Ma - Sie sieht alles - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.10.2019
Digital VoD: 10.10.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min

Ma - Sie sieht alles Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Bei Ma sind alle willkommen. Es scheint ein glückliches Zusammentreffen zu sein: Sue Ann (Oscar®-Gewinnerin Octavia Spencer) lebt einsam und allein in einem braven Kaff in Ohio. Neuankömmling Maggie (Diana Silvers, Glass) und ihre Freunde wollen feiern – dürfen als Teenager aber noch keinen Alkohol kaufen. Also besorgt Sue Ann ihnen den Stoff. Und bietet den neuen, jugendlichen Freunden auch gleich noch ihren Keller als Partylocation an.
Doch es herrschen klare Regeln in Sue Anns Haus: Wer fährt, bleibt nüchtern! Keine Kraftausdrücke! Die oberen Stockwerke sind tabu! Und Sue Ann wird "Ma" genannt.
Bald entpuppt sich die vermeintliche Gastfreundschaft Mas als obsessive Gier nach Gesellschaft. Der scheinbare Teenager-Traum verwandelt sich zum grauenvollen Albtraum. Und Mas Haus wird vom heißesten Schuppen der Stadt zur Hölle auf Erden.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch, Türkisch: DTS Digital Surround 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Hindi, Türkisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Alternatives Ende
• Unveröffentlichte Szenen
• Die Figur Sue Ann
• Party bei Ma
• Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Ma - Sie sieht alles

Blu-ray
Ma - Sie sieht alles Ma - Sie sieht alles
Blu-ray Start:
10.10.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Ma - Sie sieht alles Ma - Sie sieht alles
DVD Start:
10.10.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Ma - Sie sieht alles

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


„Ma“, wie er im englischen Original ohne den nervigen, völlig unpassenden Untertitel heißt, hätte ein neuer Eintrag in die Hall of Fame des Horrorgenres sein können. Leider legt sich der Film selbst Stolpersteine in den Weg und verliert dadurch an Klasse. Der Streifen ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben.

Doch worum geht es überhaupt? Es geht um die Teenagerin Maggie (Diana Silvers, „Glass“). Diese ist gerade in den früheren Heimatort ihrer Mutter zurückgezogen und kennt dort niemanden. In der High School wird die schüchterne Schülerin schnell von einigen Gleichaltrigen eingeladen mit ihnen etwas trinken zu gehen. Daraus entwickelt sich schnell eine Freundschaft und auch die erste Liebe. Beim Betteln um Alkohol vor dem Schnapsladen lernt die Clique Sue Ann (Octavia Spencer, „The Shape of Water“) kennen. Ein Mitvierzigerin, die ihnen nicht nur den Fusel besorgt, sondern sie auch in ihrem Partykeller feiern lässt. Die Partys werden immer größer und größer, doch schnell fällt Maggie auf, dass Ma – wie Sue Ann mittlerweile von allen genannt wird – einige komische Angewohnheiten hat…

Octavia Spencer in Ma
Octavia Spencer in Ma © Anna Kooris/Universal Pictures
Was sich anhört, wie ein 0815-Plot für einen Horrorfilm stellt sich als feiner Psychohorror heraus. Klar, es gibt die stereotypen Rollenverteilungen: Die dümmliche Schönheit, das schüchterne, aber schlaue Mädchen, den Womanizer, den schüchternen Kerl und ein cooler Schwarzer. Eine Rollenverteilung wie in vielen billigen Horrorproduktionen. Jedoch schafft es der Film eine Kohärenz zwischen Mas seltsamen Verhalten und einer dauerhaften Spannung aufzubauen. Leider eröffnet der Film sehr schnell eine zweite Erzählebene, welche Sue Anns Hintergründe erklären. Dadurch verliert der Horror-Thriller rasch an Mystik. Außerdem verkommt der Film durch die zweite Zeitebene eben doch zu einem 0815-Streifen. Wie bereits Klassiker wie „Das Schweigen der Lämmer“ bewiesen, ist es dem Gesamtwerk meist nicht besonders zuträglich direkt viel zu viel über den Antagonisten zu wissen. Die Spannung geht dadurch innerhalb von Bruchteilen auf ein Minimum zurück.

Octavia Spencer and McKaley Miller in Ma
Octavia Spencer and McKaley Miller in Ma © Anna Kooris/Universal Pictures
Auch die vielen Jump Scares, welche gemeinhin als Zeichen für billigen Horror angesehen werden, drücken dieses Werk in eben jene Spalte. Octavia Spencer versucht derweilen den gesamten Film zu retten. Ihrem Schauspiel ist es zu verdanken, dass ich mir zumindest vorstellen kann, wie gut dieser Thriller hätte sein können. Regisseur Tate Taylor zeigt eigentlich bereits in „Girl on the Train“ mit Emily Blunt in der Hauptrolle, dass er es versteht mit der Psyche des Zuschauers zu spielen und sehr subtil die meiste Zeit des Filmes Fragen offen zu lassen, anstatt sie direkt zu beantworten. Überraschend ist daher, dass „Ma“ eben genau an dieser Krankheit zu Grunde geht. Genau das macht Ma zu einem mainstreamigen Billighorrorabenteuer, wie es bereits im letzten Jahr „Wahrheit oder Pflicht“ schaffte. Richtig behandelt und richtig durchdacht hätte dieser Film nicht nur eine Persiflage auf die mittlerweile so abgewetzten Figurenkonstellationen von Horrorfilmen sein können, sondern ein (Meister-?)werk, welches für sich alleine stehen kann und vielleicht in Jahrzehnten noch Menschen unterhalten würde.

Nichtsdestotrotz macht das übrig gebliebene Wrack, welches etwas so viel Besseres hätte sein können, immer noch Spaß. Wenigstens kann man noch über die meiste Zeit des Films hinweg spannungsgeladen miträtseln und -fiebern. Wenigstens bleibt eins solider Durchschnittshorrorfilm übrig.

Diana Silvers in Ma
Diana Silvers in Ma © Anna Kooris/Universal Pictures
Bild
Am Bild gibt es nichts zu meckern. Das klare, digitale Bild kommt durch die 1080p-Auflösung der Blu-ray-Disc wunderbar zur Geltung. Es fehlen zwar die ein oder anderen spannenden Einstellungen, aber das Werk ist dennoch durchaus solide.

Ton
Auditiv gibt der Streifen leider nicht viel her. Das einzige Horrorelement, was durch den Ton erzählt wird, sind die wirklich billig ausgeführten Jump Scares. Auf dieser Ebene ist die Arbeit also durchschnittlich. Die deutsche Synchronfassung ist leider schwer zu ertragen und so empfehle ich ausdrücklich die Originalfassung.

Extras
Die Extras bieten ein alternatives Ende. Dieses ist nach Genuss des Filmes zwar durchaus interessant, ich bin aber wirklich froh, dass man sich für das andere Ende entschieden hat. Hinzu kommen unveröffentlichte Szenen und einige Features. Die Extras sind also durchaus einen Blick wert.


Fazit:
„Ma – Sie sieht alles“ hat klare Macken im Drehbuch und eine absolut stereotype Ausgangslage. Leider schafft der Film den Sprung zum Meisterwerk nicht und bleibt in der Kategorie der billigen Teenagerhorrorfilme hängen. Dennoch ein spaßiger Film für zwischendurch.

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by Jan Welsch
Bilder © Universal Pictures




Ma - Sie sieht alles - Trailer