No one lives - Keiner überlebt! - Blu-ray

Blu-ray Start: 02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min

No one lives - Keiner überlebt! Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eine brutale und kriminelle Highway-Gang nimmt ein junges Pärchen auf der Durchreise als Geiseln und versteckt sich mit ihnen in einem verlassenen Haus mitten im Nirgendwo. Nachdem das gefangene Mädchen getötet wurde, stellt sich jedoch heraus, dass ihr Freund Driver nicht ganz so hilflos ist, wie es zunächst den Anschein machte. Er überrascht die Gangster und dreht den Spieß um. Plötzlich steht die Gang einem überaus gründlichen Mörder gegenüber, der schon zuvor mehrmals dafür gesorgt hat, dass niemand überlebt...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | No one lives - Keiner überlebt!

Blu-ray
No one lives - Keiner überlebt! No one lives - Keiner überlebt!
Blu-ray Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.
DVD
No one lives - Keiner überlebt! No one lives - Keiner überlebt!
DVD Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 81 min.

Blu-ray Kritik - No one lives - Keiner überlebt!

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Es ist kaum zu glauben, aber niemand Geringeres als der inzwischen im Mainstreamkino etablierte und zum Star gewordene Bradley Cooper spielte anno 2008 die Hauptrolle in Ryûhei Kitamuras ultrabrutaler Verfilmung von Clive Barkers Novelle „The Midnight Meat Train“. Hierzulande genießt der Film in Insiderkreisen zwar Kultstatus, blieb aber der breiten Masse aufgrund seiner Indizierung bisher weitestgehend unbekannt. Nun folgt mit „No one lives“ die zweite US-Arbeit des japanischen Regisseurs Ryûhei Kitamura und dieser scheint, zumindest was die Regeln der Massenkompatibilität angeht, absolut nichts dazu gelernt zu haben. Zum Glück! Denn „No one lives“ kann gerade aufgrund seiner überzogenen Gewaltexzesse bleibende Akzente setzen und macht wegen seiner geradlinigen, schnörkellosen Erzählweise enorm viel Spaß. Verfeinert wird der Film zudem von einem diabolischen Luke Evans und einer zitatreichen Inszenierung.

Eine Bande skrupelloser Verbrecher entführt ein durchs Land reisendes Liebespaar. Die Lage von Betty (Laura Ramsey) und ihrem Freund (Luke Evans) scheint aussichtslos zu sein, da eine Flucht ein nahezu unmögliches Unterfangen darstellt. Allerdings ändert sich die Situation völlig, als einer der Gangster den Wagen der beiden näher inspiziert und eine gefesselte junge Frau im Kofferraum entdeckt. Es handelt sich um die Millionärstochter Emma (Adelaine Clemens), die eine riesige Lösegeldsumme einbringen könnte. Doch gerade als die Gangster ihr Glück kaum fassen können, entpuppen sich Betty und ihr Freund als eiskalte Killer…

Die Geschichte kommt ungemein simpel daher, kann aber aufgrund dieser Einfachheit einen unglaublich intensiven Filmfluss entwickeln und langweilt den Zuschauer deshalb zu keiner einzigen Sekunde. Kitamura macht im Grunde da weiter, wo er mit seinem Fleischzug vor einigen Jahren aufgehört hatte und etabliert gleich von Beginn an eine düstere Atmosphäre.
Obwohl es sich um einen harten Genrefilm handelt, wird man anfangs von der Intensität einiger Szenen überrascht sein, da Bildsprache, Inhalt und schauspielerische Darstellung unglaublich gut zusammenarbeiten und ein sehr intensives Gesamtbild erzeugen. Trotzdem überwiegt größtenteils der Spaß, weil Ryûhei Kitamura einen ungemein subtilen, rabenschwarzen Metahumor zelebriert, der sich teils durch die Dialoge, aber auch durch nette Filmzitate generiert. So schlüpft der namenlose Killer (Luke Evans) einmal beispielsweise in bester Hannibal Lecter Tradition in die Leiche von einem der Gangster und hat ständig einen zynischen Spruch auf den Lippen (Persönliches Highlight: Die Szene, in der er einen Gangster über einen Häcksler hängt und ein wenig mit diesem plaudert!).
Luke Evans („Die drei Musketiere“, „Der Hobbit – Smaugs Einöde“) ist eigentlich nicht der Schauspieler, dem man eine solch eindringliche Performance in einem beinharten Genrefilm zugetraut hätte. Doch Evans kann alle in ihn gesetzten Erwartungen sogar noch spielend leicht überbieten und meistert die schwierige Rolle mit Bravour. Auch wenn sein Charakter sich nur sehr selten zum Reden animieren lässt, ist es seine zwischen düsterem Ernst und humorigen Onelinern pendelnde Darstellung, die „No one lives“ endgültig zu einem empfehlenswerten Filmvergnügen macht. Im ersten Filmdrittel spielt er den Psychopathen noch angenehm zurückhaltend, wenn auch durchaus schon bedrohlich und fügt dem Charakter mit jeder vergehenden Filmminute ein bisschen mehr Abgründigkeit hinzu. Hier herrscht eindeutig Kultpotential, weshalb eine Fortsetzung schon so gut wie beschlossene Sache ist. Abgerundet wird der Thriller zudem durch ein grandioses Finale, das gleichsam fies und stilsicher daher kommt und den Zuschauer mit einem überaus positiven letzten Eindruck zurücklässt.

Auf der technischen Ebene kann die Blu-ray glücklicherweise ebenso überzeugen und lässt die ständigen Blutfontänen in ansprechender Schärfe auf dem Fernsehbildschirm erstrahlen. Die Tonqualität hinterlässt ebenfalls einen soliden Eindruck und für alle Interessierten haben es auch einige (zugegebenermaßen sehr kurze) Interviews mit auf die Disc geschafft.

Achtung: Die FSK 18 Fassung ist scheinbar um 1,5 Minuten gekürzt worden, was für Genrefans sicherlich sehr ärgerlich ist. Alle anderen können aber dennoch ruhig zu dieser Version greifen, da die Schnitte so gesetzt sind, dass man nicht allzu viel von ihnen bemerkt und der Filmfluss somit nicht gestört wird. Außerdem ist der Film auch in der FSK 18 Version recht freizügig geraten, weshalb man die 90 fehlenden Sekunden durchaus verschmerzen kann. Puristen empfehle ich jedoch alternativ das österreichische Uncut-Mediabook .

Fazit:
Mit „No one lives“ bietet Ryûhei Kitamura ungemein intensives Spannungskino, das trotz seiner abgründigen Brutalität stets von einem schwarzhumorigen Unterbau begleitet wird. Trotz simpler Grundprämisse und geradliniger Erzählung ist der Film daher überraschend intelligent und konsequent geraten.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Sunfilm Entertainment