Man Down - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.09.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min

Man Down Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Als der US-Marineoffizier Gabriel Drummer (Shia LaBeouf) von seinem Afghanistan-Einsatz nach Hause zurückkehrt, muss er feststellen, dass sein Zuhause nicht viel besser ist, als die Schlachtfelder, die er eigentlich hinter sich gelassen hatte. Begleitet von seinem besten Freund Devin Roberts (Jai Courtney) sucht er in seiner völlig zerstörten Heimatstadt verzweifelt den Aufenthaltsort seiner ihm entfremdeten Frau (Kate Mara) und seines geliebten Sohnes. Dabei stoßen die beiden auf einen Mann, der entscheidende Informationen über den Aufenthalt von Gabriels Familie zu besitzen scheint. Doch auch in Gabriels Vergangenheit gilt es ein dunkles Rätsel zu entschlüsseln, möchte er seine Familie wiedersehen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Man Down

Blu-ray
Man Down Man Down
Blu-ray Start:
25.09.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Man Down Man Down
DVD Start:
25.09.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

Blu-ray Kritik - Man Down

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Der US-Marine Gabriel Drummer kehrt aus einem Afghanistaneinsatz zurück in seine Heimat. Doch anstatt nach Hause zurückzukehren und sich von den Strapazen seines Kampfeinsatzes zu erholen, muss er feststellen, dass die Welt, die er kennt, nicht mehr existiert. Mit seinem besten Freund aus Kindestagen und Kameraden macht er sich auf die Suche nach seiner Frau und seinem geliebten Sohn und muss dabei erkennen, dass der Krieg bereits vor ihm angekommen ist.

Marines im Angriffsmodus
Marines im Angriffsmodus © KSM GmbH
Hier haben wir es mit einem spannenden Thriller zu tun, welcher sich gleichzeitig als tiefgründige Psychoanalyse heimgekehrter Veteranen entpuppt, wenn sich nach und nach abzeichnet, wie sehr Gabriel bereits durch seinen Kampfeinsatz in Afghanistan gezeichnet ist. Darüber hinaus finden ebenfalls Elemente eines klassischen Endzeitfilms Einzug in das Ganze. Diese Mischung verträgt sich wirklich gut. In dieser Weise werden eine stetige Spannung und eine übergreifende und absolute Atmosphäre des Verlustes generiert. Hier liegt also ein sehr ernster Film vor, welchem man anmerkt, dass es die Macher und Macherinnen stets ernst meinen und alles mit voller Hingabe tun, um eine möglichst hohe Authentizität hervorzubringen. Das ist ihnen auch gelungen, sodass hier auch von einem schonungslosen Anti-Kriegsfilm die Rede ist.

Thematisch handelt der Film folglich vor allem von der Hässlichkeit des Krieges und seiner Folgen, welche sich auch über die Kriegstreiberei hinaus erstrecken. So sind posttraumatische Belastungsstörungen, die damit einhergehenden Gefühle der Orientierungslosigkeit und dem unbedingten Wunsch nach Erlösung und Stabilität. Des Weiteren gehören Familie und Freundschaft – auch über den Krieg hinaus – mit zu den prägnantesten Themen des Films.

All das wird in den ungefähr 90 Minuten des Films auf drei Zeitebenen ausgehandelt, zwischen den immer wieder hin- und hergewechselt wird. Hier haben wir es also mit einem alles andere als gradlinigen Film zu tun. Diese Verschachtelung der Ereignisse spielt jedoch dem oben erwähnte Anliegen der Macher und Macherinnen in die Hände. So ist es doch gerade diese komplexe Erzählweise, welche erst mal für eine gewisse Orientierungslosigkeit sorgt, die dem Zuschauer somit auch die Orientierungslosigkeit des Protagonisten näher bringt. Ansonsten wird durch die Zeitebenen ebenfalls verdeutlicht, wie sehr auch Dinge zusammenhängen können, die so gesehen nicht unbedingt in einen Zusammenhang gebracht werden würden. Dieses Spiel mit der Zeit und dem Raum ist demnach gelungen und äußerst angebracht, da sich diese scheinbar komplexe und mutmaßlich verwirrende Erzählstrategie letzten Endes als eine Hilfestellung für die Zuschauer entpuppt und dabei bei der Erschließung dieses komplizierten Dramas unter die Arme greift.

Natalie Drummer (Kate Mara) und Gabriel Drummer (Shia LaBeouf)
Natalie Drummer (Kate Mara) und Gabriel Drummer (Shia LaBeouf) © KSM GmbH
Ein weiterer positiver Aspekt ist der, dass die mit den drei Zeitebenen einhergehenden Settings auch mit drei unterschiedlichen Atmosphären versehen wurden, welche wiederum durch ein stetiges Gefühl der sich bald erfüllenden Prophezeiung miteinander verbunden und in Einklang gebracht werden. So haben wir die Zeit vor dem Einsatz, direkt nach dem Einsatz und die Zeit nach der Rückkehr in die Heimat. Jede unterscheidet sich voneinander und doch ist es gelungen, den Zuschauern vorzugaukeln, dass man im Grunde weiß vorauf es hinausläuft und es am Ende doch nicht wirklich weiß. Die Zweifel, das Misstrauen und die damit einhergehende Orientierungslosigkeit werden damit zu einem gemeinsamen Gefühl von Protagonist und Zuschauer.

Auch in Bezug auf die Schauspielerei lässt sich auch kein wirkliches Haar in der Suppe finden. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem Marine Gabriel Drummer, welcher von Shia LaBeouf gespielt wird. Sogar in gemeinsamen Szenen mit anderen Darstellern ist seine Figur das Zentrum des Geschehens, wie man an den Kameraeinstellungen sieht. Und er macht einen hervorragenden Job. Er spielt in einer unglaublich intensiven Art und Weise. Wie kontrovers sein Abschied von Blockbuster-Kino auch gewesen sein mag, er tut ihm sehr gut. Man nimmt ihm wirklich jedes zur Schau gestellte Gefühl ab. Jede Träne, jeder Rotzfaden und Verzweiflung geht einem als Zuschauer ans Herz. Er liefert hier eine wirklich bemerkenswerte Performance ab und schafft es den Film zu stemmen, ohne dass zu irgendeinem Zeitpunkt der geringste Zweifel daran aufkommt.

Marines im Kampf
Marines im Kampf © KSM GmbH
Das Bild und der Ton bewegen sich durchgängig auf einem guten Niveau und trüben zu keiner Zeit die Rezeption des Films. Nur bei den Extras muss hier ein strafendes Urteil her. Diese bestehen leider nur aus dem Trailer zum Film und einer Bildgalerie. Gerade bei einem solch emotionalen und ernstgemeinten Film, dessen Notwendigkeit leider bitter nötig, wäre die eine oder andere Äußerung der Filmschaffenden zu dieser doch dringenden Auseinandersetzung mit diesem Themenbündel wünschenswert gewesen.


Fazit:
MAN DOWN ist ein fesselnder Anti-Kriegsfilm, der es vermag eine unheimliche und auch dem Thema entsprechende unangenehme Atmosphäre zu erschaffen. Das Spiel mit den Zeitebenen als auch die Komplexität der Darstellung führen zu keiner Zeit zu einer Überforderung des Herrn LaBeouf. Er ist tatsächlich das Highlight des Films und ihm gelingt es, die hier angestrebte und wirklich bedrückende Botschaft des Films zu transportieren.

by Martin Fischer
Bilder © KSM GmbH