Looper - Blu-ray

Blu-ray Start: 21.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min

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Inhalt

Man nennt sie Loopers. Sie sind die gut bezahlten Auftragskiller einer verbrecherischen Organisation in der Zukunft, in der Zeitreisen zwar möglich, aber illegal sind. Das Syndikat nutzt die Technologie und beseitigt seine Opfer, in dem es sie dreißig Jahre zurück in die Vergangenheit schickt, wo ein Looper wartet und die Zielperson erschießt. Die Morde sind ebenso kaltblütig wie perfekt. Joe (Joseph Gordon-Levitt) ist so ein Looper und er ist einer der Besten im Geschäft. Für ihn gibt es keine Regeln, außer einer: Er darf nicht versagen. Joe erledigt seine Jobs zuverlässig, bis er eines Tages einem neuen Opfer gegenübersteht: seinem dreißig Jahre älteren Ich (Bruce Willis). Joe zögert einen kurzen Augenblick. Zu lang! Es beginnt eine Jagd auf Leben und Tod...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurettes, 22 entfallene Szenen, Animierter Trailer, Audiokommentar von Rian Johnson, Joesph Gordon-Levitt und Emily Blunt, Wendecover

DVD und Blu-ray | Looper

Blu-ray
Looper Looper
Blu-ray Start:
21.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Looper Looper
DVD Start:
21.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 114 min.

Blu-ray Kritik - Looper

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


„Dieser blöde Zeitreisescheiß verbrutzelt einem total das Gehirn.“ Der von Jeff Daniels („Speed“) verkörperte Gangster-Boss Abe muss es wissen. Er wurde im Science-Fiction-Thriller „Looper“ aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt, um dort anno 2044 eine gleichnamige Auftragskiller-Meute zu befehligen. Zu diesen „Schleifern“ gehört der junge Joe (starke Vorstellung: Joseph Gordon-Levitt aus „The Dark Knight Rises“). Er verrichtet sein tödliches Handwerk strikt nach Plan. Immer zum gleichen Zeitpunkt landet, gefesselt und mit Kapuze über dem Kopf, per Zeitreise ein Feind der Mafia der Zukunft direkt vor seiner Flinte. Den knallt er dann bequem ab und kassiert Silberbarren aus dem Gepäck des Toten als Sold. Doch irgendwann muss jeder Hitman seinen „Loop schließen“. Im Klartext heißt das: Sein eigenes, 30 Jahre älteres Ich erledigen, um keine Zeugen dieser raffinierten Personenbeseitigung zu hinterlassen. Und so kommt es, wie es kommen muss: Eines Tages blickt Joe junior in die Augen von Joe senior (Bruce Willis). Ehe die erste Kugel fliegt, macht der Alte die Fliege. Und das Syndikat tobt.

Moment mal, mag der Logikfreund hier aufschreien. Wie kann sich ein und dieselbe Person - wenn auch unterschiedlich alt - gleichzeitig gegenüberstehen und in die Augen sehen? In der Tat: Das storytechnisch durchaus innovative Werk von Regisseur Rian Johnson (drehte mit Gordon-Levitt bereits den stimmigen Jugend-Noir-Thriller „Brick“) hat mit den allseits bekannten Zeitreise-Paradoxien auch seine liebe Mühe und Not. Wenn man zum Beispiel sein älteres Ich in der Vergangenheit erschießt, hat das auf das jüngere Ich hier keinerlei Auswirkungen. Wird das jüngere Ich in der Vergangenheit dagegen gefoltert, gehen auch dem kurz zuvor geflohenen älteren Ich sehenden Auges reihenweise Finger flöten. Und das dramatische Ende von „Looper“ sollte man ebenfalls besser nicht genauer hinterfragen.

Doch Drehbuchautor Johnson ist clever genug, das Thema Zeitreisen im Hintergrund zu belassen und sich vielmehr auf eine Geschichte zu konzentrieren, die, und das ist durchaus hoch anzurechnen, nicht wie im Science-Fiction-Genre üblich in eine seelenlose Special-Effects-Orgie ausartet, sondern eine Schöne Neue Welt von morgen zeigt, die durchaus im Bereich des Vorstellbaren liegt. Natürlich werden dabei auch moralische Fragen gestreift. Etwa wenn es darum geht, mit wenig zimperlichen Mitteln Ereignisse in der Zukunft zu beeinflussen oder gar zu verhindern (siehe Plan von Joe alt). Allerdings hängt „Looper“, der sich zeitweise eher als Charakterdrama denn als lupenreiner Actionfilm erweist, in manchen Teilen auch etwas durch. Wie in den Sequenzen auf der Farm von Sara (Emily Blunt, „Der Plan“), wo sich der junge Joe auf der Flucht vor Abes Schergen versteckt.

Auf der Plusseite verbucht Rian Johnson aber eine nahezu durchgehend gute Besetzung. Vor allem Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt, der per täglicher Drei-Stunden-Maske in eine junge Ausgabe von Bruce Willis geschminkt wurde, empfiehlt sich für höhere Aufgaben. Zu nennen wäre hier auch noch Pierce Gagnon. Der Knirps gibt als Saras Sohn Cid eine wahrlich unheimliche Vorstellung. Wenn er loslegt, kommen sowohl die zumeist handgemachte Action in der Plastizität des Bildes der Blu-ray als auch der experimentelle Sound auf der Tonspur richtig zum Tragen.

Im Making-of der Zugaben zur Blu-ray erfährt der Zuschauer unter anderem, dass Regisseur Johnson das „Looper“-Drehbuch ursprünglich für einen Kurzfilm mit Joseph Gordon-Levitt in der Hauptrolle konzipiert hat. Und ein Physiker erklärt, es gäbe keine physikalischen Gesetze, die gegen Zeitreisen sprechen. Das Feature „Looper: Der Score“ serviert drei Hörproben aus dem Soundtrack und zeigt, wie aus Alltags- und Industriegeräuschen ein virtuelles Orchester kreiert wurde. Dazu gibt es gefühlt unendliche, meist entbehrliche entfallene Szenen sowie einen Audiokommentar mit Regisseur Johnson sowie den Darstellern Emily Blunt und Joseph Gordon-Levitt.

„Looper“ sticht erfrischend aus dem üblichen Actionsenf heraus und zeigt, was im Science-Fiction-Genre abseits von CGI-Exzessen (noch) möglich ist. Wer seinem Logik-Verstand eine Auszeit gönnen will und kann, wird hier famos unterhalten.

by Florian Ferber
Bilder © Concorde Home Entertainment