürliche Farbpalette überzeugend und üppig zur Geltung kommen. Die Gegenwartsszenen mit Stellan Skarsgård kommen ebenso natürlich, aber bedeutend dezenter und in bläuliche Töne tendierend zur Geltung. Schärfe- und Detaillevels sind überzeugend, ebenso auch die Kontraste sowie anständige Schwarzwerte.

Ton
Auch in akustischer Hinsicht weiß die Disc zu überzeugen. Hier kommt vor allem das feine Sounddesign zur Geltung, das sich wirkungsvoll mit zahlreichen präzise platzierten Umgebungseffekten auf die Surroundsprecher platzieren. Stimmen und Dialoge ertönen in beiden Sprachfassungen bestens verständlich.

Extras
Leider liegt der Blu-ray lediglich eine Trailershow bei.


Fazit:
„Pferde stehlen“ ist ein durchaus stimmungsvoller und sinnlich eingefangener Erinnerungsfluss in hübschen Bildern nordischer Natur, jedoch lässt Hans Petter Moland insgesamt zu kalt und distanziert, um wirklich über die gesamte Laufzeit die Aufmerksamkeit des Zuschauers hochzuhalten.


by Florian Hoffmann
Bilder © Alive / MFA+cinema




Pferde stehlen - Trailer