Nur ein kleiner Gefallen - Blu-ray

Blu-ray Start: 04.04.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 125 min

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Inhalt

Ist es wirklich Freundschaft, was die unscheinbare und mäßig erfolgreiche Mom-Bloggerin Stephanie (Anna Kendrick) und die extravagante Mode-PR-Chefin Emily (Blake Lively) miteinander verbindet oder kommt Emily die alleinerziehende Stephanie nur gelegen, wenn sich ihr übervoller Terminkalender mal wieder überschlägt? So auch, als Emily sie eines Tages bittet, ihren Sohn Nicky von der Schule abzuholen und Stephanie ihr diesen kleinen Gefallen sehr gerne tut. Doch nicht nur an diesem Abend wartet Stephanie vergeblich darauf, dass Emily ihren Sohn abholt – Emily bleibt auch die folgenden Tage und Wochen verschwunden… Stephanie kümmert sich ab sofort gemeinsam mit Emilys Mann Sean (Henry Golding) um Nicky. Doch: Was ist mit Emily passiert? Nichts scheint so zu sein, wie es ist...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.00:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Paul Feig, Anna Kendrick, Blake Lively, Jean Smart und Bashir Salahuddin; Featurettes: „Gravestone Martinis“, „Suburban Noir: der visuelle Stil von ‚Nur ein kleiner Gefallen‘“, „Tagebuch eines modebewussten Regisseurs“, „Dreiecksbeziehungen“, „Style by Paul“, „Dennis Nylon“, „Nur so ein kleines Playdate“, „Flash Mob: das Making Of“; Alternatives Ende; Geschnittene Szenen; Gag Reel; Trailer; Wendecover

DVD und Blu-ray | Nur ein kleiner Gefallen

Blu-ray
Nur ein kleiner Gefallen Nur ein kleiner Gefallen
Blu-ray Start:
04.04.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 125 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Nur ein kleiner Gefallen Nur ein kleiner Gefallen
DVD Start:
04.04.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.

Blu-ray Kritik - Nur ein kleiner Gefallen

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Ist es Freundschaft, was die Mom-Bloggerin Stephanie und die Mode-PR-Chefin Emily miteinander verbindet?
Als Emily Stephanie eines Tages bittet, ihren Sohn Nicky von der Schule abzuholen, tut letztere ihr diesen kleinen Gefallen sehr gern. Doch Stephanie wartet am Abend vergeblich darauf, dass Emily ihren Sohn abholt – so wie auch die folgenden Tage und Wochen. Was ist mit Emily passiert?

Wie schon lange nicht mehr, bin ich bei „Nur ein kleiner Gefallen“ sehr ahnungslos rangegangen. Ich kannte keinen Trailer, sondern nur kurze Bilderfolgen, bei denen ich nur eine extravagante Blake Lively („Gossip Girl“, „Für immer Adaline“) und eine eingeschüchterte Anna Kendrick („Pitch Perfect“-Trilogie, „The Accountant“) sah und wusste auch sonst nichts über den Inhalt.

Stephanie (Anna Kendrick, l.) und ihre Freundin Emily (Blake Lively, r.)
Stephanie (Anna Kendrick, l.) und ihre Freundin Emily (Blake Lively, r.) © Studiocanal Home Entertainment
Erst während des Vorspanns, bestehend aus einer leicht düstern wirkenden Komposition, kombiniert mit Farbüberschneidungen, die an einen klassischen Krimi erinnern, bekommt man eine leise Ahnung was für eine Art von Film man erwarten kann. Dazu noch die Feststellung, dass es sich hierbei um die Adaption einer Romanvorlage handelt (von Darcy Bell) und unter der Regie von Paul Feig („Spy – Susan Cooper Undercover“, „Ghostbusters“) inszeniert wurde. Meine Erwartung: Krimi mit komödiantischen Elementen, die hoffentlich eher der schwarzen als der plumpen Gattung sind. Und hier wird es interessant.

Wo „Nur ein kleiner Gefallen“ viele meiner Erwartungen erfüllt, da überrascht es auch zugleich, entweder mit einer Wendung oder überspitztem Schauspiel, welches aber nicht ins lächerliche abdriftet, was umso verblüffender ist, da Regisseur Paul Feig gewissermaßen nur bekannt für Komödien ist. Da verwundert es, dass der Film mich mehr an einen David Fincher (u.a. „Fight Club“, „Sieben“) Film erinnert, als an eine Komödie wie „Brautalarm“ oder „Taffe Mädels“. Das liegt auch vor allem an der instrumentalen Untermalung von Komponist Theodore Shapiro („Why Him“, „Verborgene Schönheit“), die den Film tonal wie Finchers „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ wirken lässt. Der Vergleich hinkt zwar zu weilen, da der Film inhaltlich viel mehr Satire als Thriller ist und so häufig „realitätsfremd“ ist. Aber dennoch wurde ich dasselbe unbehagliche Gefühl nicht los, dass ich bei dem Film mit Ben Affleck und Rosamund Pike hatte.

Stephanie (Anna Kendrick)
Stephanie (Anna Kendrick) © Studiocanal Home Entertainment
Man ist nämlich gedanklich ständig die Zusammenhänge am Kombinieren und versucht das Resultat zu erahnen, um dann doch zu merken, dass die Überlegungen, die man bis dahin angestellt hat, nicht ganz zusammenpassen. So bleibt er immer relativ undurchschaubar und hält den Spannungsbogen bis zu den ersten Auflösungen sehr gut aufrecht. Das liegt auch am konsequent aufspielenden Ensemble, angeführt von Anna Kendrick.

Die beiden Hauptfiguren könnten auch nicht unterschiedlicher sein: Emily (Blake Livley) ist sehr zynisch, progressiv und eine starke Persönlichkeit, die ihr Dasein mit Alkohol und Pharmazieprodukten zu betäuben versucht, während Stephanie (Anna Kendrick) als energiegeladene und alleinerziehende Vorzeigemutter ohne jegliche Probleme den Titel Little Miss Sunshine gewinnen könnte. Das ändert sich dann als der titelgebende kleine Gefallen ansteht und die Handlung ins Rollen gerät. Dabei ist es neben dem Ruhepol Henry Golding („Crazy Rich Asians“) vor allem den Damen der Schöpfung und speziell Anna Kendrick zu verdanken, die ihrer Rolle ein ganze Menge Facetten verabreicht und somit der teils überspitzten Handlung immer eine gewisse Erdung gibt. So wirken die Ideen und Ahnungen, die man für sich ermittelt, immer im Bereich des Möglichen und funktionieren ohne dabei die spezielle Tonlage des Films aus der Bahn zu werfen, da man die Figur der Stephanie soviel andeutet. Dadurch zerschmilzt auch zunehmend das Bild, dass man sich von ihrer Figur gemacht hat und das „Mauerblümchen“ hat mehr zu bieten als es der erste Eindruck erahnen lässt. Vermutlich die beste Leistung, die man bisher von Anna Kendrick zu sehen bekam, der man ihre Wandlung durch jede noch so kleine Mimik abkauft. Das kann zugegeben auch nur funktionieren, da ihr mit Blake Lively jemand gegenübersteht, die in ihrer Rolle ebenso gut wirkt. So ist Emily eine faszinierende wie bedrohliche Erscheinung, bei der die Entwicklung weniger zum Vorschein kommt, wie die Tiefe der Düsternis, die zu Tage tritt.

Emily (Blake Lively)
Emily (Blake Lively) © Studiocanal Home Entertainment
Bild:
Das Bild ist klar und scharf. Visuelle Effekte bleiben leider aus. So hätte ein gefiltertes und auf alt gemachtes Bild, wie man es zuletzt in „Aufbruch zum Mond“ sah, vermutlich noch ganz gut gepasst.

Ton:
Der Ton ist durchgängig ruhig gehalten und in den entscheidenden Momenten zur Stelle, wodurch das bereits erwähnte Unbehagen optimal vermittelt wird.

Extras:
Es befinden sich so einige Extras auf der Blu-ray, die zudem sehr umfangreich sind. So zum Beispiel ist das Extra „Gravestone Martini“ ca. 20 Minuten lang und zeigt viel vom Making Of und der Figurenentwicklung, sowie einige Screen Tests.
Hinzu kommen zehn weitere Extras, so dass man insgesamt auf eine Laufzeit 88 Minuten kommt.
Unter anderem gibt es ein Alternatives Ende, dass es glücklicherweise nicht in den finalen Film geschafft hat.


Fazit:
Garniert durch die Glanzleistungen von Anna Kendrick und Blake Lively, ist „Nur ein kleiner Gefallen“ ein überraschender und zumeist schwer vorauszusehender Thriller, den Regisseur und Comedy-Experte Paul Feig, weniger komisch, als mehr satirisch und gewitzt arrangierte.

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by Christian Willach
Bilder © Studiocanal Home Entertainment




Nur ein kleiner Gefallen - Trailer