Mindscape - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min

Mindscape Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 9,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 5,99 € jetzt kaufen4006680071053
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Kriminalpsychologe John Washington hat die einzigartige Fähigkeit, in das Gedächtnis anderer Menschen eintauchen zu können. Sein neuster Fall stellt ihn allerdings auf eine harte Probe: Bei der äußerst intelligenten und gleichzeitig gestörten 16-jährigen Anna Green soll er herausfinden, ob sie lediglich das Opfer eines schlimmen Traumas oder doch eine Soziopathin ist ...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interview mit Taissa Farmiga und Mark Strong, Making of, Geschnittene Szenen, Trailer, TV-Spots, Wendecover

DVD und Blu-ray | Mindscape

Blu-ray
Mindscape Mindscape
Blu-ray Start:
20.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Mindscape Mindscape
DVD Start:
20.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Mindscape

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Eine Besonderheit nehme ich vor weg, bevor sie für Verwirrungen sorgen kann: Man könnte den Psychothriller „Mindscape“ nämlich auch noch unter einem weiteren Namen kennen, welcher „Anna“ lautet. Und ebenso wenig handelt es sich um eine „Black Swan“-artige Tänzertragödie, da sollte die Ballerina auf dem Werbeplakat auch keine Irritationen beim Publikum herbeiführen. „Mindscape“ ist ein spanisch-amerikanischer Streifen, der sich im Groben mit den Tiefen des menschlichen Gehirns befasst – von der Hilfe durch Erinnerungen lesen bis zur Manipulation dank dieser. „Inception“ lässt grüßen.

Anna Greene (Taissa Farmiga, „American Horror Story“) ist ein Fall für den Therapeuten. Der soll nach diversen brutalen und durchaus blutigen Vorfällen in der direkten Umgebung der 16-jährigen herausfinden, ob sie eine Soziopathin ist, die nicht unschuldig an den Geschehen oder einfach eine traumatisierte Seele mit schlimmer Kindheit ist. Durch eine Methode, die sich „Mindscaping“ nennt, dringt John Washington (Mark Strong, „Ich.Darf.Nicht.Schlafen“) in ihr Gehirn und die Erinnerungen ein – und muss bald lernen, richtig von falsch zu unterscheiden. Denn das verletzliche Mädchen ist nicht die, für die er sie hält.

Wir sehen, der Streifen möchte schon beim äußersten Anfang irritieren und so soll es auch bei den folgenden 99 Minuten bleiben – laut Filmemacher. Die Realität sieht dann ein kleines bisschen anders aus: Jorge Dorado hat sein Debüt spannend und bedrohlich gestaltet ohne es dabei zu beklemmend erscheinen zu lassen. Daran, ob das ein Plus oder ein Minus gibt, scheiden sich möglicherweise die Geister, doch für mich ist klar, dass der Fokus nicht auf dem Erzwingen einer psychischen Unbehaglichkeit ausgelegt sein soll, sondern auf die logische Ebene der (fiktiven) Fähigkeiten in Erinnerungen und ins Unterbewusstsein einzutreten. Das finde ich erfrischend.

Immer wieder fällt auf, dass in „Mindscape“ einige Ähnlichkeiten zu Christopher Nolans „Inception“ bestehen. Damit meine ich nicht, dass sich die Thematik einfach konvergieren, sondern die Stilistik im Handlungsverlauf und die Manipulationen. Die Vorstellung, dass Guy und Martha Holmes, sich ein wenig inspiriert haben lassen, liegt also nicht fern. Negativ würde ich das jedoch nicht bewerten, weil der Streifen für Fans des Ergründen des Unterbewusstseins auf jeden Fall sehenswert und interessant bleibt.

Mark Strong ist ebenfalls eine Irritation pur. Wieso das? Tja, er sieht aus wie Stanley Tucci („Die Tribute von Panem“). In der Rolle des Mind Detective John spielt Strong gut, aber man muss auch bedenken, dass er in dem Genre zu Hause ist und Übung ohne Ende hat. Taissa Farmiga, die jüngere Schwester von Vera Farmiga („The Conjuring – Die Heimsuchung“), sieht optisch sehr verstörend aus. Der Mix aus Unschuld und Raffinesse steht ihr gut – die Darstellung der Anna eher so lala. Sie ist nicht schlecht gespielt, aber das Gewisse etwas fehlt, um die Rolle gerecht umzusetzen. Brian Cox („RED 2“) dagegen charakterisiert die Figur Sebastian, den Boss von John, überzeugend und schafft es, ein abscheuliches Monster zu erwecken. Alles in allem bleiben die Charaktere jedoch durchschnittliche Randnotizen in „Mindscape“.

Das Bild ist in seiner Qualität durchaus gelungen, fühlt man sich in den Szenen, wo John in Annas Gedächtnis eindringt, wirklich mit ins Gehirn gesogen. Auch der Ton ist eigentlich beeindruckend, jedoch teilweise, wenn der Sound zur Spannungssteigerung einsetzt, übermäßig laut. Gut gelaunt ziehe ich nach dem Film in die Extrasrubrik, denn die lässt nicht zu Wünschen übrig. Neben geschnittener Szenen und einem gelungenem Making-Of gibt es Interviews mit den Hauptdarstellern Mark Strong und Taissa Farmiga. Sehenswert und sympathisch. Natürlich darf man nicht vergessen, dass es TV-Spots und obligatorische Trailer gibt. Wer also Lust auf Kino und Popocornfeeling bei sich zu Hause hat, braucht diese nicht überspringen.

Fazit: Nicht bahnbrechend, aber durchaus packend und ein guter Thriller. „Inception“-Fans werden sich auf jeden Fall freuen, aber auch sonst kann der Film gut Anklang finden. Hervorragende Extras runden die Blu-ray ab und damit gibt’s von mir 6 Punkte.

5,99 € jetzt kaufen4006680071053

by Jennifer Mazzero
Bilder © Studiocanal Home Entertainment