Lord of Illusions - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 121 min

Lord of Illusions - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ein Routinefall wird für Privatdetektiv Harry D’Amour (Scott Bakula) zu seinem schlimmsten Albtraum, als er auf eine okkulte Sekte stößt, deren Anhänger ihren toten Anführer Nix wiederauferstehen lassen wollen. Der dunkle Meister, der von seinen Gefolgsleuten „der Puritaner“ genannt wird, ist zu Lebzeiten ein großer Illusionist gewesen und vor 13 Jahren von seinem besten Zauberschüler Philip Swann (Kevin J. O’Connor) ermordet worden. Heute ist Swann selbst ein berühmter Bühnenmagier, weshalb seine besorgte Frau Dorothea (Famke Janssen) eine späte Rache der fanatischen Puritaner-Jünger befürchtet. Um ihren Mann zu schützen, heuert sie D’Amour als Bodyguard an. Der Auftrag konfrontiert den Ermittler mit magischen Kräften zwischen Illusion und Realität, die die Hölle auf Erden losbrechen lassen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
„A Gathering of Magic“: Hinter den Kulissen // Entfallene Szenen mit Audiokommentar von Clive Barker // „Drawing Boards“: Interview mit Storyboard-Artist Martin Mercer // Original Kinotrailer // Deutscher Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Lord of Illusions - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook

Blu-ray
Lord of Illusions - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook Lord of Illusions - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook
Blu-ray Start:
23.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 121 min.

zur Blu-ray Kritik
Lord of Illusions Lord of Illusions
Blu-ray Start:
28.12.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 121 min.
DVD
Lord of Illusions Lord of Illusions
DVD Start:
23.11.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min.

Blu-ray Kritik - Lord of Illusions - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Ein großer Name im Horrorgenre ist der von Clive Barker, der einst im Jahr 1987 mit seinem ʻHellraiser – Das Tor zur Hölleʻ vielen Leuten das Fürchten lehrte. Allerdings zeichnet sich Barker nicht ausschließlich für gute Horrorfilme verantwortlich, vielmehr sind es dessen Kurzgeschichten, wie beispielsweise in den Büchern des Blutes (OT: ʻClive Barker's Books of Bloodʻ), Bücher sowie Drehbücher die sehr beliebt sind und auch sein Mitwirken bei diversen Videospielen wie zum Beispiel ʻClive Barker's Undyingʻ (2001) oder ʻClive Barker's Jerichoʻ (2007) hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Da ist es schon etwas schade, das es der gebürtige Brite nur insgesamt dreimal geschafft hat, sich selbst hinter die Kamera zu stellen und die Regie zu übernehmen. Nach dem großen Erfolg von ʻHellraiserʻ, dessen alptraumhafte Hauptfigur Pinhead auch heute noch als Ikone des modernen Horrorfilms gilt, war dessen zweite Regiearbeit der auf seinem Roman namens ʻCabalʻ basierende ʻCabal – Die Brut der Nachtʻ aus dem Jahr 1990. Seine bislang letzte eigenständige Regiearbeit, welche wiederrum auf der Kurzgeschichte namens ʻDie letzte Illusionʻ basiert, erschien kürzlich Ende November erstmals auf Blu-ray. Wir haben uns das limitierte Mediabook aus dem Hause Capelight Pictures einmal genauer angeschaut und berichten, ob dessen Umsetzung gelungen ist.

Scott Bakula in Lord of Illusions
Scott Bakula in Lord of Illusions © capelight pictures
Ein Routinefall wird für Privatdetektiv Harry D’Amour (Scott Bakuta) zu seinem schlimmsten Albtraum, als dieser bei seinen Ermittlungen auf eine okkulte Sekte stößt, deren Anhänger ihren toten Anführer Nix (Daniel von Bargen) wiederauferstehen lassen wollen. Der einst dunkle Meister, der von seinen Gefolgsleuten „der Puritaner“ genannt wird, ist zu Lebzeiten ein großer Illusionist gewesen und vor dreizehn Jahren von seinem besten Zauberschüler Philip Swann (Kevin J. O’Connor) ermordet worden. Heute ist Swann selbst ein berühmter Bühnenmagier, weshalb seine besorgte Frau Dorothea (Famke Janssen) eine späte Rache der fanatischen Puritaner-Jünger befürchtet. Um ihren Mann zu schützen, heuert sie D’Amour als Bodyguard an. Der Auftrag konfrontiert den Ermittler allerdings mit magischen Kräften zwischen Illusion und Realität, die die Hölle auf Erden losbrechen lassen...

Famke Janssen in Lord of Illusions
Famke Janssen in Lord of Illusions © capelight pictures
Wie eingang bereits erwähnt, basiert Clive Barker's dritte Regiearbeit auf der literarischen Vorlage der Kurzgeschichte ʻDie letzte Ilussionʻ, welche ebenfalls den Büchern des Blutes entnommen wurde. Inzwischen hat der Film aus dem Jahr 1995, der eine Mischung aus Detektiv- und Grusel-Horror-Film darstellt, jedoch 23 Jahre auf dem Buckel – was man dem Streifen auf Blu-ray heutzutage auch deutlich ansieht. Ein Vorzeige-Produkt in Sachen Special-Effects war ʻLord of Illusionsʻ zwar noch nie, denn gerade die visuellen Effekte waren schon damals etwas antiquiert, dafür ist der Film aber bildgewaltig, bietet eine unterhaltsame und passagenweise auch recht spannende Story und fährt sogar einige richtig gut gemachte Gore- beziehungsweise Splatter-Effekte auf. Zu erwähnen wären hier beispielsweise der Kampf zwischen D’Amour und dem spitzzahnigen Ray Miller (Jordan Marder) sowie eine von Swanns Illusionen, bei der mehrere Schwerter von der Decke herabfallen und die fatalerweise nicht ganz wie geplant abläuft. Aus heutiger Sicht wirken leider auch die Dialoge etwas hölzern und zeitweise auch deplaziert, dafür hat man bei der Auswahl der Darsteller aber ein gutes Händchen bewiesen. Als abgehalfterter Detektiv ist Scott Bakuta genau die richtige Wahl gewesen, genauso wie Kevin J. O’Connor den Part des Illusionisten sehr gut rüberbringt, der im Übrigen mit Daniel von Bargen einen ebenbürtigen Gegenspieler vorgesetzt bekommt. Herrlich abgedreht ist auch die Darstellung des Ray Miller, der überaus gewalttätig und völlig durchgeknallt ist – man könnte sogar meinen er ist auf Drogen, so wie dieser hier in den Kampfszenen regelrecht ausrastet. Der wahre Eyecatcher in dieser Produktion ist aber Swanns Frau Dorothea, die von der Niederländerin Famke Janssen gespielt wird und die hier schon früh eindrucksvoll unter Beweis stellte, welches darstellerische Potenzial in ihr steckt.

Daniel von Bargen in Lord of Illusions
Daniel von Bargen in Lord of Illusions © capelight pictures
Bildqualität:
Die Bildqualität von ʻLord of Illusionsʻ ist etwas wechselhaft, aber dennoch kann man mit der dargebotenen Qualität sehr zufrieden sein. Der Transfer, dessen Ansichtsverhältnis 1.85:1 (16:9) beträgt, bietet einige recht ordentliche Einstellungen, in denen die Schärfe ein hohes Niveau erreicht, denen dann aber wieder etwas weichere Shots folgen. Geschuldet sein dürfte dies unterschiedlichen Kameras, welche wohl bei der Produktion zum Einsatz kamen. Aber auch wenn die dargebotene Bildschärfe variiert, so ist der Detailgrad immer gut und man kann viele Details erkennen, die auf der DVD aus dem Jahr 2013 nur erahnt werden konnten. Qualitativ hat man es hier also mit einer ordentlichen Steigerung zu tun, denn auch die Farben sowie der Kontrast werden auf der Blu-ray natürlicher und kräftiger wiedergegeben. Lediglich der Schwarzwert hätte gerne etwas satter sein dürfen und hier und da lässt sich auch die ein oder andere leichte Verschmutzung ausmachen. Das ist aber nichts, was wirklich ins Gewicht fällt oder als störend empfunden wird.

Tonqualität:
Während die DVD noch einen Dolby Digital 5.1-Mix in deutscher sowie englischer Sprache bietet, wird bei der Blu-ray hingegen eine verlustfreie DTS-HD Master Audio 5.1-Abmischung in beiden Sprachen aufgefahren, die nicht nur frischer sondern auch etwas aktiver klingt. Einen Bombast-Sound sollte man aber dennoch nicht erwarten, denn alters- und letztlich sicherlich auch produktionsbedingt, klingt auch der neue DTS-HD-Mix eher frontlastig. Für etwas mehr Räumlichkeit sorgt aber der Score des britischen Filmkomponisten Simon Boswell (Perdita Durango) und passagenweise werden auch einige Surround-Effekte gut eingebunden, wodurch sich alles etwas dynamischer präsentiert. Die Dialogwiedergabe ist zudem stets einwandfrei, so das jedes gesprochene Wort klar und verständlich vernommen werden kann.

Famke Janssen und Scott Bakula in Lord of Illusions
Famke Janssen und Scott Bakula in Lord of Illusions © capelight pictures
Extras:
Die Aufmachung des Mediabooks kann nur als gelungen bezeichnet werden, da es nicht nur einen überaus wertigen Eindruck hinterlässt, sondern auch ein sehr informatives 24-seitiges Booklet enthält, für dessen Inhalt sich ZDF-Redakteur Daniel Wagner verantwortlich zeichnet. Aber nicht nur die Buchverpackung kann sich sehen lassen, sondern auch das auf beiden Discs enthaltene Bonusmaterial, welches sich wie folgt aufteilt:
▪ Audiokommentar von Regisseur Clive Barker
▪ Film mit Music Score
▪ Making-of „Illusion of Reality“ (61:53 min.)
▪ Hinter den Kulissen „A Gathering of Magic“ (17:52 min.)
▪ Interview mit Martin Mercer „Drawing Boards“ (11:54 min.)
▪ Entfallene Szenen (3:21 min.)
▪ Bildergalerie (15:52 min.)
▪ Original Kinotrailer (2:32 min.)
▪ Deutscher Trailer (2:32 min.)
▪ Trailershow:
- Stigmata (2:25 min.)
- Der blutige Pfad Gottes (2:07 min.)
- The Blob – Schrecken ohne Namen (2:27 min.)
- Schloss des Schreckens (2:54 min.)
- Assault – Anschlag bei Nacht (1:54 min.)

Das Herzstück der Extras stellt zweifelsohne neben dem Audiokommentar von Regisseur Clive Barker das sehr informative Making-of sowie die Hinter den Kulissen-Featurette dar. Hier erfährt man alles wissenswerte rund um die Produktion und kann den verantworltichen Personen auch während der Dreharbeiten über die Schultern schauen. Weiter geht es mit einem kurzen aber sehr aufschlussreichen Interview mit Storyboard-Artist Martin Mercer, einigen nicht verwendeten Szenen sowie einer musikunterlegten Bildergalerie mit seltenem Aushangmaterial, selbstverständlich bieten sämtliche Extras derweil auch deutsche Untertitel. Das Bonusmaterial ist auf beiden Discs zudem nahezu inhaltsgleich, auf der DVD fehlen lediglich das Making-of sowie die Trailershow.


Fazit:
Als ich Mitte der 90er-Jahre die dritte Regiearbeit von Clive Barker zum ersten Mal sah, hat mit der Mystery-Gruselschocker sehr gut gefallen und auch die später erschienenene DVD landete in meiner Filmsammlung. Inzwischen muss ich aber eingestehen, das ʻLord of Illusionsʻ schlecht gealtert ist, was hauptsächlich den antiquierten Special-Effects und auch den etwas hölzernen Dialogen geschuldet ist. Dennoch muss hier aber auch ganz klar gesagt werden, das die Umsetzung auf Blu-ray sehr gelungen ist, was nicht nur am schicken Mediabook sondern auch an der sichtbar gesteigerten Bild- als auch Tonqualität liegt. Reichlich Extras sind ebenfalls mit an Bord, was ebenfalls für einen Kauf spricht, den Clive Barker-Fans vermutlich ohnehin schon längst getätigt haben.

by Roland Nicolai
Bilder © Alive / capelight pictures