Max - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.02.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 111 min

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Inhalt

Der speziell ausgebildete Militärhund Max dient mit seinem Betreuer, U.S. Marine Kyle Wincott, im afghanischen Krisengebiet. Als ein Manöver aus dem Ruder läuft, wird Kyle tödlich verwundet. Der traumatisierte Max hat seinen besten Freund verloren und kann deshalb nicht länger im Dienst bleiben.
Max wird zurück in die USA gebracht, wo offenbar nur Kyles halbwüchsiger Bruder Justin bereit ist, sich um den Hund zu kümmern. Dass Max von Kyles Familie aufgenommen wird, rettet ihm im Grunde das Leben. Doch auch Justin hat Probleme – vor allem gelingt es ihm kaum, den Erwartungen seines Vaters gerecht zu werden. Letztlich will er die Verantwortung für den verstörten Hund seines Bruders nicht voll übernehmen. Es zeigt sich aber, dass Justin nur mit Max’ Hilfe herausfinden kann, was Kyle bei jenem Militäreinsatz wirklich zugestoßen ist. Und als die freche, tierliebende Teenagerin Carmen dazu kommt, merkt Justin allmählich, was ihm sein vierbeiniger Gefährte wirklich bedeutet.
Das Vertrauen zwischen Justin und Max wächst, und dadurch gelingt es dem kampferfahrenen Hund schließlich, zu seiner alten unerschrockenen Form zurückzufinden. Bald beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Geheimnis zu lüften – dabei geraten die beiden in aufregendere und gefährlichere Situationen, als sie jemals ahnen konnten. Wider Erwarten entwickelt sich so zwischen den beiden eine Freundschaft fürs Leben.

Die Hauptrollen in „Max“ übernehmen Josh Wiggins („Hellion“) als Justin Wincott, Lauren Graham („Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“, TV-Serie „Parenthood“) als seine Mutter Pamela und Oscar-Kandidat Thomas Haden Church („Sideways“) als sein Vater Ray.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Bonusmaterial:
Featurettes

DVD und Blu-ray | Max

Blu-ray
Max Max
Blu-ray Start:
18.02.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 111 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Max Max
DVD Start:
18.02.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 107 min.

Blu-ray Kritik - Max

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Filme, in denen Hunde im Mittelpunkt stehen, haben sich über die Jahre immer wieder als bei Zuschauern beliebtes und effektives Subgenre des Familienfilms erwiesen. Solche hündischen Streifen wie die „Beethoven-Reihe“, „Scott & Huutsch“, „Marley & Me“ oder „Hachiko“ zeigen sich meist von komödiantischer oder auch sentimentaler Seite, „Max“ hingegen erweist sich als überraschender Genre-Hybrid, der zur typisch amerikanischen Familiengeschichte einen nicht ganz so überzeugende Thrillerplot packt. Max SzenenbildSo präsentiert Genre-Tausendsassa Boaz Yakin („Fresh“, „Safe“, „Gegen jede Regel“) und Co-Drehbuchautor Sheldon Lettich (ein Ex-Marine, der hauptsächlich als Regisseur diverser Van Damme-Vehikel fungiert hat) eine weitgehend ernsthafte und ironiefreie Geschichte über einen militärisch trainierten Hund und einen Jungen in der Pubertät, der sich zunächst unfreiwilligerweise mit dem Tier anfreunden muss. Das ist weitestgehend vorhersehbar inszeniert und letztlich eine eher freudlose Angelegenheit, die dennoch nicht ganz ohne Charme bleibt.

Max ist ein belgischer Malinois, der als herausragend trainierter Waffen-und Bombenspürhund für das US-Militär in Afghanistan eingesetzt wird. Sein stolzer Besitzer und bester Freund ist der Marine Kyle Wincott (Robie Amell), der bei einem Einsatz in der Provinz von Kandahar von einem Sprengsatz getötet wird. Max, der eine unzertrennliche Bindung zu seinem Herrchen aufgebaut hat, wird zurück in die amerikanische Heimat gebracht, wo er unter posttraumatischem Stress leidet und dadurch kaum zu bändigen ist. Der einzige Ausweg vor seiner unvermeidlichen Einschläferung ist die Eingliederung in die Familie von Kyle, der er mit Sympathie begegnet. Vater Raymond (Thomas Haden Church) ist selbst stolzer ehemaliger US-Marine, dem sein Sohn alles bedeutet hat. Kyles jüngerer Bruder Justin (Josh Wiggins) sieht sich durch das ständige Anhimmeln seines scheinbar perfekten Bruders selbst als das schwarze Schaf der Familie und flüchtet sich in Videospiele. Mit dem Ankommen des immer noch sehr ungestümen und verwirrten Hundes wird Justin jedoch gezwungen Verantwortung zu übernehmen und eine Verbindung mit dem Hund aufzubauen. Hilfe dabei erhält er von Carmen (Mia Xitlali), der Cousine seines besten Freundes Chuy (Dejon LaQuake). Carmen hat viel mit Hunden zu tun und erweist sich als echte Hundeflüsterin, die Justin einige Tricks beibringen kann. Unruhe kommt auf, als Kyles Kamerad Justin (Luke Kleintank) vom Kriegsdienst zurückkehrt. Dieser hat mit zwielichtigen Waffengeschäften mit Chuys Cousin Emilio (Joseph Julian Soria) zu tun, der Beziehungen zum mexikanischen Drogenkartell hat.

Im Grunde ist „Max“ eine typische Coming-of-Age-Geschichte, bei der der junge Protagonist über den Hund zu sich selbst und eigener Verantwortung finden muss, an der er schließlich wächst. Yakin und Lettich bauen hierfür diverse Konflikte ein, u.a. mit Justins strengem, aber fairem Vater, einem ehrlichen Arbeiter, der zunächst keinen Zugang zu seinem typisch pubertären und rebellischen Sohn keinen Zugang findet. Max SzenenbildSich mit Justin als Zuschauer zu erwärmen fällt zunächst auch zugegebenermaßen etwas schwer, denn sein ätzendes, lustloses, respektlos-arrogantes Verhalten gegenüber sein Eltern bei gleichzeitig mangelndem Charisma von Wiggins ist nicht gerade Sympathie erweckend. Auch das unverfroren amerikanische Wertebild des Films, das sich vor allem in Form der sehr konservativen und christlichen Familie propagiert wird, könnte manchem Zuschauer etwas bitter aufstoßen.

Nach einem etwas holprigen Beginn wird der Zugang jedoch etwas erleichtert, vor allem dank sehr effektiver Szenen, die die Interaktion von Mensch und Hund zeigen. Das Highlight und die größte Stärke des Films ist dann auch letztlich Max, der hier von sechs verschiedenen Hunden wunderbar gespielt wird. Mit dem Ankommen von Carmen und der erwartungsgemäßen sich anbahnenden jungen Liebe taut auch Justin etwas auf und wird eine zugänglichere Figur. Neben dem Familiendrama, der Coming-of-Age-Geschichte und dem Blickwinkel eines posttraumatisch gestörten Hundes kommt irgendwann dann eine eben etwas aufgesetzte Kriminalgeschichte hinzu, die nur bedingt mit dem Rest des Films harmoniert. In den besten Momenten kommt hier ein wenig das Gefühl eines spielbergischen Kinder-in-Gefahr-Abenteuers auf, wodurch die Aufmerksamkeit des Zuschauers trotz allgemeiner Vorhersehbarkeit des Plots letztlich durchaus gehalten wird. Besonders Chuy sorgt als komischer Sidekick für einige auflockernde Momente und erweist sich überraschenderweise dank LaQuakes sympathischem Spiel als gar nicht nervige Präsenz. Auch Xitlali überzeugt und gibt dem Film willkommene Frische. Doch auch wenn der sehr actionreiche und explosive letzte Akt in dieser Art von Film unkonventionell ist, wirkt er immer etwas wie ein Fremdkörper.

Viel interessanter sind dann die Szenen, in denen das Verhältnis zwischen Mensch und Hund erforscht wird. Hier offenbaren sich einige interessante Momente, gerade aus dem in Filmen bisher unerforschten PTSD-Hintergrund hätte man vielleicht mehr machen können. Auch für die familiäre Dynamik und der Umgang mit Verlust hätte man sicher mehr Spielraum finden können. So wirkt der zwischen sentimentalem Kitsch und Zynismus schwankendem Film letztlich leider etwas halbgar und ist nie emotional so involvierend, wie man sich das wohl erhoffen würde.

Bild
In technischer Hinsicht gibt es an der Blu-ray nichts zu bemängeln. „Max“ wurde digital auf Arri Alexa aufgezeichnet, was sich in der Ästhetik des Films deutlich abzeichnet. Das Bild ist an sich makellos, der sehr digitale und glasklare Look wirkt aber bisweilen etwas flach und langweilig. Max SzenenbildDas ist aber letztlich Geschmackssache. Schärfe- und Detaillevel sind dementsprechend sehr hoch, ebenso wie Kontraste und Schwarzwerte. Insgesamt macht der Film einen sehr natürlichen Bildeindruck, was sich auch in der ausgewogenen und realistischen Farbgestaltung niederschlägt. Bildfehler in Form von Rauschen gibt es keine zu entdecken.

Ton
Akustisch überzeugt die Disc auf ganzer Linie. Genauer gesagt ist die äußerst räumliche und gelegentlich sehr wuchtige Umsetzung eine echte Überraschung, die man bei dieser Art von Film zunächst nicht erwarten würde. Immer wieder gibt es Gelegenheit für sehr präzise Verteilung diverser Soundeffekte, die gerade bei den Actionszenen für große Immersion sorgen. Der etwas unerwartete militärische Hintergrund gibt auch immer wieder Grund für den Einsatz diverser Waffen, die entsprechend kraftvoll zur Geltung kommen. Auch heftige Explosionen hat der Film zu bieten, die entsprechend raumumfassend und mit großer Wucht über den häufig angesteuerten Subwoofer wirkungsvoll eingesetzt werden. Stimmwiedergabe ist durchweg sehr gut.

Extras
Weit enttäuschender als die technische Umsetzung fällt die Sonderausstattung der Blu-ray aus. Hier gibt es nur zwei kurze Featurettes, die zum einen Einblick in das Hundetraining und zum anderen in die Geschichte militärisch eingesetzter Hunde bieten.
Die Arbeit mit Max (04:49 Min.)
Heldenhafte Hunde: Eine Reise (07:43 Min.)


Fazit:
„Max“ ist ein nur mäßig erfolgreicher Genre-Hybrid aus Familiendrama, Coming-of-Age-Story und abstrusem Actionthriller. Der Film ist nur gelegentlich emotional involvierend und ist dann am interessantesten, wenn sein hündischer Protagonist im Mittelpunkt steht, der ohne Zweifel der Star der Show ist. Für Hundefans vielleicht einen Blick wert.

by Florian Hoffmann
Bilder © Warner Home Video