Love, Simon - Blu-ray

Blu-ray Start: 08.11.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 110 min

Love, Simon Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Jeder verdient eine große Liebesgeschichte. Aber für den 17-jährigen Simon Spier ist es etwas komplizierter: Er muss Familie und Freunden noch erzählen, dass er schwul ist, und kennt nicht einmal die Identität des Klassenkameraden, in den er sich online verliebt hat. Beide Probleme zu lösen, erweist sich als gleichzeitig unglaublich witzig, angsteinflößend und lebensverändernd. Inszeniert von Greg Berlanti („Dawson’s Creek“, „Brothers & Sisters“), geschrieben von Isaac Aptaker und Elizabeth Berger („This is us“) und basierend auf Becky Albertallis hochgelobtem Buch, ist LOVE, SIMON eine witzige und herzliche Coming-of-Age Geschichte über die spannende Reise auf der Suche nach sich selbst und der ersten Liebe.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Französisch)
DTS-HD-MA 5.1 (Englisch )
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Entfallene Szenen
Die Romanvorlage
Die Clique
#FirstLoveStoryContest-Gewinner
Dreh in Georgia
Dreh in Atlanta
Audiokommentar von Greg Berlanti, Isaac Klausner und Isaac Aptaker
Galerie
Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Love, Simon

Blu-ray
Love, Simon Love, Simon
Blu-ray Start:
08.11.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 110 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Love, Simon Love, Simon
DVD Start:
08.11.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 106 min.

Blu-ray Kritik - Love, Simon

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Simon ist ein ganz normaler 17-jähriger in einem typisch amerikanischen Vorort nahe Atlanta. Er erfreut sich an einem harmonischen Familienleben mit Mutter Emily (Jennifer Garner), Vater Jack (Josh Duhamel) und der jüngeren Schwester Nora (Talitha Bateman). Simon besucht die High School und steht dort kurz vor einem erfolgreichen Abschluss. Seine Kindheitsfreunde Leah (Katherine Langford) und Nick (Jorge Lendeborg Jr.) stehen ebenso treu immer an seiner Seite wie die erst vor einem halben Jahr zugezogene Abby (Alexandra Shipp). Doch Simon hat ein großes Geheimnis, das er noch mit niemandem geteilt hat: Er ist schwul.

Nick Robinson in Love, Simon
Nick Robinson in Love, Simon © Twentieth Century Fox
„Love, Simon“ kommt einer kleinen Revolution gleich: Zum ersten Mal ist hier ein von einem der großen US-Studios produzierter Film zu sehen, bei dem ein homosexueller Protagonist im Teenageralter im Mittelpunkt steht. Doch der Film des erfolgreichen Serien-Produzenten Greg Berlanti („Dawson’s Creek“, „The Flash“, „Arrow“, „Riverdale“) könnte nicht erfrischender, realistischer, natürlicher und selbstverständlicher mit seinem Thema umgehen. Dem seit Jahren offen homosexuell lebenden Berlanti ist hier ein wundervoller Teenagerfilm voller Warmherzigkeit, Humor und Einsichtsreichtum gelungen, der mit Leichtigkeit den Geist großer Genreklassiker wie vor allem der Filme von John Hughes atmet.

Die Adaption von Becky Albertallis Bestseller „Nur drei Worte“ folgt Simon wunderbar beschwingt in seinem High School- und Familienalltag. Simons Geheimnis liegt schon lange wie eine dunkle Wolke über dem eigentlich so zugänglichen und sympathischen Teenager, richtig aufgefallen ist aber auch niemandem, dass er vielleicht etwas „anders“ ist als die meisten. Als sich auf dem Schulblog creeksecrets ein anderer Junge anonym outet, legt sich bei Simon ein Schalter um: Er treibt mit „Blue“ einen regen Mail-Austausch à la „E-Mail für dich“ und versucht sich auszumalen, wer wohl hinter der geheimen Identität stecken könnte. Doch nach einem Missgeschick kriegt Simons Theater-Kollege Martin (Logan Miller) Wind von dem wohlgehüteten Geheimnis und beginnt Simon auf freundliche Weise zu erpressen: Er verrät nicht, dass Simon schwul ist, wenn dieser ihm wiederum hilft, bei seinem Schwarm Abby zu landen. Widerwillig stimmt Simon schließlich zu, jedoch könnte Abby nicht desinteressierter an dem etwas exzentrischen Martin sein.

Nick Robinson and Katherine Langford in Love, Simon
Nick Robinson and Katherine Langford in Love, Simon © Twentieth Century Fox
Ganz groß profitiert „Love, Simon“ von seinem enorm charismatischen und sympathischen Hauptdarsteller Nick Robinson. Der „Kings of Summer“- und „Jurassic World“-Akteur erweist sich als Idealbesetzung, der viel dazu beiträgt, dass „Love, Simon“ so erfüllend und zugänglich geworden ist. Es macht Freude, Robinson zuzusehen, wie er seinen Alltag bewältigt und versucht rauszufinden, wer sich hinter dem Alias „Blue“ verbirgt. Zugleich hängt man auch einfach gerne mit seinen nicht minder authentisch und zeitgemäß gezeichneten Freunden ab, die alle ihre eigenen, vielschichtigen Charaktere mit ganz eigenen Motivationen und auch Geheimnissen darstellen dürfen. Auch hier ist überall ist Teenager-typisches Gefühlschaos angesagt und tatsächlich gewährt der Film allen Figuren genug Platz zur eigenen Entfaltung.

Selbst der eigentlich leicht als Antagonist daherkommende Martin ist trotz aller Fehler ein erstaunlich sympathischer Charakter, dem man trotz aller Entgleisungen kaum böse sein kann. Hier hilft es natürlich, dass Logan Miller die wohl komischste Präsenz des gesamten Films ist und immer wieder einzelne Szenen mit inspirierten Einfällen und starkem komödiantischen Timing an sich reißt.

Alexandra Shipp, Nick Robinson, Jorge Lendeborg Jr., and Katherine Langford in Love, Simon
Alexandra Shipp, Nick Robinson, Jorge Lendeborg Jr., and Katherine Langford in Love, Simon © Twentieth Century Fox
Die Natürlichkeit der Inszenierung und seiner Darsteller macht „Love, Simon“ enorm leichtgängig und zugänglich. Manche Zuschauer könnten vielleicht beklagen, dass „Love, Simon“ sicher fern von der Härte der Lebenssituation von vielen LGBTQ-Menschen liegt, die sich noch nicht geoutet haben oder nach dem Outing mit Ablehnung kämpfen müssen. Simon lebt bereits in einem Umfeld, das kaum toleranter und liberaler sein könnte, dennoch hat er berechtigte Ängste sein Geheimnis preiszugeben und mit den möglichen Folgen teilweiser Ablehnung zu leben. Doch man muss „Love, Simon“ einfach für seinen positiven und lebensbejahenden Blick lieben, der nie unverdient oder unecht daherkommt. Dafür darf er auch clean und jugendfreundlich sein, er darf auf scheinbar nahezu perfekte und gutaussehende Charaktere setzen, ohne explizit oder vulgär zu werden.

Dass „Love, Simon“ in dieser gelungenen Form als abendfüllender Studiofilm mit dieser erfrischenden Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit existiert, ist alleine schon ein Grund zur Freude und vor allem ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Jennifer Garner und Josh Duhamel in Love, Simon
Jennifer Garner und Josh Duhamel in Love, Simon © Twentieth Century Fox
Bild

Ton

Extras
Das Bonusmaterial der „Love, Simon“-Blu-ray ist sehr solide. Hier kommen alle Beteiligten in einer Reihe von gut produzierten EPK-Featurettes zu Wort, hinzu kommt ein informativer und gut aufgelegter Audiokommentar mit dem Regisseur und den beiden Autoren. Außerdem gibt es neben ein paar entfallenen Szenen, einer Bildergalerie und zwei Kinotrailern auch noch den kurzen Gewinnerfilm der #Firstlovestory-Ausschreibung.
Entfallene Szenen (07:42 Min.)
Die Romanvorlage (10:41 Min.)
Die Clique (09:46 Min.)
#Firstlovestory-Gewinner (01:34 Min.)
Dreh in Georgia (05:07 Min.)
Dreh in Atlanta (02:06 Min.)
Audiokommentar von Greg Berlanti, Isaac Klausner & Isaac Aptaker Galerie (02:05 Min.)
Kinotrailer (01:44 Min.)


Fazit:
„Love, Simon“ erweist sich direkt als neuer Klassiker des Teenagerfilms ganz im Geiste von John Hughes. Mit Natürlichkeit, Sympathie und erfrischender Leichtigkeit präsentiert sich hier ein enorm zeitgemäßer und progressiver Film, der einem homosexuellen Teenager ganz selbstverständlich die Bühne gibt, ohne wie ein plumper Message-Film daherzukommen. „Love, Simon“ ist eine kleine Revolution, die Freude macht und zum Immer-Wiedersehen einlädt.

by Florian Hoffmann
Bilder © 20th Century Fox Home Entertainment