No Way Out - Gegen die Flammen - Blu-ray

Blu-ray Start: 11.10.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min

No Way Out - Gegen die Flammen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eric Marsh (Josh Brolin) ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele und bildet sein 19-köpfiges Team (u.a. Taylor Kitsch) gerade zur renommierten Hotshot-Crew aus. Diese Elite-Einheit macht sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hände schmutzig und kämpft an vorderster Front gegen das Feuer. Als sich der mit Drogenproblemen kämpfende Brandon „Donut“ McDonough (Miles Teller) bei Marshs Einheit bewirbt, gibt dieser ihm eine Chance. McDonough wird schnell ein unverzichtbares Mitglied der eingeschworenen Truppe. Mit der Unterstützung des Chefs der örtlichen Feuerwache, Duane Steinbrink (Jeff Bridges), und hartem Training, schafft es das Team um den erfahrenen Marsh zur offiziellen Hotshot-Crew zu avancieren und bekämpft fortan Waldbrände in der ganzen Region – bis es zu jenen tragischen Ereignissen kommt, die alles für immer verändern...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of; Featurettes „Den Helden zu Ehren: Die wahren Geschichten“, „Das Team“, „Boot Camp: Ausbildung zum Hotshot“; Geschnittene Szenen; Audiokommentar von Josh Brolin und Regisseur Joseph Kosinski u.v.m.

DVD und Blu-ray | No Way Out - Gegen die Flammen

Blu-ray
No Way Out - Gegen die Flammen No Way Out - Gegen die Flammen
Blu-ray Start:
11.10.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
11.10.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.
DVD
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DVD Start:
11.10.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.

Blu-ray Kritik - No Way Out - Gegen die Flammen

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


No Way Out – Gegen die Flammen war an den Kinokassen sowohl in den USA als auch weltweit leider ein Flop und konnte nicht mal sein Budget einspielen (Einspielergebnis ca. 26 Millionen Dollar). Dabei war das Budget für solch einen hochqualitativen und technisch anspruchsvollen Film sogar recht gering gewesen (38 Millionen US-Dollar). Der Streifen, dessen Originaltitel „Only The Brave“ lautet, ist ein Katastrophenfilm, der viele Drama-Elemente besitzt und die Balance zwischen authentischer und bodenständiger Action und dramatischen und ruhigen Momenten über die 134 Minuten Lauflänge durchgehend schafft. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte der Granite Mountain Hotshot Crew, einer Elite-Feuerwehreinheit in Arizona. Die Erzählspanne erstreckt sich über knapp 1,5 Jahren und fokussiert sich im letzten Drittel auf den „Yarnell Hill“-Waldbrand aus dem Jahr 2013. Hier werden Helden bei ihrer Arbeit gezeigt, ohne dass der Film sich in Pathos suhlt. Auch Patriotismus spielt hier eigentlich keine Rolle. Beides sind sehr untypisch für einen Hollywood-Film, der eine wahre Heldengeschichte zum Gegenstand hat. Vor allem legt der Film sehr viel Wert auf die Dynamik und das Zwischenmenschliche in der Feuerwehreinheit. Er geht daher viel auf die Charaktere ein und möchte den Zuschauer nicht alle 5 Minuten mit Waldbrand-Szenen konfrontieren. Denn teilweise sind diese in diesem Film gar nicht so actionreich und das ist auch gut so. Man bekommt einen sehr authentischen Blick in die Arbeit von Feuerwehrmännern, die Waldbrände bekämpfen müssen.

Josh Brolin and Miles Teller in No Way Out - Gegen die Flammen
Josh Brolin and Miles Teller in No Way Out - Gegen die Flammen © Studiocanal Home Entertainment
Jene Waldbrände sind technisch hervorragend in Szene gesetzt. Überwiegend ist hier echtes Feuer zu sehen, aber auch die Szenen mit CGI-Feuer sind sehr solide und insgesamt gelungen. Vor allem vor dem Hintergrund des recht geringen Budgets, ist der Film extrem effizient produziert und inszeniert worden. Der Film hat dazu noch einen wirklich starken Cast. Josh Brolin ist auf einem unaufhaltsamen Höhenflug. Deadpool 2, Avengers: Infinity War, Sicario 2 und nun No Way Out und das alles in weniger als 12 Monaten. Das ist eine beachtliche Ansammlung an starken Filmen und sehr guten schauspielerischen Leistungen. Hier spielt er die Rolle, wie auch alle anderen Figuren der Feuerwehreinheit, mit sehr viel Demut. Es geht hier vielmehr um ein respektvolles Porträt der wahren Feuerwehrmänner dieser besonderen Einheit. Hier spielt sich keiner in den Vordergrund. Weder die Figuren im Film noch die Schauspieler mit ihrem Schauspiel. Somit wird der Team-Zusammenhalt sehr subtil auch durch die Darstellerleistungen transportiert. Miles Teller überzeugt als ehemaliger Drogen-Junkie, der sich mit diesem Job wieder in ein normales Leben zurückkämpfen möchte. Taylor Kitsch spielt zunächst eine klassische Taylor Kitsch-Figur. Unsympathische Figuren liegen ihm wohl. Doch auch hier ist die Wandlung über die zwei Stunden Lauflänge von ihm glaubwürdig dargestellt. Jennifer Connelly verkörpert die Frau von Josh Brolins Figur, welcher der Leiter der Einheit ist. Sie glänzt ebenfalls in diesem Ensemble, auch wenn sie es mit der Emotionalität zum Ende hin leicht übertreibt. Dennoch macht sie einen hervorragenden Job als starke Ehefrau, die ihren Mann den Rücken stärkt und dennoch in Sorge ist bei seinen Einsätzen und teilweise mit zunehmender Unzufriedenheit mit ihrer Ehe zu kämpfen hat. Jeff Bridges braucht hier auch nur einen Cowboy-Hut und man ist schon hin und weg von seiner lockeren und coolen Art. Es ist keine weltbewegende Leistung, dennoch liefert er souverän ab.

No Way Out - Gegen die Flammen: Hubscharuber bekämpfen den Waldbrand
No Way Out - Gegen die Flammen: Hubscharuber bekämpfen den Waldbrand © Studiocanal Home Entertainment
Wie schon angedeutet, legt der Film sehr viel Wert auf das Zwischenmenschliche und die Entwicklungen der Beziehungen unter den Einsatzkräften. Dabei wächst der Kollegenzusammenhalt über die lange Zeitspanne und dies zeigt der Film ohne jeglichen Kitsch oder konstruierte Handlungsstränge. Das Wort Einheit bekommt bei dieser Eliteeinheit eine ganz besondere Bedeutung. Dem Film liegt auch viel dran, die Feuerwehrmänner nicht als fehlerlose Menschen darzustellen, die ein perfektes Leben haben und die wunderbaren Familienväter sind. Regisseur Kosinski zeigt die Figuren allesamt sehr menschlich und lebensnah mit Ecken und Kanten. Außerdem ist der Film sehr informativ und interessant erzählt. So bekommt einen guten Eindruck davon, was es heißt, einen Waldbrand am Boden zu bekämpfen. Hier geht der Film sehr realistisch und nüchtern voran. Dabei wird einem klar, dass die Feuerwehrmänner in der Tat das Feuer mit den einfachsten Mitteln wie Sägen und Schaufeln besiegen. Sie bekämpfen zudem das Feuer mit Feuer auf einer äußerst interessanten Art und Weise. Letztlich bekommt man von diesem speziellen Beruf, der sich von der städtischen Feuerwehr sehr unterscheidet, einen guten und vor allem intensiven Einblick.

Jennifer Connelly in No Way Out - Gegen die Flammen
Jennifer Connelly in No Way Out - Gegen die Flammen © Studiocanal Home Entertainment
Der Film besticht durch seine starke Bildqualität. Hier sind die warmen Farben aus der Landschaft Arizonas schön kräftig zu sehen. Zudem gibt es eine beeindruckende Schärfe, die Staub, Rauch, Feuer, Schweißperlen sowie die Natur im Allgemeinen wunderbar auf dem Fernseher präsentiert.
Auch die Tonqualität ist lobenswert. Zwar ist der Sound etwas zu leise geraten. Dennoch passt hier die Tonmischung. Der Sound des Feuers, der Krach und der Knall im Film werden knackig wiedergegeben und auch die Dialoge sind durchweg verständlich.
Den Film gibt es ebenfalls mit einem Audiokommentar von Hauptdarsteller Josh Brolin und Regisseur Joseph Kosinski zu sehen. Darüber hinaus gibt es bei den Extras einen Blick auf die echten Figuren im wahren Leben, um sie nochmals zu ehren sowie ein Featurette über die Charaktere im Film. Es werden neben dem Cast und der Crew ebenfalls die echten Personen in den Interviews zu Wort kommen. In einem weiteren Featurette beleuchtet man die Arbeit der Hotshots und deren Ausbildung. Dabei wird auch auf die Dreharbeiten eingegangen und ein Blick hinter den Kulissen geworfen. Zudem erzählen die Darsteller über ihre Erfahrungen bei den Drehs. U. a. gibt es das Video zu dem Titelsong „Hold the Light“ sowie das Making-of dazu. Letzteres hat eine wirklich unterdurchschnittliche Bildqualität mit extrem viel Filmkorn. Dennoch ist das Lied selbst ein schöner und vor allem passender Filmsong. Entfernte Szenen, der Trailer zum Film sowie eine Trailershow sind ebenfalls Teil der Extras, die insgesamt ein solides Bonusmaterial sind.


Fazit:
Klasse Darsteller, spannende und bodenständige Erzählweise mit einer starken dramatischen Fallhöhe und eine souveräne technische Inszenierung – all das bietet No Way Out auf einem sehr hohen Niveau.

by Morteza Wakilian
Bilder © Studiocanal Home Entertainment