Mechanic: Resurrection - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.12.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min

Mechanic: Resurrection Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Seine Tage als Elite-Killer hat Arthur Bishop (Jason Statham) hinter sich gelassen – dachte er zumindest! Doch dann holt ihn die mörderische Vergangenheit ein: Bishops Erzfeind Riah Crain (Sam Hazeldine) entführt seine Freundin Gina (Jessica Alba) und zwingt ihn zur Rückkehr in den alten Job. Innerhalb kürzester Zeit soll der „Mechanic“ einmal um die ganze Welt reisen und das tun, was keiner so gut kann wie er: drei schier unmögliche Auftragsmorde begehen und sie dabei wie Unfälle aussehen lassen...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurettes, Interviews mit Cast & Crew, Making of, Videotagebuch von den Dreharbeiten

DVD und Blu-ray | Mechanic: Resurrection

Blu-ray
Mechanic: Resurrection Mechanic: Resurrection
Blu-ray Start:
27.12.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

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Blu-ray Start:
14.04.2017
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DVD
Mechanic: Resurrection Mechanic: Resurrection
DVD Start:
27.12.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Mechanic: Resurrection

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Es war schon etwas überraschend, als eine Fortsetzung für das leidlich erfolgreiche Remake des Charles Bronson-Streifens „The Mechanic“ angekündigt wurde. Mechanic: Resurrection SzenenbildGerade einmal knapp 80 Millionen Dollar hat das Jason Statham-Vehikel vor fünf Jahren eingespielt, bei einem Budget von 40 Millionen nicht unbedingt ein besonders lukratives Geschäft, das ein Sequel rechtfertigt. Gerade für deutsche Filmfans wurde die Fortführung der „Mechanic“-Story jedoch spannend, als mit Dennis Gansel einer der erfolgreichsten deutschen Filmemacher der Gegenwart für den Regiestuhl gewonnen wurde. Der Regisseur von „Napola“, „Die Welle“ und dem unterschätzten Vampirfilm „Wir sind die Nacht“ erfüllte sich mit „Mechanic: Resurrection“ den lange gehegten Traum einen Genrefilm in Hollywood zu drehen, eine besondere Handschrift lässt das fertige Produkt jedoch vermissen. Viel mehr ist hier ein fader Aufguss und oft herrlich bescheuerter Actionstreifen mit hanebüchener Handlung zu sehen, der lediglich durch seinen charismatischen und scheinbar unkaputtbaren Star, rasante Action und seine exotischen Drehorte in Thailand, Malaysia, Australien und Brasilien überzeugen kann. Entgegen aller Erwartungen hat sich der Film zu einem bedeutend größeren Erfolg als der erste Teil entwickelt und spielte weltweit bislang fast 130 Millionen Dollar ein.

Nachdem Super-Profikiller Arthur Bishop (Jason Statham) am Ende von „The Mechanic“ seinen Tod vorgetäuscht hat, lebt er nun zurückgezogen in Brasilien. Doch sein Aufenthalt bleibt nicht lange unentdeckt und er wird von einer mysteriösen Frau angesprochen, die ihn unterstützt von mehreren Schergen dazu zwingen will, drei Auftragsmorde durchzuführen. Bishop hat da andere Vorstellungen und flieht nach brutalen Kampfeinlagen spektakulär. Nun versucht er in Thailand bei seiner alten Freundin Mae (Michele Yeoh) unterzutauchen. Dort trifft er auf Gina Thorne (Jessica Alba), die er vor einem prügelnden Angreifer retten kann. Bishop findet heraus, dass Thorne der Lockvogel eines Mannes namens Riah Crain (Sam Hazeldine) ist. Crain war auch der Auftraggeber der Frau in Brasilien und hat nun Thorne erpresst, Kontakt mit Bishop aufzubauen, sodass er sich in sie verliebt, um ein Druckmittel darzustellen. Tatsächlich beginnen die Beiden eine Affäre und Thorne wird entführt, wodurch sich Bishop gezwungen fühlt die Aufträge von Crain in kürzester Zeit durchzuführen…

Mechanic: Resurrection Szenenbild Es fällt schwer, diesen absurden und verworrenen Plot so zusammenzufassen, dass er einigermaßen Sinn ergibt. Doch das ist nun mal die irrwitzige Prämisse von „Mechanic: Resurrection“ oder besser gesagt die Rechtfertigung für eine Aneinanderreihung wunderbar abstruser Actionsequenzen. Der Film beginnt schwungvoll in Rio de Janeiro, wo es schnell zu den obligatorisch sinnlosen Kampsequenzen kommt, die viele Statham-Filme eben ausmachen. Gansel und Vic Armstrong, sein legendärer Action-Regisseur-Veteran, inszenieren diese Szenen in typischer Handkamera-Optik auf augenzwinkernde, aber dennoch brutale Weise. So effektiv, so gut. Mit einem halsbrecherischen Sprung von einer Gondel auf einen Paraglider wird die amüsante Eröffnungssequenz des Films als gelungene Anspielung auf „James Bond – Moonraker“ perfekt beendet, dann folgt jedoch recht lange Leerlauf. Hier quält sich der Film durch diverse hölzerne Dialoge und Expositionsszenen, bei denen der absurde Plot ohne Ablenkung von Actionszenen schmerzhaft zum Vorschein kommt – bis es schließlich zum Aufeinandertreffen mit dem farblosen Bösewicht Crain kommt, dessen Motive und Rachegelüste gegenüber Bishop selbst für diese Art Film extrem weit hergeholt scheinen.

Hier gewinnt „Mechanic: Resurrection“ wieder etwas an Tempo, wenn es schließlich zu den wunderbar absurden und spielerisch inszenierten Auftragsmorden kommt. Zunächst muss ein afrikanischer Warlord (Femi Elufowoju Jr.) um die Ecke gebracht werden, wofür sich Bishop unter falscher Identität in ein malaysisches Gefängnis auf einer Insel ähnlich Alcatraz sperren lässt. Natürlich muss er die Morde so ausführen, dass sie wie Unfälle daherkommen. Anschließend führt Bishops blutiger Weg nach Sydney, wo er einen schwer bewachten Menschenhändler töten muss. Hier versucht der Film recht offensichtlich auf die irrsinnige und bereits legendäre Burj Khalifa-Szene in „Mission: Impossible – Phantom-Protokoll“ anzuspielen, was in einigen ziemlich gelungenen und unterhaltsamen Momenten resultiert, die sicher zu den besten des Films gehören. Gansel beweist in diesen Momenten durchaus Originalität und Einfallsreichtum, wodurch sein Film auf ganz anspruchslose Weise à la Achtziger Jahre-B-Movie-Actionstreifen Spaß macht.

Mechanic: Resurrection Szenenbild Einen echten spektakulären Punch, der auch nur ansatzweise etwa an die atemberaubend orchestrierte Action in besagtem „Mission: Impossible“ heranreicht, setzt „Mechanic: Resurrection“ aber leider nie. Dafür wirkt die Ästhetik des Films insgesamt zu flach und billig, man hat den Eindruck, dass die Hälfte des Streifens vor Green Screen gedreht wurde. Dieser oft etwas plastikartige Look gepaart mit leicht angestaubt wirkenden visuellen Effekten erweckt oftmals den Eindruck einer hastig produzierten Direct-to-Video-Produktion, bei der niemand wirklich Herzblut investiert hat. Gansel kann hier abgesehen von besagten gelungenen Actionmomenten leider nur wenige Akzente setzen, die Regie kommt insgesamt eher uninspiriert, farblos und einfallslos daher. Das ist möglicherweise nicht mal Gansel zuzuschreiben, der, wie das Bonusmaterial auf der Blu-ray vermittelt, eher Director-for-hire war als tatsächlich federführender Regisseur.

Ein gutes Drehbuch hat Gansel sicher nicht zur Verfügung gehabt, der Film kommt letztlich auch völlig spannungsarm daher, da für den quasi unbesiegbaren Bishop nie eine echte Gefahr zu bestehen scheint. Statham trägt das mit gewohntem Filmstar-Charisma, jedoch kann er wie so oft nicht über stark mittelmäßiges Material hinauswachsen. Da helfen auch die namhaften Nebendarsteller (darunter Tommy Lee Jones und Martial Arts Grande Dame Michelle Yeoh) nicht, die größtenteils durch den Film schlafwandeln und Besseres verdient haben. Immerhin darf Jessica Alba einen sexy Bikini tragen und auch ein wenig die Fäuste schwingen lassen und Tommy Lee Jones in einem herrlich schrägen Outfit auf augenzwinkernde Weise seinen Gehaltsscheck einsammeln. Auf ganz anspruchslosem Niveau kann man hier als Statham- und Fan übertriebener Action also dennoch gewissen Spaß haben, denn immerhin scheint sich „Mechanic: Resurrection“ seiner eigenen Absurdität und Übertriebenheit meist bewusst zu sein.

Mechanic: Resurrection Szenenbild Bild
Die Blu-ray präsentiert ein qualitativ überaus hochwertiges Bild, das im Grunde keine echten Schwächen zeigt. Die warme und sehr facettenreiche Farbpalette ist sehr schön anzusehen. Auch wenn die Farben kraftvoll und intensiv daherkommen, wirkt das Bild weitestgehend angenehm und natürlich. Unterstützt wird dieser sehr gute optische Eindruck noch durch sehr hohe Schärfe- und Detaillevel, wodurch hier ein kristallklares Bild geboten wird. Kontraste und Schwarzwerte sind ebenfalls auf erstklassigem Niveau. Dass der Film insgesamt ein wenig plastikartig und fake wirkt, tut dem starken technischen Niveau des Transfers keinen Abbruch.

Ton
Wie es sich für einen modernen Actioner gehört, bietet die Blu-ray auch jede Menge akustisches Spektakel. Die Sound-Umsetzung ist sehr kraftvoll geraten, sämtliche Schüsse, Explosionen und andere Kampfgeräusche werden wuchtig vom Subwoofer akzentuiert, während die Surround-Kanäle für permanente Raumbeschallung sorgen. An Klarheit und Verständlichkeit gibt es auch absolut nichts zu bemängeln. Insgesamt ein starker und immersiver Ton-Transfer auf Top-Niveau.

Extras
Das Bonusmaterial überzeugt schon mal in quantitativer Hinsicht mit diversen Featurettes, Videotagebuch und Interviews. Bei einem Blick auf das typisch selbstbeweihräuchernde Making of fällt dann aber schnell auf, dass man den Film doch etwas ernster und tiefgründiger nimmt, als das finale Werk den Anschein macht. Man möchte fast glauben, dass die Beteiligten von einem anderen Film reden. Die zehnminütige Kurzdoku über Komponist Mark Isham und seinen Arbeitsprozess ist dann wieder ganz nett.

Mechanic: Resurrection Szenenbild Aber sei‘s drum, hinzu kommen noch drei sehr kurze und recht überflüssige Featurettes, interessant wird es dann aber mit Dennis Gansels spannendem Videotagebuch, das exklusiv auf der deutschen Blu-ray enthalten ist: Dieses wirft einen überraschend intimen Blick auf die Produktion aus der Perspektive des deutschen Filmemachers, der nach Hollywood geht, um seinen ersten großen Actionfilm zu machen. Unterschwellig merkt man hier, dass Gansel nicht mit allem zufrieden war, was ihm bei dieser Erfahrung begegnet ist und er letztlich wenig Macht hatte, den Film so zu realisieren, wie er es sich erträumt hat. Hinzu kommen dann noch (teilweise redundante) Interviews und der deutsche Kinotrailer.
Making of: Inside Mechanic Resurrection (09:54 Min.)
Mark Isham: Filmmusik für Actionfilme (08:59 Min.)
Statham und Stunts (01:22 Min.)
Malaysisches Gefängnis (01:21 Min.)
Michelle Yeoh: Geheime Verbündete (01:13 Min.)
Videotagebuch von den Dreharbeiten (17:21 Min.)
Interviews mit Cast & Crew
- Jason Statham (03:39 Min.)
- Jessica Alba (04:07 Min.)
- Michelle Yeoh (02:42 Min.)
- Tommy Lee Jones (01:28 Min.)
- Sam Hazeldine (03:12 Min.)
- Dennis Gansel (04:56 Min.)
- Philip Shelby (01:25 Min.)
- Vic Armstrong (03:51 Min.)
Kinotrailer (02:06 Min.)
Trailershow (Hacksaw Ridge, Shut In, Eliminators, Snowden, Eye in the Sky, London Has Fallen, Green Room)


Fazit:
„Mechanic: Resurrection“ erweist sich als eher uninspirierte Angelegenheit, dessen absurder und spannungsarmer Plot für wenig Aufregung sorgt. Für Fans übertriebener und augenzwinkernder Action könnte der weltenbummelnde Streifen dennoch für kurzweilige Freude sorgen.

by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film