My Old Lady - Blu-ray

Blu-ray Start: 05.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min

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Inhalt

Mathias (Kevin Kline), ein gleichermaßen glück- wie erfolgsloser New Yorker, hat von seinem Vater ein wunderschönes Appartement im Herzen von Paris geerbt. Mit dem Vorhaben, die Wohnung schnellstmöglich zu verkaufen und das langersehnte Geld einzukassieren, reist er in die Stadt der Liebe. Dort angekommen ist die Überraschung groß, als er Mathilde (Maggie Smith), eine kultivierte Engländerin in ihren Neunzigern, nebst ihrer Tochter Chloé (Kristin Scott Thomas), in "seiner" Wohnung vorfindet. Er muss erfahren, dass Mathilde dort nicht nur lebenslanges Wohnrecht genießt, sondern außerdem eine vertraglich festgelegte monatliche Rente bekommt - für die er künftig aufzukommen hat. Mathias, der nicht mal mehr das Geld für einen Rückflug nach NY hat, ist also Besitzer einer unverkäuflichen Wohnung und hat noch mehr Schulden als zuvor. Die Situation wird noch komplizierter, als sich herausstellt, dass die Beziehung zwischen Mathias Vater Max und Mathilde nicht rein geschäftlicher Natur war, und er das Appartement auch nicht rein zufällig geerbt hat...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD

Video on demand - My Old Lady

DVD und Blu-ray | My Old Lady

Blu-ray
My Old Lady My Old Lady
Blu-ray Start:
05.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
My Old Lady My Old Lady
DVD Start:
05.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

Blu-ray Kritik - My Old Lady

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 8/10


Die Komödie ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Israel Horovitz, der in seiner Karriere gut 40 Broadway-Stücke schrieb und umsetzte. „My Old Lady“ wurde innerhalb von 24 Tagen im Herbst 2013 in Paris gedreht und beruht auf einem von Horovitz inszenierten Theaterstück, welches im Oktober 2002 seine Premiere in New York feierte. Auch in Deutschland war das Stück beliebt. So war die Filmumsetzung nur eine Frag der Zeit. Die Drehbuchfassung für die Komödie entstand einige Jahre später. Kevin Kline, ein guter Freund von Horovitz, half diesem beim Schreiben, las immer wieder die neusten Entwürfe und besuchte den mittlerweile 76-Jährigen oft in dessen Haus in Greenwich Village. Da er mit der Rolle des Mathias Gold sehr viel anfangen konnte, bekam Kline diesen Part. Maggie Smith entschied sich ebenfalls für „My Old Lady“ – obwohl ihr dem Vernehmen nach 25 andere Angebote vorlagen. Zudem stieß mit Kristin Scott Thomas eine weitere Größe des europäischen Kinos hinzu, sodass die Besetzung aufhorchen lässt.
Der Film hatte seine Weltpremiere auf dem renommierten Toronto International Film Festival 2014. An den weltweiten Kinokassen war „My Old Lady“ allerdings kein großer Erfolg und spielte nur knapp 8,7 Millionen Dollar ein.

Der New Yorker Mathias Gold (Kevin Kline) reist nach Paris, weil sein verstorbener Vater ihm dort eine Wohnung vererbt hat. Nach kurzer Suche findet er die entsprechende Wohnung, die im guten Stadtteil Marais liegt und zudem noch einen großen Garten vorzuweisen hat. Da die Wohnungstür offen ist, geht er hinein und schaut sich um, bis er die bei Klassikmusik schlafende Mathilde Girard (Maggie Smith) findet und die erschrockene 92-Jährige weckt. Diese erklärt Mathias, dass die Wohnung zwar ihm gehört, sie mit seinem Vater allerdings eine „viageré“, eine Immobilienleibrente abgeschlossen hat. Diese französische Methode ermöglicht es – zumeist älteren Eigentümern – den Wert ihrer Immobilie in eine lebenslange Zusatzrente umzuwandeln. Der Käufer verpflichtet sich, einen Teil des vereinbarten Kaufpreises sofort auszuzahlen und den Rest als monatlich erfolgende Leibrente. Der Verkäufer erhält zudem ein gesichertes Wohnrecht bis an sein Lebensende. Erst danach kann der Käufer mit der Immobilie machen, was er will.
Mathias ist entsetzt, da mittellos. Er hat seine gesamten Ersparnisse und seine Hoffnungen in diese Wohnung gesteckt. Anstatt Geld mit dem Verkauf zu verdienen, muss er auch noch welches zahlen – 2400 Euro monatlich an Mathilde. Diese lässt Mathias bei sich wohnen, da sie seinen Vater kannte und schätzte. Mathildes Tochter Chloé (Kristin Scott Thomas) ist hingegen wenig begeistert vom schwierigen Hausgast, weshalb es schnell zu Streitereien kommt. Kann dieses Zusammenleben auf Dauer gut gehen?

Die Geschichte ist hervorragend umgesetzt und der Film ist im besten Sinne eine angenehme Sommerkomödie, die die hierzulande eher unbekannte Immobilienleibrente behandelt und die für Außenstehende als Wirrwarr anzusehenden Regeln dieser Mietart gut erklärt. Aus dieser Ausgangslage erschafft Horovitz einen gut ausbalancierten Film, der einige ernste und bewegende Momente-, aber auch viele humoristische Szenen mit großem intellektuellem Wert zu bieten hat. Dank dieser Mischung entwickelt sich eine für den Zuschauer attraktive Dynamik der Storyline. Das Kammerspiel ist also gelungen. Das liegt auch an einem weiteren klugen Einfall von Horovitz. Der gebürtige US-Amerikaner konzentriert sich auf die drei Hauptcharaktere, weshalb diese eine bemerkenswerte Tiefe erreichen. Doch selbst die Nebencharaktere sind einzigartig geschrieben und haben eine gewisse Tiefe zu bieten. Der Zuschauer kann die Handlungen durchgehend nachvollziehen und sich auch mit den verschiedenartigen Figuren identifizieren. Im Zusammenspiel zwischen den einzelnen Charakteren gelingt es dem Regisseur dabei, einige überraschende zwischenmenschliche Wendungen einzubauen, die den Film zudem spannend und fesselnd machen. Des Weiteren sind die Dialoge hervorragend geschrieben und beinhalten eine große Bandbreite. Vom Meisterwerk ist „My Old Lady“ trotz all der Stärken doch ein Stück weit entfernt, weil man selten wirklich lachen muss und die tiefe Identifikation in den letzten Details fehlt. Nichtsdestotrotz ist diese Komödie zu empfehlen. Denn auch die Nebenkategorien überzeugen. Das gilt sowohl für die ruhige Kameraführung, als auch für die schönen Locations, die stimmige, französisch angehauchte Musikuntermalung, die exzellente, detailverliebte Ausstattung und die professionelle deutsche Synchronisation. Wobei die Originalfassung nicht zu toppen ist. Jedem, der des Englischen mächtig ist, sei diese Fassung empfohlen.

Außerdem macht die exzellente Darstellerriege ihre Sache hervorragend. Maggie Smith (Professor McGonagall in „Harry Potter“, Best Exotic Marigold Hotel, Downtown Abbey) kann als 92-jährige Dame Girard überzeugen und für einige Lacher sorgen, obwohl die Engländerin erst 80 Jahre alt ist. Auch Kevin Kline (Ein Fisch namens Wanda, Die Schachspielerin, Last Vegas) zeigt eine im Gedächtnis bleibende, tiefgreifende, passend zynische Performance. Zudem kann Kristin Scott Thomas (Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau, Lachsfischen im Jemen, Der Pferdeflüsterer) mit einer starken Leistung punkten. In den Nebenrollen sind viele Größen des französischen Kinos zu sehen. Sie alle machen ihre Sache sehr gut.


Fazit:
Sehr gute, angenehme Sommerkomödie mit überraschenden Wendungen, starken Charakteren, herrlichen Locations und einer exzellenten Darstellerriege.


by Stefan Bröhl
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment