Mission: Impossible 5 - Rogue Nation - Blu-ray

Blu-ray Start: 17.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min

Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ethan Hunts fünfte Mission erweist sich als die vielleicht unmöglichste seiner langen und erfolgreichen Karriere als Geheimagent: Nachdem das Pentagon die IMF aufgelöst hat, ist er ohne jegliche Unterstützung der Regierung dem geheimnisvollen „Syndikat“ auf der Spur, das sich bald als sein bislang mächtigster Gegner erweisen wird. Denn die Gerüchte um eine gefährliche internationale Untergrundorganisation aus hoch qualifizierten Spezialagenten haben sich als bittere Realität erwiesen. Deren oberstes Ziel: die ehemaligen Mitglieder der IMF auszulöschen und durch skrupellose Anschläge eine neue Weltordnung zu schaffen. Um die gefährliche und hocheffiziente Terrororganisation aufzuhalten, muss Hunt sein einzigartiges Team versammeln. Hilfe bietet auch die geheimnisvolle Agentin Ilsa Faust an – doch als wie zuverlässig wird sie sich erweisen?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Dänisch, Holländisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Spanisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Über 45 Minuten Adrenalin geladenes Bonusmaterial! Film + Special Features, Der Zünder ist scharf , Cruise Control, Helden ..., Reiseflughöhe, Mission: Versenken, Das Auto, Die Mission geht weiter, Audiokommentare von Tom Cruise und Regisseur Christopher McQuarrie

DVD und Blu-ray | Mission: Impossible 5 - Rogue Nation

Blu-ray
Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Mission: Impossible 5 - Rogue Nation
Blu-ray Start:
17.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Mission: Impossible 5 - Rogue Nation
DVD Start:
17.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 126 min.

Blu-ray Kritik - Mission: Impossible 5 - Rogue Nation

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Nur wenige Filmreihen können von sich behaupten, auch nach 20 Jahren Bestehen noch so lebendig und erfolgreich zu sein wie die „Mission: Impossible“-Franchise. Jeder der vier bisherigen Teile konnte dank markanter Regisseure wie Brian De Palma, John Woo, J.J. Abrams und zuletzt Brad Bird eine eigene Identität vorweisen und dabei immer noch konsequent jeweils die Grundzutaten der „Mission: Impossible“ Filme beinhalten. Der nun bereits fünfte Film der Reihe, der auf den überaus erfolgreichen „Ghost Protocol“ folgt, wurde nun von Christopher McQuarrie umgesetzt, der Tom Cruise bereits in „Jack Reacher“ inszeniert hat und bei vielen seiner Filme als Autor fungierte. McQuarrie beruft sich bei „Rogue Nation“ auf eben all diese Bestandteile, die die Agententhriller-Reihe ausmacht und liefert so etwas wie ein Best of „Mission: Impossible“ ab. Heraus gekommen ist dabei ein grundsolider Spionagethriller, der handlungstechnisch nicht wirklich neue Wege geht, aber dafür mit furiosen Action- und Suspenseszenen und eleganter und klassischer Inszenierung glänzt. Das ist kurzweiliges Popcornkino auf hohem Niveau, das zwei Stunden prächtig unterhält und mit einigen mittlerweile schon obligatorischen todesmutigen Stunts von Tom Cruise für echtes Staunen sorgt, aber auch irgendwie am Ende leicht mechanisch wirkt.

Die Impossible Mission Force IMF wurde aufgelöst, Superagent Ethan Hunt (Tom Cruise) ist als Abtrünniger auf eigener Mission, um die Existenz einer von offizieller Seite unbestätigten internationalen Verbrecher-Organisation zu beweisen, das als Syndikat bekannt ist. Bei seinen Ermittlungen wird Hunt vom Syndikat in eine Falle gelockt, kann jedoch dank der Hilfe der geheimnisvollen Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) seiner anstehenden Folter entfliehen. Derweil muss sich IMF-Leiter Brandt (Jeremy Renner) bei CIA Direktor Hunley (Alec Baldwin) vor dem US Senat verantworten, da die IMF wegen ihrer unkonventionellen und zerstörerischen Methoden in Verruf geraten ist. Hunt ermittelt mit geheimer Hilfe seines alten IMF-Kollegen Benji Dunn (Simon Pegg) weiter und folgt einer Spur des Syndikats nach Wien, wo er den Anführer Solomon Lane (Sean Harris) vermutet. Ihre Jagd auf die mysteriöse Organisation führt die Agenten wie gewohnt über die ganze Welt, während Hunley ebenso versucht, den unfassbaren Hunt aufzuspüren.

„Mission: Impossible – Rogue Nation“ beginnt mit einem unglaublichen Stunt, wie man ihn noch nie gesehen hat. Ganz in der Tradition der Serie versucht man sich hier selbst nochmal zu toppen, siehe die Free Solo Climbing-Szene von Cruise zu Beginn von „M:I 2“ oder der phänomenale, schwindelerregende Stunt an der Fensterfront des Burj Khalifa in „Ghost Protocol“. Cruise ist danach bestrebt, Unglaubliches zu schaffen, was noch nie jemand vor ihm gewagt hat, um seine Zuschauer zu begeistern. Diesmal verfolgt Hunt einen mit Giftgas beladenen Airbus A400-Militärtransporter, springt auf die Tragfläche des Flugzeugs und hält sich am Rumpf hinter der verschlossenen Einstiegstür fest, als der Flieger abhebt. Währenddessen versucht Benji aus der Ferne das Flugzeug zu hacken, sodass sich die Tür öffnet. Der real durchgeführte Stunt war bereits vor Veröffentlichung des Films der große Aufhänger der Kampagne, der Inbegriff der enormen Schauwerte der Franchise und von Cruises furchtlosem Wagemut. Es ist eine Art von Kino, wie man sie nicht mehr oft sieht, das in der Tradition eines Buster Keaton oder Jackie Chan steht, bei der sich Schauspieler tatsächlich in größte Gefahr geben, um dem Zuschauer einen echten, spürbaren Thrill zu bieten, den kein visueller Effekt ersetzen kann. Obwohl im Vorfeld viel über die Szene geschrieben wurde und sie auch in den Trailern prominent vertreten war, kann man nur staunend da sitzen, wenn sie sich schließlich im Film abspielt. Schöner wäre es vielleicht gewesen, wenn die Szene nicht als Eröffnungsmoment eingesetzt worden wäre, sondern als Höhepunkt gegen Ende des Films, denn man hat das Gefühl, das diese furiose Action nur schwer zu toppen sein wird.
Doch Regisseur Christopher McQuarrie lässt nicht lange auf sich warten: Nach etwas Exposition und Etablierung der Ausgangslage für die Figuren orchestriert er eine ausgedehnte und meisterhaft inszenierte Thriller-/Suspensesequenz in der Wiener Oper in bester Brian De Palma-Manier. Nur mit einem Mindestmaß an Dialogen inszeniert McQuarrie hier hochgradig elegant und spannend mit visuellen Mitteln eine der besten Szenen des Kinojahres. „Rogue Nation“ gelingt es auch nach dieser beeindruckenden Sequenz das Momentum aufrecht zu erhalten. Wie in jedem „Mission: Impossible“-Film folgt ein furioser Einbruch in ein hermetisch abgeriegeltes Gebäude, die Infiltration eines scheinbar unmöglich zu überwindenden Sicherheitssystems. Legendär die Szene, in der Hunt im ersten Film in der CIA-Zentrale einbricht und sich in einen komplex abgesicherten Computerraum herabseilt, großartig die Sequenz, als Ethan und Benji im vierten Teil in den Kreml einbrechen. Auch hier folgt man dieser Tradition pflichtgemäß mit einer sensationellen Sequenz in Marokko: Wieder muss eine brisante Liste gestohlen werden, um an diese zu gelangen muss Hunt in einen großen Serverraum eindringen, der in einem gefährlichen Clou komplett von einem Kühlungssystem umgeben ist. In dem perfide gesicherten Unterwassertank darf kein Metall eingeführt werden, weshalb Hunt ohne jede Atemgeräte eintauchen muss.

Auf eine spannend und hochgradig spektakulär orchestrierte Sequenz lässt McQuarrie in „Rogue Nation“ die nächste folgen, Zeit zum Durchatmen gibt es immer nur kurz. In Marokko kommt es noch zu einer fulminanten Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagd mit Autos und Motorrädern durch die engen Gassen Casablancas, über die Autobahn und durch die Berge. Das inszeniert McQuarrie alles mit einem echten Sinn für Gefahr, die Stunts wirken real und man sieht tatsächlich Cruise auf dem Motorrad mit mörderischer Geschwindigkeit rasen. Zwischendrin gibt es auch immer wieder kleine augenzwinkernde Winks, die dem Ganzen durchaus auch eine humorvolle Leichtigkeit geben, wodurch „Rogue Nation“ einfach nur richtig viel Spaß macht. Für den letzten Akt tritt der Film dann zum ersten Mal etwas auf die Bremse und beschränkt sich auf den Aufbau des Showdowns, der unkonventionellerweise diesmal ohne großes Spektakel, dafür aber recht clever und mit Ruhe über die Bühne gebracht wird. Dennoch ist das letzte Drittel wohl der schwächste Part des Films, bei dem etwas Spannung verloren geht. Ohnehin ist der Plot hier eher untergeordnet, der Film folgt ganz bewusst den Konventionen des Genres und vor allem der Reihe mitsamt aller Täuschungen und Twists. Tiefgang muss man hier nicht erwarten, dennoch unterschätzt der durchaus intelligent konstruierte Plot nicht die Zuschauer. Darüber hinaus erfrischt „Rogue Nation“ mit einer großartigen Heldin, die Hunt angenehm ebenbürtig ist. Ilsa Faust ist eine toughe und smarte Figur, die von der schwedischen Newcomerin Rebecca Ferguson (die durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit Ingrid Bergman hat) mit großer Ausstrahlung aufsehenerregend verkörpert wird. Sie ist sicher eines der großen Highlights des Films und eine der Entdeckungen des Jahres. Cruise fühlt sich in seiner Rolle wie gewohnt sichtlich pudelwohl und spielt seinen Part mit großer Souveränität und bekanntlich unglaublichem Körpereinsatz. Schauspielerisch hat er hier aber nicht allzu viel zu tun. Simon Pegg ist die gewohnt sympathische und komische Präsenz, Jeremy Renner und Alec Baldwin sind solide, schlafwandeln aber auch gewissermaßen durch ihre Parts.
Der von Robert Elswit fotografierte Film sieht natürlich auch schick aus, der Look ist cool und stylisch, aber auch betont geerdet und weniger auf Hochglanz poliert. Die vielen Drehorte kommen jedenfalls prächtig zur Geltung.

„Mission: Impossible – Rogue Nation“ lebt also vor allem durch seine professionelle und stilsichere Inszenierung, seine furiosen Action- und Suspensesequenzen und die großartige Präsenz von Rebecca Ferguson. Man hat seinen Spaß, doch man kann kaum bestreiten, dass sich alles am Ende auch etwas leer anfühlt, dass echte, durch den Plot erzeugte Spannung nicht so richtig erweckt wird. So macht der Film am Ende den Eindruck einer sehr gelungenen Agententhriller-Fingerübung, die dem Genre aber nicht wirklich neues abgewinnt. Ein Gefühl echter Bedrohung kommt nie auf, da anders als etwa im dritten Teil mit dem großartigen Philip Seymour Hoffman, beispielsweise ein richtig guter Bösewicht fehlt. Sean Harris hat zwar eine schlangenartige und fiese Präsenz, viel Ausstrahlung hat er jedoch nicht. Man hat so nie das Gefühl, das es hier wirklich um etwas geht, das irgendeiner der Charaktere ernsthaft bedroht ist. So steckt der fünfte Teil der Reihe zwar durchaus voller Energie, doch als Film kommt er nicht ganz an die besten Ausflüge der Reihe heran. Man kann jedenfalls gespannt sein, wo der sechste Teil, erneut unter McQuarries Regie, die Reihe hinführt.

Bild
Die audiovisuelle Präsentation der Blu-ray überzeugt im Großen und Ganzen mit sehr guten bis exzellenten Werten. Ästhetisch reiht sich der Film grundsätzlich in das visuelle Konzept der letzten zwei Filme ein, d.h. es wird auf einen organischen Filmlook gesetzt. Das Bild präsentiert sich in intensiven, natürlichen und betont warmen Farben, die Kontrast- und Schwarzwerte sind enorm hoch. Viele der Szenen in „Rogue Nation“ spielen sich in dunklen Umgebungen ab, in denen Details in den tiefen Schatten oft verloren gehen. Das ist aber Teil der gewollten Ästhetik, die sich bewusst von digitaler Sterilität und Kühle abgrenzt. Dennoch sind die Schärfelevel hoch, gerade in helleren Szenen zeigt sich besonders bei Gesichtern ein hoher Detailgrad. Leider ist in manchen dunklen Szenen gerade zu Beginn ein recht deutliches Rauschen festzustellen, ansonsten sind keine Bildfehler zu erkennen.

Ton
Die akustische Umsetzung der Disc ist exzellent ausgefallen. Hier ist zu beachten, dass nur die Originalspur in Dolby Atmos präsentiert wird, bzw. 7.1 Dolby True HD, die deutsche Tonspur liegt in 5.1 Surround Dolby Digital vor. Der Original-Track lässt keine Wünsche offen. Hier wird ein durchweg räumliches Sounderlebnis geliefert, bei dem alle Kanäle ohne Unterlass befeuert werden – wie man es auch von einem Actionstreifen dieser Größenordnung erwartet. Im Vordergrund ist natürlich immer wieder Joe Kramers gelungene Filmmusik, besonders die Szene in der Oper ist jedoch ein echter akustischer Genuss. Dynamik, Klarheit und Präsenz des Soundtracks sind herausragend, die Geräuschkulisse ist erstklassig definiert und an den jeweiligen Stellen wuchtig und mit kraftvoller Unterstützung des Subwoofers ausgestattet. Stimmen und Dialoge ertönen kräftig und in perfekter Verständlichkeit.

Extras
Die Sonderausstattung der Blu-ray ist sehr kurzweilig und unterhaltsam ausgefallen. In sieben Featurettes (Gesamtlänge: knapp über 47 Min.) werden unterschiedliche Aspekte der Produktion faszinierend beleuchtet. Ganz im Fokus steht natürlich Tom Cruise, der von allen wie gewohnt bewundert wird. Aber in der Tat: Sein Flugzeugstunt ist in seiner Entstehungsgeschichte noch unglaublicher, auch sein unmenschliches Engagement bei der Tauchszene ist erstaunlich (in einer Zeitrafferszene sieht man ihn in der Vorbereitung ganz locker sechs Minuten unter Wasser die Luft anhalten). Ansonsten stehen im Bonusmaterial vor allem die lange Arbeitsbeziehung zwischen Regisseur Christopher McQuarrie und Tom Cruise und die 20-jährige Geschichte der Mission: Impossible-Franchise im Vordergrund. Abgerundet werden die Extras von einem sehr guten, aufschlussreichen und gut gelaunten Audiokommentar mit McQuarrie und Cruise.
Audiokommentar mit Tom Cruise und Regisseur Christopher McQuarrie Der Zünder ist scharf (05:57 Min.)
Cruise Control (06:33 Min.)
Helden... (08:06 Min.)
Reiseflughöhe (08:23 Min.)
Mission: Versenken (06:45 Min.)
Das Auto (05:35 Min.)
Die Missionen gehen weiter (07:08 Min.)


Fazit:
„Mission: Impossible“ ist auch im fünften Film und im 20-jährigen Jubiläum der Reihe so vital wie eh und je. Der Film steckt voller aufsehenerregender, fulminant inszenierter Action- und Suspensequenzen und ist einfach ein toller Ritt. Ein Gefühl für echte Spannung und Bedrohung kommt zwar nur stellenweise auf, wodurch sich der Film eine Spur mechanisch anfühlt, viel Spaß macht er aber dennoch.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Paramount Home Entertainment