Only God Forgives (uncut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.11.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

Die ungleichen Brüder Julian und Billy dealen mit Drogen im pulsierenden Rotlichtmilieu von Bangkok. Dreh- und Angelpunkt für ihre illegalen Geschäfte ist ihr Kickbox-Club. Der Kopf des Familienkartells ist ihre unnahbare und knallharte Mutter Crystal. Nach dem Mord an seinem Bruder gerät Julian in eine nicht enden wollende Spirale der Gewalt. Es geht um Rache und Schuld, um Liebe und Hass und um die ewige Suche nach Vergebung...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Only God Forgives (uncut)

Blu-ray
Only God Forgives (uncut) Only God Forgives (uncut)
Blu-ray Start:
18.11.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
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DVD
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DVD Start:
18.11.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik

Blu-ray Kritik - Only God Forgives (uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Kaum ein Film polarisierte das Cannes-Publikum so sehr wie Nicolas Winding Refns neuestes Werk „Only God Forgives“. Scheinbar selbstzweckhafte, überästhetisierte Gewalt und ein auf den ersten Blick substanzloses, jeglicher glaubhaften Figur entbehrendes Drehbuch, sorgten bei vielen Zuschauern für eine wütende Ablehnung des Filmes, die im krassen Gegensatz zur kollektiv euphorischen Reaktion auf sein Meisterwerk „Drive“ stand und in dieser Form keineswegs gerechtfertigt war. Denn „Only God Forgives“ gehört nicht nur zu den aufregendsten und visuell betörendsten Filmen des Kinojahres, sondern ist gleichzeitig auch der Film, der am häufigsten missverstanden wurde.

Erzählt wird die Geschichte der Brüder Julian (Ryan Gosling) und Billy (Tom Burke), die im Rotlichtviertel Bangkoks einen Kampfsport-Club betreiben, der ihnen auch als Handelszentrum für den Verkauf von Drogen dient. Als Billy eine 16 jährige Prostituierte brutal vergewaltigt und ermordet, setzt er damit einen Strudel der Gewalt in Gang, der auch vor Julian keinen Halt machen wird...

Das Bangkok, in dem „Only God Forgives“ spielt, ist ein hoffnungsloser, jeglicher Menschlichkeit beraubter Ort, in dem psychische und physische Gewalt an der Tagesordnung stehen. Die Figuren des Filmes gleichen daher konsequenterweise eher leeren Hüllen, als glaubhaften Charakteren und kommunizieren ausschließlich über Gewalt, was einen konventionellen Zugang zum Film logischerweise deutlich erschwert. Darüber hinaus beinhaltet der Film keinerlei positive Hauptfigur, mit der man sich guten Gewissens identifizieren könnte und entfaltet deshalb eine überaus verstörende Wirkung. Refn macht es dem Zuschauer eben wirklich nicht leicht. Er lässt seine lediglich schablonenhaft skizzierten Figuren wie in Zeitlupe durch die oftmals rot ausgestrahlten Sets wandeln und unterstreicht diese Behäbigkeit durch eine unglaublich entschleunigt wirkende Inszenierung. Jedes Bild des Filmes ist bis zum Bersten mit Symbolträchtigkeit aufgeladen, was zwar durchaus prätentiös wirkt, aber gleichzeitig eben auch eine unglaubliche Faszination auf den Zuschauer ausübt. Die Bilder erscheinen somit allesamt äußerst artifiziell und symbolisch überhöht, was bestens zu Refns spannendem Konzept passt. Er will gar keine Geschichte erzählen, viel größeres Interesse hat er an den Gefühlen, die er beim Publikum durch sein eigenwilliges Werk auslöst.

Ryan Gosling muss im Grunde nicht im herkömmlichen Sinne schauspielern, sondern schleicht die meiste Zeit über wie eine Statue und mit dem immer gleichen Gesichtsausdruck durch die Filmsets - er ordnet sich der eigenwilligen Inszenierung des Regisseurs vollkommen unter. So lässt er sich auch ohne weiteres von einer grandios aufspielenden Kristin Scott Thomas, in der Rolle von Julians Mutter Crystal, die Schau stehlen. Sie spielt die psychopathische Mutter als diabolische „Mum Fatale“, die selbst so etwas Banales wie das Rauchen einer Zigarette zu einer ungemein beeindruckenden Angelegenheit werden lässt. Wenn sie den Rauch aus ihren Lippen stößt, denkt man dabei unweigerlich an einen wütenden Drachen – grandios. Und auch Vithaya Pansringarm als Chang kann bleibende Akzente setzen und inszeniert sich selbst genüsslich als gottgleiches Wesen, dem alle anderen Figuren untergeordnet sind.
Die heftigen Gewaltausbrüche der Figuren lösen übrigens nicht selten ein flaues Gefühl im Magen aus und mir ist es daher völlig unverständlich wie ein solch expliziter Film bereits eine 16er Freigabe bekommen konnte. Refns deutlich harmloserer Film „Drive“ trägt immerhin das 18er Siegel.

Bild- und Tonqualität der Blu-ray können überzeugen und lassen den visuell ohnehin sehr beeindruckenden Film in seiner ganzen Brillanz erstrahlen. Extras gibt es bis auf den Trailer leider keine.

Fazit:
Nicolas Winding Refns blutiger Sinnesrausch gehört zu den bemerkenswertesten und besten Filmen des vergangenen Kinojahres! Bei dieser gelungenen Blu-ray Veröffentlichung kann man zudem nichts falsch machen.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Sunfilm Entertainment