Oculus - Blu-ray

Blu-ray Start: 05.12.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min

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Inhalt

Der junge Tim Russel wird des Mordes an seinen Eltern beschuldigt und verurteilt. Als er 10 Jahre später entlassen wird, ist seine Schwester Kaylie immer noch fest von seiner Unschuld überzeugt. Gemeinsam wollen Sie beweisen, dass der mysteriöse, antike Spiegel für den Tod der Eltern verantwortlich ist, denn in ihm lauert das Böse. Als sie die diabolische Macht des Spiegels herausfordern, beginnt der Alptraum ihrer Kindheit von Neuem…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / SquareOne Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making Of, Deleted Scenes, Original Kurzfilm, Audiokommentar von Mike Flanagan und Trevor Macy

DVD und Blu-ray | Oculus

Blu-ray
Oculus Oculus
Blu-ray Start:
05.12.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Oculus Oculus
DVD Start:
05.12.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 100 min.

Blu-ray Kritik - Oculus

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Bereits 2012 wurde Mike Flanagans Hollywood-Debüt „Oculus“ (OT: „Oculus“) innerhalb von 24 Tagen abgedreht. Doch nach der ersten Vorführung auf dem Toronto Film Festival im darauffolgenden Jahr dauerte es noch ein weiteres Jahr, bis sein Horror-Thriller einen länderübergreifenden Vetriebspartner fand. Nun erscheint „Oculus“ am 05. Dezember bei Universum auf DVD und Blu-ray.

Ein Umzug wird Familie Russel zum tödlichen Verhängnis: Nachdem Familienvater Alan (Rory Cochrane, „Argo“) für das neue Zuhause einen antiken Zimmerspiegel kauft, merken seine Kinder Kaylie (gespielt von Karen Gillan und Annalise Basso) und Tim (gespielt von Brenton Thwaites und Garrett Ryan) schnell, dass mit ihrem Vater etwas nicht stimmt. Nach einer mysteriösen Erkrankung ihrer Mutter Marie (Katee Sackhoff, „Riddick – Überleben ist seine Rache“) eskaliert die Situation, in deren Folge beide Elternteile ermordet werden. Die Polizei macht Tim verantwortlich. Zehn Jahre später verlässt dieser die Psychiatrie, nur um auf seine Schwester zu treffen, die auch eine Dekade nach dem Blutbad noch von Tims Unschuld überzeugt ist. Ihre Theorie: Der Spiegel hat ihn zu der Tat verleitet, was sie nun beweisen möchte, um den Namen ihrer Familie wieder reinzuwaschen.

Mike Flanagans erster Hollywoodstreifen basiert auf seinem Kurzfilm „Oculus: Chapter 3“, den er 2006 mit einer Crew von sechs Freunden verwirklichte. Das halbstündige Werk stieß schnell auf Anerkennung, woraufhin diverse Studios Flanagan Angebote machten. Doch dieser war strikt gegen eine Verfilmung im Found-Footage-Look, welchen ein Großteil der Studios verwenden wollte. Schließlich fand er den richtigen Partner, um seine Vision auch ohne Found-Footage zu verfilmen. Doch um aua dem halbstündigen Kurzfilm einen abendfüllenden Spielfilm zu konstruieren, musste sich die Crew etwas einfallen lassen. So kam die Idee, die beiden zeitversetzten Stories der Familie Russel zu vermischen. In der Folge gestaltet sich „Oculus“ als eine Mischung aus Gegenwartsfilm und Rückblicken. Gen Ende vermischen diese sich dermaßen, dass der Zuschauer selbst im Dunkeln tappt, auf welcher Zeitschiene sich der Horror-Thriller gerade befindet. Die Idee erweist sich als intelligenter Schachzug, der dem Film etwas mehr Tiefe verleiht. Auch wartet „Oculus“ in der zweiten Filmhälfte mit einigen guten Gänsehautmomenten auf, die auch ohne große Special Effects auskommen.

Jedoch klappt bei „Oculus“ nicht alles so einwandfrei: Mit fast zwei Stunden Laufzeit hat Flanagan seine Kurzfilmgrundlage viel zu sehr ausgereizt, sodass besonders zu Beginn des Film viele Längen entstehen, in denen der Zuschauer nicht so recht weiß, was er von „Oculus“ halten soll. Auch erweisen sich die beiden erwachsenen Hauptdarsteller - Brenton Thwaites und Karen Gillan - als Schuss in den Ofen. Besonders zu Beginn harmoniert das ungleiche Duo zu keiner Sekunde, was der Story einen Großteil ihrer Authentizität nimmt. Hier sind allerdings die beiden jüngeren Versionen der Protagonisten zu loben – Annalise Basso und Garrett Ryan. Diese machen ihre Arbeit mehr als gut.

Das Bild der Blu-ray liegt im Format 2,35:1 vor und kann über lange Strecken mit einem guten Schwarzwert sowie einem kräftigen Farbkontrast punkten. Lediglich ab und zu schleicht sich eine blasse Szene ein, die jedoch immer noch mit scharfen Konturen aufwarten kann. Standardmäßig verfügt die Disc über deutschen und englischen Ton, der im Format DTS HD-Master Audio 5.1 vorliegt. Hier sorgt die deutsche Synchronisation für Abstriche im sonst ordentlich vertonten Sound.
Die Extras von „Oculus“ umfassen ein rund zehnminütiges Making of des Films, sowie die Filmvorlage „Oculus: Chapter 3“ in seiner vollen Gänze. Zudem gibt es noch diverse gelöschte Szenen, sowie ein Audiokommentar des Regisseurs. Hier muss der Zuschauer allerdings auf deutsche oder englische Untertitel verzichten.

Fazit: Old-School-Horror, der Ähnlichkeit zu „The Apparition“ oder auch „Grave Encounters“ aufweist. Doch wird der Bogen durch die überlange Ausarbeitung der wenig erklärten Geschichte überspannt, was in Zusammenspiel mit einem schlechten Hauptcast nicht für erfreute Gemüter sorgt.

by Yannik Riedl
Bilder © Universum Film / SquareOne Entertainment