Naked Fear 2 (Uncut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 01.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min

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Inhalt

Valora ist eine hübsche junge Frau, die glaubt in Ridley endlich den Mann für’s Leben gefunden zu haben. Beim ersten Date erweisst er sich noch als gutaussehender, freundlicher und höf- licher junger Mann. Doch dann kommt seine dunkle Seite zum Vorschein: Ridley ist ein eiskalter Psychopath. Er entführt Valora in eine Behausung in der Wüste. Dort stellt er Sie vor die Wahl bei ihm zu bleiben oder wie ein Tier gejagt zu werden! Als ihr klar wird, dass sie nichts mehr zu verlieren hat, dreht sie den Spieß um und schlägt zurück.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment

DVD und Blu-ray | Naked Fear 2 (Uncut)

Blu-ray
Naked Fear 2 (Uncut) Naked Fear 2 (Uncut)
Blu-ray Start:
01.08.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.

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DVD
Naked Fear 2 Naked Fear 2
DVD Start:
09.07.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

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Blu-ray Kritik - Naked Fear 2 (Uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 2/10


Nach dem durchaus spannenden, wenn auch billig produzierten Terrorfilm „Naked Fear“ von Thom Eberhardt, folgte eine Fortsetzung, die mit dem Originalfilm im Grunde außer dem Titel nichts mehr gemein hat. Jon Bonell liefert mit „Naked Fear 2“ weder Spannung noch Terror noch Härte, was den Film letztlich ziemlich entbehrlich macht.

Beim ersten Date wirkt Ridley wie der wahr gewordenen Frauentraum schlechthin: Eloquent, charmant und gut aussehend. Doch sehr schnell muss die junge Frau Valora feststellen, dass hinter der Fassade des sympathischen Mannes ein eiskalter Psychopath lauert und nur darauf wartet, mit ihr sein perfides Spiel zu spielen. Valora wird von ihm brutal entführt und zu seiner abgelegenen Ranch mitten in der Wüste transportiert. Ridley eröffnet ihr zwei mögliche Optionen: Entweder wird sie ihm als Sex-Sklavin dienen oder sie könnte sich für die Flucht entscheiden, auf die er jedoch mit tödlicher Entschlossenheit reagieren würde. Valora entscheidet sich für Letzteres und nimmt den Kampf mit der einsamen Wüste und ihrem psychopathischen Datingpartner auf...

Einer der größten Fehler dieser Fortsetzung ist die Entscheidung, den Handlungsraum zu minimieren und die großräumige Wildnis des Originals durch den Mikrokosmos einer Ranch zu ersetzen. Zu einer spannenden Jagd kann es so von vornherein leider nicht wirklich kommen, da sich kaum geographische Möglichkeiten dazu bieten. Dennoch könnte man natürlich auch innerhalb von Ridleys Behausung ein perfides Spiel inszenieren, das hat der erste Saw Film damals ja eindrucksvoll bewiesen. Doch auch dazu hat der Ideenreichtum der Macher nicht gereicht, weshalb die Geschichte die meiste Zeit ereignis- und spannungslos vor sich hin dümpelt. So wird die bedrückende Stimmung, die der Vorgänger noch ansatzweise zu bieten hatte, im Sequel leider nie erreicht. Die Entscheidung, Teile des Filmes aus dem Off von Ridley als Sprecher begleiten zu lassen, erweist sich außerdem als zusätzlicher Spannungskiller, da man eigentlich keinerlei Interesse an seinen dümmlichen Gedanken hat.

Die Hauptdarstellerin Kathleen Benner macht ihre Sache relativ ordentlich und spielt Valoras Verzweiflung einigermaßen überzeugend. Doch leider ist das Drehbuch so bescheuert geschrieben und dermaßen überkonstruiert, dass sie trotz solider Schauspielerei keinerlei Chance hat, gegen die dämlichen Dialoge anzukommen. Valoras Gegenpart, Ridley, kann leider weitaus weniger überzeugen, da James Ray es nie schafft, der Figur eine wirklich bedrohliche Präsenz zu verleihen und viel zu oft Psychopathenklischees bemüht werden. Ridley ist eher ein infantiler Volltrottel als ein glaubhafter Antagonist und sorgt teilweise für jede Menge unfreiwillige Komik (z.b. wenn er im Auto samt Rockmusik durch die Gegend braust und sich wie der größte Idiot verhält). Die Figur ist leider ebenso ideenlos wie langweilig angelegt und gespielt, was der Spannung des Filmes sehr schadet. Auch Valoras Opa ist eine unglaublich unnötige Figur, die zwanghaft in den Film integriert wurde und mit ihrem Cowboyhut ebenfalls nicht sonderlich glaubhaft oder intelligent erscheint. Die eingestreuten Rückblenden, die sein anscheinend vor allem militärisch geprägtes Verhältnis zu seiner Enkeltochter zum Thema haben, sorgen sogar für einige Lacher. Auch sein zufälliges Auftauchen auf der Ranch von Valoras Peiniger ist wenig plausibel und schlicht und einfach bescheuert inszeniert.
Das Finale ist dann dermaßen mies geschrieben und inszeniert, dass der sowieso schon negative Eindruck zusätzlich verstärkt wird.

Die Blu-ray hat eine allenfalls durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Außerdem scheinen bei der Synchronisation leider keine sonderlich begabten Sprecher im Studio gestanden zu haben. Desinteressiert und emotionslos tragen sie ihren Text vor und erzeugen stellenweise gar unfreiwillige Komik. Und manchmal wirken die Bilder des Films als würden sie aus einer Amateurproduktion stammen, was ebenfalls sehr schade ist. Extras gibt es leider keine, aber das Menü der Disc funktionierte bei meinem Rezensionsexemplar ohnehin nicht richtig. Obwohl ein Hintergrundfilm vorhanden war, wurden in meiner Version keine Auswahloptionen angezeigt… Das Cover der Blu-ray hat übrigens nichts mit dem eigentlichen Film zu tun, nackte Frauen sollte also niemand erwarten, der sich die Disc zulegt. Während im ersten Teil die Nacktheit noch integraler Bestandteil der Geschichte war, bleibt die Darstellerin in Teil 2 brav angezogen. In Anbetracht der miesen Inszenierung wäre die Nacktheit aber sowieso nur zum Selbstzweck und zum Opfer einer voyeuristischen Kamera geworden, von daher ist ihr Wegfallen wenig bedauerlich. Kundenverarsche sollte man der Blu-ray aber trotzdem attestieren.

Fazit: Jon Bonells Fortsetzung des „Rape and Revenge“ B-Movies „Naked Fear“ ist in nahezu jeder Hinsicht schlechter als der sowieso nicht übermäßig gute Vorgänger und kann daher nicht wirklich empfohlen werden. Wem Filme dieses Genres gefallen, der sollte sich lieber mit dem ersten Teil begnügen, mehr als ein billiger Abklatsch mit dämlichem Bösewicht und kruder Story ist „Naked Fear 2“ nämlich nicht geworden.

by Jonas Hoppe
Bilder © Sunfilm Entertainment