Money Monster - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.10.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min

Money Monster Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

GEORGE CLOONEY spielt den TV-Moderator Lee Gates, der es durch seine erfolgreiche Finanzshow im Fernsehen zu einiger Berühmtheit gebracht hat. Er genießt den Ruf, das Geld-Genie der Wall Street zu sein. Doch nachdem er seinen Zuschauern eine High-Tech-Aktie empfohlen hat, deren Kurs anschließend auf mysteriöse Weise abstürzt, nimmt ein wütender Investor (JACK O’CONNELL) Gates, seine Crew und seine Star-Produzentin Patty Fenn (JULIA ROBERTS) Live on Air als Geisel. Der Film zeigt in Realzeit, wie Gates und Fenn verzweifelt versuchen, am Leben zu bleiben und gleichzeitig die Wahrheit hinter einem Netz aus Lügen rund um das „große Geld“ aufzudecken.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Holländisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Entfallene Szenen
George Clooney, der Money Man
Unter Hochdruck
Der Showdown - Analyse einer Szene
Dan the Automator (feat. Del the Funky Homosapien)
“What Makes the World Go `Round (MONEY!)” - Musikvideo

DVD und Blu-ray | Money Monster

Blu-ray
Money Monster Money Monster
Blu-ray Start:
06.10.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Money Monster Money Monster
DVD Start:
06.10.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Money Monster

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Filme, die sich kritisch mit der nebulösen Hochfinanzwelt der New Yorker Wall Street beschäftigen, sind gerade in den letzten Jahren durch die Finanzkrise nicht unbedingt eine Seltenheit. Anders als Filme wie „Wall Street“, „The Big Short“, „The Wolf of Wall Street“ oder „Margin Call“ ist Jodie Fosters vierte Regiearbeit „Money Monster“ aber weniger an komplexen Börsenmechanismen oder an Auswirkungen von unstillbarer Gier und hemmungslosem Exzess interessiert, sondern mehr daran, das Thema in einen knackigen Thriller mit satirischen und sozialkritischen Untertönen zu verpacken. Money Monster SzenenbildHier wirkt Foster viel eher von Filmen der Machart eines Sidney Lumet inspiriert, wobei vor allem der Geiseldramaklassiker „Hundstage“ und die Mediensatire „Network“ Pate standen. Auch wenn „Money Monster“ nicht an besagte Filme heranreicht, ist hier dennoch ein sehr solider, gut besetzter und unterhaltsamer Film mit sozialem Gewissen entstanden, der sich als sehr zugänglich erweist.

Finanzexperte Lee Gates (George Clooney) ist eine kontroverse TV-Persönlichkeit, die es mit exzentrischen Auftritten in der Show „Money Monster“ zu gewissem Ruhm gebracht hat. Gates eher oberflächliche und hochtrabende Existenz wird eines Tages aufgerüttelt, als er während eines Live-Auftritts im Studio von dem bewaffneten Paketboten Kyle Budwell (Jack O’Connell, „Unbroken“, „71“, „Mauern der Gewalt“) überrascht wird. Budwell zwingt Gates eine Sprengstoffweste zu tragen und fordert Patty Fenn (Julia Roberts), die Regisseurin des Programms, auf, weiterzusenden, sonst tötet er den Moderator. Das Anliegen von Budwell ist überaus persönlicher Natur: Er hat 60.000 Dollar – seine gesamten Ersparnisse – in Aktien des Unternehmens IBIS Clear Captital investiert, das zuvor von Gates in seiner Show als bombensicher gepriesen wurde. Doch falsch gedacht, denn IBIS hat durch einen scheinbaren Glitch in einem Handels-Algorithmus innerhalb kürzester Zeit einen Verlust von 800 Millionen Dollar verzeichnet, wodurch Kyle nun ohne jede Mittel da steht. Völlig verzweifelt ist sein einziger Ausweg die Geiselnahme von Gates, durch die er sich erhofft, sich Gehör zu verschaffen und Antworten von IBIS-CEO Walt Camby (Dominic West, „The Affair“, „The Wire“) zu erzwingen…

Money Monster Szenenbild „Money Monster“ funktioniert zunächst als Hochglanz-Geiselnahmethriller, der primär an schweißtreibendem Spannungsaufbau interessiert zu sein scheint. Der Film vermittelt den Eindruck von einem Echtzeit-Szenario, wodurch hier durchaus gerade unmittelbar mit dem Beginn der Geiselnahme eine gewisse Dringlichkeit spürbar wird. Das Polizeiaufkommen ist natürlich direkt sehr groß, der Geiselnehmer wirkt überaus angespannt und macht immer wieder den Eindruck, von seiner erstickenden Extremsituation überfordert zu sein. Scharfschützen nisten sich unbemerkt im Studio ein, die Polizei versucht einen Unterhändler ohne Erfolg einzusetzen. Die Situation wirkt von Beginn an ausweglos und man wartet eigentlich nur auf den großen Knall. Dennoch ist „Money Monster“ eine eher gemächliche Angelegenheit, die sich letztlich als sehr geradlinig und recht vorhersehbar entpuppt. Wirklich überraschende Wendungen bleiben aus – natürlich hat der zwielichtige steinreiche IBIS-CEO Dreck am Stecken, die Frage ist eigentlich nur inwiefern. Hier springt Foster immer hin und her und zeigt neben der hitzigen Studiosituation die Versuche der IBIS-PR-Leiterin Diane Lester (Caitriona Balfe, „Outlander“, „Now You See Me“) herauszufinden, wie es zu dem angeblichen Softwarefehler kam.

Zwischen dem an den flamboyanten TV-Finanzguru Jim Cramer erinnernden Gates und Budwell entwickelt sich erwartungsgemäß nach und nach eine Art Verbrüderung, denn dem Moderator wird zunehmend klarer, dass sein Entführer nicht wahnsinnig ist, sondern eine ernsthaft begründete Motivation hat – trotz zugegebenermaßen extremer Maßnahmen. So zeigt „Money Monster“ auch das Erwachen einer leeren, oberflächlichen Figur in eine verständnisvolle und sozial pro-aktive Persönlichkeit, die sich mit seinem scheinbaren Peiniger vereinigt, um die Wahrheit aufzudecken. Darüber hinaus weist „Money Monster“ immer wieder vereinzelte satirische Untertöne auf, die es besonders auf die gegenwärtige Medienwelt und Sensationsgeilheit von Produzenten und Zuschauern abgesehen hat. Sehr früh geht es hier nämlich nicht mehr nur ums reine Überleben, sondern das gewinnbringende Ausnutzen der prekären Situation. Patty erkennt hier als erste die Möglichkeit, die Situation für verbesserte Einschaltquoten einzusetzen, Lee versucht schließlich durch den eindringlichen Appell an seine Zuschauer aus der ursprünglich schlechten Investition von IBIS wieder eine gute zu machen. Ideen hat „Money Monster“ durchaus einige, auch wenn richtiger Biss und vor allem tiefgründige und neue Einsichten fehlen, die die erwähnten Filme so ausgezeichnet haben.

Money Monster Szenenbild So funktioniert der Film am ehesten als unterhaltsamer und recht spannender Thriller, dessen satirische Ansätze jedoch nie stark genug wirken, um eine wirklich explosive Wirkung zu erzeugen. Hier schwingt unzweifelhaft jede Menge Wut über die Machenschaften der Finanzwelt mit und der ein oder andere inspirierte und pointierte Moment gelingt Foster allemal – etwa am Ende, wenn die Einstellung eines Tischfußballtisches subtil die Kurzlebigkeit gegenwärtiger medialer Ereignisse auf durchaus profunde Weise subtil kommentiert. Letztlich ist „Money Monster“ aber nur ein durchweg solider und überaus kompetent gemachter Film, der aber eher kurzweilig als sich ins Gedächtnis bohrend ist.

Bild
Das primär von Kameramann Matthew Libatique („Black Swan“, „Straight Outta Compton“) auf Arri Alexa aufgezeichnete Bild zeichnet sich auf Blu-ray vor allem durch seine absolut bestechende Schärfe aus. Details, gerade in Gesichtern, sind mit bemerkenswerter Klarheit dargestellt, aber auch ansonsten präsentiert sich das Bild fehlerfrei und glasklar. Gerade bei den Szenen im TV-Studio wird die kühle digitale Ästhetik von „Money Monster“ passenderweise akzentuiert, die Schärfelevel sind hier überaus hoch, die Farben sind natürlich und wirken unverfälscht. Bei Szenen außerhalb wirkt das Bild hingegen wärmer und softer, auch die Farbgestaltung tendiert hier gelegentlich in grünliche Colorierung. Kontraste und Schwarzwerte befinden sich ebenfalls immer auf hohem Niveau.

Ton
Auf akustischer Ebene offenbart die Blu-ray sehr solide, aber nicht herausragende Werte. Money Monster SzenenbildInsgesamt wirkt der Ton sehr ausgewogen und besticht durch große Klarheit und Verständlichkeit. „Money Monster“ ist ein primär dialogbasierter Film, von daher bestimmen hier die Frontlautsprecher das Geschehen, gelegentlich bekommen aber auch die Surround-Lautsprecher Arbeit. Hinter Pistolenschüssen steckt hier und da auch Dynamik und Wucht dahinter.

Extras
Das Bonusmaterial präsentiert sich insgesamt solide, aber unspektakulär. Neben drei völlig überflüssigen entfallenen Szenen finden sich hier drei Featurettes, von denen sich zwei mit der Thematik, der Entstehungsgeschichte und den Machern des Films beschäftigen. Eine weitere Kurzdoku fokussiert sich auf Hauptdarsteller George Clooney, abgerundet werden die Extras mit zwei Trailern und einem etwas sonderbaren Musikvideo.
Entfallene Szenen (Globaler Filmbeginn (01:24 Min.), Lass mich mit dem Quant sprechen (00:42 Min.), Mollys Wutausbruch beim Ausgang (00:28 Min.))
Der Money Man: George Clooney (05:27 Min.)
Im Brennpunkt (09:55 Min.)
Der Showdown: Analyse einer Szene (07:09 Min.)
Musikvideo „What Makes the World Go Around“ von Dan The Automator Trailer (Erschütternde Wahrheit, Angry Birds)


Fazit:
„Money Monster“ ist ein solider, unterhaltsamer und gut gespielter Mischmasch aus Thriller und Mediensatire, der über seine knapp über neunzigminütige Laufzeit die Aufmerksamkeit des Zuschauers aufrecht erhält, aber nur selten neue Erkenntnisse über die Machenschaften der Hochfinanzwelt liefert.

by Florian Hoffmann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment