Mary Poppins' Rückkehr - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.04.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 131 min

Mary Poppins' Rückkehr Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

London 1930 – 24 Jahre nach dem Originalfilm: Michael Banks (Ben Whishaw) ist inzwischen erwachsen geworden und arbeitet für die Bank, bei der auch schon sein Vater angestellt war. Er lebt noch immer in der Cherry Tree Lane 17 mit seinen mittlerweile drei Kindern – Annabel (Pixie Davies), Georgie (Joel Dawson) und John (Nathanael Saleh) und der Haushälterin Ellen (Julie Walters). Seine Schwester Jane Banks (Emily Mortimer) tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter und setzt sich für die Rechte der Arbeiter ein. Zusätzlich hilft sie Michaels Familie wo sie kann. Als sie einen persönlichen Verlust erleiden, tritt Mary Poppins (Emily Blunt) auf magische Weise wieder in das Leben der Familie Banks und mit Hilfe ihres Freundes Jack (Lin-Manuel Miranda) kann sie die Freude und das Staunen zurück in ihr Zuhause bringen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch: Dolby Digital plus 7.1
Italienisch: Dolby Digital plus 7.1
Englisch: DTS-HD MA 7.1
Untertitel:
Deutsch, Italienisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Zurück im Kirschbaumweg: Dick Van Dykes Rückkehr
Pannen vom Dreh
Zusätzliche Szenen
„Die Dinge anders betrachten": Die Lieder aus Mary Poppins Rückkehr
Version mit Liedtexten zum Mitsingen
Making-of Mary Poppins Rückkehr
Zusätzliches Lied: „Der Anthropomorphische Zoo"

DVD und Blu-ray | Mary Poppins' Rückkehr

Blu-ray
Mary Poppins' Rückkehr Mary Poppins' Rückkehr
Blu-ray Start:
18.04.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 131 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Mary Poppins' Rückkehr Mary Poppins' Rückkehr
DVD Start:
18.04.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 126 min.

Blu-ray Kritik - Mary Poppins' Rückkehr

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Wie man spätestens seit dem Film „Saving Mr. Banks“ weiß, ist Mary Poppins die Hauptfigur einer Reihe von insgesamt vier Romanen der Autorin P.L. Travers, wobei der zweite Roman als Vorlage für „Mary Poppins Rückkehr“ diente und somit klar als Fortsetzung und nicht als Remake zu verstehen ist. Die Kinder aus dem Filmklassiker sind nun Erwachsene, die ähnlich ihrem Vater im ersten Teil ihre Probleme haben, was Mary Poppins wieder auf den Plan ruft.

Fortsetzungen umgibt immer ein gewisses Risiko bzw. ein klarer Anspruch, da sie in der Regel nur entstehen, wenn das Erstlingswerk erfolgreich oder beliebt war. Wenn die Fortsetzung dann erst 54 Jahre später kommt und der Erstling „Mary Poppins“ ist, auf den bekanntlich sowohl Erfolg als auch Beliebtheit zutrifft, dann kämpft man nicht nur mit Erwartungen, sondern auch mit der Zeit.
Kann ein Fortgang der Geschichte, die seit 1964 mehrere Generationen verzaubert hat, überhaupt das heutige und alte wie neue junge Publikum überzeugen?

Emily Blunt ist Mary Poppins
Emily Blunt ist Mary Poppins © Disney Enterprises / Photo Credit: Jay Maidment
Wo der erste Teil, mangels der damaligen Möglichkeiten, nicht viel von London preisgab, werden wir mittels des Laternenanzünder Jack (Pendant zu Schornsteinfeger Bert aus dem ersten Teil) und einem Liedchen durch London im Jahr 1930 zum Kirschbaumweg gelotst, in jenes Haus, dass wir aus dem ersten Film noch kennen.

Während London mit Computergenerierten Luftflügen durch die Stadt gezeigt wird, sind die Bodenaufnahmen optisch mehr als ansprechend und authentisch aufgebaute Kulissen, die das Feeling aus dem Klassiker sehr gut in den neuen Film transportieren. Generell hat man sich optisch nicht bitten lassen und setzt alle heutigen Möglichkeiten soweit es geht ein, um der Fortsetzung einen frischen Anstrich zu verpassen, allerdings ohne das Original außer Acht zu lassen. So gibt es natürlich auch im Sequel wieder Abenteuer, die den Realfilm mit Zeichentrickelementen versehen und diese Elemente auch klassisch mit zweidimensionaler Tricktechnik zeigen, wobei man auch alte Weggefährten trifft. Besonders herausragend zeigt sich dies, wenn Mary Poppins mit den Kindern in eine Porzellanvase springt, um anschließend zu einer Manege zu fahren. Auffallend dabei ist die Detail Verliebtheit, wenn jeder Schritt so klingt als würden die Protagonisten auf Porzellan herumlaufen. Somit erschafft man eine märchenhafte Kombination aus dem alten Stil und neuen Möglichkeiten der Neuzeit.

Emily Blunt als Mary Poppins, Joel Dawson als Georgie, Pixie Davies als Annabel und Nathanael Saleh als John
Emily Blunt als Mary Poppins, Joel Dawson als Georgie, Pixie Davies als Annabel und Nathanael Saleh als John © Disney Enterprises / Photo Credit: Jay Maidment
Regisseur Rob Marshall („Chicago“, „Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“) hat sich zusammenfassend visuell sehr ins Zeug gelegt und so wirkt auch jede Musicalnummer äußert ansprechend und bekommt augenscheinlich die persönliche Note des Regisseurs, wenn Mary Poppins auf die Bühne gebeten wird und man zweimal hinschauen muss, ob da nicht auf einmal Catherine Zeta Jones mit ihrer Oscarprämierten Rolle aus „Chicago“ steht.

Wo visuell alles passt, da muss man leider sagen enttäuscht der Film bei dem Teil, der den Klassiker von 1964 so besonders gemacht hat bzw. immer noch wirken lässt – bei der Musik.
Obwohl man mit Richard Sherman, einen der originalen Musikschaffenden von damals, als Berater zur Seite hatte, können die Kompositionen von Marc Shaiman und Scott Wittman nicht vollends überzeugen. Die Lieder kann man nur bedingt bemängeln, da es sich absolut um keine schlechten handelt, aber letzten Endes fehlt es den Stücken durchgängig an Ohrwurmcharakter, was schon beim ersten Song zu Beginn des Films auffällt. Kein Text bleibt lange genug im Ohr und die Melodien wirken austauschbar. Auch die Choreografien bieten nichts, dass man nicht schon irgendwo im Vorgänger gesehen hat. Besonders der Tanz der Laternenanzünder, ist beinahe eine Kopie der Schornsteinfeger rund um den Song „Chim Chim Cher-ee“ ohne den gleichen Effekt zu haben.
Dabei glänzt „Mary Poppins Rückkehr“ zumeist, wenn man etwas Frisches probiert, wie überraschende „Actionsequenzen“ die plötzliche Spannung erzeugen, welche es im ersten Teil überhaupt nicht gab.

Jack (Lin-Manuel Miranda) hilft Georgie Banks (Joel Dawson) beim Drachen fliegen lassen
Jack (Lin-Manuel Miranda) hilft Georgie Banks (Joel Dawson) beim Drachen fliegen lassen © Disney Enterprises / Photo Credit: Jay Maidment
Auf ganzer Linie punktet man dagegen beim Cast. Mary Poppins wird dieses Mal von Emily Blunt („Into the Woods“, „A Quiet Place”) dargestellt, die sogar von niemand geringerem als der originalen Mary Poppins-Darstellerin Julie Andrews den Segen bekam und die Besetzung befürwortet hat. Entgegen von Andrews Darstellung, wirkt Blunt häufig strenger, aber nicht weniger charmant als es Andrews damals tat. Gerade bei den Musicalperformances wirkt sie stets galant und voller Ausstrahlung. Nur einer glänzt noch mehr und das ist Laternenanzünder Jack, gespielt von Lin-Manuel Miranda, der bislang wenig vor der Kamera gemacht hat und sich eher im Hintergrund als Komponist ausgezeichnet hat. So zum Beispiel für den „Vaiana“ Song „Ich bin bereit“ (im Original „How Far I’ll Go“), der ihm auch eine Oscarnominierung und einen Grammy einbrachte. Bei ihm stimmt die Ausdruckskraft und man spürt regelrecht, dass der Schauspieler richtig Lust auf den Film und die Rolle hatte.

Emily Blunt als Mary Poppins und Lin-Manuel Miranda als Jack
Emily Blunt als Mary Poppins und Lin-Manuel Miranda als Jack © Disney Enterprises / Photo Credit: Jay Maidment
Bild:
Scharfes und farbenfrohes Bild. Besonders die Sättigung der Farben kommt gut zur Geltung.

Ton:
Die Stücke klingen klar durch die Boxen und besonders beim Kanonendonner des alten Admirals freut sich jeder Subwoofer.

Extras:
Bei den Extras befinden sich unter anderem ein Making Of, sowie Pannen vom Dreh. Insgesamt kommt man auf 55 Minuten Extras.


Fazit:
„Mary Poppins Rückkehr“ macht nichts falsch, aber auch nicht genug richtig, um längerfristig in Erinnerung zu bleiben. Gerade die fehlenden Ohrwürmer sind ein Mangel, die das Visuelle und der hervorragende Cast um Emily Blunt nicht auffangen können.

by Christian Willach
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment