Mein Bester & ich - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.06.2019
Digital VoD: 28.06.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 126 min

Mein Bester & ich Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Zum Inhalt: Der kunstsinnige, querschnittsgelähmte Milliardär Philip (Bryan Cranston) ist auf der Suche nach einem neuen Pfleger. Seine Hausdame Yvonne (Nicole Kidman) ist mehr als irritiert, als in der Bewerberriege plötzlich ein sehr unkonventioneller Kandidat auftaucht. Dell (Kevin Hart) ist vorbestraft und will sich nur eine Bescheinigung abholen, dass er auf Jobsuche ist. Aber Philip entscheidet spontan, dass Dell trotzdem eine Chance bekommt: Weil er einen ungewöhnlichen Blick auf die Welt hat und seinen potenziellen Boss – im Gegensatz zu Yvonne – nicht wie einen hochsensiblen Pflegefall behandelt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nähern sich die beiden grundverschiedenen Männer an. Philip blüht sichtlich auf, als Dell ihn auf abenteuerliche Trips mitnimmt. Und auch Dell lässt sich auf Philips Welt ein. Beide werden ziemlich beste Freunde.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making-of, Interviews mit Kevin Hart, Bryan Cranston und Regisseur Neil Burger, Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Mein Bester & ich

Blu-ray
Mein Bester & ich Mein Bester & ich
Blu-ray Start:
28.06.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 126 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Mein Bester & ich Mein Bester & ich
DVD Start:
28.06.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 121 min.

Blu-ray Kritik - Mein Bester & ich

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Als der französische Überraschungshit „Ziemlich beste Freunde“ 2012 im Kino für Furore sorgte und zum Erfolg avancierte, war dies, sofern man den Film nicht gesehen hatte, sehr überraschend. Französische Filme verirrten sich selten nach Deutschland, aber wenn, dann steckte auch was dahinter. Ein paar Jahre zuvor war bereits „Willkommen bei den Sch’tis“ ein durchaus gelungenes Werk, das mit komödiantischen Einlagen eine besondere Art des Wohlgefühls entwickelte. Aber erst „Ziemlich beste Freunde“ ebnete den Weg für viele weitere französische Komödien, allen voran „Monsieur Claude und seine Töchter“.
Das erfolgreiche Filme nach einer gewissen Zeit Remakes bekommen ist bei weitem nichts Neues. Das dies nun rund sieben Jahre nach der Vorlage geschieht, liegt dann aber mehr an der Tatsache, dass das amerikanische Publikum lieber Filme mit Originalton hat. Da dies aber dann nur funktioniert, wenn man der Sprache mächtig ist oder mit den unbeliebten Untertiteln, sind englischsprachige Remakes unerlässlich geworden, wenn man ein so erfolgreiches und beliebtes Werk wie „Ziemlich beste Freunde“ in den USA einem breiten Publikum zugänglich machen möchte.

Bryan Cranston, Kevin Hart und Jahi Di'Allo Winston in Mein Bester & ich
Bryan Cranston, Kevin Hart und Jahi Di'Allo Winston in Mein Bester & ich © Universum Film
Für die Umsetzung dieses Werks fiel die Wahl auf Neil Burger, der eher für spannendere Filme, wie „Die Bestimmung – Divergent“ oder „Ohne Limit“ bekannt ist und mit diesem entsprechenden Erfolg feiern konnte. Laut eigener Aussage lehnte dieser allerdings zunächst die Position ab und sagte erst später, nach diversen Veränderungen im Drehbuch, zu die Regie zu übernehmen.
Im Grunde konnte man nichts anderes erwarten, als dass ein guter Film dabei herauskommt, dem es vermutlich nur an einer gewissen Frische fehlt, sofern man das Original kennt. Da es sich um ein Remake handelt, bleiben die Vergleiche leider nicht aus. Insofern wird es viele Gegenüberstellungen von „Ziemlich beste Freunde“ und MEIN BESTER & ICH geben, die ich allerdings nicht zu sehr ausschlachten möchte, falls tatsächlich jemand den französischen Film von 2012 noch nicht kennt.

Direkt der Start des Films ist 1:1 adaptiert vom Original, wenn die Beiden in einer nächtlichen Spritztour von der Polizei angehalten werden. Darüber hinaus wurden zumeist nur kleine Nuancen verändert, um besser in das amerikanische Setting von New York zu passen: Die Namen änderten sich von Philippe zu Philipp oder von Driss zu Dell. Statt Fabergé-Ei, wird eine unterschriebene Erstausgabe geklaut und viele weitere Kleinigkeiten sind Teil der Veränderungen zum Original.
Nach einer gewissen Zeit fallen immer mehr Szenen auf, die neu sind oder anders dargestellt wurden und MEIN BESTER & ICH beginnt ein wenig selbstständiger zu werden. Dadurch gewinnt der Film ein deutliches Plus, gerade weil man das Original unter Umständen bis in seine Haarspitzen kennt. Ferner ist der Handlungsstrang tatsächlich etwas strukturierter und folgt einem kontinuierlicheren Handlungsfaden. Der Spagat zwischen ausgesprochen lustigen und dann wieder sehr emotionalen Momenten war bei „Ziemlich beste Freunde“ häufig enorm, wenn auch nicht schlecht. Diesen Balanceakt bekommt MEIN BESTER & ICH mit wesentlich weniger Extremen hin, was definitiv ein besonders starker Zug des Films ist. Auf der anderen Seite fehlte mir persönlich dann doch eine ähnlich starke musikalische Untermalung wie die von Ludovico Einaudi im Original, was dem Ganzen einen besonderen Schliff verpasst hatte.

Nicole Kidman in Mein Bester & ich
Nicole Kidman in Mein Bester & ich © Universum Film
Nichtsdestotrotz stellt sich nach einer guten Weile ein ebenfalls sehr beklemmendes Gefühl beim Film ein und man muss definitiv etwas schwerer Atmen, da einen besonders das Schauspiel von Bryan Cranston („Breaking Bad“), dass durch die Lähmung seines Charakters ausschließlich über die Mimik stattfindet, mit der Zeit sehr gut abholt und mit der Figur sympathisieren lässt. Allgemein wirkt Cranston in seiner Figur etwas zugänglicher als Francois Cluzet in „Ziemlich beste Freunde“, der wesentlich griesgrämiger erschien. Während im Original Omar Sy seinen Durchbruch hatte, ist Kevin Hart schon lange Zeit sehr erfolgreich unterwegs. Ob als Comedian auf der Bühne oder in Spielfilmen, wie zuletzt „Jumanji – Willlkommen im Dschungel“, der schrille Amerikaner ist sehr omnipräsent. Umso überraschender fand ich sein doch sehr zurückhaltendes Spiel, wobei er vermutlich als Schauspieler seine beste Leistung abgerufen hat. Kein Wunder, denn neben Cranston ist mit Nicole Kidman eine weitere Größe aus Hollywood im Aufgebot und man merkt Hart an, dass er die Sache sehr ernst nahm. Kidman ist zwar nur in einer Nebenrolle zu sehen und bekommt daher im Vergleich zu ihren beiden Kollegen nicht soviel Zeit, um aus den vollen zu schöpfen, nutzt aber das bisschen Screentime so gut sie kann. Somit rundet sie die sehr gute Chemie des Casts optimal ab.

Bryan Cranston und Kevin Hart in Mein Bester & ich
Bryan Cranston und Kevin Hart in Mein Bester & ich © Universum Film
Bild:
Das Bild ist klar und scharf. Auch dunkle Aufnahmen wirken scharf und ohne Rauschen.

Ton:
Der Ton ist intensiv, gerade dann, wenn Philipp in seinen Erinnerungen wandelt oder wenn mit dem Auto durch die Stadt gebrettert wird. Ansonsten ist der Ton gut abgemischt, so dass man nicht ständig die Lautstärke ändern muss.

Extras:
Extras sind recht wenige vorhanden. Gerade mal ca. 13 Minuten sind vorhanden. Das Making of ist kürzer als die jeweiligen Interviews und bieten auch nicht mehr Einblicke als die Interviews, die auch nicht besonders aussagekräftig waren.


Fazit:
Wer „Ziemlich beste Freunde“ kennt, dem wird es etwas an Frische fehlen. Dieser ist noch so gegenwärtig, dass man unbeabsichtigt immer wieder in Vergleiche abdriftet. Dabei verliert leider MEINE BESTER & ICH. Dennoch ist es ein durchaus gut gemachtes und ebenfalls sympathisches Remake, dass die Essenz des französischen Originals sehr gut einfängt. Darüber hinaus hat der Film innerhalb der Handlung einige Abweichungen mehr als erwartet und macht sogar einiges besser.

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by Christian Willach
Bilder © Universum Film




Mein Bester & ich - Trailer