Pay the Ghost - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Professor Mike Lawford (Nicolas Cage) hat wegen seiner Arbeit wenig Zeit für seine Familie. Trotzdem möchte er wenigstens sein Versprechen halten und mit seinem Sohn Charlie auf eine Halloweenparade gehen. Gerade noch amüsieren sich beide, im nächsten Augenblick ist Charlie plötzlich spurlos verschwunden. Ein Jahr später ist die Suche nach Charlie erfolglos geblieben, bis der von Schuldgefühlen zerfressene Mike von bedrohlichen, traumähnlichen Bildern heimgesucht wird: Er glaubt, dass Charlie irgendwie mit ihm Kontakt aufzunehmen versucht. Zusammen mit seiner von ihm entfremdeten Ehefrau Kristen (Sarah Wayne Callies) begibt sich Mike auf eine Suche, die ihn an seinem Verstand zweifeln lässt: Wurde Charlie von einem rachsüchtigen Geist verschleppt? Und es scheint nicht mehr viel Zeit zu bleiben, bis Charlie für immer verloren sein wird...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Pay the Ghost - Behind the Scenes, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Pay the Ghost

Blu-ray
Pay the Ghost Pay the Ghost
Blu-ray Start:
28.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
Pay the Ghost (Mediabook) Pay the Ghost (Mediabook)
Blu-ray Start:
28.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.
DVD
Pay the Ghost Pay the Ghost
DVD Start:
28.04.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

Blu-ray Kritik - Pay the Ghost

Blu-ray Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 4/10


Mitte der 2000er gab es einen Umbruch im Leben von Nicolas Cage, einem talentierten, aber auch teilweise schwierigen Schauspieler. Zu seiner großen Verwunderung musste er feststellen, dass auch Filmstars komischerweise Steuern zahlen müssen. Und in Folge dessen entschied er sich nur noch in zweitrangigen Filmproduktionen mitzuspielen, dafür aber in gefühlt vier bis fünf Stück pro Jahr. Und nun erscheint aus genau dieser Kategorie ein weiteres Projekt und scheint die traurige Entwicklung des Nic Cage fortzusetzen.

Pay the Ghost Szenenbild Literaturdozent Mike Lawford (Nicolas Cage) scheint den besten Tag seines Lebens zu haben. Erst bekommt er eine Professorenstelle und infolge derer hat er nun endlich wieder mehr Zeit für seinen Sohn Charlie (Jack Fulton) und seine Frau Kristen (Sarah Wayne Callies). Um dies zu feiern, besichtigt er mit seinem Sohn die diesjährige Halloweenparade. Doch bei ebendieser, verliert er seinen Sohn für wenige Sekunden aus den Augen. Aus den Sekunden werden Minuten. Aus den Minuten werden Stunden. Und Charlie bleibt verschwunden. Fast ein Jahr später hat sich die Situation für Mike nicht verbessert, sondern sogar noch verschlimmert. Er lebt von seiner Frau getrennt, seinen Job verfolgt er im besten Falle nur noch motivationslos und die Suche nach seinem Sohn scheint hoffnungslos. Aber er kann wieder Hoffnung fassen, als Charlie einige Tage vor Halloween scheinbar aus dem Jenseits versucht mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Regisseur Uli Edel (Der Baader Meinhof Komplex) versucht mit Pay the Ghost eine Mischung aus Drama, Thriller, Horror- und Mysteryfilm zu inszenieren, wobei er den Fokus deutlich auf die beiden Letzteren legt. Probleme mit dem Verlust eines Kindes sollen hier mit der spannenden Inszenierung eines Thrillers und den haarsträubenden Elementen des modernen Horrors verstrickt werden. Der Film soll fordern, aber auch unterhalten. Doch all dieser Ambitionen zum Trotz, gelingt dem Film keine dieser Aufgaben. Ein Horrorklischee, der letzten Jahre, jagt hier das Nächste. Gruselige Kinderzeichnungen, schlechte CGI-Kreaturen und natürlich Jumpscares sind alle im Film enthalten. Darüber hinaus ist die unlogische Story so langweilig und motivationslos erzählt, dass es schon an ein Wunder grenzt, dass im letzten Drittel dann doch so etwas, wie Spannung oder Geschwindigkeit aufkommt. Was aber wiederrum nicht passieren kann, ohne vorher die gesamte Exposition des Films in einen zweiminütigen Dialog zu quetschen. Pay the Ghost SzenenbildAlles in allem besitzt der gesamte Film den bitteren Beigeschmack von schlechter Regiearbeit.

Doch der Regisseur ist nicht der Einzige, dem die Probleme bekannt zu sein scheinen. Denn selbst der Cast scheint kein Interesse daran zu haben der Geschichte Tiefe und Glaubwürdigkeit zu schenken. Nicolas Cage's Schauspiel wirkt größtenteils gelangweilt, was insgesamt den Eindruck erweckt, als ob er das Ganze nur als weiteren Gehaltsscheck betrachten würde. Dennoch schafft er es durch diese fast passive Leistung die darstellerische Führung des Films zu übernehmen. Das wiederrum ist nicht verwunderlich, da die einzige andere Person, welche einen annähernd gleichwertigen Teil zur Geschichte beiträgt, dem nichts entgegen zusetzen hat. Sarah Wayne Callies, einigen wahrscheinlich bekannt als Lori aus der TV-Show "The Walking Dead", scheint einfach ihre Rolle aus der Erfolgsserie übernommen zu haben. Diese beiden Schauspieler versuchen dann den Zuschauer von einer Chemie zu überzeugen, die wahrscheinlich in der Handlung untergehen würde, wenn den eine solche überhaupt existent wäre. Folglich kann die Geschichte auch auf schauspielerischer Seite nicht punkten.

Selbst aus technischer Sicht kann der Film nicht überzeugen. Obwohl man den Kameramann von "Whiplash", Sharone Meir, zur Verfügung hatte, schafft es der Film weder echte Schauwerte zu erzeugen, noch welche einzufangen. Es geht sogar soweit, dass der Film bisweilen unscharf wirkt und Kontraste nicht scharf definiert werden. Diese fehlbare Qualität ist leider nicht nur auf das Bild begrenzt, so kommt es das auch die Tonspur nicht frei von Problemen ist. Zwar ist der Ton an sich klar und deutlich, doch zieht die deutsche Synchronisation den gewonnenen Eindruck wieder herunter. Wer dem Englischen mächtig ist, sollte ihn dann im Original zu sehen.

Pay the Ghost Szenenbild Ebenso inspirationslos wie der Rest der Disc präsentiert sich auch das Bonusmaterial, welches neben eher zweitrangigen Extras, wie Trailern und einer Bildergalerie, nur noch ein weiteres Feature enthält. In einem kleinen Making-of, berichten die Darsteller und die Produzenten über das weltbewegende Ereignis, das der Dreh von Pay the Ghost anscheinend war. Von gelangweilt bis überspitzt enthusiastisch saugen sich alle Beteiligten gute Aspekte des Films aus den Fingern und versuchen den Zuschauer von der Qualität des Films zu überzeugen.


Fazit:
Klischeehaft, vorhersehbar und einfach nicht spannend. Mit diesen Eigenschaften inszeniert der deutsche Regisseur Uli Edel eines seiner ersten internationalen Projekte. Ob ihm mit diesem Film der Sprunge nach Hollywood gelingt ist dabei äußerst fragwürdig. Pay the Ghost wird wahrscheinlich nur für all die funktionieren, die ihre Anforderungen an diesen Horror-Mystery-Thriller-Hybriden ganz weit herunterschrauben können oder für all die Leute, die in ihrem Leben noch nie einen Film gesehen haben.

by Marvin Schmidt
Bilder © KSM GmbH