Peppermint - Angel of Vengeance - Blu-ray

Blu-ray Start: 12.04.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min

Peppermint - Angel of Vengeance Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach einem brutalen Überfall auf ihre Familie, bei dem ihr Mann und ihre Tochter ums Leben kommen, liegt Riley North (Jennifer Garner) im Koma. Aus diesem erwacht, muss sie feststellen, dass von Polizei und Justiz keinerlei Hilfe zu erwarten ist, sondern die Mörder stattdessen sogar gedeckt werden. Voller Wut, Schmerz und Verzweiflung beschließt Riley, die Gerechtigkeit in die eigene Hand zu nehmen. Fünf Jahre lang verschwindet sie von der Bildfläche und bereitet sich auf einen unaufhaltsamen Rachefeldzug vor – die einst gesetzestreue Bürgerin wird zur urbanen Guerillakämpferin, die im von Korruption und Kartell-Kriminalität zersetzten L.A. unerbittlich aufräumt. Unterwelt, Polizei und FBI ist sie immer einen Schritt voraus und serviert dabei ihre ganz persönliche Art der Vergeltung…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews mit Cast & Crew, Featurette: Justice, B-Roll

DVD und Blu-ray | Peppermint - Angel of Vengeance

Blu-ray
Peppermint - Angel of Vengeance Peppermint - Angel of Vengeance
Blu-ray Start:
12.04.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Peppermint - Angel of Vengeance Peppermint - Angel of Vengeance
DVD Start:
12.04.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

Blu-ray Kritik - Peppermint - Angel of Vengeance

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 6/10


Nach einem blutrünstigen Überfall von einem Drogenkartell auf ihren Mann Chris (Jeff Hephner) und ihrer Tochter Carly (Cailey Fleming) landet Riley North (Jennifer Garner) im Koma. Nachdem sie erwacht, stellt sie fest, dass die Polizei und die Justiz nichts dergleichen tut, um die Täter zu fassen, weshalb sie sich selbst auf den Weg macht die Mörder zu fassen und dabei das ganze Drogenkartell, in welches ihr Mann verwickelt war, auszulöschen.

Riley North (Jennifer Garner)
Riley North (Jennifer Garner) © Universum Film
Genau wonach „Peppermint: Angel of Vengeance“ klingt, das steckt auch drin. Es ist ein einfacher Rache-Thriller, bei der man permanent die Witwe Riley verfolgt, wie sie nach und nach das Drogenkartell erlegt. Dabei greift sie nach ihrem Koma auf eine Ausbildung zur Killerin zurück, welche sie zu einer gefährlichen Kampfmaschine macht. Bei ihrer Ausbildung verliert sie allerdings jegliche soziale kontakte und Empathie und setzt danach nur noch auf ein Ziel: Rache. Auf die Moralität von Selbstjustiz wird bei diesem Film jedoch nicht geachtet. Hauptsache man sieht, wie sich Riley durch alle möglichen Szenarien metzelt und dabei anscheinend überhaupt nichts einsteckt. Jegliche Angriffe ihrer Täter wehrt sie ab und das macht sie zu keiner nahbaren Charakterin. Obwohl in dem Anfang so viel Potenzial steckt, da sich der Film die Zeit lässt, die Protagonistin mit ihrer Familie und ihren kleinen privaten Problemchen zu etablieren und sie dadurch sehr authentisch wirkt, wird diese ganze aufgebaute Empathie im Laufe des Films weggeworfen. Sie schlachtet einfach nur und mit jedem weiteren Mord versteht man sie umso weniger.

Cop Moises (John Ortiz) versucht Riley North aufzuspüren
Cop Moises (John Ortiz) versucht Riley North aufzuspüren © Universum Film
Würde sich der Film lieber die Frage nach der Gerechtigkeit von Selbstjustiz stellen, dann hätte man weitere Facetten, allerdings verzichtet der Film lieber drauf und stellt die Polizei als korruptes Gegenstück von Riley und als gemeinsamer Verbündeter des Drogenkartells dar. Bis auf die flachgehaltene Charakterin der Detective Inman (Annie Ilonzeh) hinterfragt niemand die moralischen Leitlinien der Justiz und die Polizei wird als abgestumpfte Marionette des Staats gehandhabt. Würde man ein bisschen mehr auf diese Thematik eingehen und weg von dem blutigen Rachefeldzug gehen, dann würde sich ein interessanter Thriller entwickeln, aber leider bleibt uns das erspart. Insgesamt hat man das Gefühl, dass dieser Film seien möchte wie „John Wick“ oder „Atomic Blonde“, es aber nicht schafft und deshalb andere Facetten mitreinzubringen, wie zum Beispiel die Reaktionen auf Social Media, es aber überhaupt nicht ausarbeitet und nur beiläufig erwähnt.

Riley North (Jennifer Garner) nimmt die Gerechtigkeit in die eigene Hand
Riley North (Jennifer Garner) nimmt die Gerechtigkeit in die eigene Hand © Universum Film
Der Zuschauer darf während des 95-minütigen Abenteuers die Kampfkunst von Jennifer Garner verfolgen, welche schon in „Daredevil“ (2003) bewiesen hat, dass sie zuhauen kann. Sie schafft es sogar den emotionalen Wandel glaubhaft zu verkörpern, auch wenn ihre Beweggründe recht irrational erscheinen. Leider bekommen weder der Ober-Detective Moises Beltran (John Ortiz), noch der Leiter des Drogenkartells Diego Garcia (Juan Pablo Raba) Tiefe, weshalb sie auch mit keiner schauspielerischen Glänze im Film zu sehen sind. Letztendlich stellt sich aber die Frage, was will man von einem so derartigen Film erwarten? Der Regisseur Pierre Morel hat schon mit „Taken“ bewiesen, dass er es doch irgendwie schafft, Gewalt in einem gewissen Maße interessant darzustellen. Da halt alles andere an interessanter Geschichte drumherum verschwimmt, bleibt nur sie übrig und irgendwo liefert der Film unter diesem Merkmal schon ab.

In L.A.s Viertel Skid Row wird Riley North (Jennifer Garner) als Heldin verehrt
In L.A.s Viertel Skid Row wird Riley North (Jennifer Garner) als Heldin verehrt © Universum Film
Bild:
Da alle Rache-Thriller größtenteils bei Nacht spielen müssen, ist das Bild die meiste Zeit sehr dunkel. Die Blu-ray bietet intensive Schwarzwerte, welche einen starken Kontrast zu den übrigen Farben ergeben. Leider wird in den gewaltsamen Szenen sehr viel geschnitten, weshalb sich der Film nicht stark von ähnlich mittelmäßigen Thrillern abweicht. In den ruhigen Momenten hält David Lanzenberg mit seiner Kamera drauf und zeigt damit viel von Rileys Persönlichkeit. Da sich der Film allerdings kaum Zeit für diese nimmt, wird die Kameraarbeit zunichte gemacht und alle 2 Sekunden folgt ein Schnitt.

Ton:
Die DTS-HD 5.1 Audio bietet eine eher monotone auditive Gestaltung, da keine wirklichen Besonderheiten dabei sind. Bei wilden Schießereien verschwimmen alle Töne miteinander und es entsteht ein homogener Brei aus Schüssen und Explosionen, was eigentlich schade ist, da es ein Zeichen dafür ist, da sich dort keine Mühe gegeben wurde.

Extras:
In den Extras finden sich diverse Interviews der Darsteller und des Regisseurs, sowie Aufnahmen der Übungen für das Kampftraining und Trailer.


Fazit:
Wenn man einen einfachen Rache-Thriller erwartet, welcher eine schöne Unterhaltung für einen Sonntagnachmittag liefern soll, wird „Peppermint: Angel of Vengeance“ diese Erwartung erfüllen. Sollte man allerdings mehr Tiefgang erwarten, dann ist man hier absolut falsch, denn es werden nur stumpfe Schießereien geboten, wobei die Moral von Selbstjustiz überhaupt nicht hinterfragt wird.

by René Fischell
Bilder © Universum Film