Masterminds - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.08.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min

Masterminds Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

David Ghantt (Zach Galifianakis) ist ein einfacher Kerl mit einem stinknormalen Leben. Tag für Tag fährt er in einem Geldtransporter die Millionen anderer Leute hin und her. Einziger Lichtblick ist seine sexy Kollegin Kelly Campbell (Kristen Wiig). Von ihr lässt sich David zu einem wahnwitzigen Plan überreden, den er sich niemals hätte träumen lassen. Gemeinsam mit einer Gruppe unterbelichteter Kleinganoven, angeführt von Steve Chambers (Owen Wilson), schafft David das Unvorstellbare und klaut 17 Millionen Dollar! Gutgläubig übergibt er die Beute seinen vermeintlichen Partnern. Doch Steve und seine Jungs verballern die Kohle ohne Sinn und Verstand und hinterlassen Spuren, die alle direkt zu David führen. Völlig überfordert muss er sich nicht nur die Polizei vom Hals halten, sondern auch den durchgeknallten Auftragskiller Mike McKinney (Jason Sudeikis) ...

Basierend auf einer wahren Geschichte erlebt David Ghantt in MASTERMINDS das Abenteuer seines Lebens. Tatsächlich erbeuteten 1997 in Charlotte, North Carolina, einige Möchtegern-Gangster aus einem Geldtransporter der Firma Loomis Fargo satte 17,3 Millionen Dollar.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Wild Bunch
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Masterminds

Blu-ray
Masterminds Masterminds
Blu-ray Start:
18.08.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Masterminds Masterminds
DVD Start:
18.08.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 91 min.

Blu-ray Kritik - Masterminds

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


1997 ereignete sich in der unscheinbaren Kleinstadt Maiden nahe Charlotte in North Carolina eines der wohl unwahrscheinlichsten Großverbrechen der amerikanischen Geschichte. Hier fiel das weltweit operierende Sicherheitsunternehmen Loomis Fargo einem Überfall zum Opfer, bei dem insgesamt 17,3 Millionen Dollar direkt aus dem Tresor am Firmensitz erbeutet wurden – zu dem Zeitpunkt der zweitgrößte Bargeld-Diebstahl in den USA aller Zeiten. Masterminds SzenenbildDie amateurhaft agierenden Täter waren schnell ausgemacht, nun musste man sie schließlich nur noch finden, was sich angesichts ihres weiterhin stümperhaften Verhaltens als nicht allzu schwer herausstellen sollte. Diesen Hintergrund nahm sich der oft verschobene und in Deutschland nie im Kino erschienene „Masterminds“ zur Grundlage, jedoch nicht um eine minutiöse und ernsthafte Aufarbeitung der Geschichte zu liefern, sondern um die Absurdität der Situation inklusive der wenig intelligent agierenden Hauptfiguren in einer herrlich überzogenen Farce in den Mittelpunkt zu stellen.

David Ghantt (Zach Galifianakis) arbeitet bei Loomis Fargo als Geldtransporterfahrer und träumt von ein bisschen mehr Action in seinem doch eher überraschend eintönigen Job. Privat steht bei dem etwas einfältigen aber gutherzigen Ghantt die Trauung mit der schrulligen Jandice (Kate McKinnon) an, seine Augen hat er jedoch eigentlich auf seine Kollegin und Quasi-Femme Fatale Kelly Campbell (Kristen Wiig) geworfen. Genau das sollte ihm zum Verhängnis werden, denn als deren alter High School-Freund Steve Chambers (Owen Wilson) von einem Multimillionen-Diebstahl bei Loomis erfährt, plant er selbiges zu tun – unter Einbeziehung von Ghantt, der den Raub als Insider durchführen soll. Der liebestolle Ghantt, der alles andere als eine Verbrecherkarriere anvisiert hat, stimmt schließlich zu und der enorm schlecht geplante und durchgeführte Raub gelingt tatsächlich. Unter der absurden Prämisse, dass Ghantt mit einem Minimalanteil schnellstens das Land Richtung Mexiko verlassen und nach und nach mit unauffälligen Überweisungen von Chambers gefüttert werden sollte, nehmen die Ereignisse ihren absurden Lauf…

Schon sehr früh spürt man dem grenzenlos überdrehten „Masterminds“ an, dass er hier nicht an einer seriösen Studie dieser Vorkommnisse und seiner ahnungslosen Figuren interessiert ist. Masterminds SzenenbildViel mehr erkennt „Napoleon Dynamite“-Macher Jared Hess, wie verrückt und unbeholfen das Verhalten von Ghannt (der hier sogar als Berater fungierte) und Co. war, um aus der Prämisse eine wunderbar verschrobene Außenseiterfarce zu erschaffen, die mit unzähligen absurden Ideen und enorm überzogenen Momenten vollgepackt ist. Wer abseitigen, kultverdächtigen Humor mag, wird hier möglicherweise auf ein echtes Juwel treffen, ein Großteil der Zuschauer bleibt hier aber angesichts der hemmungslos bekloppten, aber überaus inspirierten Inszenierung vermutlich außen vor.

Hess präsentiert hier Figuren, die gerade dann am komischsten sind, wenn sie ihre aufrichtigsten Momente haben und dabei überhaupt nicht mitkriegen, wie völlig ahnungslos sie sind. Damit evoziert Hess nicht nur sein eigenes Werk, sondern auch Komödienklassiker wie „Dumm und dümmer“ oder „Anchorman“. Man fühlt sich aber auch an viele Filme der Coen-Brüder wie „Arizona Junior“ oder „Burn After Reading“ erinnert, wo einfältige, aber sehr liebenswerte Figuren in Verbrechen involviert werden, bei denen letztlich nur sie den Eindruck haben, dass sie die „Masterminds“ sind.

Wer einen Film wie „Materminds“ als blöd empfindet, nur weil er sich auf herrlich subversive Art im glorreich dämlichen Verhalten seiner Figuren suhlt, der liegt natürlich falsch. Hess weiß genau, was er hier tut und ballert in der 90-minütigen Laufzeit aus allen komödiantischen Rohren. „Masterminds“ ist von vorne bis hinten vollgepackt mit hochinspirierten und oft zum Schreien komischen Momenten, die mal in herrlich absurder Situationskomik, mal in sehr erinnerungswürdigen, erstaunlich cleveren und hochzitierbaren Dialogen oder aber auch in unzähligen brillanten visuellen (mal mehr, mal weniger versteckten) Gags zelebriert werden. Masterminds SzenenbildHier fängt es schon mit dem dick aufgetragenen Südstaaten-Akzent an (den Film sollte man unbedingt im Original sehen), der schon ganz alleine immer wieder zum Lachen anregt, gerade weil die hochtalentierte Besetzung ebenso inspiriert und mit voller Inbrunst agiert, wie der Regisseur.

Aber auch das behämmert überzogene Aussehen der Figuren regt immer wieder sehr zum Lachen an, vor allem Zach Galifianakis darf herrlich unvorteilhafte Perücken und später immer wieder völlig alberne und sehr einfallsreiche Verkleidungen tragen, die ihn jedes Mal nur noch auffälliger als zuvor aussehen lassen. Dann sind da natürlich auch die wunderbar farbenfrohen Figuren, darunter auch ein überaus inspiriert agierender Jason Sudeikis als enorm exzentrischer Profikiller, der auf Ghantt angesetzt wurde und schließlich eine ganz besondere Beziehung zu seiner Zielperson aufbaut. Als Kontrast zu all den Blödelfiguren agiert dann Leslie Jones (eine der drei „Ghostbusters“-Darstellerinnen in diesem Film) als eine der wenigen „normalen“ Charaktere. Auch sie erhält als zuständige FBI-Agentin einige pointierte Momente, die oft nicht minder lustig sind als das überzogene Verhalten der unbeholfenen Täter.

„Masterminds“ hat so letztlich alle Zutaten, um eines Tages wiedergefunden zu werden, um schließlich als missverstandener Kultklassiker angesehen zu werden. Gerade wenn man sich das heutige farb- und ideenlose Komödien-Einerlei betrachtet, mit dem man als Zuschauer konfrontiert wird, erweist sich dieser Film als überaus willkommenes Kleinod mit hohem Wiedersehenspotential.

Bild
Masterminds Szenenbild Das sehr plastische Bild der Blu-ray präsentiert sich in sehr lebhaften und intensiven Farben, Natürlichkeit wird hier jedoch keine eingebüßt. Kontraste und Schwarzwerte sind erstklassig, das sehr sonnige und spürbar strahlende Bild ist zudem erstaunlich knackig und scharf. Wirkliche Mängel bzw. Bildfehler bleiben hier aus.

Ton
Auch in akustischer Hinsicht zeigt sich die Blu-ray von einer starken Seite. Der Film ist weitestgehend dialogbasiert, dennoch finden sich auch konstant über den Film zahlreiche atmosphärische Umgebungsgeräusche verstreut. In manchen Szenen kommt hier auch effektiv Dynamik zum Einsatz, ebenso wird auch der Subwoofer druckvoll miteingesetzt. Dialoge und Stimmen sind klar und verständlich abgemischt.

Extras
Leider hat man der Blu-ray keinerlei Bonusmaterial beschert.


Fazit:
„Masterminds“ ist eine zu Unrecht untergegangene Farce, die eigentlich alle Zutaten bietet, um eines Tages als Kultkomödie wiederentdeckt zu werden. Hier agieren begnadete Komiker mit voller Inbrunst in einem absurden Szenario, in dem es vor hochinspirierten Einfällen nur so wimmelt.

by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film / Wild Bunch