Miss Bala - Blu-ray

Blu-ray Start: 12.09.2019
Digital VoD: 12.09.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min

Miss Bala Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Als Gloria (Gina Rodriguez) in eine gefährliche Verbrecherwelt zwischen den Ländergrenzen der USA und Mexiko gerät, entdeckt sie bei sich selbst eine Stärke, von der sie nicht wusste, dass sie sie besitzt. Um zu überleben, muss sie ihre ganze Gerissenheit, Einfallsreichtum und Schlagkraft einsetzen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch)
Russisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Holländisch, Lettisch, Litauisch, Norwegisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Entfallene & erweiterte Szenen Gina: Die unaufhaltsame Stärke einer Frau Lasst es krachen: Action am Set Die Entstehung von Miss Bala Filmemacher-Kommentar Ein Einblick in die Stunts und Kostüme mit Regisseurin Catherine Hardwicke

Video on demand - Miss Bala

DVD und Blu-ray | Miss Bala

Blu-ray
Miss Bala Miss Bala
Blu-ray Start:
12.09.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Miss Bala Miss Bala
DVD Start:
12.09.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

Blu-ray Kritik - Miss Bala

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 5/10


Gina Rodriguez ist jemand, der nur den richtigen Film braucht, um in Hollywood so richtig durchzustarten. Im Fernsehen hat sie sich mit der Serie "Jane the Virgin" schon einen Namen gemacht und positive Kritiken für ihre Performance bekommen. In "Annihilation" konnte sie sich neben Natalie Port an behaupten und in "Someone Great" hat sie gezeigt, dass sie auch romantische Komödien anführen kann. Mit "Miss Bala" bekam sie die Chance, in einem Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 2011 ihre Fähigkeiten in einem Thriller zur Schau zu stellen. Man merkt ihr aber an, dass sie hier fehl am Platz ist. Des Weiteren ist auch der Rest des Films alles anderes als überzeugend und das Ergebnis ist ein unausgereifter Thriller. Da sollte man lieber das Original anschauen, der in jeder Hinsicht besser ist.

Gina Rodriguez in Miss Bala
Gina Rodriguez in Miss Bala © Columbia Pictures Industries, Inc
Es gibt nicht viele Frauen, die als Regisseurin in der Champions League mitspielen. Aus dem Stehgreif kommt da einem eigentlich nur Kathryn Bigelow in den Sinn, die für hervorragende Filme wie "The Hurt Locker" verantwortlich ist. Da freut man sich umso mehr, wenn man sieht, dass eine Frau auf dem Regiestuhl Platz genommen hat, ganz einfach, weil sie in Hollywood nicht so viele Möglichkeiten bekommen. Catherine Hardwicke konnte mit "Twilight" 2008 einen Riesenhit landen, aber die richtig guten Angebote blieben trotzdem aus. Seitdem ist sie für mehrere TV-Serien als Regisseurin tätig gewesen und hat einige kleinere Filme gedreht. Nach vier Jahren Abwesenheit kehrt sie zurück mit einem Thriller, doch sie hätte sich mit ihrer Rückkehr mehr Zeiten lassen sollen, denn "Miss Bala" kann zu keiner Zeit Spannung aufbauen. Die Actionsequenzen sind langweilig inszeniert und setzen auf Slowmotion, was nach einiger Zeit anfängt zu nerven. Einer der Gründe, warum das Original so gut war, war die Inszenierung. Hier setzt Hardwicke auf bewährtes und erntet nur Schulterzucken. Das alles hat man schon mal gesehen, und zwar in besserer Art und Weise. Das Drehbuch von Gareth Dunnet-Alcocer ist ebenfalls nicht gelungen. Es ist nachvollziehbar, dass man sich vom Original etwas differenzieren möchte. Doch während der mexikanische Film auf Realismus gesetzt hat, baut das amerikanische Remake auf over the top Szenen, die nach und nach ins Lächerliche abdriften. Das war Alcocer's erstes großes Projekt, man kann nur hoffen, dass der Drehbuchautor das nächste Mal ein besseres Skript abliefert.

Gina Rodriguez und Ismael Cruz Cordova in Miss Bala
Gina Rodriguez und Ismael Cruz Cordova in Miss Bala © Columbia Pictures Industries, Inc
Gina Rodriguez spielt Gloria, eine Make-up-Artistin aus Los Angeles, die die Grenze überquert, um ihre Freundin Suzu in Tijuana zu besuchen. Sie möchte ihre helfen, damit sie beim Miss Baja Schönheitswettbewerb den ersten Platz belegt. Als die beiden einen Nachtclub besuchen, geht alles, was schiefgehen kann, auch schief. Suzu wird vermisst, während ein Drogenkartell Gloria entführt. Lino, der Boss des Kartells, erzählt Gloria, dass er ihr dabei helfen wird, ihre Freundin zu finden, wenn sie sich davon überreden lässt, für das Kartell zu arbeiten. Gina Rodriguez versucht ihr bestes, das schlechte Material, was sie hier bekommen hat, aufzuwerten. Du kannst nicht anders, als Gloria anzufeuern, damit sie heil aus dem Schlamassel rauskommt, und das liegt allein an der Performance von Rodriguez. Man kann nur hoffen, dass sie sich das nächste Mal ein gutes Projekt mit einem erfahrenen Team aussucht, denn sie hat das Potenzial zu einem großen Star. Die restliche Besetzung ist okay, aber nicht oscarwürdig. Ismael Cruz Cordova, der Lino verkörpert, hat keine glaubwürdige Chemie mit Rodriguez. Hier hätte man bessere Arbeit beim Casting machen müssen. Es ist aber schön zu sehen, dass der Großteil der Besetzung von Latinos und Latinas besetzt wird. Leider haben sie ebenfalls besseres verdient.

"Miss Bala" ist ein schwacher Thriller, der zu keiner Zeit die Zuschauer mitreißen kann. Die Geschichte hat man so schon dutzende Male gesehen, und zwar besser inszeniert und geschauspielert. Hier ist der Plot einfach zu durchschaubar, um irgendeine Art von Spannung zu erzeugen. Des Weiteren weiß der Film nie, zu welchem Genre er gehören möchte. Er wirkt oft wie eine Seifenoper, zwischendurch gibt es einige Actionmomente, die Balance zwischen den Genres ist nicht gelungen. Die Beziehung von Gloria und Lino ist ebenfalls nicht glaubwürdig geschrieben, denn zu keiner Zeit funktioniert dieses Pairing Gina Rodriguez ist das einzige Highlight und gibt ihr bestes, das Material aufzuwerten, was ihr nur teilweise gelingt, denn das schwache Drehbuch gibt ihr nur wenige starke Momente. Hollywood hat schon wieder einen starken originalen Film auf uninspierte Art und Weise neu verfilmt.

Gina Rodriguez und Matt Lauria in Miss Bala
Gina Rodriguez und Matt Lauria in Miss Bala © Columbia Pictures Industries, Inc
Bildqualität:
Ist akzeptabel und definitiv besser als die Qualität des Films.

Tonqualität:
Überraschend, wie gut der Ton ist. Besonders bei den Actionsequenzen merkt man das.

Bonusmaterial:
Für einen solchen Film gibt es ziemlich viel Bonusmaterial. Der "Einblick in die Stunts" mit Regisseurin Hardwicke ist sehenswert, auch sind einige "Entfallene Szenen" ganz gut, die man nicht hätte rauschenden sollen. Insgesamt ist das Bonusmaterial zufriedenstellend.


Fazit:
Wem "Miss Bala" ebenfalls nicht gefallen hat, sollte sich das Original anschauen. Denn der mexikanische Film ist das, was die amerikanische Neuverfilmung nicht ist: Spannend, gut und zu jeder Zeit gelungen.


by Denizcan Sürücü
Bilder © Sony Pictures Entertainment